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Stephan

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Alle erstellten Inhalte von Stephan

  1. Neueste Untersuchungen der Universität Otago (Neuseeland) ergeben, dass manuelle Physiotherapie und besondere Übungsprogramme Besserung bei schmerzhafter Osteoarthritis in Knie- und Hüftgelenken bewirken. Außerdem sind sie überraschend kosteneffektiv. Studie - Manuelle Therapie bei Osteoarthritis Die klinische Studie wurde über 1 Jahr mit 270 Patienten durchgeführt. Unterstützend und beratend wirkten Physiotherapeuten und Ärzte mit. Leiter der Studie war Professor Haxby Abbott vom Muskel- und Knocheninstitut der Universität. Eine Probandengruppe wurde über 9 Wochen mit 7 Sitzungen manueller Physiotherapie a 40-50 Minuten behandelt, zusätzlich zur üblichen Behandlung. Zwei Extrasitzungen fanden nach 7 Wochen statt. Eine weitere Gruppe absolvierte Trainingsübungen in der Klinik und zu Hause, während die dritte Gruppe mit einer Mischung aus Übungen und manueller Therapie behandelt wurde. Eine Kontrollgruppe erhielt nur die reguläre Behandlung, um Vergleichswerte zu erhalten. Kombination mit Übungsaufgaben Die Übungsaufgaben wurden sowohl zuhause als auch in der Klinik durchgeführt. Sie umfassten Stretching, Beweglichkeitstraining, Gleichgewichtstraining und Muskelaufbau. Die manuelle Therapie wurde in jedem Fall individuell an die Probanden angepasst. Weiterhin beleuchtet die Studie die Kosten der Extrabehandlungen. Wie effektiv sind Zusatzbehandlungen? Sie kam zu dem Ergebnis, dass die zusätzliche Behandlung sowohl für das Gesundheitssystem als auch den Patienten kosteneffektiv ist. Die Einsparungen ergeben sich vorrangig daraus, dass teure Medikamente und vor allem aufwendige Operationen mit anschließender Nachsorge überflüssig werden. "Während die Übungsprogramme die bestmögliche Kosteneffektivität aus Sicht des Gesundheitssystems darstellen, kann die manuelle Therapie eher aus gesellschaftlicher Perspektive punkten", so einer der leitenden Professoren der Studie. Weiterhin ergab sich, dass die manuelle Therapie vor allem Symptome gelindert hat. Was hat sich durch die Übungen verbessert? Die Übungen verbesserten Beweglichkeit und Lebensqualität der Probanden. Es kann folglich nicht klar definiert werden, welche der beiden Maßnahmen geeigneter ist. Individuell ausgerichtete Behandlungen verstärken die Wirkung der üblicherweise verordneten Maßnahmen sehr stark. Die Auswirkungen der Studie auf die Probanden waren sogar 12 Monate nach Durchführung der Studie noch deutlich erkennbar. Fest steht, dass eine Zusatzbehandlung in jedem Fall lohnenswert ist. Momentan ist das Potential nicht-chirurgischer Eingriffe bei weitem nicht ausgereizt, obwohl laut Experten der Erfolg sowohl kostengünstiger als auch schmerzfreier erreicht werden kann als durch andere Eingriffe. Die Studie soll Ärzte dazu animieren, bei der Behandlung von Knochenarthritis eher auf therapeutische Maßnahmen zurückzugreifen, statt operativ oder medikamentös einzuschreiten. Mit dieser Studie wurde erneut die Überlegenheit physiotherapeutischer Maßnahmen gegenüber chirurgischer Intervention bewiesen. Zur Studie: "Osteoarthritis improved by extra physiotherapy programmes" - Assoc. Prof. Abbott / Assoc. Prof. Hansen Otago 2013 Copyright: © videodoctor - Fotolia.com
  2. Wo genau hast du deinen Schmerz und wie oft hast du in den letzten 2 Wochen trainiert?
  3. Das ist ganz einfach: In dem Moment wo du eine Gewinnerzielungsabsicht hast (wovon ich ausgehe) > Gewerbe anmelden (gewerbliche Haftpflicht, KV, der Rest meldet sich schon, wenn er was von dir will .. )
  4. Wir hatten meist die Vorgabe bis spätestens VOR der 2. Behandlung die Gebühren zu kassieren. Klar gibt es immer Experten, die nur 1x kommen und nie wieder gesehen werden - ist aber nicht die Regel :)
  5. Hi - das hab ich noch nie gehört und ist ein sehr massives Trauma. Wie wurde das behandelt? Operativ? Wie lang her? Das kommt sicher so selten vor, dass ich kaum glaube eine Behandlungsrichtlinie zu finden. Hier heißt es in Abstimmung mit dem Arzt und den Zielen des Patienten zu behandeln. Kontraindikationen gibts vom Operateur.
  6. Die allgemeine Versorgungsdichte bezieht sich auf Ärzte aller Art und Spezialisten aus der Branche. Hier wird jährlich eine sogenannte Bilanz gezogen, wie viele Patienten auf einen Medizier aus der Gesundheitsbranche kommen. Dieser Wert errechnet sich aus der Anzahl der betreffenden Einwohner und Praxen und/oder der Berufsausübenden. Wie wird die Versorgungsdichte bestimmt? Um das Gesamtbild abzurunden, werden ebenfalls die Bürger gefragt, ob sie mit ihrer ärztlichen Allgemeinversorgung zufrieden sind und sich zudem gut aufgehoben und behandelt fühlen. Oftmals liegt die Problematik darin, dass die Patienten das Gefühl haben, zu wenig Fachärzte zur Auswahl zu haben. Diese Meinung bildet sich meist schnell, durch zu lange Wartezeiten in den Praxen oder gar auf einen Termin für eine genaue Behandlung. Vor allem fühlen sich die Meisten abgespeist und nicht ausreichend beraten. Die durchschnittliche Behandlung eines Patienten beträgt gerade einmal zehn Minuten. Bei komplexeren Anliegen, gerade einmal bei zwanzig Minuten. Hiervon sind ambulante Eingriffe nicht ausgenommen. Durch die zahlreichen Marktanalysen der Versorgungsdichte, wird oft die Befürchtung eines Ärztestopps laut, da mehr Fachpersonal auch mehr Kosten verursacht. Fakt ist, dass besonders auf dem Land ein Mangel an medizinischem Personal herrscht. Die Versorgungsdichte, ist in ländlichen Gebieten somit nicht so gut gewährleistet, wie beispielsweise in Großstädten oder Ballungsgebieten. Versorgungsdichte der Physiotherapie unter die Lupe genommmen Die Zahl der zugelassen Physiotherapeuten im Jahre 2012 betrug 36.323. Im ersten Quartal von 2012, waren es lediglich noch fast 1000 Physiotherapeuten weniger. Die Anzahl der Praxen für Physiotherapie, ist also leicht gestiegen. Somit steigt die Versorgungsdichte leicht an. Dies bedeutet, dass nun ca. 2.211 Menschen von einem Physiotherapeuten versorgt werden. Ein Hausarzt hingegen, versorgt gerade einmal ca. 1.500 Menschen. Die Werte der Versorgungsdichte schwanken jedoch von Gebiet zu Gebiet. Eine besonders schlechte Gesamtlage herrscht in Nordrhein-Westfalen und der Hansestadt Hamburg. Hier werden fast 2.200 Menschen zu einer einzigen Praxis gezählt. Besonders gut sieht es hingegen in Sachsen aus. Hier sind es 1.300 Patienten weniger pro Physiotherapie-Praxis. Im Allgemeinen gilt, dass die Zahlen der Versorgungsdichte sehr unterschiedlich sind. Diese ändern sich meist sogar von Quartal zu Quartal und sind nicht pauschalisierbar. Ziel des Bundesministeriums für Gesundheit ist es, eine ausgewogene Verteilung zu erzielen und somit die gesundheitliche Versorgung, bundesweit zu optimieren. Copyright: © Robert Kneschke - Fotolia.com
  7. In NRW gibt den Bildungsscheck - vielleicht gib es in Niedersachen auch so etwas? Link
  8. Das sollte ein Arzt aber wissen. Gerade bei Unverträglichkeiten ist nicht zu spaßen! Generell hat Ibuprofen eine Entzündungshemmende Wirkung. Ob das für dich geht kann und muss dir aber dein Arzt sagen.
  9. Sicher habt ihr bei der Arbeit im Krankenhaus Patienten mit Sauerstoffmessgerät, dem so genannten Pulsoximeter, am Finger gesehen. Während diese Geräte früher ausschließlich zu medizinischen Zwecken (zB. im Rahmen der Intensivüberwachung) eingesetzt wurden, haben sie inzwischen auch die Sportbranche erobert. Mit Hilfe spezieller Pulsoximeter ist es Sportlern möglich, während des Trainings selbst die wichtigen Vitalfunktionen wie Puls und Sauerstoffgehalt (SpO2 = saturation of peripherial blood with oxygen - Peripherer Sauerstoffgehalt) zu überprüfen. In das kleine Gerät, wird einfach der Zeigefinger hinein gesteckt, schon können Pulsfrequenz und Sauerstoffsättigung des Blutes innerhalb weniger Augenblicke bestimmt werden. Da die meisten Geräte vollkommen ohne Kabel auskommen, sind sie auch wunderbar für Outdoor-Sportarten geeignet. Gerade für Sportler, die Probleme mit der Lunge oder dem Herzen haben, sollten nicht auf einen Pulsoximeter beim Training verzichten, um bei eventueller Gefahr rechtzeitig informiert zu sein. Steht der Peripherie nicht mehr genügend Sauerstoff zur Verfügung droht eine Überlastung des Herz-Kreislaufsystems. Wie funktioniert ein Puls-Oximeter? Beim Pulsoximeter handelt es sich um einen Clip, der wie eine Klammer funktioniert. An der Innenseite des Clips befindet sich auf der einen Seite eine Lichtquelle, auf der gegenüberliegenden Seite ist ein spezieller Sensor eingebaut. Nun wird der Clip an den Finger oder das Ohrläppchen geklemmt und der Körperteil von der Lichtquelle durchleuchtet. Der feine Sensor kann nun die Lichtmenge bestimmen, die durch den Finger gelangt und kann daraus den Anteil an rotem Blutfarbstoff ableiten. Das ist deshalb möglich, weil Hämoglobin, welches mit Sauerstoff beladen ist eine höhere optische Dichte aufweist als Hämoglobin, welches keinen Sauerstoff transportiert. Anhand dieser Werte wird dann die Sauerstoffsättigung ermittelt und auf einem angeschlossenen Display oder Bildschirm angezeigt. Außer der Sauerstoffsättigung wird noch die Pulsfrequenz vom Pulsoximeter ermittelt und ebenfalls auf dem Display angezeigt. Weil diese Geräte häufig auf Intensivstation eingesetzt werden, kann man bestimmte Grenzwerte für den Puls eingeben, sobald dieser über- oder unterschritten wird, ist ein Alarm zu hören. Es gibt auch Geräte, welche die Beiden Werte als grafische Kurven auf dem Display darstellen können. Die Messung der Werte mit dem Pulsoximeter ist vollkommen risikofrei und für den Patienten schmerzfrei, da ja kein Eingriff in den Körper stattfinden muss.Copyright: © mykeyruna - Fotolia.com
  10. Hi, von hier aus schwer einzuschätzen. Da es keine Bewegungseinschränkung und keinen Schmerz gibt könnte ich mir vorstelle, dass das klicken eher eine Art Entlastung ist wie man es von knackenden Fingern kennt. Das knirschen kommt häufig von Muskelverspannungen in Folge von falscher Haltung. Nicht selten ist hier zB die Arbeitshaltung oder die abendliche Couch-Haltung als Ursache zu finden. Lass mal einen Physio drauf schauen - ich glaube aber eigentlich nicht, dass es was schlimmes ist. Gute Besserung, Stephan
  11. Hi, derartig massive Umbauten am Körper hinterlassen immer Spuren, die man so schnell nicht komplett in Griff bekommen kann. Ein paar Tipps, da ich selbst viele Jahre eine solche Patientin hatte: - Unbedingt die Narbe Mobilisieren - das hat zum Teil auch die Sensibilität gefördert - Kraftaufbau kleine/mittlere Glutealmuskulatur - Extension in der Hüfte .. immer an das halten, was die Patientin selbst erreichen möchte :) Viel Erfolg! Stephan
  12. Für Physiotherapie Praxen stellt eine DIN ISO Zertifizierung des Qualitätsmanagements noch die Ausnahme dar. Anders ist dies bei großen Gesundheitszentren, Rehaeinrichtungen, Krankenhäusern und seit 2005 auch flächendeckend für Arztpraxen. Wir haben über den Tellerrand geblickt und uns einmal den aktuellen Stand für Ärzte näher angeschaut: QM für Ärzte Die Einführung des Qualitätsmanagements in den Arztpraxen ist heutzutage Pflicht. Seit 2005 sind alle Einrichtungen dafür verantwortlich, ein ausführliches Qualitätsmanagement zu betreiben, welches nach dem neuesten Stand der Wissenschaft und Technik ausgerichtet ist. Zu den Bereichen des Qualitätsmanagement gehören Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität. Um den gesetzlichen Anforderungen zu entsprechen, muss ein Qualitätsmanagement-System eingeführt werden. Es steht eine Vielzahl von Modellen zur Verfügung, um das geforderte Qualitätsniveau zu verwirklichen. Um den eher abstrakt gehaltenen Begriff des Qualitätsmanagements mit seinen speziellen Ansprüchen an die QM-Modelle zu verwirklichen, lohnt es sich, bei der Einführung einen externen Berater um Hilfe zu bitten. Ein Zertifikat erhalten die Praxen nämlich erst dann, wenn die Schritte der Modelle erfolgreich erfüllt werden. Das QEP-Modell, welches speziell für niedergelassene Ärzte entwickelt wurde, hilft beim Erreichen eines QM-Zertifikates, wobei Praxispersonal und Ärzte mehrere Schritte befolgen müssen. Zunächst muss das Praxispersonal den angestrebten Qualitätszielen entsprechend geschult werden und es erfolgt meistens zugleich die Ernennung eines Qualitätsbeauftragten. Nun wird eine Bestandsaufnahme der Prozesse in der Praxis durchgeführt. Es folgt die Erarbeitung des QM-Systems, wobei diejenigen Strategien entwickelt werden, die zur Erreichung der Qualitätsziele und zur Verbesserung der Prozesse führen können. Die neu entwickelten Arbeitsabläufe müssen dokumentiert werden. Nur so kann nachvollzogen werden, ob der wirkliche Praxisablauf den neuen Vorgaben entspricht. Nach der Umsetzung der Verbesserungsvorschläge benötigt die Praxis für die Bewertung einen neutralen Dritten, einen Auditor, der das erarbeitete Managementsystem prüft. Erfolgt eine positive Beurteilung, so wird die Praxis mit einem Zertifikat ausgezeichnet. Manchmal werden vor dem Zertifizierungsaudit regelmäßige interne Audits durchgeführt und alle Mitarbeiter arbeiten aktiv an den Veränderungsprozessen mit. Alternative Qualitätsmanagement Modelle Es gibt weitere spezielle Modellformen, die sich ein wenig von dem QEP-Modell unterscheiden. Das EPA-Modell beispielsweise kann als selbstständiges oder ergänzendes Modell in der Praxis eingesetzt werden. Dabei wird besonders auf die Perspektiven aller Beteiligten wie Inhaber, Praxispersonal und Patienten eingegangen. Das KPQM-Modell ist ein von niedergelassenen Ärzten selbst entwickeltes Modell, welches eine selbständige Einführung des Qualitätsmanagementsystems in den Praxen ermöglichen soll. Das KTQ® Modell ist ursprünglich zur Zertifizierung von Krankenhäusern entwickelt worden. Mittlerweile kann es auch für Arztpraxen angewendet werden. Bei diesem Verfahren überprüft ebenfalls ein neutraler, kompetenter Dritter die notwendige Erreichung der vorgeschriebenen Anforderungen. Dabei wird allerdings wesentlich mehr Wert auf Selbsteinschätzung sowie Fremdbewertung gelegt. Neben einigen Vorteilen für den Arzt als Inhaber eines Unternehmens garantiert eine Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001 ff.1 optimale Leistung des gesamten Praxisablaufes. Die Prozesse und Arbeitsabläufe werden so dargestellt, dass auch Außenstehende einen Einblick in die Arbeit des Arztes bekommen. Das zertifizierte Qualitätsmanagement schafft mehr Transparenz für die Versicherten, Leistungsträger und Leistungserbringer. Copyright: © DOC RABE Media - Fotolia.com
  13. Stephan

    Mit Sport anfangen

    Jeder kennt die Situation, wenn beim Gang auf die Wage plötzlich ein paar Kilos mehr drauf stehen oder sich die körperliche Fitness auf dem Tiefpunkt befindet. Antriebslosigkeit und ständige Müdigkeit sind meist die Folgen. Das ist dann häufig der Zeitpunkt, wo sich dazu entschlossen wird, mit sportlichen Aktivitäten zu beginnen. Wer jedoch lange keinen Sport mehr gemacht hat, oder kaum Zeit für ein geeignetes Hobby hat, steht im ersten Moment vor einer großen Hürde. Neben dem Zeitproblem fehlt dann auch die richtige Sportart um seinen Körper langsam wieder in Schwung zu bringen. Jedoch gibt es einige Tipps und Tricks, wie mit vergleichbar geringem Aufwand der Körper wieder an den Sport gewöhnt werden kann. Grundvoraussetzung ist die richtige Einstellung und Motivation. Nur wer den absoluten Willen hat, etwas für seinen Körper zu tun, wird diesen Weg auch über längeren Zeitraum gehen können. Es sollte sich immer vor Augen gehalten werden, was das Ergebnis dieser Anstrengung ist. Hilfreich ist in jedem Fall ein klar formuliertes Ziel. Dieses Ziel kann ein angestrebtes Gewicht, eine Strecke die in einer bestimmten Zeit gelaufen wird oder die Vorstellung des eigenen Körpers sein. Nur wer sich dieses Ziel ständig vor Augen hält, wird den inneren Schweinehund auch auf längere Sicht überwinden. Weiterhin ist es wichtig, einen Sport zu wählen, der einem auch Spaß macht. Es bringt nichts, mit Schrecken an die täglichen Übungen zu denken. Es ist empfehlenswert den Körper langsam wieder in Schwung zu bringen und sich dann täglich zu steigern. Bereits Kleinigkeiten können am Anfang den Unterschied machen und führen dazu, dass sich der Körper langsam an die Anstrengungen gewöhnt. Denkbar ist es, den Sport in den Alltag zu integrieren. Wer beispielsweise mehrere Stunden täglich im Büro sitzt braucht in jedem Fall einen geeigneten Ausgleich. Zwischendurch können kleinere Übungen durchgeführt werden. Zum Beispiel sich von seinem Stuhl erheben und dann die Hand zur Decke strecken. Dies fünf Mal hintereinander, jede Stunde wiederholen. Die Pause zu nutzen kann ebenfalls ein guter Ansatz sein. Wer die Pause bislang damit verbracht hat, schwere Kost zu sich zu nehmen, sollte darauf weitestgehend verzichten. Wem dies schwer fällt, kann anfangs ein Kompromiss mit sich selber eingehen. Jeden zweiten Tag, wird die Pause wie gewöhnlich abgehalten und die anderen Tage lediglich ein Obstsalat zu sich genommen. Zudem wird an diesen Tagen ein kleiner Spaziergang unternommen. Es wird schnell klar werden, an welchen Tagen Antriebslosigkeit herrscht und an welchen Tagen sich Elan breit macht. Wer sich dazu entschlossen hat, mit dem Sport anzufangen, sollte dies, wenn möglich nicht alleine tun. Im optimalen Fall, kann man die beste Freundin oder den besten Freund davon überzeugen regelmäßig mit einem Partner Laufen oder Schwimmen zu gehen, oder sonstige Sportarten auszuüben, die einem gefallen. Das hat den Vorteil, dass sich beide gegenseitig motivieren können und der Spaßfaktor deutlich gesteigert wird. Beispiel Mit laufen anfangen Laufen oder joggen setzt Körper und Gelenke enormen Belastungen aus, worunter besonders Knie und Füße leiden können. Auch der den ganzen Körper betreffenden Umfang der Belastung bringt Ungeübte schnell an ihre Kreislauf und Atemgrenzen. Wir empfehlen am Anfang unbedingt im Intervalltraining unter der eigenen Leistungsgrenze zu bleiben um die Verletzungsgefahr zu minimieren. Das kann durchaus bedeuten, dass man 3 Minuten gehend verbringt nur um dann 30 Sekunden zu joggen. Der Puls gibt einem eine sehr gute Rückmeldung, je schneller er steigt und je länger er nach Ende der Joggingeinheit hoch bleibt umso untrainierter ist der Körper. Generell sollte man eine Frequenz von 160 Schlägen/Minute nicht überschreiten. Ein weiterer häufiger Anfängerfehler liegt in zu häufigem Training. Ideal sind 2-3 Einheiten pro Woche, damit der Körper Regenerieren kann und sich ein Trainingseffekt einstellt (der Fachmann spricht hier von Superkompensation). Normalerweise empfehlen wir Physiotherapeuten einen Sport erst einmal anzufangen bevor man sich häufig teure Ausrüstung zulegt. In diesem Fall gehe ich davon jedoch ab. Die hohe Belastung für Füße und Sprunggelenke machen gute Laufschuhe unverzichtbar. Die unterschiedlichen Modelle der Hersteller machen es möglich auf die individuelle Fußstellung einzugehen. Da für viele Lauf-Anfänger anatomische Begriffe wie "Pronation" oder "Supination" im Fuß unbekannt sind, sollte dies in einem Shop für Läufer auf dem Laufband ausgetestet werden. Copyright: Hemera | Thinkstock Images
  14. Der Meniskus ist bei vielen Patienten, die über Kniebeschwerden klagen, eine Schwachstelle. Der Leidensweg ist oft lang und die Symptome in der Regel sehr schmerzhaft, sodass der Alltag für die Betroffenen unter massiven Einschränkungen zu leiden hat. Eine operative Intervention gilt laut einiger Mediziner häufig als unausweichlich, um für die Patienten eine langfristige Verbesserung erzielen zu können. Neuste Untersuchungen belegen jedoch, dass eine Operation in vielen Fällen nur bedingt erfolgsversprechend ist und auch die Krankengymnastik bzw. Physiotherapie zu vergleichbaren Ergebnissen führen kann. Studie von Jeffry N. Katz M.D. et al. Vorgehen und Ziel der Untersuchung Die Studie von Katz et al.(2013) "Surgery versus Physical Therapy for a Meniscal Tear und Osteoarthritis" beschäftigt sich mit jeweils einer Versuchs- und Kontrollgruppe. Insgesamt nahmen 350 Personen an der randomisierten Studie teil. Alle Teilnehmer der Studie waren 45 Jahre alt oder älter. Untersucht werden sollte, inwiefern die erzielten Erfolge aus der Physiotherapie mit den Ergebnissen der operativen Maßnahmen konkurrieren konnten. Die Teilnehmer der Versuchsgruppe unterzogen sich einer operativen Intervention. Dabei handelte es sich um eine arthroskopische Meniskusresektion mit anschließender Physiotherapie als rehabilitative Maßnahme. Die andere Gruppe unterzog sich keiner Operation sondern wurde konservativ behandelt. Zum Einsatz kamen Sport- und Bewegungs- bzw. physiotherapeutische Maßnahmen in Form einer physikalischen Therapieintervention. Die Ergebnisse wurden anhand des WOMAC-Funktionscore vermerkt und bewertet. Dabei wird die Beweglichkeit des Kniegelenks und der empfundene Schmerz auf einer Skala von 0 bis 100 festgehalten. Die Daten wurden jeweils nach sechs bzw. zwölf Monaten erfasst. Ergebnisse der Studie Durch die Studie von Katz et al. konnte gezeigt werden, dass zwischen der Versuchs- und Kontrollgruppe keine signifikanten Unterschiede hinsichtlich des Therapieerfolgs bzw. des Therapieergebnisses festgestellt werden konnte. Die erfassten Daten, die nach sechs Monaten erhoben worden sind, ähnelten den nach zwölf Monaten erfassten Daten sehr stark. Angeführt werden muss jedoch in jedem Fall, dass 30 % der Patienten, also insgesamt 51 Personen, die ausschließlich an der physikalischen Therapie teilnahmen, doch noch innerhalb der ersten sechs Monate nach Interventionsbeginn operiert werden mussten. Konsequenzen für die Meniskusbehandlung Die Studie hat dazu beigetragen, dass die zwangsläufige Notwendigkeit einer Operation in vielen Fällen nicht gegeben ist und somit in Frage gestellt werden muss. Ähnliche Erfolge können auch durch konservative Behandlungen erzielt werden. Vor allem das ausbleibende Risiko der Narkose ist für viele ältere Menschen oder Menschen mit Vorerkrankungen der Grund, auf die Möglichkeiten konservativer Therapien zurückzugreifen und eine Operation nur dann durchführen zu lassen, wenn diese unausweichlich ist. Grundsätzlich lässt sich für die Praxis festhalten, dass nach Möglichkeit zunächst das Potential der konservativen physikalischen Therapieformen ausgenutzt werden sollte, um eindeutig festzustellen, ob ein operativer Eingriff in jedem Fall notwendig ist. Schnelle Erfolge und Verbesserungen im Beschwerdebild sind häufig schon nach wenigen Wochen oder Monaten ein klares Indiz dafür, dass die Therapie anschlägt und eine Operation überflüssig wird, da die Wahrscheinlichkeit eines effektiveren Ergebnisses als eher gering einzustufen ist. Sollte dies nicht der Fall sein, ist eine Operation auch zu einem späteren Zeitpunkt noch immer problemlos möglich. Copyright: © elinakursite99 - Fotolia.com
  15. Kurze Frage - Gewinnbeteiligung im Moment vom ganzen Laden oder nur von deinen Behandlungen? Dein Grundgehalt muss auf alle Fälle so hoch sein, dass es gut deine laufenden Kosten deckt.
  16. Stephan

    ISG Schmerzen

    Das Kreuzdarmbeingelenk oder auch Iliosakralgelenk (ISG) ist ein häufiger Grund für Schmerzen im unteren Rücken sowie Gesäßschmerzen, welcher dem klassischen Ischiasschmerz so stark ähnelt, dass es häufig zu einer falschen Diagnose kommt. Für Physiotherapeuten ist es ist wichtig zwischen den beiden Schmerzursachen zu unterscheiden, da die Ursache natürlich die Grundlage für die richtige Behandlung ist. Während die Ursache für Ischiasprobleme hauptsächlich in einem Nervenproblem liegt, bei Anschwellungen im Bereich der Lendenwirbel Spannung verursacht, so besteht bei Schmerzen im Kreuzbein-Darmbeingelenk oftmals ein Problem im Gewebe, das das Gelenk umgibt. Was verursacht Schmerzen im ISG Bereich? Eine klassische Ursache ist das versehentliche Versetzen eines Schrittes, bei dem man falsch auftritt, beispielsweise bei einer Stufe oder der Sprosse einer Leiter. Wiederholtes Bücken und Strecken bei dem eine Seite des Körpers stärker belastet wird als die andere, wie zum Beispiel beim Graben eines Loches, sind ein weiterer, klassischer Auslöser. Es ist besonders deutlich beim Aufstehen aus der sitzenden Position, insbesondere nach einer längeren Sitzphase. Der Schmerz kann sich ebenfalls verschlimmern, wenn das Bein beim Treppenabsteigen verstärkt belastet wird. Anatomie - Wo ist das Kreuzdarmbeingelenk (ISG)? Das Kreuzdarmbeingelenk befindet sich seitlich und oberhalb des Gesäßknochens. Von außen ist es sichtbar durch leichte Dellen am oberen Ende des unteren Rückenabschnitts - unterhalb der SIAS. Um die Stelle am Körper zu finden würde man die Hände auf den Hüften platzieren und sie dann knapp oberhalb der Daumenspitzen fühlen. Schmerzen in diesem Bereich treten normalerweise an einer Seite auf. Ausnahmen hierzu gibt es oft während der Schwangerschaft durch erweichen des Bindegewebes und der Bänder, bei Reitern oder in Fällen, in denen der oder die Betroffene direkt auf das Gesäß gefallen ist. Oftmals zieht sich der Schmerz sogar ein Stück bis ins Bein, da das betroffene Gelenk sehr nah an den Nerven des Beines liegt (insbesondere des unteren Teils). Auch bei längerer Chronifizierung ist eine Zunahme der Ausstrahlung häufig zu beobachten. Die Ausstrahlung erstreckt sich jedoch dorsal nicht weiter als bis ca. Mitte des Oberschenkels. ISG Schmerzen von Ischiasschmerzen unterscheiden Die Unterscheidung basiert auf mehrere Befundkriterien Anamnese – Häufig bekommt man schon während der Anamnese erste Hinweise auf die Schmerzherkunft. So treten ISG Probleme häufiger bei Frauen als bei Männern auf, der Altersbereich liegt häufig zwischen 18 und 45 Jahren, da das Gelenk im höheren Alter zur Verknöcherung neigt. Häufigere LWS Diagnosen in der Vergangenheit schwächen natürlich den ISG Verdacht. Befund / Tests – der typische Ischiasschmerz strahlt einseitig bis ins Bein, sogar oft bis zum Fuß während das ISG einen zentraleren Schmerz im Gesäßbereich auslöst. Weiterhin kann man als Physiotherapeut den Ischias über Nerventests sowie Reflextests provozieren. Liegt kein positiver Schmerztest für den Ischias vor UND tritt der Schmerz niemals mittig und unbedingt unterhalb einer gedachten Linie der SIAS auf, liegt die Diagnose ISG sehr nahe. Vorlauftest / Nachlauftest – in der Vergangenheit wurden häufig Tests durchgeführt, bei denen der die Beweglichkeit des Gelenks durch Vor-/Nachlauftests bei Rumpfflexion bewertet wird. Anatomisch bedingt gleicht jedoch keine Gelenkform einer anderen, nicht einmal links/rechts. Hierdurch wird physiologisch automatisch eine Seitenunterschiedliche Bewegung ausgeführt, was den Test so stark verfälscht, dass zwischen mehreren Testern häufig eine komplett unterschiedliche Bewertung der Beweglichkeit entsteht. Der Test ist also nicht aussagefähig. Provokationstests – Diese Tests sind nach heutiger Ansicht die wohl verlässlichste Möglichkeit ein ISG auf Blockierungen in Nutation oder Gegennutation einzuschätzen. Durch mehrere Tests wird das Gelenk in jede Richtung bewegt und versucht den typischen Schmerz zu provozieren. Ist ein Test positiv, wird das ISG als Ursache verbindlich angenommen. ISG - Physiotherapeutische Behandlung Natürlich ist hier immer die Ursache entscheidend. Treten ISG Beschwerden während der Schwangerschaft auf, so wird dies häufig durch das vom Körper ausgeschüttetete Relaxin verursacht, was den gesamten Bandapparat des Körpers auf eine Geburt vorbereitet. Linderung kann dabei durch Spannungs- oder Muskelstärkungsübungen oder durch das Tragen eines Gürtels erreicht werden. In anderen Fällen geht man von einer Blockierung aus. Die Behandlung stützt sich auf 3 wesentliche Säulen Weichteiltechniken an den Gelenkumgebenden Bändern sowie eventuell verspannter Muskulatur im Gebiet Mobilisierung der eingeschränkten Bewegung zb. Durch Techniken der Manuellen Therapie sowie Anleitung zur Eigenmobilisation Stabilisierung durch Muskelkräftigung. Besonders stark wird das Gelenk durch die schrägen Bauchmuskeln, Rückenstrecker und Glutealmuskulatur stabilisiert. Eine aufrechte Haltung ist am hilfreichsten in der Behandlung des Schmerzes, so dass es empfohlen wird, regelmäßig zu laufen und zu stehen und möglichst in einer erhöhten und aufrechten Position zu sitzen. Eine solche Position, bei der die Hüfte höher als die Knie liegt, kann beispielsweise durch das Unterlegen von Kissen erzielt werden. Copyright: © CLIPAREA.com - Fotolia.com
  17. Cranio ist eine gute Idee und hat halt einen ganz anderen Behandlungsansatz als klassische Krankengymnastik. Test macht klug :)
  18. Den elektronischen Heilberufsausweis soll es künftig auch für Angehörige anderer Berufsgruppen des Gesundheitswesens geben. Das Deutsche Ärzteblatt berichtete kürzlich über ein Pilotprojekt in Bezug auf den elektronischen Heilberufsausweis (eHBA), an dem 1000 Mitglieder des Bundesverbandes selbständiger Physiotherapeuten (IFK) teilnehmen. Der eHBA ist das Gegenstück zur elektronischen Gesundheitskarte (eGK), den bisher Heilberufsgruppen wie Ärzte, Apotheker und Zahnärzte nutzten und die von der Landesärzte- bzw. Landesapothekerkammer ausgegeben wird. Dieser ermöglicht es dem Inhaber auf die Patientendaten der eGK zuzugreifen, so sie der Patient freischalten ließ. Er kann sich damit an Computersystemen anmelden, sich ausweisen und rechtskräftig unterschreiben bzw. signieren. Die Karte ermöglicht eine elektronische Identitätsprüfung, elektronische Dokumentation und wie schon erwähnt, die Signatur, mit der sichergestellt ist, dass das signierte Dokument nicht unerkannt verändert werden kann. Es können Dokumente verschlüsselt und entschlüsselt werden und es wäre möglich elektronisch zu rezeptieren. Kammerfreie Berufsgruppen des Gesundheitswesens benötigen einen Berufsausweis, allerdings mit eingeschränkter Zugriffsberechtigung auf die Gesundheitskarte. Arztpraxen, Krankenhäuser, Apotheken usw. haben derzeit einen Institutionsausweis, mit diesem berechtigte Berufsgruppen auf die Daten zugreifen können. Für Veränderungen oder nötige Signaturen brauchen sie allerdings wieder den Heilberufsausweis des Arztes bzw. Apothekers. Kritikpunkte gibt es aber auch, so findet sich auf der Internetseite des Berufsverbandes deutscher Internisten ein Artikel dazu, wie langwierig das ganze behandelte wird und man fragt sich, ob man es dann überhaupt noch braucht. Viele Patienten sind schon bei der elektronischen Gesundheitskarte skeptisch und befürchten immer mehr zum „Gläsernen Menschen“ zu werden. Vor allem ältere Generationen setzen sich mit dem Thema nur am Rande auseinander und haben Angst vor Datenmissbrauch. Bei dem Pilotprojekt sollen nun Anwendungsszenarien getestet und das System weiterentwickelt werden. Mit dem elektronischen Heilberufsausweis könnten auch Angehörige anderer Berufsgruppen sich nicht nur authentifizieren und auf die Gesundheitskarte zugreifen, sondern ebenfalls die elektronische Unterschrift nutzen. Der eHBA wird zukünftig vom elektronischen Gesundheitsberuferegister (eGBR) ausgegeben. Der IFK-Vorsitzende ist stolz darauf, diesen Prozess von Anfang an zu begleiten und einen Meilenstein im Deutschen Gesundheitswesen zu setzen. Ich denke man darf gespannt sein. Aller Anfang ist schwer und sicher wird es noch ein paar „Kinderkrankheiten“ zu kurieren geben. Eine Erleichterung für die einzelnen Berufsgruppen wäre es allemal, auch wenn der Umgang mit Patientendaten, der Datenschutz sowie die korrekte Nutzung der sich aus dem eHBA ergebenden Möglichkeiten über kurz oder lang auch Teil der Physiotherapie Ausbildung sein muss. Copyright: Fotomontage: Physiowissen.de
  19. Stephan

    Frage zur MT

    Nie gehört - was für ein Zusammenhang?
  20. Klar kannst du dich hinter den Patienten knien - arbeite immer mit deinem Körper, wenn es dir die Arbeit erleichtert und auch dem Patienten mehr Sicherheit gibt.
  21. Ärzte wollen mit radikaler Erneuerung der Krankenversicherung die Zukunft verbessern! So, oder ähnlich lauten die Schlagzeilen. Gemeint ist der Einheitsbeitrag für Versicherte der gesetzlichen Krankenkassen. Hier sind bis maximal 170 Euro pro Monat im Gespräch. Die Ärzte wollen damit eine Krankenkassen-Revolution. Sie fordern, unabhängig vom monatlichen Einkommen des Versicherten, einen einheitlichen Gesundheitsbeitrag. Das heißt, statt des prozentualen Beitrags, sollen künftig alle der etwa 70 Millionen gesetzlich Versicherten ein Beitrag von 130 bis 170 Euro im Monat zahlen. Der Ärztepräsident Frank Ulrich Montgomery meint, zur Förderung des Wettbewerbs müssten die Kassen wieder mehr Finanzautonomie erhalten. Die Prämie soll von den Krankenkassen festgesetzt werden. So will Montgomery die Krankenversicherung „umkrempeln“ Der Arbeitgeberanteil bleibt wie bisher fest bei 7,3 Prozent. Der Arbeitnehmeranteil von derzeit noch 8,2 Prozent wird in einen Pauschalbeitrag umgewandelt. Dieser Beitrag gilt dann für alle Versicherten der jeweiligen Kasse, während die Höhe die Kasse selbst bestimmen kann. Dieser Betrag soll laut Ärzteschaft anfangs bei etwa 130 bis 170 Euro liegen. Die beitragsfreie Mitversicherung bei Eheleuten fällt weg. Weiterhin mitversichert sind sie lediglich während der Elternzeit oder Pflegeauszeiten. Weiterhin beitragsfrei bleiben mitversicherte Kinder. Sollte der Beitrag 9 Prozent des Haushaltseinkommens des Versicherten übersteigen, zahlt den Rest der Staat aus Steuermitteln. Zum Haushaltseinkommen zählen allerdings auch zum Beispiel Zins- oder Mieteinkünfte. Alle Neugeborenen, auch privat Versicherte, sollen ein Konto erhalten. Darauf zahlt der Staat bis zum Ende des 18. Lebensjahres monatlich rund 100 Euro ein, um die Krankenkosten im Alter abzudämpfen. Demnach kommen etwa 20.000 Euro bis zur Volljährigkeit zusammen. Mit diesem Geld sollen die Mitglieder der privaten Krankenversicherung (PKV), deren Beitrage im Alter stark ansteigen, entlastet werden. Zwar zahlen ältere, gesetzlich Versicherte keine steigenden Beiträge, so werden aber höhere Kosten auf alle Versicherungsnehmer umgelegt. Das gesparte Geld soll hier ebenfalls entlasten. Kritik und Reaktionen Bundesgesundheitsminister Bahr (FDP) befürwortet das jetzige einkommensabhängige Finanzierungsmodell der Krankenversicherung. Er sagt aber auch, dass die Festschreibung des Beitragssatzes inklusive zusätzlich fließender Steuermittel richtig sei. Ebenso kritisierte der VDEK, Verband der Ersatzkassen die Reformvorschläge der Bundesärztekammer. Laut dem Verband wollten die Ärzte mit mehr Eigenbeteiligung die Versicherten noch stärker belasten. Dagegen hält jedoch Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der Techniker Krankenkasse, Montgomerys Plan zur Einheitsabgabe zumindest für eine „interessante Diskussion“. So sei laut Baas zum einen die geplante Beitragshöhe realistisch und zum anderen der Sozialausgleich aus Steuermitteln richtig. Aber das Finanzierungssystem hinkt daran, dass die Krankenkassen den eigenen Entscheidungsspielraum nur über die Prämie oder den Zusatzbeitrag hätten. Patientenvertreter Ulrike Mascher vom Sozialverband VdK Deutschland äußert sich kritisch, denn eine Neuauflage des Modells der „einkommensunabhängigen Kopfpauschale“ sei kein echter Beitrag für eine zukunftsstabile Krankenversicherung. Die CDU hat vor einigen Jahren schon einen ähnlichen Entwurf mit der Kopfpauschale vorgestellt. Stephan Schmied, Physiowissen - generell ist es immer gut, wenn bestehende Systeme hinterfragt werden. Auch wenn 170€ auf den ersten Blick fast schon günstig erscheint darf man sich keine falschen Illusionen machen. Zum einen fallen Ehepartner aus der Beitragsfreiheit heraus und werden zu kostenpflichtigen Mitgliedern, was besonders Familien mehr belastet. Zum zweiten bringt diese Regelung erst eine Entlastung ab einem Einkommen von über 2073 Euro - entlastet also mal wieder die Mehrverdiener! Copyright: © macgyverhh - Fotolia.com
  22. Liebe Kollegen, wir freuen uns, euch die nunmehr 7. Generalüberholung unserer Webseite www.Physiowissen.de seit ihrer Gründung 2004 präsentieren zu können. Nach außen präsentieren sich die einzelnen Bereiche jetzt noch besser getrennt und für Physios, die nur wenig Zeit haben sind die zuletzt wegen immer mehr Besuchern weiter gestiegenen Ladezeiten nahezu halbiert worden. Wer wie wir immer mal auf vergessliche Patienten warten muss weiß: warten ist doof. Thematisch haben wir uns in den letzten Tagen mit 2 sehr kontroversen Themen beschäftigt. Flexibilität bis zum Umfallen – Fehlzeitenreport 2012 Das wissenschaftliche Instituts der AOK hat die Fehlzeiten von Angestellten im Jahr 2012 ausgewertet und kam zu bedenklichen Ergebnissen. Die immer weiter steigenden physischen und psychischen Anforderungen im Berufsalltag führen in den letzten 20 Jahren zu über 120 Prozent steigenden psychischen Erkrankungen. Besonders häufig sind die sozialen Berufe vertreten. Hier führt unserer Meinung nach der Zwiespalt nach außen stets gesund und fit zu wirken, obwohl es nach innen oft anders aussieht zu erheblichen Spannungen. Gründe für innere Spannungen gibt es für Physiotherapeuten leider genügend. Kurze Behandlungszeiten und der damit verbundene Zwang sich zum Teil alle 15 Minuten in eine neue Person hineinversetzen zu müssen steht sicher sehr weit oben auf der Liste. GKV Patienten erhalten im Schnitt 1,5 Medikamente pro Tag Diese Zahl kann man mit Blick auf die Pharma-Lobby nahezu unkommentiert stehen lassen. Unser leider unerfüllbarer Traum wäre wohl eine Gegenstudie, die schwarz auf weiß die Einsparungen von Chemie belegt, wenn wir all unser Wissen auch einsetzen können. Natürlich haben viele Krankheitsbilder durch moderne Medikamente Ihren Schrecken verloren, aber so genannte Zivilisationskrankheiten wie Rückenschmerzen könnten wir sicher deutlich bessern .. wenn wir dürften. Einen guten Start in eine erfolgreiche Woche, Stephan Schmied
  23. Arbeitnehmer stoßen wegen der räumlichen und zeitlichen Flexibilisierung immer öfter an die psychischen Grenzen ihrer Belastbarkeit. Gerade dann, wenn lange Anfahrtswege, wechselnde Arbeitsarten, häufige Überstunden und ständige Erreichbarkeit eine Rolle spielen, sind zunehmend psychische Beschwerden festzustellen. Das zumindest besagt der „Fehlzeiten Report 2012“, welchen das wissenschaftliche Institut der AOK (kurz WIdO) vorlegte. Prinzipiell ist es positiv, die Arbeit der beschäftigten zeitlich und räumlich an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden würde, doch bei dieser Art von Flexibilität sollten klare Grenzen gesetzt werden. Im Laufe der letzten vier Wochen hat jeder dritte Erwerbstätige Überstunden abgehalten, oder häufig E-Mail und Anrufe erhalten, die nicht innerhalb der Arbeitszeiten empfangen wurden. Ebenfalls kein Randphänomen ist das mit-nach-Hause-nehmen von Arbeit oder aber das Arbeiten an Feier oder Sonntagen. Zudem hat jeder achte Probleme damit, seine Freizeit und seine Arbeit miteinander zu vereinbaren, bzw. kommt es immer wieder vor, dass private Aktivitäten auf rund von beruflichen Verpflichtungen geändert werden müssen. Diejenigen, die nicht unter solchen Belastungen zu leiden haben, leiden viel seltener an Beschwerden psychischer Art, als diejenigen, die all diese Belastungen in ihrem Arbeitsalltag integriert haben. Dabei wird häufig nicht ausschließlich über Erschöpfung geklagt, sondern zusätzlich über Kopfschmerzen, die Tatsache, dass während der Freizeit nicht entspannt oder abgeschaltet werden kann und Niedergeschlagenheit bis hin zu Depressionen. Im Durchschnitt hat jeder Beschäftigte etwa zwei dieser Beschwerden innerhalb von vier Wochen Arbeitszeit. Diese unterschiedlichen Entgrenzungsformen von Freizeit und Arbeit führen deutlich mehr Probleme psychischer Art mit sich: Mehr als doppelt so viele Beschwerden weisen in der Regel die Menschen auf, denen es nicht gelingt Freizeit und Beruf aufeinander abzustimmen. Genauso ergeht es denen, die häufig Überstunden leisten, an Feier- oder Sonntagen arbeiten oder wegen beruflicher Pflichten Freizeitaktivitäten verschieben. Immer mehr Arbeitnehmer sind heutzutage mobil: Bereits 40 Prozent aller Berufstätigen sind zirkulär oder residenziell mobil. Sie haben also ihren Wohnort wegen ihrer Arbeit gewechselt, oder pendeln hin und her, entweder täglich, oder wöchentlich. Oft werden auch lange Fahrzeiten von den beschäftigten in Kauf genommen. Die Arbeitnehmer können aus dieser Mobilität einige Vorteile erzielen, da sie so Aufstiegschancen nutzen können der der Arbeitslosigkeit entgehen. Jedoch bedeutet das zugleich eine höhere psychische Belastung. Auch hier sind zunehmend Niedergeschlagenheit und Erschöpfung festzustellen. Außerdem zeigen sogenannte Fehlzeitanalysen, dass die Länge des Arbeitsweges und die Fehltage auf Grund psychischer Belastung im unmittelbaren Zusammenhang miteinander stehen. Pendler mit langen Strecken haben ein Erkrankungsrisiko, dass um 20 Prozent höher ist, als bei Leuten mit kurzen Arbeitswegen. Würden die bei den modernen Kommunikationsmedien vorhandenen Innovationen intensiver genutzt, so könnten ein gesundes Arbeitsleben und die Flexibilitätsanforderungen von Beschäftigten besser unter einen Hut gebracht werden. Die Anzahl der Fehltage steigt derzeit parallel zur in der Arbeitswelt zunehmenden Flexibilisierung. 0,3 Prozentpunkte sind der Anstieg allein in einem Jahr. Geht man vom Jahr 1994 aus, beträgt der Anstieg an psychischen Erkrankungen sogar 120 Prozent. Besonders bei den Fehlzeiten wird das deutlich: 22,5 Fehltage je Fall bei psychischen Erkrankungen sind derzeit der Durchschnitt. Andere Erkrankungen enden nach etwa 11 Fehltagen pro Fall. Burnout (Burnout bei Physiotherapeuten) ist eine Diagnose, die immer öfter verkündet wird. Mehr als 130000 Beschäftigte waren deswegen im Jahr 2011 krank geschrieben. Dabei waren Frauen öfter betroffen, als Männer. Besonders Personen aus sozialen Berufen, die ihren Patienten oder Kunden gegenüber stets als gesundheitliches starkes Vorbild auftreten müssen, leiden unter diesem Syndrom.Copyright: © Jochen Schönfeld - Fotolia.com
  24. Arzneimittel werden zu Haufen produziert. Rund 633 Millionen Verpackungen wurden im letzten Jahr von Ärzten über die gesetzlichen Krankenkasse verschrieben. Damit haben knapp 70 Millionen Versicherte ein Rezept bekommen. Doch es kommt noch besser, unter den zugelassenden Arzneimitteln sind allein schon 37,9 Millionen für Tagesdosen an den Erkankten oder Arzneimittelkonsument gegangen. Wenn das alles einmal ausgerechnet wird, kommt der Durchschnitt auf einen täglichen Konsum von rund 1,5 Arzneimitteln am Tag. Werden die Deutschen immer häufiger krank? Wenn man der Tendenz trauen kann, dann schon. Eine der häufigsten Krankheiten wird mit Blutdruck verbunden, entweder ist dieser zu hoch, oder zu niedrig, daher muss es Bluthochdruckmittel geben, die diesen nach Bedarf senken und so waren es auch jene Mittel, die am meisten verordnet wurden. Seit dem Jahr 2004 ist der Bedarf rapide gestiegen. Um satte 35 Prozent, dies wurde jetzt in einer Studie festgestellt. Damals reichte diese fast halbierte Menge mehr als aus, um den gleichen täglichen Konsumbedarf zu decken. Der Kosum ist ganz einfach zu erklärer, der deutliche Anstieg der Erkrankungen ist besonders sichtbar und nicht mehr unter den Teppich zu kehren. Besonders ältere Menschen und vor allem Frauen sind davon betroffen. Die Wissenschaft hat bei der Analayse dieser Auswertungen eine ganz einfache Methode entwickelt. Hierbei werden einfach die Verpackungen genommen, welche verschrieben worden sind und aus diesen die insgesamt 2.500 Wirkstoffe genau untersucht. Auswirkungen von mehr Medikamenten Vielleicht sind es ja wirklich die Medikamente, die für diesen rasanten Anstieg der Krankheiten sorgen, da ja jedes Medikament tatsächlich nie ganz ausgereift erscheint und für Nebenwirkungen sorgen kann. Herzkreislauferkrankungen, oder Erkrankungen im Magen-Darm gehören zu den Krankheiten, welche auch als Volskrankheiten bezeichnet werden. Außerdem zählt der Fachmann noch Diabetes mit dazu. In diesen Krankschaftsbildern gibt es run 20 Wirkstoffklassen, die 841 Wirkstoffe beinhalten. Dabei ist aufgefallen, dass die Menge der Wirkstoffe deutlich dem Normalwert entgegenspielt und eine erhöhte Kombination von bis zu 86 Prozent festgestellt wurde. Dabei sind vor allem ACE Hemmer, oder Sartanen, die in Bluthochdruckmitteln zu bleibenden Schäden führen können. Es muss also in Zukunft noch mehr darauf geachtet werden. Dies geht nur durch konsequente Aufklärung, damit der Verbraucher auch wirklich in Zukunft nicht noch weiter erkrankt. Copyright: © Smileus - Fotolia.com
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