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    Unsere Artikel im PhysioWissen.de - Physiotherapie Magazin

    Stephan
    In seiner 4. Auflage verbindet das Lehrwerk Anatomie Physiologie für die Physiotherapie ein bewährtes Konzept mit einer lernfreundlichen Aufbereitung der Inhalte. Dabei richtet sich das umfassende Werk vor allem an angehende Physiotherapeuten, aber auch an Sportwissenschaftler, Masseure und medizinische Bademeister. 
    Über das Buch Anatomie Physiologie für die Physiotherapie
    Grundlagenwissen mit lernfreundlicher Praxisnähe vermittelt das Fachbuch Anatomie Physiologie für Physiotherapeuten kompetent und umfassend. Der theoretische Anteil der Grundlagenfächer der Ausbildung ist bei diesem Buch, das bereits in vierter Auflage vorliegt, optimal an den praktischen Alltag gekoppelt. Mehr als 900 Fotos, Illustrationen und Tabellen veranschaulichen die Inhalte zusätzlich. Farbige Hervorhebungen markieren das Wichtigste noch einmal. 

    Anatomie in vivo Ansicht der Muskulatur im Unterarm / Ellenbogenbereich
    Lernende erfahren in diesem detaillierten Fachbuch alles Relevante für ihre Ausbildung. Dabei sind die Inhalte perfekt auf die Bedürfnisse der Studierenden abgestimmt: Lernzielübersichten, Verständnisboxen und online abrufbare Abbildungen sowie Übungen erleichtern das Verstehen der Inhalte. Grundlagenwissen lässt sich auf insgesamt 688 Seiten leicht aneignen. Dafür sorgen ebenfalls die leicht lesbaren und auf den Punkt formulierten Texte in dem Buch. 

    Grafik: Resorption der Nährstoffe in den Dünndarmzotten
    Neuerungen in der 4. Auflage
    Die vierte Auflage besticht durch aktualisierte und erweiterte Inhalte. Das Buch wurde komplett überarbeitet und bietet nun auch ergänzende Inhalte zu den Themen Schmerzphysiologie, Faszien und Bindegewebe. Zusätzlich erscheint die Neuauflage in einem neu überarbeiteten Layout, das modern und frisch wirkt und somit das inhaltliche Verstehen der Texte unterstützt.

    Steckbrief zum Buch
    Titel: Anatomie Physiologie für die Physiotherapie
    Herausgeber: Christoff Zalpour
    Format: Gebundene Ausgabe und E-Book - 688 Seiten
    Urban & Fischer Verlag / Elsevier GmbH
    4. Auflage: 15. Februar 2016
    ISBN-10: 3-437-453-045
    ISBN-13: 978-3-4374-5304-5
    Preis (Gebundene Ausgabe): 69,99 Euro
    Preis (Kindle-Edition): 54,99 Euro
    Über den Autor: Dr. med Christoff Zalpour
    Der Herausgeber des Buches Anatomie Physiologie für die Physiotherapie ist Professor Dr. med. Christoff Zalpour. Er ist seit 2003 an der Hochschule Osnabrück als Professor für Physiotherapie tätig. 2008 übernahm er die Position des Direktors am Institut für Angewandte Physiotherapie und Osteopathie, ehe er 2015 zusätzlich als Leiter des MotionLab in Osnabrück in Erscheinung trat. 
    Christoff Zalpour startete an der Stanford University in Kalifornien seine Karriere in der kardiovaskulären Grundlagenforschung. Des Weiteren ist er ein Mitglied im Wissenschaftsbeirat der Fachzeitschriften pt_Zeitschrift für Physiotherapie, physioscience und Physiotherapie. 
    Theorie 0 --------- 10 Praxis: 5
    Einsteiger 0 --------- 10 Profis: 5
    Breit 0 --------- 10 Tief: 7 
    Hallo liebe Kollegen und welche die noch auf dem Weg dahin sind  
    Ich möchte einfach mal frei weg von der Seele schreiben, von einem Thema welches ich hier fast tag-täglich lese. Es geht um das liebe Lernen. Wöchentlich kommen sehr oft anfragen, wie ich denn am besten Anatomie oder Physiologie oder andere Dinge lerne. Mein Artikel basiert auf meinen eigenen Ansichten und meiner ganz persönlichen Meinung. Senf dazu geben ist demnach herzlich erwünscht.  
    Also:
    Wie lerne ich denn nun eigentlich am besten?    
    Nun diese Frage lässt sehr viel Diskussionsstoff zu. Doch wer hier meint, eine Pauschalantwort zu finden - liegt falsch. Es gibt wahrscheinlich - wie nirgendwo im Leben, eine Methode die auf alle Menschen zutrifft. Daher: Finde deine eigene! (Später gehe ich noch mehr darauf ein)
    Es gibt ja inzwischen zig Möglichkeiten sein lernen zu festigen: Lernen im Internet mit Wikipedia,Youtube oder DocCheck, Karteikarten schreiben, Schulbücher benutzen, 3D Modelle kaufen oder auch hier inzwischen sogar schon auf dem Tablet zu erwerben. Oder ganz altmodisch - Lexikas benutzen sowie die eigenen Aufzeichnungen.  
    Und jeder hat auch darüber seine eigene Meinung. Und das ist auch gut so. Solltest du dich gerade in der Ausbildung zum Physiotherapeuten befinden, hast du mindestens Realschulabschluss, wenn nicht gar Abitur. Das heißt für dich, dass du in deinem Leben bisher schon ein paar mal für größere Sachen lernen musstest und dann auch sicherlich schon festgestellt hast, was für ein Lerntyp du bist. Auch die Ausbildung zum Physiotherapeuten ist relativ anspruchsvoll und prallgefüllt mit Infos. Daher stellt sich nun folgende Frage:
    Welcher Lerntyp bin ich?  
    Diese Frage ist für dein Lernerfolg nun mal unabdingbar. Und die kannst du dir leider nur allein beantworten!
    Bist du eher der - welcher sich sein Wissen gerne über Medien wie Youtube,Wikipedia o.ä. Portale holt oder auch gerne Sachen mitfilmt, damit sie immer wieder anzusehen sind und somit auch besser im Kopf verbleiben?
    Oder eher der Mitschreiber - kritzeln jeden noch so kleinen Stichpunkt mit und decken sich schon im Unterricht mit Informationen zu, während der andere den Stift lieber ruhen lässt und einfach zuschaut?
    Oder vielleicht auch der Stresslerner, der alles in der letzten Minute runterlernt?
    Oder der Gesprächige - der anderen gern alles erzählt, was er sich gemerkt hat? Fachsimpeln und Vorsprechen zeigt einem auch gern und deutlich Unklarheiten und Unsicherheiten auf, sofern ihr euch nicht gut Vorbereitet habt.
    Es gibt viele herangehensweißen ans lernen. Gut bei manchen Fächern wie Arbeitsmedizin o.ä. ist man wohl froh, wenn es nach 10 Minuten wieder aus dem Kurzzeitgedächtnis verschwunden ist.  
    Kommt man aber zu großen und wichtigen Fächern wie Anatomie/Physiologie oder Krankheitslehrefächern sieht das schon anders aus. Und da empfiehlt sich dann schon ein ordentlich, sauberes und kontinuierlich dauerhaftes lernen. Ihr werdet Anatomie als absolute Grundlage für wirklich jede Weiterbildung benötigen und wollt ihr später funktionell und qualitativ arbeiten - auch immer wieder als Grundlage um Ursachen auf den Grund zu gehen. Und Grundlagen sind meistens nie einfach zu begreifen, wenn sie aber sitzen, gehts umso leichter. Also gebt euch Mühe diese vollwertig mitzunehmen. 
    Dennoch bleibt zusagen, dass jeder Mensch anders ist. Wenn jemand Stresslerner ist, kann er für sich aber auch wahrscheinlich die wichtigsten Stichpunkte und Themengebiete herausfiltern, während ein anderer Mensch eben eher viel mehr Ruhe und Vorbereitungszeit braucht!
    Da hat jeder seine eigenen Fähigkeiten und Methoden. Mir fallen da z.B. die Kreuz und Quer-lerner ein. Die Anatomie und Physiologie oder Anatomie und Arztfächer zusammenlernen usw.
    Um Grundlagen zu festigen und zu verstehen, sollte man aber sich genug Zeit geben um den Körper in seiner Gesamtheit und im einfachsten Aufbau zu verstehen und das geht nicht von heute auf morgen! (Denn das ist sowieso eine Lebensaufgabe). Sollte also die erste Zeit nicht so gut laufen, sei nicht so hart zu dir. Viele gute Mitarbeiter und Dozenten der Physiotherapie waren früher auch einmal nur Beginner und ich kenne auch einige, die sogar durch Anatomie gefallen sind - heute aber zu den Besten der Besten gehören. Vergesst aber nicht, dass heißt nicht, dass man sich zurücklehnen soll. Das kann und soll lediglich heißen, dass ihr nicht automatisch schlecht oder ungeeignet für den Beruf seid, wenn's zu Beginn nicht gleich so klappt, wie ihr das wollt. Denn egal mit was man im Leben beginnt, sei es laufen, rennen, oder die ersten Matheaufgaben lösen oder auch das Autofahren - in allem benötigt man ein gewisses Quantum an Übung. Und das müsst ihr auch hier verstehen und euch einräumen. 
    Ich finde für mich persönlich das beste Lernsystem folgendes: Ich habe egal zu welchen Thema - ob Anatomie/Physiologie/Krankheitslehre etc. viel Zeit im Internet verbracht und mir Zusatzinfos über o.g. Seiten versorgt. (Denn ich finde Schulzeug immer langweilig und schlecht zu merken).  Und meine Meinung ist es, je mehr man sich auch selber Informationen beschafft, desto mehr Bezug bekommt man dazu und umso leichter lässt es sich auch merken. Denn solltet ihr in Innere über Diabetis Mellitus gequält werden, erinnert ihr euch sicher über den ein oder anderen DocCheck-Bericht oder vielleicht auch Patienten hier zurück, der euch hier seine Symptome genannt hat, welche gerade abgefragt werden. Versteht ihr also den Zusammenhang? Schafft euch ein Bezug zu eurer Thematik die euch bevorsteht. Versteht ihr also dieses komische Diffusionsgefälle-Dings nicht oder gehen euch partou Symptome zur paVK-III nicht in den Kopf, schaut euch um, wo es Infos gibt, in dem ihr euer Wissen dazu vertiefen könnt. Es soll ja keine Wissenschaftliche Arbeit werden aber in den 3 Jahren kommen viele hunderte Infos auf euch zu, die es irgendwie gilt, zu sortieren.  
    Ein Tipp der mir gerade noch in den Sinn dazu kommt, sofern ihr während des Praktikums die Möglichkeit dazu habt oder im privaten Umfeld oder wo auch immer: Sprecht mit den Menschen und spitzt eure Öhrchen. Viele Dinge die Patienten erzählen sind Interessant und teilen mehr mit, als jedes Praxisbuch. Befund ist für viele Azubis in den ersten Tagen ein Graus. Aber er ist das wichtigste Mittel zur qualitativen Arbeit und dient zur Ursachenfindung und er gleicht sich ein klein wenig mit Detektivarbeit. Viele Informationen bekomme ich schon mitgeteilt, da hat der Patient noch kein Ton mit mir gesprochen. Haltung, Gewohnheiten, Gangbild und Mimik sagen viel aus. Schult diesen Blick und eure Sinne und lasst keine Möglichkeit aus, an Informationen zu kommen!
    Oftmals bekommt man 10 Seiten voll mit ach wie tollen Informationen, doch wirklich essentiell sind die wenigsten Sachen. Ich sehe Muskeln lieber an einem echten Modell/Skelett oder in einem Youtube Video animiert um sich gleich ihre Funktion merken zu können, als auf dem Papier. Da ist meine Vorstellungskraft einfach begrenzt. Denn oftmals liegen auch Muskelschichten übereinander und da sieht und fühlt man das doch lieber am Skelett als auf dem Papier.   Außerdem lassen sich (sofern eine gewisse Theoretische Grundlage zu einem Thema schon vorhanden) dann über Videos viele Sachen einfach besser verstehen und merken. 
    Was sind denn eure Meinungen dazu? Bin mal gespannt.  
    Bild-Copyright: stokkete | #101381763 Fotolia.com
    Vom 16. bis 18. März 2017 ist es wieder soweit, die "therapie Leipzig" öffnet ihre Pforten. Es ist "DIE" Gelegenheit für Physiotherapeuten und anderes Fachpublikum, sich mit Neuheiten aus dem Bereich der Therapie bekannt zu machen. Aber was erwartet die Besucher explizit? Werfen wir also vorab einen Blick in den Veranstaltungsplan...
    Fachpublikum trifft auf Innovation! 
    Die "therapie Leipzig" gilt als führende Fachmesse für Therapie, Medizinische Rehabilitation sowie Prävention in Deutschland, der ein Kongress angeschlossen ist. Sie bietet sowohl Physiotherapeuten, Logopäden und Ergotherapeuten als auch Sporttherapeuten, Sportwissenschaftlern und Trainern Fitness und Sport das geeignete Podium. Aber auch Ärzte, Masseure, medizinische Bademeister und Übungsleiter bzw. Trainer für Reha- und Gesundheitssport können sich hier ein Bild über die neuesten Therapiemethoden machen. Der Slogan der "therapie Leipzig" "Bleib am Ball!" kann wörtlich genommen werden, denn diese Messe wird von den Menschen bestimmt, die auf ihr zusammen kommen. So steht dem interessanten Dialog nichts im Wege, wenn Fachbesucher auf gegenseitige Erfahrungen treffen.
    Spannend wird es auch, wenn prominente Gäste und Besucher aus Sport & Politik ihr Statement abgeben. In diesem Kontext seien nur Klaus Eder und Julia Boie genannt. "ER", der Chef-Physiotherapeut der Deutschen Nationalmannschaft, verfügt über einen großen Wissensschatz und gibt ihn erfreulicherweise gerne als Referent weiter. So auch auf der "therapie Leipzig", wo er am 18. März dem Thema "Neue Trends sowie Methoden der modernen Sportphysiotherapie" einen interessanten Vortrag widmen möchte.
    "SIE" betreut als Physiotherapeutin und Ostheopatin die deutsche Hockey-Damen-Mannschaft und vermag Kniffe und Techniken zu vermitteln, die dazu beitrugen, olympisches Bronze in Rio zu erzielen. Julia Boie wird am Freitag am Messestand des Pflaum-Verlages in der Halle 1, Stand E01, zugegen sein, um aus ihrem großen Erfahrungsschatz zu plaudern. Apropos großer Erfahrungsschatz, diesen hat auch die Olympiasiegerin Heike Drechsler, die Messebesucher am Freitag, den 17. März, hautnah in der Halle 1 am Stand F12a erleben können.
    Bundespolitische Impulse vermitteln sowohl Dr. Roy Kühne als auch Maria Michalk und Hilde Mattheis, denn diese Mitlieder des Deutschen Bundestages widmen sich den aktuellen gesundheitspolitischen Entwicklungen, Themen, die viel Brisanz in sich bergen und sicher auch viele Zuhörer begeistern werden. Im Hinblick auf die im September 2017 stattfindende Bundestagswahl wird bei der Auftaktveranstaltung besonders über Impulse zur Problematik der Reha 2017 bis 2021 diskutiert. Es geht um Positionierung und faire sowie innovationsfreundliche Rahmenbedingungen. 

    Massagen für Wellness und Prävention waren am Stand von WAVEBALANCE® auf der therapie Leipzig 2015 zu erleben. 
    Foto: Leipziger Messe GmbH / Tom Schulze
    Die "Therapie Leipzig" - Podium gesundheitsheitspolitischer Auseinandersetzung!
    Des Weiteren möchten der Heilmittel-Wirtschaftsbericht 2017 sowie viele aktuelle Fragen bezüglich der Berufspolitik auf sich aufmerksam machen. Fragen wie "Wie sieht die zahlenmäßige Entwicklung von Heilmittelpraxen bzw. ihrer Mitarbeiter aus?" oder "Welche wirtschaftlichen Herausforderungen bewältigten die Therapeuten im zurückliegenden Jahr?" werden im Fokus stehen, und viele Interessierte werden diese Themen in ihren Bann ziehen.
    Aber auch etliche Sonderschauen wissen zu begeistern, denn hier punkten Konzeptideen zum Anfassen. Egal, ob es die Geräte zur Sturzprävention sind oder ein Bewegungsparcours zum Testen einlädt, ein breites Angebot widmet sich den verschiedensten Themen rund um die Praxis. Hier werden Konzeptansätze vermittelt, die sowohl die therapeutische Arbeit als auch das Praxis-Management berücksichtigen. Wie wird sie wohl aussehen, die Praxis der Zukunft 2020? Nun, jeder Fachbesucher sollte sich wirklich überraschen lassen, denn Themen wie Angebotserweiterungen, Kundenbindung, Betriebsstruktur und Mitarbeitergewinnung kommen auf den Prüfstand.
    Fit von Kopf bis Fuß, wer wünscht sich das nicht?
    Der Bewegungsparcour "Spielen, lernen, Spaß haben!" ist ein Schritt in die richtige Richtung. Bewegungsförderung wird hier groß geschrieben und wird durch Geräte für ein propriozeptives Ganzkörpertraining sowie Kleingeräte für verschiedene Bewegungsreize unterstützt. Der Work-Park wiederum, bietet berufsbezogenen Therapieansätzen innerhalb einer medizinisch-beruflichen Rehabilitation eine individuelle Bühne, wobei die Geräte multifunktionell und kombinierbar zum Einsatz kommen. Eine interessante Sonderschau widmet sich der Sturzprävention, einem Thema, das eine private und betriebliche Gesundheitsförderung beinhaltet. Last but not least wird noch auf besondere Angebote im Bereich Sprachtherapie, Logopädie und eine Ostheopathie-Ausbildung in deutschen Landen hingewiesen.

    Slackline in der Therapie: In die Übungsmöglichkeiten mit der Slackline führten Maria Bartke und Caroline Käding von der Medical Slackline Concept GbR auf der Aktionsfläche der therapie Leipzig 2015 ein.
    Foto: Leipziger Messe GmbH / Tom Schulze
    Bei der "Therapie Leipzig" wird aber nicht nur gefachsimpelt, hier wird auch in lockerer Atmosphäre ein wenig geschlemmt. Die "After Hour" bietet Gelegenheit, mit Ausstellern, Besuchern und Journalisten einen entspannten Tagesausklang zu erleben, bei dem auch sie dabei sein können...
    Foto: Leipziger Messe GmbH / Tom Schulze
    Titelbild: 40 Kinder des Leipziger Tanztheaters setzten am 20. März 2015 auf der Aktionsfläche der therapie Leipzig mit einem Tanz-Flashmob ein Zeichen für mehr Bewegung – initiiert wurde die Aktion von der Plattform Ernährung und Bewegung e.V. (peb) und der Deutsche Verband für Gesundheitssport und Sporttherapie e.V. (DVGS).
    Das Fachbuch Faszien – Therapie und Training bietet vor allem Physiotherapeuten ein fundiertes Werk rund um die Faszien und deren Training. Auf insgesamt 216 Seiten hat der Urban & Fischer Verlag das Fachwissen des Sporttherapeuten Stefan Dennenmoser publiziert. Mit dem Fachbuch gelangen Therapeuten aber auch Ärzte oder Heilpraktiker an wertvolles Grundlagen- und Vertiefungswissen über die Thematik Faszien. 
    Über das Buch Faszien – Therapie und Training
    Das Buch Faszien – Therapie und Training kommt als umfassendes Gesamtwerk für den Praxisalltag daher und leitet den Leser anhand aktueller Erkenntnisse durch die Thematik. Dabei startet der Autor Stefan Dennenmoser mit der grundlegenden Definition von Faszien und wie diese Bestandteile des menschlichen Körpers funktionieren. Das Buch klärt den Leser auf und erläutert sowohl die Entwicklung und Trainierbarkeit als auch die Besonderheiten und Beschwerdebilder, die Faszien auszeichnen können.

    Faszientechniken am Beispiel des Karpaltunnelsyndrom
    Der Autor erläutert ausführlich und detailliert, wie und wo sich die Faszien konkret im Körper befinden und wie eine korrekte Behandlung aussieht. Das Tempo und die Atmung spielen ebenso eine Rolle wie die aktive Bewegung des Patienten und der Druck, der bei der Therapie ausgeübt wird. Anschließend widmet sich der Autor speziellen Krankheitsbildern und wie die Prävention gelingt. Das Faszientraining kommt dabei ebenso wenig zu kurz wie die Ernährung. 
    Das Fachbuch zeichnet sich durch seine leichte Lesbarkeit aus. Die aktuellen Forschungsergebnisse, die in die Inhalte mit einfließen, liefern wertvolle Grundlagen für die aktuelle Tätigkeit von Physiotherapeuten. Zudem sind in dem Buch zahlreiche Übungen entsprechend detailliert bebildert und Fachbegriffe hinreichend erklärt. 
    Buch-Gliederung
    Einführung und aktuelle Erkenntnisse Aufbau und Funktion von Faszien Genese und Pathogenese von Faszien Befund - Bodyreading Behandlungstechnik Ausgewählte Krankheitsbilder Faszientraining und Prävention Ernährung
    Einsatz von Faszienrollen im oberen Rücken / BWS
    Über den Autor Stefan Dennmoser
    Der Autor Stefan Dennenmoser studierte bis 1993 in München Sportwissenschaft, ehe er eine Rolfing-Ausbildung sowie eine Ausbildung zum Sporttherapeuten absolvierte. Seit 1995 betreibt der Autor des Buches eine eigene Praxis. Er bildete sich stetig weiter und gibt Gesundheitskurse und Bewegungskurse sowie entsprechende Seminare. Er ist seit 2012 Doktorand an der Universität Ulm und entwickelt seit 2010 mit Dr. Schleip das sogenannte Fascial-Fitness-Konzept. 
    Alle Bilder Copyright: Urban & Fischer Verlag / Elsevier GmbH (216 Seiten)
    Der Text wurde am 14.02.2017 aktualisiert - Details unter dem Artikel
    Ein neues Tarifsystem für die PhysiotherapeutInnen Salzburgs
    Im österreichischen Bundesland Salzburg erhielten die PhysiotherapeutInnen zum 1. Januar 2017 eine neue Tarifverordnung. In den letzten drei Jahren wurde das neue System von der AG Tarifverhandlungen des Salzburger Zweigvereins für freiberuflich tätige PhysiotherapeutInnen von Physio Austria und der Gebietskrankenkasse (GKK) Salzburg ausgehandelt. Diese Änderung ist nun für die Mehrzahl der Versicherten im Bundesland Salzburg maßgeblich. Durch den neuen Leistungskatalog wird PhysiotherapeutInnen aufgrund ihrer Fachkompetenz und Ausbildung die Entscheidungskompetenz in Bezug auf die Methode und die Anwendung von Begleitmaßnahmen (ehemals passive Therapien), auch im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung, übertragen. Der Kompetenzgewinn vereinfacht zudem das Verordnungs- und Bewilligungsprozedere für die ZuweiserInnen und PatientInnen und sorgt für mehr Transparenz. Dabei soll der Berufsstand gestärkt werden. 
    Die Vereinfachungen werden durch eine pauschale Anordnung/Generalverordnung zu den Positionen PT1, PT2 oder PT3 erreicht.
    Tarifposition Physiotherapie
    Im neuen Tarifsystem können PhysiotherapeutInnen auf Basis der ärztlichen Verordnung, welche die Dauer und Anzahl der Therapien festlegt, die Inhalte eigenständig festlegen. Entsprechend dem physiotherapeutischen Prozess vereinbart der/die PhysiotherapeutIn gemeinsam mit dem Patienten/der Patientin das individuelle Behandlungsziel und erstellt einen Behandlungsplan, der die entsprechenden Maßnahmen enthält.
    Mehr Eigenständigkeit für PhysiotherapeutInnen
    Die Verhandlungen zwischen den PhysiotherapeutInnen und der GKK Salzburg führten zu einem Vertrag, der in Österreich neu ist und eine Imageverbesserung für die physiotherapeutischen Praxen bedeuten kann. Oft sehen sich die PhysiotherapeutInnen auf eine Rolle als MasseurInnen beschränkt. Kernelement der Physiotherapie sind jedoch Bewegungstherapien mit nachhaltigem Charakter und Beratungen. 
    Gerade das Verschreiben von Teilmassagen, die bei PatientInnen sehr beliebt sind, reduzierten die PhysiotherapeutInnen auf ihre ungewollte Rolle. Massagen sind nur ein sehr kleiner Teil der Leistungen eines/einer PhysiotherapeutIn. Auf dem Verordnungsschein steht fortan das Wort "Physiotherapie". Physiotherapie ist die Arbeit mit Bewegung und umfasst physiotherapeutische Verfahren der Bewegungstherapie sowie begleitende Maßnahmen der physikalischen Therapie. Fokus der Physiotherapie liegt auf der Bewegungsfähigkeit. Im Zentrum stehen Entwicklungen und Funktionsweisen des Bewegungssystems, aber auch der Einfluss durch Organ- und Nervensystem sowie das Zusammenspiel von Sensorik und Motorik. Das Arbeitsfeld der Physiotherapie umfasst praktisch alle medizinischen Fachbereiche.
    Vorteile für PatientInnen
    Die PatientInnen werden von bürokratischen Vorgaben entlastet. Vor dem 1. Januar 2017 mussten alle Behandlungen durch Physiotherapeuten vom chefärztlichen Dienst der Gebietskrankenhasse abgesegnet werden. Sonst hätte die Krankenkasse die Kosten nicht getragen, wie es heute noch in anderen Teilen Österreichs üblich ist. In Salzburg brauchen die Versicherten der GKK für sechs Einheiten Physiotherapie im Vierteljahr nur noch die Verordnung des Arztes. Sollte eine höhere Anzahl von Therapien notwendig sein, muss der GKK-Chefarzt diese weiterhin bewilligen.
     
    Update 14.02.2017 - Hinweis des Verbandes "physioAustria"
     
    Quelle: UP-Aktuell.de
    Bild: Wegweiser Daumen hoch, Physiotherapie © kamasigns | Fotolia.com
     
    Das Buch "Nervensystem in der Osteopathie" von Daniel Dierlmeier beschäftigt sich tiefgründig mit peripheren Nerven, Gehirn-und Rückenmarkshäuten sowie dem vegetativem Nervensystem. Vorgestellt werden Nervenstrukturen sowie die Fehlfunktionen, welche diese hervorrufen können. Alle Fachbereiche zum Thema Nerven, welche für Osteopathen (Physiowissen-Tag: Osteopathie) von Interesse sind, werden in diesem Werk behandelt, jedoch heißt das keinesfalls, dass dieses Buch nicht auch für Physiotherapeuten ideales Ausbauwissen beinhaltet. So tiefgründig und umfassend haben wir bisher noch kein Praxisbuch zum Thema Nerven in den Händen gehalten.
    Buch Inhalt - "Nervensystem in der Osteopathie" 
    Vorstellung der Nerven
    Einleitend wird zuerst einmal auf ca 45 Seiten der grundlegende Aufbau, Funktion und Unterscheidung des menschlichen Nervensytems aufgegriffen. Es werden anschließend über dreißig verschieden Nerven und Nervengeflechte ausführlich dargestellt. Zu Beginn jedes Kapitels wird der Nerv, seine Funktion und seine Lage im Körper bebildert. Es folgt eine Beschreibung der häufigst hervorgerufenen Beschwerden bei Störung sowie des Verlaufs der Einschränkung (Schmerz, Taubheit, ..). 
    Beschreibung der Anatomie 
    Die Anatomie wird einfach und gut verständlich durch Prometheus-Abbildungen dargestellt. Diese macht es dem Leser leicht, einen umfassenden Überblick über den gesamten menschlichen Körper zu erhalten und einzelne Nervenstränge in Ihrer Lage zu lokalisieren.
    Untersuchungs- und Behandlungstechniken
    Besonders umfangreich fällt im Buch "Nervensystem in der Osteopathie" mit über 220 Seiten der Praxisteil aus. Osteopathische Lösungsansätze zur Behandlung und Linderung von Schmerzen werden vorgestellt. Von Diagnostik über Behandlung der peripheren Nerven werden alle Bereiche abgedeckt, um eine erfolgreiche Heilung erzielen zu können. Pathomechanismen und neurologische Untersuchungen des zentralen und vegetativen Nervensystems helfen bei der Diagnose. Die Darstellung der Behandlung in der Abbildung erfolgt übersichtlich mit Pfeilen, welche sogar die Behandlungsrichtung angeben. 

    Mind Map - N. cutaneus brachii medialis Stabilisierung zum Ende der Behandlung 
    In diesem Werk werden viele Übungen beschrieben, welche vom Patienten zuhause ausgeführt werden können. Nach erfolgreicher Behandlung kann der Patient somit selbstständig trainieren um seinen Gesundheitszustand zu stabilisieren. Durch die gute Darstellung im Buch kann der Osteopath die Beschreibung der Übungen kopieren und dem Patienten am Ende der Behandlung aushändigen.

    Praxis Teil - über 220 Seiten - blau markiert
     
    Darstellung und Strukturierung
    Anleitungen für osteopathische Tests und Techniken werden in diesem Buch durch Fotos visuell veranschaulicht. Dies bietet eine gute Verständlichkeit und eine leichte und fehlerfreie Nachahmung der Praxen. Das Stichwortverzeichnis am Ende des Werkes macht ein schnelles Nachschlagen von Schlüsselbegriffen möglich. Es hilft, sich in dem ohnehin schon gut strukturierten Werk noch besser zurecht zu finden. Auf der ersten Seite findet sich eine Darstellung eines menschlichen Körpers und den darin verlaufenden Nervensträngen. 
    Die Zusammenhänge zwischen Nerven und Beschwerden werden übersichtlich und anschaulich in Ursache-Folge Ketten visualisiert. Es wird somit deutlich, wie der Nerv eine direkte und indirekte Auswirkung auf Pathologien und Dysfunktionen haben kann. 

    Es bewegt sich etwas, dieses mal geht der Bundesrat voran. Unterstützt wird von den Ländern, dass die Heilmittelerbringer, wozu u.a. wir Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten gehören, mehr Verantwortung übernehmen sollen. Dass sich dies nicht von heute auf morgen regeln lässt versteht sich im deutschen Gesundheitswesen von selbst.
    Kritik kommt (wie fast nicht anders zu erwarten) von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung KBV. Hier sieht man das Modellvorhaben kritisch und fordert, dass Therapeuten dann auch für die Wirtschaftlichkeit mit haften müssen. Nichts desto trotz, sollen Modellprojekte aufgelegt werden, in denen der Direktzugang getestet wird. Der Bundesrat wird darüber am 14. Oktober weiter beraten. 
    Den kompletten Artikel der Ärztezeitung findet ihr hier
    Der Titel ist vielversprechend, genauso wie der Klappentext und Inhalt. 'Physiotherapie für alle Körpersysteme' ist ein Sammelwerk von 14 Experten unter der Federführung von Frans van den Berg - einem der renommiertesten Physiotherapeuten Deutschlands. Er bietet mit ihrem Werk Expertenwissen zur ganzheitlichen Behandlung bei Störung einzelner Organsysteme. Damit geht die klassische Physiotherapie, wie wir sie kennen, einen Schritt weiter. Denn bislang galt die Heilmethode lediglich zur Heilung und bei Schmerzen von Muskeln, Sehnen und dem Bewegungsapparat. 
    Neue Ansätze in der Physiotherapie
    Die Experten van den Berg und Co setzten mit ihrer Forschung und dem daraus resultierenden Werk 'Physiotherapie für alle Körpersysteme' neue Maßstäbe für Medizin und Forschung. International haben sie geforscht und therapiert, um die Ergebnisse ihrer Studien in einem gesammelten Werk präsentieren zu können. Erfolgreich, so wie wir finden, stellen evidenzbasierte Tests und Therapie sicher die nächste Stufe Physiotherapie dar. Das Ziel hier ist klar: Physiotherapeuten sollen durch standardisierte Tests klar belegen können, wie wirksam ihre Therapie ist und welche Fortschritte am Patienten erreicht wurden. Nicht zuletzt basieren darauf auch Modelle zur Leistungsbezogenen Entlohnung in der Physiotherapie, wie häufig gefordert wird.
    Inhalt und Aufbau
    Das Werk 'Physiotherapie für alle Körpersysteme' ist ein gelungener Mix aus Einführungs- und Standardwerk mit Expertenwissen auf über 620 Seiten in einem Nischensegment der Medizin. Theoretisch werden in dem Werk alle wichtigen Körpersysteme ausführlich thematisiert. Begonnen mit einer ausführlichen, umfangreichen und theoretischen Beschreibung der Funktionsweise einzelner Körpersysteme über deren typischen Erkrankungen und Einschränkungen bis hin zu physiotherapeutischen Heilungs- und Therapieansätzen, wird mit dem Medizinwerk 'Physiotherapie für alle Körpersysteme' alles geboten, was ein angehender Mediziner und Physiotherepuet sich zu hoffen traut. Der Ansatz, erkrankte Körperorgane durch Techniken aus der Physiotherapie zu therapieren, ist sehr neu und die ersten Ergebnisse der Forschung werden hier präsentiert. 
    Ein Minuspunkt, bei all den Vorzügen könnte allenfalls sein, dass gern etwas mehr Schwerpunkt auf die Vorstellung der eigenen Forschungen gelegt werden dürfte. Sicher hätte dies Blickwinkel für fortgeschrittenen Physiotherapeuten erweitern können. 
    Ansonsten greift das Werk alle wichtigen Fragen und Erklärungen um das Thema Physiotherapie und betroffene Körpersysteme auf. Es wird das Bewegungssystem vorgestellt, Trainingstipps und Therepiewegerenommierter vorgestellt. Das selbe finde man über Faszien, das Verdauungssystem, dem zentralen Nervensystem oder dem vegetaiven Nervensystem. Es werden ebenfalls Behandlungsanstätze zur kardiopulmonalen Rehabilitation gegeben wie zur Beckenbodenrehabilitation. Aber auch das periphere Nervensystem und deren Nervenmobilisationen werden unter dem Ansatz der Physiothereapie thematisiert. 
    Buchgliederung (mit Autor)
    Bewegungssystem (Frans van den Berg, Thomas Schöttker-Königer) Faszien (Daniel Schulz) Kardiopulmonale Rehabilitation (Tony Reybrouck und Rik Gosselink) Verdauungssystem (Birgit Schroeder) Beckenbodenrehablilitation (Marijke van Kampen) Zentrales Nervensystem (Renata Horst) Peripheres Nervensystem (Brigitte Tampin, Frans van den Berg) Vegetatives Nervensystem (Helen Slater) Schmerzen und Schmerztherapie (Florian Hockenholz, Kerstin Roos) Allopathische und naturheilkundliche Arzneimitteltherapie (Monika Wilke, Rald Oettmeier)  
    Zielgruppe: Physiotherapie Berufseinsteliger bis zum Profi
    Besonders umfangreich und für Anfänger im Feld hilfreich ist das letzte Kapital des Werkes. Hier werden einzelne, typische Medikamente und deren Wirkung und Auswirkungen auf Körper, System und für die Physiotherapie dargestellt. 
    Fazit: 'Physiotherapie für alle Körpersysteme'
    Als Standard- und / oder Einführungswerk kann mit 'Physiotherapie für alle Körpersysteme' gearbeitet werden. Wer interessiert ist an den umfassenden Wirkungen der physiotherapeutischen Techniken, auch der wird im Werk von van den Berg und Co gute Ansätze zur Vertiefung finden.
    Für Fortgeschrittene in diesem Feld, werden die mit dem Werk über evidenzbasierte Tests und Therapieansätze im Bereich der 'Physiotherapie für alle Körperfunktionen' nicht viel Neues und Unerwartetes erfahren. Dafür, dass sich die Autoren mit einem Forschungsfeld beschäftigt haben, das bisher weniger in der Medizin Beachtung fand, liegt der Fokus des Werkes zu sehr auf Allgemeinheiten und bekannten Fakten. Das Neue und vor allem die angekündigten evidenzbasierten Testverfahren und Therapieansätze kommen ziemlich kurz. 
    Dafür sind den Autoren die Einführungskapitel über die Fuktionsweise unseren Körpers und seinen Systemen ziemlich gut gelungen. Der Ansatz ist vorhanden. An der Umsetzung darf noch geschliffen werden ... zur Perfektion.
    Die neurologische Rehabilitation unterzieht sich wie kaum ein weiteres therapeutisches Arbeitsfeld einem ständigen Wandel. Aktuelle Forschungsergebnisse beeinflussen die tägliche Arbeit. Das Autorenteam des Ratgebers „Training in der Neuroreha“ Sabine Lamprecht und Hans Lamprecht kennt die Problematik aus verschiedenen Blickwinkeln: als Therapeuten in ihrer interdisziplinären Praxis und als bundesweit tätige Referenten für Fortbildungen in den Bereichen Neurologie und Neurorehabilitation.
    Neuroreha - ein informativer Ratgeber für Physiotherapeuten

     
    In Ihrem Praxisleitfaden beleuchten die Autoren verschiedene Aspekte der medizinischen Trainingstherapie für Patienten mit neurologischen Beschwerden. Dabei fassen sie erstmalig unterschiedliche Erkrankungen zusammen, sodass ein umfassender Überblick entsteht. Im Mittelpunkt stehen eine Auswahl an Geräten mit praxisnahen Beschreibungen der dazugehörigen Übungen. Ausdauertraining auf dem Laufband oder einem Ergometer, Schnelligkeitstraining oder Förderung der Beweglichkeit - Übersichtlich eingeteilt nach der Wirkung der Geräte.
    Wichtig war uns hierbei die Differenzierung, dass das Training in einem Fitnessstudio genauso Beachtung findet wie eine Reha in Einrichtungen mit einem orthopädisch-chirurgischen Schwerpunkt . Auch modernste Entwicklungen wie Robot-gestützte Trainingsgeräte führen die Autoren auf. Das ermöglicht Physiotherapeuten, ein möglichst ausgewogenen Überblick und ein Programm zur Reha durch Mobilisation und Muskelaufbau zusammenzustellen. Dabei lässt sich die korrekte Ausführung der Übungen aufgrund des reichlich bebilderten Praxisratgebers sehr gut nachvollziehen.
     

     
    Inhaltsverzeichnis: Training in der Neuroreha
    Medizinische Trainingstherapie - 12 Seiten (geschichtlicher Überblick) Sport und Gesundheit - 5 Seiten (Bedeutung von Bewegung) Allgemeine Trainingseffekte - 7 Seiten (Kraft / Ausdauer / Schnelligkeit / Beweglichkeit / Koordination / Gleichgewicht) Neurologische Rehabilitation - 16 Seiten
    Kortikale Reorganisation Feedback Training MTT in der Neurologie - Weshalb? - 11 Seiten Einführung Das motorische Lernen - fördernde Faktoren Behandelbare neurologische Symptome in der MTT (Spastik / Parese / Ataxie / Gleichgewicht) Trainingsgeräte in der Neurologie - 34 Seiten
    (Vorstellung von Trainingsgeräten inkl. für die Neurologie relevanter Parameter im Gegensatz zur orthopädischen Reha) Krankheitsbilder - 27 Seiten Einleitung Schlaganfall Multiple Sklerose Mb. Parkinson Querschnittslähmung Schädel-Hirn-Trauma Zerebralparese Neuromuskuläre Erkrankungen Spastisches Spinalsyndrom (SSP) Schwer betroffene Patienten und MTT Organisatorisches Tests und Assessments



    Muster-Trainingspläne für zahlreiche neurologische Erkrankungen

     
     
    Schlaganfall, Zerebralparese, Schädel-Hirn-Trauma oder Motoneuroerkrankungen - die Krankheitsbilder, die eine neurologische Therapie erforderlich machen, sind sehr vielfältig. Das Autorenteam Sabine Lamprecht und Hans Lamprecht setzt sich mit häufig vorkommenden Erkrankungen auseinander. Bewährtes trifft auf neue Ansätze, die durch aktuelle Forschungsergebnisse entstehen. Empfehlungen für ein ausgewogenes Ausdauer- und Krafttraining, u. a. für schwer betroffene Patienten, bieten eine sinnvolle Hilfe in der Medizinischen Trainingstherapie.
     
    Wissenswertes über die Entwicklung verschiedener Therapieformen
    Einen interessanten Einblick bietet der geschichtliche Hintergrund, der die Entwicklung der Therapien vom Altertum bis zur Moderne aufzeigt. So erfährt der Leser beispielsweise, wie sehr sich die Bedeutung von Bewegung und die Verknüpfung von Sport und Gesundheit mit den Jahren gewandelt hat.
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    Volkskrankheit Rückenschmerzen - und Osteochondrose ist dabei nur eine von vielen Erkrankungen, die lebenslanger Bewegugsmangel oder etwa ein Bürojob mit sich bringen können. Was passiert genau im Rücken, wenn eine Osteochondrose vorliegt?
    Osteochondrose ist eine degenerative Erkrankung der Wirbelsäule, die aufgrund von Verschleiss im Alter als Folge einer Knochenbildungsstörung entstehen kann. Sie betrifft zu 95% die Bandscheiben. Knochen werden bekanntlich aus Knorpel gebildet. Die Störung liegt vor, wenn dieser Umwandlungsprozess nicht rasch genug erfolgt. Da Knorpelgewebe keine eigenen Blutgefäße hat, droht es abzusterben und sich frei im Gelenk zu bewegen, was die Beschwerden verursacht. Eine Ursache kann auch die lebenslange Fehlbelastung sein.

    Infografik: Herbano.com - mehr Informationen zu Osteochondrose finden Sie hier
    Mögliche Therapieansätze bei Osteochondrose
    Erstes Behandlungsziel der bewegungsmäßig eingeschränkten Person ist die Verringerung der Schmerzen. Hier sind herkömmliche Schmerzmittel möglich, damit sich das Gewebe entspannen und der Patient zur Ruhe kommen kann. Auch die gängigen Entzündungshemmer finden hier Anwendung. Bei besonders heftigen Schmerzen kann auch eine Injektion des Medikaments direkt in das Gelenk erfolgen. Leider hat dieser Weg bei langzeitlicher Anwendung häufig Auswirkungen auf die Leber- und Nierenfunktion und sollte daher so gering wie möglich gehalten werden. Darüber hinaus kann man sogar über seine Ernährung (Zuckerarm, Weißmehlarm) seinen Körper zusätzlich stärken. 
    Zusätzlich zur medikamentösen Therapie ist Physiotherapie hilfreich. Der Therapeut kann durch gezielte Massage Verbesserungen der häufig sehr stark verspannten Muskulatur erreichen. Elektro- und Wärmetherapie fördern die Durchblutung im Gewebe und erzielen ebenfalls Linderung.
    Jede Therapie sollte darüber hinaus mobilisierende sowie kräftigende Krankengymnastik bzw. Maneulle Therapie beinhalten. Da Osteochondrose auch zu dauerhafter Immobilität führen kann, führt der/die Therapeut/in ggf. auch muskelstärkende Übungen durch. Damit soll langfristig die Beweglichkeit erhalten werden. Partien in der Nähe der betroffenen Stelle werden gekräftigt, um das Gelenk zu entlasten.
    Rückenschule bei Osteochondrose angebracht
    Damit sich die Situation dauerhaft nicht verschlechert, ist es ratsam, an speziellen Kursen der Rückenschule teilzunehmen. Hier wird eine richtige Körperhaltung trainiert sowie ein optimalerer Umgang im Alltag zB beim heben und tragen von Lasten geschult. Falls gewünscht, kann das Rückentraining auch eizeln abgehalten werden. Es ist das Ziel der physiotherapeutischen Behandlungen insgesamt, dass alle Bereiche um die Wirbelsäule gestärkt werden, damit die Lastenverteilung in der Zukunft insgesamt ausgeglichener (physiologischer) ist und es nicht zu weiteren Fehlbelastugen kommt.
    Yoga kann Therapie bei Osteochondrose unterstützen
    Auch Yoga-Übungen könen den Betroffenen helfen. Es sollte jedoch ein Orthopäde dazugezoge werden, der bei der Auswahl der richtigen Übungen mitwirkt. Ein spezielles "Rücken-Yoga" gibt es dazu bereits. Übungen, die zur spürbaren Verbesserung führen, sollten dann auf jeden Fall in den Alltag integriert werden.
    Auch eine säurearme Ernährung ist bei Problemen mit Osteochondrose dringend zu empfehlen. Mineralstoffmangel begünstigt die Übersäuerung des Körpers. Auch wenn viele die Litanei vom "bösen" Kaffee und Alkohol nicht mehr hören können, so kommen diese als Mit-Verursacher von Osteochondrose einfach in Frage. Wasser und Kräutertee sind in jedem Fall besser, weil säurearm.
     
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