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MLD post-op ohne Kurs?!


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Geschrieben

Hallo ihr Lieben,

bitte entschuldigt wenn das Thema hier fehl am Platz ist aber ich dachte hier passt das am besten rein.

Ich habe jetzt echt viel herumgesucht aber bisher noch keine befriedigende Antwort bekommen. Ich hoffe ihr könnt schnell helfen! :)

Ich habe eine Anfrage für eine Lymphdrainage bekommen. Sie hat entweder eine „normale“ Fettabsaugung oder eine Lipödem Entfernung hinter sich(Verständigung geht nur auf englisch und sehr verzögert, deshalb bin ich bisher nicht sicher.. gibt evtl. noch einen Nachtrag)

Jetzt zu meinem Problem:

Ich bin Masseurin und med. Bademeisterin, bin selbständig ohne Praxis(überwiegend BGM) und habe keinen MLD-Kurs gemacht. In der Ausbildung hatten wir jedoch einige Stunden Lymphdrainage und auch in den Praktikas musste ich immer Lymphdrainage machen. Es hieß immer: MLD Post-Op ohne schwere Grunderkrankung ist kein Problem, nur von MLD bei Krebspatienten müssen wir die Finger lassen... Jetzt bin ich mir nicht Sicher ob ich die Dame behandeln darf oder nicht. Wie sieht das rechtlich aus?

 

LG

Lean


Geschrieben

Hallo Lean,
das war früher mal so, dass man von Krebspatienten die finger lassen sollte, aber seit einigen Jahren hat man das widerlegt und herausgefunden, dass das Lymphsystem sogar zur Heilung beiträgt, wenn es regelmäßig entstaut wird. Bei einem ausgeprägten dauerhaften Lymphödem z.B. nach einer Brustkrebsoperation oder nach Bestrahlung oder Operation von Prostatakrebs wird sogar eine MLD von mind. 45 Minuten pro Woche empfohlen! Es wäre es aber immer wichtig die Freigabe oder eine Verordnung des behandelnden Artzes sich geben zu lassen. Wenn du keine Kassenrezepte annehmen kannst, dann würde ich trotzden ein Privatrezept oder eine Bescheinigung des Arztes vom Patienten verlangen. Einfach um auf der rechtlich, sicheren Seite zu sein!!!

Trotzdem bin ich der Meinung, dass dir das Hintergrundwissen fehlt wenn du den Kurs nicht gemacht hast.
Es geht ja in der Ausbildung um so vieles mehr als nur ein paar entstauende Griffe anzuwenden ☝️

Geschrieben

Grüße

kann mich gianni nur anschließen.
Behandeln kann man die Frau definitiv. Post OP oder bei einem Tumor geht das klar.

Weniger klar geht, dass du die FoBi nicht hast .
Die habe ich selbst frisch abgeschlossen und da gibt es soviel zu beachten - einfach so, würde ich mich da nicht rantrauen.

Auch wenn du es nicht abrechnest, sollte definitiv eine Verordnung vorliegen - damit du abgesichert bist.
Angenommen der Pat. hat ein Herzleiden - durch die MLD würdest du ihn töten können.
Wichtig ist auch eine Bandage im Anschluss, sonst läuft das Bein wieder voll und der Therapieerfolg ist zunichte.
Hautpflege ist beim Lymphödem ein großes Thema - genauso wie du ein Erysipel erkennst.
 

 

Geschrieben

Mahlzeit!! Da gebe Ich euch aufjedenfall recht. Es ist  auch ein abrechungstechnisches Problem. Ein MLD Rezept darf man auch nur abrechnen wenn der Therapeut der die Behandlung macht  das Zertifikat der MLD hat. Kein Pat. würde die 10 X MLD für 45 min. privat zahlen wenn er diese auch verordnen lassen kann. Auserdem darf ein Therapeut denn privat behandeln? Ich glaube ohne Rezept ist eine Behandlung auch nicht erlaubt, das müsste irgendwo auch im Vertrag der KK stehen. Dafür gibt es ja die Möglichkeit den sektoralen HP in der Physiotherapie zu machen um Pat. auch ohne Rezept behandeln zu dürfen. Aber warum machst du nicht einfach die MLD Lean?. Die Fobi dauert auch nicht so lange. 

Geschrieben

Nur um es um etwas sehr wichtiges zu ergänzen: Handelt es sich um einen Krebspatienten, bei dem noch kein Eingriff vorgenommen wurde und es besteht die Möglichkeit, dass sich Metastasen in bestimmten Lymphknoten befinden, sollte man unbedingt die Finger von lassen. Man würde die Metastasen sonst im ganzen Körper verteilen.

Ich wäre als Therapeut jedenfalls nicht gern der Auslöser für so einen großen und hoffnungslösenden Befall.

Geschrieben
vor 9 Stunden schrieb Walley:

Nur um es um etwas sehr wichtiges zu ergänzen: Handelt es sich um einen Krebspatienten, bei dem noch kein Eingriff vorgenommen wurde und es besteht die Möglichkeit, dass sich Metastasen in bestimmten Lymphknoten befinden, sollte man unbedingt die Finger von lassen. Man würde die Metastasen sonst im ganzen Körper verteilen.

Ich wäre als Therapeut jedenfalls nicht gern der Auslöser für so einen großen und hoffnungslösenden Befall.

Kleine Ergänzung,

das stimmt so nicht - wenn dem so wäre dürften diese Patienten auch keinen Sport machen, durch die Atmung und Bewegen regst du auch genug Lymphgefäße an. Es ist eine relative K.I. - da im Vorfeld die Krebsbehandlung Priorität hat - sollst auch nicht während der Chemo lymphen da du sonst alles wieder abtransportiert und du willst ja die Chemie im Gewebe haben um die Tumorzellen abzutöten.
 

Die Vermehrung einer entarteten Krebszelle ist durch andere biologische Faktoren abhängig.

Habe erst letzte Woche meine MLD/KPE FoBi gehabt und da wurde uns das deutlichst vermittelt.
Hatte sogar selbst nachgefragt. Wichtig ist es jedoch Metastasierung oder Tumorwachstum zu erkennen (Lymphangiosis carcinomatosa cutis, Angiosarkom, Kollateralvenen, nicht erfolg der Behandlung, proximal betontes Ödem, schnelles Wachstum, schnelle Verschlechterung z.B.)

Geschrieben

Sprichst du von demselben Fall, auf den Lymphknoten eines unbehandelten Krebspatienten zu arbeiten, bei dem Metastasen zu vermuten sind? D.h. nach den Erkenntnissen deines zuletzt absolvierten MLD ist das nun zulässig?

In dem Fall würde ich es trotzdem unterlassen. Da kann ich momentan auch nur für mich sprechen. Weil das Tückische ja ist, dass sich diese Thesen in den nächsten Jahren wieder ändern und ob ärztlich abgesegnet oder nicht, ob versichert oder nicht: ich will bei sowas einfach nicht der Auslöser sein. 

In dieser Richtung ist es auch eine Frage der persönlichen Einstellung, denke ich.

Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb Walley:

Sprichst du von demselben Fall, auf den Lymphknoten eines unbehandelten Krebspatienten zu arbeiten, bei dem Metastasen zu vermuten sind? D.h. nach den Erkenntnissen deines zuletzt absolvierten MLD ist das nun zulässig?

Ich rede jetzt nicht davon, den befallenen Lymphknoten zu behandeln - bei Anzeichen direkt zum Arzt schicken.
Da das auch ein pathogener Keim sein kann.

Bei einem Krebspatienten bei dem Metastasten vermutet werden? Unbehandelt?
Also ich weiß, er hat Krebs, aber er wird nicht behandelt? Naja dann ist das schon palliativ und da guck ich eh nur noch, dass es dem Patienten gut geht.

Aber eine MLD bei Krebs ist nicht KI. nur eine relative K.I. da die Krebsbehandlung im Vordergrund steht.

Wie gesagt, wenn du Sport machst und tief Atmest förderst du soviel Lymphabfluss - im Falle der MLD müsste das ja dann schlecht sein.
Die Erfolgsrate von Krebspatienten die Sport treiben ist bei 40% Verbesserung.

Geschrieben (bearbeitet)

Dann hat man an sich vorbeigesprochen. Es ging mir allein darum und ja, du wirst dich noch wundern, was alles unbehandelt bleibt oder falsch behandelt wird. Hat rein gar nichts mit palliativ zu tun. 

Erfahrung ist ungleich Buchwissen bzw. Schulmedizin. Letzteres ändert sich ständig, während man sich auf ersteres öfter verlassen kann.

bearbeitet von Walley
Geschrieben

Da geb ich dir Recht.
Was wir alles gesehen und zu hören bekommen haben...
Deutschland soll Hochburg der Lymphdrainage sein...und wenn hier schon soviel falsch läuft...will ich garnicht wissen was anderlands da so vor sich geht...echt erschreckend.

  • 2 weeks later...

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Gast
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    • bbgphysio
      Guten Morgen! Ein Schwindel der vom Gleichgewichtsorgan im Innen Ohr kommt, wo auch der Lageschwindel dazugehört geht eigentlich immer mit einem Drehschwindel einher. Dabei kann das Organ durch entzündungen direkt betroffen sein einschließlich seinem dazugehörigen nerv oder die sog. Bogengänge sind das Problem. D.h. kleine steinchen haben sich gelöst und schwimmen nun in diesen Röhrchen rum wo sie nicht hingehören. Flimmerhärchen werden gereizt was zu lageabhängigem Schwindel führt da  die Bogengänge Kopfbewegungen dem Gehirn regiestrieren. V.a. beim Hoch und runterschauen kommt es dann zu einem Drehschwindel. Das klinische Bild pass hier aber nicht rein.   Hast du schon einmal ein Kopf CT gemacht Matze? WEnn ja vielleicht hab Ich das überlesen Wenn hier alles in Ordnung ist dann Tippe Ich eher auf ein Problem der oberen HWS. Hattest Du schon einmal ein Schleudertrauma gehabt oder ähnliche Traumatas am Kopf? Die Symptome sind typisch für eine Irritation der Art.Vertebralis. Es kann sein daß dein Atlas (1.Halswirbel) verschoben ist, oft ist er nach vorne geglitten. Auch das Herzrasen spricht dafür daß es sich eher um eine Kompression von Nervenstrukturen handel. Das Herz wird unter anderem von der Brustwirbelsäule vegetativ versorgt, aber auch oben an der HWS durch eingeklemmte Wirbel kann es zu Beschwerden kommen
    • Gast Matze
      Hallo zusammen. ich leide seit ca. 6 Jahren an einem Problem das sich wie folgt äußert. Dauerhaftes Wirr Gefühl/Watte im Kopf/Kopfenge das Gefühl das sich im Kopf alles zusammen zieht  , in schlimmeren Fällen auch mit Schüben das bei mir sogar Herzrasen auslösen kann. Speziell beim Sport aber auch beim Einschlafen manchmal.    Bei mir fing es vor 6 Jahren damit an , als ich aus einer Wirtschaft herausgelaufen bin und plötzlich ein extrem komisches gefühl in meinem Kopf bemerkte . Es war nicht direkt ein Schwindel , eher so ich nenne es immer extremes Wirr Gefühl , Benommenheit Watte im Kopf. Das Gefühl wurde so stark das ich dachte gleich gehen die Lichter aus. Danach habe ich mich auf den Boden gesetzt und auf den RTW gewartet. Im KH wurden ein paar Tests gemacht , aber alles schien in Ordnung.   Ich habe eigentlich alles schon ausprobiert Ärtzlich gesehen. Schädel MRT + Hirnströmen messen + Elektronen an beinen und Kopf , dazu wurde das schnelle aufstehen getestet was mein Blutdruck sagt. (Alles war in Ordnung) HNO Lagerschwindel Test und ein weiterer Test mit Wasser in den Ohren. (Alles war in Ordnung) Lungenarzt Lungenfunktionstest durchgeführt . Lungenvolumen lag bei 130% also sehr gut. Lungen geröngt (Alles war in Ordnung) Augenarzt spezieller Test wo ich mit den Augen an einem Gerät folgen musste. Sehstärke überprüft (Alles war in Ordnung) Extrem viele Blutwerte Testen lassen gegen so ziemlich alles . (Alles war in Ordnung) Kardiologe Herzultraschall und 24/7EKG (Alles war in Ordnung) MRT von Halswirbelsäule (Alles war in Ordnung) Trotzdem mehrfach schon Physio gemacht , bringt alles nichts.   Bestimmt noch einiges mehr . Mir fällt es nur gerade nicht ein.   Jetzt bin ich auf eine Diagnose selbst gestoßen , die es meiner Meinung nach zu 95% beschreibt. Und zwar ist das "Funktioneller Schwindel, auch PPPD genannt".   "Funktioneller Schwindel, auch PPPD genannt". ------------------------------------------------------- Häufige Symptome im Kopf Benommenheit & Wattegefühl: Der Kopf fühlt sich oft benebelt, wie betrunken oder „wie in Watte gepackt“ an. Druck- oder Kappengefühl: Viele Betroffene berichten von einem Druckgefühl im Kopfbereich, das sich anfühlt wie eine zu enge Kappe oder ein Schraubstock. Visueller Schwindel: Die Beschwerden nehmen beim Betrachten von Mustern (z. B. Streifen) oder sich bewegenden Objekten zu. [1, 2, 3]"   Typische Auslöser PPPD entsteht oft nach einem akuten Schwindelereignis, wie etwa einem Lagerungsschwindel, entzündlichen Gleichgewichtsstörungen oder Panikattacken. Danach bleibt die Unsicherheit bestehen, selbst wenn die ursprüngliche Ursache abgeklungen ist. [1, 2, 3, 4]   Typische Auslöser PPPD entsteht oft nach einem akuten Schwindelereignis, wie etwa einem Lagerungsschwindel, entzündlichen Gleichgewichtsstörungen oder Panikattacken. Danach bleibt die Unsicherheit bestehen, selbst wenn die ursprüngliche Ursache abgeklungen ist. [1, 2, 3, 4]     Vorallem bei dem Punkt "Typische Auslöser"  Genau das war eingetroffen , und seit dem das passiert ist , lebe ich mit diesem schrecklichen Gefühl im Kopf. Es vaiert gibt besser und schlechtere Tage. Allerdings ist Watte Gefühl bzw benommenheitsgefühl immer da!   Ich wollte mir einfach mal eine weitere Meinung einholen. Ich bin echt schon am verzweifeln.   liebe Grüße Matze
    • Alex Inspire
      Hallo zusammen,   ich möchte gern eine fachliche Frage in die Runde geben: Welche physiotherapeutischen Ansätze haltet ihr bei Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) langfristig für sinnvoll?   Mich interessieren vor allem Erfahrungen zu Beweglichkeit, Dehnung, Atemphysiotherapie, Erhalt von Funktionen und der Frage, wo Therapie eher unterstützt und wo sie möglicherweise überfordert. Gerade bei einer fortschreitenden neurologischen Erkrankung finde ich spannend, wie Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten hier den richtigen Rahmen einschätzen.   Ich beschäftige mich mit dem Thema auch auf meiner Website alexinspire.de und möchte dazu gern fundierte Perspektiven und Erfahrungen sammeln.   Danke euch. Alex

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