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Stephan

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Alle erstellten Inhalte von Stephan

  1. Eventuell eine Lockerung ?
  2. Hi, PHS ist sogar genau das gleiche wie Frozen Shoulder Unterteilung ist dann in 3 Phasen (Einfrierphase, Eingefrorene Phase, Auftauphase)
  3. Hallo Matze. Wir verstehen Physiotherapie als Bindeglied zwischen Patienten und Medizin, wo unserer Auffassung nach alle Gesundheitsthemen relevant sind, mit denen wir unseren Patienten helfen können. Viele Grüße, Stephan :)
  4. Im alltäglichen Leben werden wir mit allen möglichen Keimen und Bakterien konfrontiert und letztlich ist es passiert: Schon wieder erkältet. Dabei ist es nicht schwer sich vor einer Erkältung zu schützen, wenn Sie vier einfache Regeln befolgen – von der jährlichen Grippeschutzimpfung einmal ausgenommen. Draußen herrscht klirrende Kälte – was gibt es da Schöneres als drinnen gemütlich auf der Couch zu sitzen? Kaum verlockend ist da ein Spaziergang durch den Park, doch eigentlich wäre das keine so schlechte Idee. Wer drinnen ist, ist zwangsläufig den Bakterien anderer Menschen ausgesetzt. Ein kleiner Spaziergang würde dem Immunsystem eine kleine Atempause gönnen und es gleichzeitig trainieren. WARUM: Bewegung führt nämlich zu einem Anstieg natürlicher T-Killerzellen, Neutrophilen und Monozyten, die für die Stärkung des Immunsystems verantwortlich sind. Regel Nummer Zwei klingt genauso einfach, wird jedoch in den meisten Fällen nicht umgesetzt, weil viele andere Dinge auf der To-Do-Liste stehen: Entspannung. Denn wer gestresst ist, ist anfälliger für Krankheiten. Grund dafür ist höchstwahrscheinlich die –über längeren Zeitraum andauernde- Ausschüttung von Stresshormonen, die die Bildung von sogenannten Zytokinen hemmt. Diese Zellen sind jedoch bei der Erkennung von Bakterien von großer Bedeutung, da sie die eigentliche Immunreaktion hervorrufen. Regel Nummer Drei wird jedes Jahr wieder gepredigt, doch leider von den wenigsten strikt befolgt: Hände waschen. Meistern Sie die Kunst des Hände-waschens, Wasser und Seife sind dafür völlig ausreichend. Besonders empfohlen werden Flüssigseifen, da an ihnen kaum Bakterien anhaften. Schäumen Sie ihre Hände für gute zwanzig Sekunden ein, bevor Sie sie abspülen. Wichtig: Die nassen Hände nicht an der Kleidung trocknen, sonst war die ganze Mühe umsonst! Trocken sollten ihre Hände dennoch sein, da feuchte Hände zur Übertragung von Bakterien bestens geeignet sind. Last - but not least: Schlaf. Auch der letzte Tipp scheint ziemlich simple zu sein. Die Zauberformel heißt hier: Sieben Stunden durchschlafen. Denn kontinuierlicher Schlafmangel hindert das Immunsystem daran, vernünftig zu arbeiten. Problematisch wird es allerdings erst, wenn die meisten Menschen abends im Bett abschalten und sich viele Probleme durch den Kopf gehen lassen, für die sie tagsüber nicht genügend Zeit hatten. Dass das auf die Qualität des Schlafs schlägt, ist hinreichend bekannt. Copyright: DPix Center - Fotolia.com
  5. Dass Stress in der Schwangerschaft ungesund ist, ist keine Neuheit. Jetzt haben portugiesische Forscher herausgefunden, dass Stress sogar das spätere Suchtverhalten des Kindes beeinflussen kann. Bei zahlreichen Rattenweibchen wurde vorgeburtlicher Stress durch Injektion bestimmter Stress-Hormone (Glukokortikoide) simuliert; das Ergebnis war eindeutig: Ratten, die vor der Geburt diesen Hormonen stärker ausgesetzt waren, wiesen, im Gegensatz zur Kontrollgruppe, ähnliche Gehirnanomalien auf wie Drogenabhängige. Weiterhin ließ sich eine höhere Anfälligkeit für Opiate und Alkohol feststellen. Doch ist nicht Hopfen und Malz verloren: Es handelt es sich um reversible Anomalien: bei erhöhter Verabreichung des Neurotransmitters Dopamin (im Volksmund auch „Glückshormon“ genannt) normalisieren sich die Anomalien sowie das Suchtverhalten. Wichtig ist dieses Ergebnis besonders hinsichtlich der Behandlung von Drogensucht: Durch einen relativ einfachen pharmakologischen Ansatz ist es möglich Drogensüchtige zu behandeln und zur Prävention einer Sucht beizutragen. Bisher wurde die Methode der Dopamin-Verabreichung bei Kokain-Abhängigkeit eingesetzt, allerdings ohne konkrete Ergebnisse, was aber auch an der Dauer der Behandlung und der Dosierung des Dopamins liegen kann. Die Forscher fanden nämlich weiterhin heraus, dass Ratten, die einer dreitägigen Behandlung unterzogen wurden nach drei Wochen wieder rückfällig wurden. Bei einer dreiwöchigen Behandlung gab es keinen Rückfall. Ziel ist es nun neue Ansätze für die Behandlung von Drogenabhängigen zu entwickeln und zu testen. Eine Studie läuft bereits seit 1998, das „Project Ice Storm“, bei welchem man die Entwicklung der Kinder verfolgt, welche im Januar 1998 in Quebec geboren wurden. Gehirnanomalien sind bereits feststellbar, ob ein Zusammenhang zwischen Vorgeburtsstress und Suchtanfälligkeit besteht, ist aber erst in ein paar Jahren zu sehen.Copyright: Violetstar - Fotolia.com
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  6. Das Dokument ist jetzt wieder Downloadbar :) - kleiner Fehler unsererseits. Entschuldigung.
  7. Stephan

    Medica 2011

    Die Medica Messe in in Düsseldorf ist für Ärzte aller Berufsgruppen, eine der wichtigsten Messen überhaupt. Auf der Medica Messe 2011, kommen Physiotherapeuten ganz auf ihre Kosten und werden zahlreiche Neuheiten und interessante Dinge für ihren Berufsstand, finden. Vom 16.-18.11.2011 haben Mediziner die Möglichkeit, alle Neuheiten auf der diesjährigen Medica Messe aufzunehmen und können sich bei zahlreichen Ausstellern, über die absoluten Highlights auf dem Markt informieren. Besonderes Augenmerk liegt auf der Gesundheitstelematik, der auf der Medica Messe eine eigene Standfläche geboten wird. IT Systeme sind für Physiotherapeuten und Mediziner generell, wichtig um von der neuesten Technik im Gesundheitswesen, Gebrauch zu machen und sie zu ihrem Vorteil und einer Arbeitserleichterung, einzusetzen. Telematik begreifbar gestalten, ist das Motto der ZTG-Berater des Anwendungszentrums, die vielfältige IT-Systeme im Einsatz für die Gesundheit, präsentieren und dem Interessierten vorstellen. Aktuelle Fortschritte auf dem Sektor eGesundheit.nrw, bezüglich der Innovationen im Bereich Telemedizin, werden präsentiert. Im Medica Media Forum werden junge Wissenschaftler angehalten, ihren Wissenschaftstransfer der Gesundheitswirtschaft zu widmen. In der Gesundheitswirtschaft hat es im letzten Jahr große Fortschritte gegeben, zahlreiche Innovationen werden präsentiert und der Interessierte Physiotherapeut und Medziner, wird zahlreiche Neuerungen finden, von denen er profitieren und sie in seinen Arbeitsbereich, integrieren kann. Nicht nur die Telemedizin wird auf der Medica Messe präsentiert, sondern alle technischen und neuen Innovationen auf dem Markt der Medizin. Für Ärzte aller Berufszweige ist der Besuch daher nicht nur ein Erlebnis, sondern wird sich positiv auf das Praktizieren auswirken, macht er von neuen Ideen und Anwendungen, die er auf der Messe vorgestellt bekam, Gebrauch. Um im medizinischen Sektor immer auf dem neuesten Stand zu sein, ist die Medica Messe daher der richtige Anlaufpunkt und das Event des Jahres. Zahlreiche Aussteller präsentieren ihre Neuerungen auf dem medizinischen Markt und erklären mit Kompetenz und Fachwissen, die Anwendung und die Vorteile ihrer Projekte. Im Bereich Physiotherapie gibt es zahlreiche neue Erkenntnisse, die für Physiotherapeuten wichtig sind, wollen sie nach neuesten Erkenntnissen und Forschungsergebnissen, erfolgreich behandeln. Der Besuch der Medica Messe eröffnet neue Perspektiven und ist ein wichtiger Schritt für Behandlungsmethoden und medizinische Technik der Zukunft. Die Tageskarte für 17 Euro ist günstig und lässt sich bequem online bestellen. Mit den einmalig bezahlten 17 Euro, kann der Interessierte alle Vorteile der Medica Messe nutzen und sich frei in allen Ausstellungshallen bewegen. Die Medica Messe zählt zu den großen Messen auf dem Medizin-Sektor und überzeugt durch eine Vielzahl an Ausstellern und Wissenschaftlern, die ihre Projekte für den deutschen Markt präsentieren. Die Telemedizin bestimmt einen wichtigen Aspekt der zukunftsorientierten Medizin. Der Besuch der Medica Messe wird dem Mediziner Projekte aufzeigen, die ihm den Einsatz hochwertiger IT-Technologie im Einsatz der Medizin, näher bringen und erläutern. Der Einsatz hochwertiger IT-Systeme ist aus der modernen Medizin nicht mehr wegzudenken.
  8. Der knapp zehn Jahre alte, im Jahr 2000 eingeführte Masterstudiengang Physiotherapie wurde am Montag den 24.10.2011 geschlossen. Die Schließung beruht auf der Tatsache, dass die wissenschaftliche Betreuung der Studierenden nicht mehr gewährleistet und vor allem nicht mehr finanziert werden könne. Es läge also nicht an einer geringen Auslastung, da mehr als die Hälfte der 30 Studienplätze belegt worden wären. Mehrere Probleme begünstigten die Entscheidung den Studiengang zu schließen, einerseits weil im Rahmen des Akkreditierungsprogramms die Einrichtung eines eigenen Lehrstuhls gefordert wurde, anderseits weil es für diesen Lehrstuhl keinen Nachfolger gab. Die durchgeführten Blockseminare wären schließlich eine freiwillige Zusatzleistung des Vorgängers gewesen, doch sei das Profil der Stelle nicht auf die zusätzlichen Anforderungen und Verantwortungen ausgerichtet. So beschloss der Uni-Senat nach einer langen Diskussion mit zwölf Zustimmungen und fünf Enthaltungen das Ende des Masterstudiengangs. So können sich keine weiteren Studenten mehr für den Studiengang einschreiben, allerdings liegt das wirkliche Ende noch in der Ferne. 2016 soll Schluss sein mit dem Master in Physiotherapie, schließlich sei die Universität Marburg verpflichtet den bisherigen Studenten den Abschluss zu ermöglichen.
  9. Stephan

    Kinesio Taping

    Kinesio Taping beruht auf der Entwicklung der sogenannten Kinesio Tapes (griechisch: Kinesis: Bewegung), die aus reiner Baumwolle bestehen und mit Acryl beschichtet sind. Erfunden hat die besonders elastischen Bänder Dr. Kenzo Kase, ein japanischer Chiropraktiker und Kinesiologe, da die starren bisherigen Bänder seinen Anforderungen nicht mehr genügten. Die Tapes sind hochelastisch, atmungsaktiv und passen sich der Haut perfekt an, so dass man beim Tragen kein Unbehagen spürt. Zudem wird der Träger in seiner Bewegungsfreiheit nicht eingeschränkt, was dem Muskelabbau durch Vernachlässigung der Muskeln präventiv entgegen wirkt. Durch das Taping werden Nervenbahnen gereizt, was einerseits zur Anregung der Muskulatur, aber auch zur Entspannung der strapazierten Muskeln führen soll, je nachdem wie die Bänder gelegt sind. Ein Rückgriff auf die von Dr. Kenzo entwickelten speziellen Klebemuster für unterschiedliche Krankheitsbilder ist hierbei möglich. Durch die Anhebung des Gewebes, der Förderung der Durchblutung sowie der Lymphzirkulation, wirken die Tapes schmerzlindernd und heilend, der Heilungsprozess soll sich um ca. 50% verkürzen. Grundsätzlich sind nicht nur Sportlerverletzungen oder Muskelprobleme wie Schmerzen in Knie-, Sprung- und Schultergelenken, verspannter Rücken und Nacken, Tennis- und Golferarme, sowie Muskelfaserrisse, sondern auch Gelenkfehlstellungen oder Regelschmerzen therapierbar. Aufgetragen werden sollten die Tapes von erfahrenen Physio- und Ergotherapeuten, Masseure, Heilpraktiker und Ärzten, da die Muskeln eine bestimmte Dehnung haben sollten, was bei alleinigem Auftragen nicht möglich bzw. sinnlos ist (ähnlich dem Effekt, wenn man sich selbst die Schultern massiert. Die massierenden Muskeln verspannen durch das Massieren weiter). Zudem fehlt den meisten Menschen die nötige Kenntnis über Anatomie und funktionelle Zusammenhänge, da nicht nur die schmerzende Stelle, sondern auch entfernt sitzende, aber beteiligte Strukturen behandelt werden müssen. Die Kosten für das Taping werden von der Krankenkasse nicht übernommen, sie variieren je nach Beschwerde und Anzahl der Sitzungen, grundsätzlich kostet jedes Tape aber so zwischen 15 und 30 Euro. Copyright: Kzenon - Fotolia.com
  10. @mario89 - mach mal dein Mailpostfach leer - dann wirst du auch wieder benachrichtigt :D
  11. Stephan

    Massagetechniken

    Es gibt verschiedene Massagetechniken, die alle das eine Ziel haben: Dem Körper Wohlbefinden und Entspannung zu bringen. Eine Methode ist das sogenannte Taponement, die Klopfung. Mit der Handkante oder den Fingern werden kurze, schlagende Bewegungen erzeugt, die eine bessere Durchblutung fördern und den Tonus der Muskulatur stimulieren. Sie wird bei Sportlern nach einer hohen Belastung der Muskeln angewendet und sorgt für deren Entspannung. Sie kann aber auch im medizinischen Bereich angewendet werden, z. B. bei einer chronischen Bronchitis kann durch das Klopfen die Muskulatur gelockert werden und Sekret kann sich besser lösen. Dieser Behandlung geht immer eine Effleurage voraus, die durch ihre entspannende Wirkung die des Taponements unterstützt. Diese Technik wird ebenfalls als sehr angenehm empfunden, die Stärke des angewendeten Drucks ist abhängig vom Einsatzbereich. Bei der Anwendung im Wellnessbereich werden als Hilfsmittel oft kleine Wedel eingesetzt, mit denen geklopft wird. Die Petrissage, das Kneten und Walken, wird mit Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger durchgeführt. Auch die ganze Hand kann eingesetzt werden, die Haut des Patienten wird gefasst und geknetet. Das Walken erfolgt durch den Druck des Muskels auf den darunterliegenden Knochen. Auch diese Technik stammt aus der traditionellen Medizin, sie fördert eine bessere Durchblutung, die zur Entspannung führt. Sie wird besonders bei Sportlern nicht nur bei leichten Verspannungen, sondern auch bei größeren Verletzungen angewendet. Einen angenehmen Nebeneffekt hat die Petrissage: Durch die Stimulierung des Untergewebes wird dieses gestrafft, man kann also der gefürchteten Orangenhaut vorbeugen. Diese Technik wird auch mit Hilfe von gezieltem Düsenstrahl unter Wasser angewendet, was als besonders angenehm empfunden wird. Auch hier gilt wie bei allen Massagetechniken, dass eine nicht fachgemäße Behandlung großen Schaden anrichten kann. Durch die Fingerspitzen oder die ganze Handfläche kreisende Bewegungen auf dem Muskel ausgeführt ist die sogenannte Friktion, die Reibung. Diese Behandlung muss sehr vorsichtig vorgenommen werden, denn sie wird kraftvoll ausgeübt und kann starke Schmerzen hervorrufen, die Anwendung durch einen Masseur oder Physiotherapeuten ist unerlässlich, da es sonst zu Verletzungen führen kann. Sie wirkt sehr effektiv bei Verhärtungen oder Verspannungen der Muskulatur, es werden sehr tief liegende Muskeln erreicht. Das Einsatzgebiet ist z. B. bei einem Tennis- oder Golfarm. Die Methode der Friktion ist anerkannt und wirksam. Manchmal wird auch mit einem Stäbchen gearbeitet, mit dem man genau den gewollten Punkt stimulieren kann. Um den Schmerz dabei etwas zu lindern, wird oft Eis eingesetzt. Die Friktion ist eine ganzheitliche Methode, d. h. es erfolgt vorher eine Anamnese und eine Beratung, in Verbindung mit einer Physiotherapie werden dauerhafte Erfolge erzielt. Durch Vibration oder Erschütterung wird mit ruckartigen Bewegungen der Hand oder der Finger Muskelzittern hervorgerufen. Auch hier kann die tief liegende Muskulatur erreicht werden, die Vibration kann sogar bis zu den Organen dringen. Der Einsatzbereich liegt besonders im Lösen von Krämpfen, durch die Wirkung auf die Organe sagt man ihr eine heilende Wirkung nach. Die Anwendung ist für Sportler nach einem Wettkampf oder einer anstrengenden Trainingseinheit gedacht. Im gehobenen Wellnessbereich darf sie nicht fehlen, hier werden auch oft elektrische Hilfsmittel wie z. B. die Rüttelbänder eingesetzt. Wenn ein Masseur oder Physiotherapeut den Körper und die Beschwerden seines Patienten kennt, so ist es ihm möglich, einen Behandlungsplan, der aus den verschiedenen passenden Techniken besteht, zusammenzustellen und ihm somit die für ihn günstigste Anwendung zu finden. Nur aufgrund seiner Fachkenntnisse können Beschwerden durch Massagetechniken behoben werden. Eine der bekanntesten und zu gleich auch umstrittensten Techniken ist die Beuss-Dorn-Methode, die zur Behebung von Bandscheibenvorfällen dienen soll. Sie beginnt mit einer Effleurage, der Streichung, eine Methode, die aus der traditionellen Massage stammt, also schon sehr alt ist. Sie ist sehr angenehm, unterstützt durch Öl, bei der Beuss-Dorn-Methode bevorzugt Johanniskrautöl, wird eine Tiefenentspannung erzeugt. Der Therapeut lernt so die Problemzonen der Patienten kennen und kann sie danach gezielt behandeln. Bei der Beuss-Massage wird die Effleurage eingesetzt, um die Wirbelsäule vorsichtig zu dehnen, damit soll eine Regeneration der Bandscheiben bewirkt werden und es soll bei Osteoporose helfen. Nach dieser Vorbereitung erfolgt die umstrittene Anwendung nach Dorn, mit der es möglich sein soll, Bandscheiben wieder einzurichten und sogar ein Hüftkopf wieder in die Gelenkpfanne zurück zu befördern. Diese Methode ist, wenn überhaupt, nur durch ausgebildete Masseure oder Physiotherapeuten anzuwenden, denn bei laienhaften Versuchen kann großer Schaden angerichtet werden. Die Effleurage ist aber auch noch anders und ganz unbedenklich einsetzbar. Sie wird oft angewendet in Entspannungsphasen zwischen anderen Massagetechniken, zu Beginn einer Behandlung, denn ohne Entspannung ist eine erfolgreiche Massage nicht möglich, oder aber am Ende zur Beruhigung der Muskulatur. Von den Patienten wird sie als ausgesprochen wohltuend empfunden. Copyright: Claus Mikosch - Fotolia.com
  12. Stephan

    Krankengymnastik

    Wenn von Physiotherapie die Rede ist, denken die meisten wohl am ehesten an Krankengymnastik, obwohl die Physiotherapie noch viele andere Bereich umfasst. Tatsächlich ist die herkömmliche Krankengymnastik das Haupttätigkeitsfeld der Physiotherapeuten. Die Krankengymnastik ist eine Therapieform für Patienten jeden Alters und mit ganz unterschiedlichen Beschwerden. In erster Linie soll Muskulatur aufgebaut und falsche Bewegungsabläufe korrigiert werden. Die Krankengymnastik sollte jedoch nicht nur auf die Zeit in der Praxis beschränkt sein. Der Patient muss die erlernten Übungen regelmäßig zu Hause durchführen, um einen dauerhaften Nutzen aus der Therapie ziehen zu können. Die Krankengymnastik kann sowohl in Gruppen als auch als Einzelbehandlung erfolgen. In der Krankengymnastik gibt es verschiedene Techniken, die je nach Erkrankung oder Beschwerden des Patienten gewählt werden. Funktionelle Übungen fördern den Muskelaufbau und das Einüben von einwandfreien Bewegungsabläufen. Bei der Mobilisation bewegt der Therapeut den Körper des Patienten, was häufig bei bettlägrigen Patienten notwendig ist. Die so genannte Rückenschule soll durch gezielte Übungen die Rückenmuskulatur des Patienten stärken, und somit auch die Haltung und Fitness verbessern. Asthmatiker und Lungenkranke können von entspannenden Atemübungen ganz enorm profitieren, die Entkrampfung der Atemmuskulatur kann so aktiv erlernt werden. Krankengymnastik ist im Grunde also eine Bewegungstherapie, welche jedoch nicht der Prävention dient, sondern bestehende Beschwerden lindern soll. Auch in der Rehabilitation nach Operationen oder Unfällen spielt die Krankengymnastik eine ganz wichtige Rolle. Zwei besondere Formen der Krankengymnastik sind die Wassergymnastik und die Beckenbodengymnastik. Die Wassergymnastik wird meistens kostenlos in Thermalbädern angeboten, die Beckenbodengymnastik hilft Frauen bei leichter Inkontinenz, zum Beispiel nach einer Entbindung. Die Krankengymnastik besteht stets auch Bewegungs- oder Halteelementen, immer stellt sie eine Anleitung für den Patienten dar, denn ohne regelmäßiges Üben wird sich keine Verbesserung einstellen. Krankengymnastik wird auch häufig bereits mit Babys und Kleinkindern gemacht, vor allem wenn die Kleinen unter Deformationen oder Fehlentwicklungen des Skelettes leiden. Auf diese Weise können spätere Haltungsschäden vermieden und die körperliche Entwicklung positiv beeinflusst werden.Copyright: Kzenon - Fotolia.com
  13. Stephan

    Sportphysiotherapie

    Bei der Sportphysiotherapie handelt es sich um eine Weiterentwicklung der herkömmlichen Physiotherapie. Sportphysiotherapeuten sind ausschließlich für die Behandlung von Sportlern zuständig, in der Regel sind sie bei großen Sportvereinen angestellt, damit die optimale Versorgung der Sportler jederzeit gewährleistet ist. Sportler sind einem hohen Verletzungsrisiko ausgesetzt, und nach Operationen oder Verletzungen müssen sie langsam wieder an ihre frühere Leistungsfähigkeit herangeführt werden. Hier setzt die Arbeit des Sportphysiotherapeuten an, denn er verordnet ein spezielles Training, oder hilft den Sportlern durch spezielle Regenerations- und Entspannungsmaßnahmen, so dass sie schnell wieder fit sind. Regelmäßig wird auch die Funktion von Gelenken, Muskeln und Bändern überprüft, zur Prävention können auch Bandagen oder Tapeverbände zum Einsatz kommen. Verletzte Sportler oder solche mit starken Muskelverspannungen werden vom Therapeuten massiert, dazu kommen noch Fango, leichte Krankengymnastik, Rotlicht, Eispackungen oder eine Elektrotherapie zum Einsatz. Sportphysiotherapeuten können auch in einem Gesundheits- oder Fitnessstudio arbeiten, um Mitglieder beim Training anzuleiten und sie medizinisch zu betreuen, vor allem wenn bereits Störungen vorliegen. Copyright: Peter Atkins - Fotolia.com
  14. Stephan

    Rückenschule

    Bei der Rückenschule handelt es sich um spezielle Kurse, in denen es in erster Linie darum geht, die Haltung zu verbessern und Rückenschmerzen vorzubeugen oder sie zu mildern. Durch die Übungen kann gezielt chronischen Rückenschmerzen vorgebeugt werden, außerdem bekommen die Kursteilnehmer wichtige Hinweise für den Alltag, wie sie ihren Rücken schonen können. Eine Stabilisierung des Rückens, und damit eine verbesserte Haltung, wird durch die Kräftigung der Rückenmuskulatur erreicht. Die Muskulatur ist die Stütze des Rückens, in fortgeschrittenem Alter wird deren ausreichende Stabilität immer wichtiger. Die Kursteilnehmer müssen die erlernten Übungen natürlich zuhause regelmäßig und selbstständig durchführen. Wenn man einmal jährlich eine Rückenschule besucht, dann übernehmen die Krankenkassen einen Großteil der Kosten, da es ja als Präventionsmaßnahme gilt, so dass schwerwiegenden Rückenproblemen vorgebeugt werden kann. Die Rückenschule richtet sich vor allem an Menschen, die sich nur sehr wenig bewegen und eine überwiegend sitzende Tätigkeit ausüben, an Patienten, die bereits unter Rückenschmerzen leiden, Menschen, bei denen gewissen Risikofaktoren vorliegen, ein Rückenleiden zu entwickeln und Patienten, bei denen der Arzt keine genaue Ursache für die Rückenschmerzen finden konnte. Ende der 60er Jahre entstand in einem schwedischen Krankenhaus die erste Rückenschule. In den 90er Jahren gab es starke Kritik an der Rückenschule, da die Kurse sich sehr stark voneinander unterschieden und keine absolute Wirksamkeit nachweisbar war. Heutzutage wird die Rückenschule nicht nur von Physiotherapeuten angeboten, sondern teilweise auch von den Volkshochschulen oder direkt von den Krankenkassen. Copyright: iStockimages | Thinkstock
  15. Stephan

    Psychomotorik

    Bei der Psychomotorik handelt es sich um ein Behandlungskonzept für verhaltensauffällige Kinder, sie sollen spielerisch an verschiedene Bewegungen herangeführt werden. Dadurch sollen die Kinder eine bessere Wahrnehmung für ihren Körper bekommen, denn die Bewegung ist eng damit verknüpft. Mittlerweile kann die Psychomotorik als eine Mischung aus pädagogischen und therapeutischen Ansätzen bezeichnet werden, denn Kinder lernen während der Therapie auch sehr viel Neues. Kinder müssen während der Behandlung lernen, ihren Körper zu spüren, Bewegung darf ihnen keine Angst machen, sondern soll ihr Selbstbewusstsein stärken. Die Psychomotorik hat sich in den vergangenen Jahrzehnten sehr stark weiter entwickelt, so dass es heutzutage viele verschiedene Möglichkeiten der Therapie gibt mit ganz unterschiedlichen Ansätzen und Schwerpunkten. Als Entwickler der Psychomotorik gilt der Sportlehrer Dr. Ernst Kiphard, der in den 50er Jahren feststellte, dass ein großes Bewegungsangebot sich positiv auf verhaltensauffällige Kinder auswirkt, gerade auch auf emotionaler Ebene. Im Gegensatz zur herkömmlichen Physiotherapie werden bei der Psychomotorik keine starren Übungen durchgeführt, sondern Kinder sollen sich eigenständig bewegen und auch durch bestimmte Spiele in ihrer Entwicklung voran kommen. Aus der Psychomotorik hat sich dann im Laufe der Zeit auch die Mototherapie, auch Motologie oder Motopädagogik genannt, entwickelt, so dass es heute noch mehr Möglichkeiten auf diesem Gebiet der Behandlung gibt. Die Mototherapie wird jedoch nicht nur bei Kindern und Jugendlichen angewendet, sondern auch bei behinderten oder älteren Menschen, gerade bei Patienten mit ADHS und Adipositas konnten gute Erfolge erzielt werden.Copyright: belleepok - Fotolia.com
  16. Die Krankengymnastik nach PNF (Abkürzung für "Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation") gehört zu den Themen aus dem Gebiet der Neurologie, die bereits während der Ausbildung zum Physiotherapeuten teilweise behandelt werden. Durch Reize über den Bewegungsapparat, das Gehör, das Auge oder die Haut soll das Zusammenspiel zwischen Nerven und Muskeln verbessert werden. Die Muskulatur wird dabei gedehnt und gekräftigt, der Muskeltonus normalisiert und die Abläufe von Bewegungen besser koordiniert. Meistens werden mit Hilfe des PNF Patienten mit zentralen Bewegungsstörungen behandelt. Allerdings muss man während einer Weiterbildung zusätzliche Kenntnisse auf diesem Gebiet erwerben, um Patienten hier das komplette Spektrum und eine effektive Behandlung anbieten zu können. PNF ist die Abkürzung für Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation, um die einzelnen Muskeln zu aktivieren, gibt der Therapeut während der Übungen drehende Widerstände. Bevor es mit der eigentlichen Behandlung los geht, wird die Bewegungsfähigkeit des Patienten getestet, dann muss noch geklärt werden, was durch das Training verbessert werden soll. Durch die einzelnen Übungen können sogar Bewegungsreserven geweckt werden, so dass plötzlich Bewegungen ganz leicht durchführbar sind, die man zuvor fast komplett ausgelassen hat. So kann man zum Beispiel die Geschicklichkeit der Hände verbessern, das Gleichgewicht besser halten, ohne Anstrengung Treppen steigen, wieder sicher gehen und selbstständig aufstehen oder sogar das Sprechen, Schlucken oder Essen wieder neu erlernen. Aufgrund von Krankheit oder Rückenproblemen kann es sein, dass der Gang nicht mehr so sicher ist, oder dass die Hände zittern oder können nicht mehr fest zugreifen. Dank der PNF-Krankengymnastik ist es Patienten wieder möglich, sich im Alltag sicherer zu fühlen und mehr Lebensqualität zu gewinnen. Durch das Erlernen neuer Bewegungsmuster kann nicht nur das Wohlbefinden verbessert werden, sondern auch Schmerzfreiheit erreicht werden. PNF kommt zum Beispiel bei Patienten mit Parkinson, Querschnittlähmung, Multipler Sklerose, Schädel-Hirn-Trauma oder nach einem Schlaganfall, einem Sportunfall oder einer Operation zum Einsatz. Copyright: WavebreakmediaMicro - Fotolia.com
  17. Stephan

    Mulligan

    Der neuseeländische Physiotherapeut Brian Mulligan hat die so genannte Mobilisation with Movements in den 70er Jahren entwickelt, es handelt sich also um eine manualtherapeutische Mobilisation mit aktiver Bewegung. Die klassische manuelle Therapie wird bei diesem Konzept um aktive Bewegungen des Patienten erweitert, die allerdings sehr sanft und schonend sind. Bei den Bewegungen arbeiten Therapeut und Patient Hand in Hand, während der Patient eine aktive Bewegung durchführt, kann der Behandelnde verschiedene Zusatzbewegungen ausführen, um einen bestimmten Effekt zu erzielen. Mit dem Behandlungskonzept kann man Patienten helfen, wenn die Bewegung eines Gelenkes eingeschränkt ist oder Schmerzen vorliegen. Chronischen Schmerzen kann auf diese Weise vorgebeugt werden, und die Übungen können schmerzfrei durchgeführt werden, was den Therapieerfolg natürlich verbessert. Wenn der Patient merkt, dass er die Bewegungen beschwerdefrei durchführen kann, so dass er mehr Selbstvertrauen bekommt. Das Konzept nach Mulligan macht allerdings nur Sinn, wenn der Patient während der ganzen Sitzung keine Schmerzen hat. Während der Therapeut passive Haltungen durchführt, werden die Bewegungen vom Patienten aktiv durchgeführt. Unter Umständen kann der Therapeut dazu auch Hilfsmittel verwenden, wie zum Beispiel ein Tape. Angewandt wird das Mulligan-Behandlungskonzept vor allem bei Gelenkproblem, denen keine Entzündung zugrunde liegt, bei Problemen mit der Schulter, der Wirbelsäule, den Hüften, den Knien, den Händen, Tennisellbogen oder Kopfschmerzen. Copyright: modul_a - Fotolia.com
  18. Stephan

    McKenzie

    Das Behandlungskonzept nach McKenzie wurde in den 60er Jahren in Neuseeland vom Physiotherapeuten Robin McKenzie entwickelt. Es handelt sich dabei um eine Methode, mit der man die Ursache von Wirbelsäulenschmerzen herausfinden und anschließend behandeln kann. Mittlerweile wird das Behandlungskonzept weltweit angewandt, und Therapeuten können gute Erfolge damit verbuchen. Inzwischen wurde auf diesem Gebiet sehr viel untersucht und geforscht, so dass das System sehr ausgereift ist, auch die Wirksamkeit konnte wissenschaftlich nachgewiesen werden. In Dänemark ist es sogar die am meisten empfohlene Methode, um Rückenbeschwerden auf den Grund zu gehen und sie akkurat zu behandeln. An der Uni in Tübingen untersucht man Patienten auf diese Weise, wenn der Verdacht auf einen Bandscheibenvorfall vorliegt. Erst nach eingehender Untersuchung wird dann entschieden, ob tatsächlich eine Operation notwendig ist, oder ob konservative Maßnahmen ausreichen. Zur Abklärung der Beschwerden muss der Patient verschiedene Bewegungsabläufe durchführen, dabei wird der Therapeut dann das Schmerzverhalten einschätzen. Wenn jemand gesundheitliche Beschwerden hat, dann sind Bewegungen häufig mit Schmerzen verbunden, doch dieser Schmerz verändert sich, wenn man dieselbe Bewegung häufiger durchführt. Es ist nicht zwingend so, dass die Schmerzen sich dann verstärken, ganz im Gegenteil, sie können sogar verschwinden oder zumindest nachlassen. Auf der anderen Seite ist es auch möglich, dass sich die Schmerzen verlagern, man spricht dann von der so genannten Zentralisation. Ziele der Therapie nach McKenzie sind, den Patienten gut aufzuklären, Schmerzen zu mindern, die Beweglichkeit zu verbessern, Rückfälle zu verhindern und langwierigen Beschwerden vorzubeugen. Copyright: modul_a - Fotolia.com
  19. Stephan

    Fußreflexzonentherapie

    Bei der Fußreflexzonentherapie geht es darum, bestimmt Nervenenden am Fuß durch Massage oder Druck zu reizen, um eine Wirkung auf bestimmte Organe oder den ganzen Organismus zu erzielen. Diese Form der Therapie soll bereits sehr alt sein, man geht davon aus, dass sie in afrikanischen und asiatischen Ländern bereits seit rund 4.000 Jahren angewandt wird. Sie soll nicht nur die Heilung von Krankheiten fördern, sondern auch Schmerzen lindern und für Entspannung sorgen. In China ist diese Behandlung bereits seit dem 4. Jahrhundert v. Chr. bekannt, häufig wird sie dort in Verbindung mit der Akupunktur eingesetzt. Der Amerikaner Dr. William Fitzgerald entdeckte dann Anfang des 20. Jahrhunderts einen Zusammenhang zwischen dem Druck auf verschiedene Schlüsselpunkte am Fuß und den Vorgängen im Körper. Dabei war ganz erstaunlich, dass den Punkten an den Füßen einzelne Organe zugeordnet sind, die teilweise sehr weit davon entfernt sind, und dennoch war eine Verminderung bestimmter Beschwerden zu erkennen. Inzwischen haben mehrere Universitäten die Wirksamkeit dieser Behandlung bestätigt, so dass sie immer mehr Anhänger gewinnt. Somit ist es möglich, mit der Fußreflexzonentherapie die unterschiedlichsten Beschwerden zu lindern, und sogar die emotionale Ebene des Patienten teilweise damit anzusprechen. Doch es gibt auf diesem Gebiet keinen Stillstand, in der Vergangenheit gab es immer wieder Optimierungen, auch komplexe Krankheitsbilder können inzwischen damit behandelt werden. So kann man zum Beispiel Kopfschmerzen, Nieren- und Blasenleiden, Beschwerden mit der Wirbelsäule oder Gelenken, Atemwegserkrankungen, Schlafstörungen oder Verdauungsprobleme behandeln. Die Fußreflexzonentherapie wird jedoch auch erfolgreich bei Schwangeren und Kindern eingesetzt und kann auch das Immunsystem stärken. Patienten empfinden die Behandlung an den Füßen darüber hinaus meistens als sehr angenehm, so dass auch das Wohlbefinden gesteigert wird und Entspannung eintritt. Zu Beginn der Behandlung wird eine Befundaufnahme durchgeführt, damit ein Behandlungsplan erstellt werden kann. Copyright: regine schöttl - Fotolia.com
  20. Die traditionelle chinesische Medizin, kurz TCM genannt, gibt es bereits seit mehr als 2.000 Jahren. Ursprünglich wurde sie nicht nur in China angewandt, sondern auch in Japan, Korea und Vietnam, in diesen Ländern haben sich dann im Laufe der Zeit weitere Varianten daraus entwickelt. Die TCM umfasst viele verschiedene Therapieformen, wie zum Beispiel das Shiatsu, die Akupunktur, die so genannte Moxibustion, bei der bestimmt Akupunkturpunkte erwärmt werden, das Qigong, das Taijiquan und die Therapie mit asiatischen Arzneimitteln. Die TCM ist nicht ganz unumstritten, denn die Wirksamkeit konnte bisher nicht wissenschaftlich belegt werden, so dass man in vielen Fällen von einem Placebo-Effekt ausgeht. Dennoch erfreut sich die TCM immer größerer Beliebtheit, in Deutschland ist sie inzwischen weit verbreitet, sogar einige Schulmediziner bieten sie ihren Patienten an. Anerkannt sind jedoch bisher nicht alle Behandlungsmethoden, so dass der Patient viele Therapien aus eigener Tasche bezahlen muss. Seit dem Jahr 2007 übernehmen die Krankenkassen zumindest die Kosten für bestimmte Akupunktur-Behandlungen. Wenn man sich mit der traditionellen chinesischen Medizin beschäftigt, wird man ständig über das Wort „Qi“ stolpern. Man könnte es als eine Art Energie bezeichnen, die Lebensenergie, die den menschlichen Organismus am Leben hält und die Organfunktionen sicherstellt. Die Asiaten sehen den Organismus als Ganzes, und nicht seine einzelnen Bestandteile, wenn nun das körperliche Gleichgewicht, also das Qi, gestört ist, kommt es zu Erkrankungen. Auch Yin und Yang spielen bei der Philosophie der TCM eine wichtige Rolle, denn zwischen den Gegensätzen muss immer ein Ausgleich stattfinden. In der TCM geht man davon aus, dass zahlreiche Meridiane durch den menschlichen Körper verlaufen, insgesamt sind es 365 Stück. In diesen Kanälen soll im Körper das Qi fließen, auf den Meridianen befinden sich zahlreiche Therapiepunkte, die vor allem für die Akupunktur eine Rolle spielen. Die Akupunktur zählt mittlerweile in unseren Breitengraden zu den am weitesten verbreiteten Therapien aus der TCM. Immer häufiger werden auch Kurse angeboten, um die Bewegungsabläufe des Qigong zu erlernen. Die Massagetechnik des Shiatsu und die Moxibustion sind dagegen noch nicht sehr weit verbreitet. Copyright: Klaus Eppele - Fotolia.com
  21. Stephan

    Feldenkrais

    Begründet wurde die so genannte Feldenkrais-Methode durch den Physiker Dr. Moshé Feldenkrais, der auch an der ersten Kernspaltung von Joliot Curie beteiligt war. Da er seit der Kindheit sportlich sehr aktiv war, hatte er ein großes Interesse an den Bewegungsabläufen des menschlichen Körpers. Eine Knieverletzung veranlasste ihn dann dazu, sich Gedanken darüber zu machen, wie der Mensch seine angeborenen Fähigkeiten noch besser nutzen kann. Dabei stieß er auf einen engen Zusammenhang zwischen dem menschlichen Fühlen und Denken und seinen Bewegungen. In den kommenden Jahrzehnten arbeitete der Physiker intensiv an Möglichkeiten, die Körperwahrnehmung des Menschen zu verbessern. Er entwickelte spezielle Übungen, durch welche die Beweglichkeit des Körpers und damit auch seine Haltung optimiert werden kann, Bewegungen wirken anschließend wesentlich harmonischer. Der Leitsatz der Feldenkrais-Methode lautet „Bewusstsein durch Bewegung“, der Therapeut gibt dem Patienten dabei eine verbale Anleitung zur Durchführung bestimmter Bewegungsabläufe. Dies führt zu einer Entlastung, die Patienten fühlen sich schnell wohler und profitieren von einer besseren Körperhaltung und mehr Flexibilität. Dr. Feldenkrais hat für jeden Körperteil passende Übungen entwickelt, doch während der Durchführung soll auch der Geist in Einklang mit dem Körper gebracht werden. Bei dieser Methode ist das Alter und die körperliche Verfassung des Patienten unerheblich. Durch das regelmäßige Training werden Flexibilität und Koordination verbessert, so dass man anschließend von mehr Ausdauer profitieren kann. Zum großen Erstaunen wird man auch feststellen, dass sich nach einiger Zeit auch die geistige Beweglichkeit verbessert, die Vorstellungskraft ist deutlich verändert, was dem Patienten in vielen Lebensbereichen zugute kommen kann. Bei der Feldenkrais-Methode gibt es zwei unterschiedliche Behandlungskonzepte, denn während man in Gruppensitzungen die Übungen verbal vermittelt bekommt, erfolgen die Übungen in der Einzelbehandlung durch leichte Berührungen des Therapeuten. Eigentlich kann man die Feldenkrais-Methode nicht direkt als Therapieform bezeichnen, denn es ist eine Mischung aus physikalischen und psychologischen Aspekten, deshalb ist sie irgendwo zwischen Pädagogik und Therapie anzusiedeln. Im Grund kann der Patient dadurch erfahren, dass man das eigene Wohlbefinden und die Gesundheit regelrecht erlernen kann, so dass es eine Form der Selbsthilfe ist. Die Ausbildung zum Feldenkrais-Lehrer dauert insgesamt vier Jahre, erst dann darf man Einzelsitzungen und Seminare durchführen. Copyright: wildworx - Fotolia.com
  22. Die Schweizer Ärztin Dr. Susanne Klein-Vogelbach hat die Funktionelle Bewegungslehre entwickelt, in der Folge wurde diese Form der Therapie noch weiterentwickelt. 50 Jahre lang hat sich die Ärztin mit dem Bewegungsverhalten der Menschen intensiv beschäftigt, immer wieder erfolgte eine Anpassung des Konzeptes aufgrund neuer Erkenntnisse. Die Basis für ihr Konzept bilden die gesunden, normalen Bewegungsabläufe des Menschen. Dann legte sie bestimmte Abweichungen von der Norm fest, so dass Störungen eindeutig belegt werden können. Bei der Funktionellen Bewegungslehre werden die Bewegungen des Menschen ganz genau analysiert, bei Abweichungen gilt es dann herauszufinden, worin die Ursache dafür liegt. Während zum Beispiel durch ein Röntgenbild eine innere Betrachtung des Bewegungsapparates möglich ist, erfolgt bei der FBL eine Beobachtung von außen. Dabei orientiert sich der Therapeut aber auch an Kenntnissen aus der Anatomie, der Biomechanik und sogar der Physik. Die Funktionelle Bewegungslehre beschränkt sich jedoch nicht nur auf die Therapie, sondern wird auch zur Prävention und bei der Rehabilitation eingesetzt. Copyright: iStockimages | Thinkstock
  23. Stephan

    Chiropraktik

    Bei der Chiropraktik handelt es sich um eine besondere Variante der manuellen Therapie, meistens wird sie zur Behandlung von Wirbelsäulen-Problemen eingesetzt. Entwickelt wurde diese Therapieform vom US-Amerikaner Daniel David Palmer, allerdings geht man davon aus, dass er sein Wissen von Jim Atkinson hat. In den 20er Jahren wurde die Chiropraktik dann auch in Deutschland bekannt, der Pastor Gustav A. Zimmer eröffnete in Dresden ein Ausbildungszentrum für Osteopathie und Chiropraktik. Diese Therapie zählt zur Alternativmedizin und soll die Beweglichkeit von Gelenken, vor allem der Wirbelsäule, wieder verbessern. In vielen Fällen liegt den Beschwerden ein verschobenes Gelenk oder ein deplatzierter Wirbel zugrunde, der Therapeut wird dann durch Manipulation versuchen, die Fehlstellung wieder zu beheben. Dazu stehen ihm verschiedene Techniken zur Verfügung, grundsätzlich unterscheidet man zwischen Adjustierung, Traktion, Mobilisation, Reflextechnik und Weichteilbehandlung. Bei der Adjustierung werden spezielle Handgriffe angewandt, um so genannte Subluxationen zu beseitigen, damit es keinen Druck mehr auf das Rückenmark und die Spinalnerven gibt. Meistens wird diese Technik bei der Behandlung einer Ischiasreizung eingesetzt, in der Regel ist der Patient innerhalb kurzer Zeit dann schmerzfrei. Unter Traktion versteht man Entlastung durch das Auseinanderziehen von zwei Gelenken, was zu einer Minderung des Druckes und des Schmerzes führt. Zusätzlich werden die Bänder gedehnt, so dass sich die Beweglichkeit noch verbessert. Um die Beweglichkeit eines Gelenkes zu optimieren kann man auch die Mobilisation, auch translatorisches Gleiten genannt, anwenden. Der Therapeut verschiebt dabei Teile des Gelenkes parallel gegeneinander, dadurch bekommt das Gelenk wieder mehr Spiel. Wenn sich das Gelenkspiel verbessert hat, muss man die meistens verkürzte Muskulatur wieder dehnen, das erreicht man bei der Weichteilbehandlung durch verschiedene Entspannungs- und Dehntechniken. Die Reflextherapie hat eine Auswirkung auf das zentrale Nervensystem, der Therapeut ist damit in der Lage, Muskelverspannungen zu lösen und die Wahrnehmung von Schmerzen zu beeinflussen. Bevor der Therapeut mit der Manipulation beginnt, muss ein Arzt bestimmte Erkrankungen und Schäden der Wirbelsäule ausschließen. Copyright: jedi-master - Fotolia.com
  24. Stephan

    Brügger Therapie

    Bei der Krankengymnastik nach Brügger geht es darum, gestörte Körperstrukturen aufzuspüren und für eine Entlastung zu sorgen. Im Alltag wird unser Bewegungsapparat häufig überlastet, und es kommt zu diversen Fehlhaltungen. Durch diese Störungen kann es dann nach einiger Zeit auch zu kleinen Verletzungen der Muskulatur, der Knorpel und Sehnen kommen. Die Brügger-Therapie ist so konzipiert, dass auch Berufstätige und Patienten mit wenig Zeit sie optimal in ihren Alltag integrieren können. Durch bestimmte Übungen kann eine Korrektur falscher Bewegungsabläufe und Fehlhaltungen erfolgen, so dass Schmerzen gelindert und die Beweglichkeit verbessert wird. Verkürzte Muskeln werden wieder gelöst und die Körperhaltung langfristig optimiert, so dass eine Steigerung des Wohlbefindens stattfindet. Häufig wird die Brügger-Therapie noch mit einer Heißen Rolle oder eine Fango-Packung kombiniert. Angewendet wird diese Form der Krankengymnastik vor allem bei Patienten mit Muskelverspannungen und -verletzungen, Tinnitus, Hexenschuss, Tennisarm, Ischiasbeschwerden, Fersensporn sowie diversen Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen. Entwickelt wurde diese Form der Therapie durch den Schweizer Arzt Alois Brügger, er behandelte anfangs vor allem Patienten mit unerklärlichen Schmerzen. Er war der Ansicht, dass es sich bei vielen rheumatischen Beschwerden eigentlich um die Folge einer Fehlbelastung der Gelenke und der Wirbelsäule handelt. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen funktionellen und reflektorischen Beschwerdebildern. Unter den funktionellen Beschwerden versteht man Veränderungen und Schmerzen an unserem Bewegungsapparat, denen in der Regel eine Überbelastung oder eine Fehlhaltung zugrunde liegt. Bei den reflektorischen Beschwerden handelt es sich um Schmerzen oder Fehlhaltungen die dadurch entstanden sind, dass der Körper sich bei Störungen selbst schützt, und man oftmals unbewusst eine Schonhaltung einnimmt. In der Folge bringt dann diese Schonhaltung wiederum Beschwerden mit sich. Der eingehenden Diagnose kommt bei der Brügger-Therapie eine wichtige Rolle zu, denn oftmals liegt die Ursache in einem ganz anderen Bereich des Körpers. Copyright: Robert Kneschke - Fotolia.com
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