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Bandscheibenvorfall


tiger123

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Geschrieben

Hallo zusammen,

ich bin gerade ziemlich verwirrt was die Behandlung von Bandscheibenvorfällen angeht. In unserer Ausbildung lernen wir nur klassische Mobilisation und Bauch- und Rückenmuskelübungen als Behandlung für BSV. Im Praktikum habe ich nun aber schon Patienten erlebt, die Ausstrahlungen in die Beine haben und so starke Schmerzen, dass an Üben gar nicht zu denken ist. Ein Mentor erklärte mir kurz das McKenziePrinzip, nach etwas googlen wurde es jedoch als überholt dargestellt. Deshalb meine Frage: Bildet sich das BS-Gewebe nun zurück oder rutscht die BS wieder in die eig Position? und hier noch meine Bitte: Könnt ihr mir bitte beschreiben wie ihr an so einen Pat. mit BSV (akute Beschwerden und nicht akute) rangeht? Auf was muss ich achten und was behandeln?
Hier einige Dinge die ich momentan anschauen/mache: leichte Dehnungen und Weichteiltechniken für die angrenzende Muskulatur(LWSBereich, Piriformis), leichte Mobilisation (meist RL in Flex/Ext und Rot) und die Übungen aus der Schule wie oben genannt.

Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen, denn irgendwie habe ich schon so viele Meinungen gehört und es bildet sich einfach kein richtiges Bild man rangehen muss (auch Befundmäßig weiß ich nicht immer was genau zu testen ist…)

Vielen Dank


Geschrieben

Moin,
McKenzie ist nicht veraltet!!!! grade für Anfänger ist es super geeignet, wenn man akute Patienten hat. Das eine Bandscheibe zurückrutsch ist eher unwarscheinlich, eher wird das Entzündete Gewebe durch die Entzündung abgebaut; häufig bleibt jedoch eine Wölbung zurück.(die muss nicht unbedingt problematisch sein.......viele Leute haben kaputte Bandscheiben, und haben keine schmerzen!!!)
Lass dir das Konzept näher zeigen, wenn du über die Bewegungen eine sofortige Schmerzreduktion erreichst ist es die richte Therapiewahl!
Gruß
Christoph

Geschrieben

Hallo,

erstmal ist in Höhe des BSV eine Instabilität vorhanden, so dass ein Stabilisationstraining für das spezifische Segment (über die Tiefenstabilisatoren) am wichtigsten ist. Bei der LWS ist das hpts. der M. transversus abd.z.B. in BL Bauchnabel Richtg. WS ziehen lassen...; bei der HWS die tiefen Halsbeuger. Auch die klass. Übungen der Oberflächenmusk., die du im Unterricht kennengelernt hast, sind dann nach der akuten Schmerzphase wieder wichtig zu trainieren.
Während der Akutphase 1. Ziel: Schmerzreduktion (lokal/peripher) über Traktion, periphere Nervenmobilisation um die ausstrahlenden Beschwerden zu lindern.

Geschrieben

Hey,

ich therapiere recht erfolgreich die Diagnose BSV (hier bezogen auf LWS), je nach Beschwerdegrad, mit:
akut: evtl. Traktion, Akupressur unterer Extremität bds u. Füße; vorsichtige BGW-Techniken im LWS-Bereich und Lymphgriffe, Wärmebehandlung ISG/Glutealregion, falls der Pat. dies verträgt
subakut: IMMER Mitbehandlung Iliopsoas, der meistens sehr hyperton ist und durch Quermassage über Druck auf Muskulatur und aktive/assistive Flex/Ext ipsilaterales Bein+Knie schnell aber auch recht schmerzhaft gedehnt werden kann. Bereite deinen Patienten darauf vor, der Schmerz lässt nach den ersten 2-3 Wdh nach. I.d.R. 3x5 Wdh; desweiteren:
Dehnung Rückenstrecker, QM Ischios+Gluteale Region, Piriformis!
Anleitung zur Eigendehnung Rücken+Beine, Aufbau Bauchmuskulatur, "Trip-Trap"
Manuelle Therapie ISG, das meistens mit einer Blockade reagiert
Wenn die Therapie bis dorthin erfolgreich vorangeschritten ist (mit deutlichlicher bis gänzlicher Schmerzreduktion), PNF und/oder Gerätetraining als Stabilisationstraining

Das wäre also ein Beispiel.
Ich persönlich glaube auch nicht, dass Bandscheiben irgendwohin zurückgedrückt werden können. Ich frage mich dafür häufiger wieviele Patienten mit der Diagnose BSV kommen, und dies vll mal das ursprüngliche (da noch symptomlose) Problem war, das aktue allerdings instabile Bauchmuskulatur und hypertone Hüftmuskulatur inkl. ISG-Blockade ist... fast alle.

Liebe Grüße

Geschrieben

Moin,
wenn du einen Befund machst wirst du sehen ob der akute Schmerz durch die Muskulatur, oder durch eine ISG-Blockade ausgelöst wird. Häufig wird dem ISG viel Schuld zugesprochen, die wissenschaftliche Lage sieht das zur zeit jedoch ganz anders......man weiß inzwischen das die meisten ISG-Tests ziemlich ungenau sind, die einzigen Tests die zu empfehlen sind sind Schmerzprovokationen. Dazu kommt das ISG-Mobilisationen fast immer auch ein mobilisierenden Einfluss auf die Segmente L4 und L5 haben. woher will man also wissen ob meine erfolgreiche ISG-Mobi nicht viel weiter oben gewirkt hat?! Dazu kommt das jeder akute/schmerzhafte LWS-Schmerz eine Muskeldysbalance auslöst (Nozireaktion), die wiederum zur Folge eine Beckenschiefstellung/ISG-Stellungsdiagnose auslöst........usw, usw...das kann man unendlich fortsetzten!
Warum erzähl ich dir das??? Weil ganz viel Therapeuten sich theoretische Denkmodelle ausdenken und danach therapieren. Dadurch geht aber viel verloren.....ich sprech aus eigener Erfahrung.....das bedeutet nicht das das ISG nicht schuld sein kann! aber sei kritisch mit dem was man dir sagt.
Mach einen Befund, das was du findest solltest du therapieren, dazu kommt die Wissenschaftliche Lage (MT-Zeitschrift, Studien, Leitlinien) und deine Erfahrung (wenn du keine hast: frag einen Kollegen oder im Forum...), daraus ergibt sich dein individuelles Therapiekonzept für diesen Patienten! wenn du so arbeitest wirst du erfolg haben! und der Patient wird von dir begeistert sein!!!!!
Gruß
Christoph

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Gast
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  • Beiträge

    • bbgphysio
      Guten Morgen! Ein Schwindel der vom Gleichgewichtsorgan im Innen Ohr kommt, wo auch der Lageschwindel dazugehört geht eigentlich immer mit einem Drehschwindel einher. Dabei kann das Organ durch entzündungen direkt betroffen sein einschließlich seinem dazugehörigen nerv oder die sog. Bogengänge sind das Problem. D.h. kleine steinchen haben sich gelöst und schwimmen nun in diesen Röhrchen rum wo sie nicht hingehören. Flimmerhärchen werden gereizt was zu lageabhängigem Schwindel führt da  die Bogengänge Kopfbewegungen dem Gehirn regiestrieren. V.a. beim Hoch und runterschauen kommt es dann zu einem Drehschwindel. Das klinische Bild pass hier aber nicht rein.   Hast du schon einmal ein Kopf CT gemacht Matze? WEnn ja vielleicht hab Ich das überlesen Wenn hier alles in Ordnung ist dann Tippe Ich eher auf ein Problem der oberen HWS. Hattest Du schon einmal ein Schleudertrauma gehabt oder ähnliche Traumatas am Kopf? Die Symptome sind typisch für eine Irritation der Art.Vertebralis. Es kann sein daß dein Atlas (1.Halswirbel) verschoben ist, oft ist er nach vorne geglitten. Auch das Herzrasen spricht dafür daß es sich eher um eine Kompression von Nervenstrukturen handel. Das Herz wird unter anderem von der Brustwirbelsäule vegetativ versorgt, aber auch oben an der HWS durch eingeklemmte Wirbel kann es zu Beschwerden kommen
    • Gast Matze
      Hallo zusammen. ich leide seit ca. 6 Jahren an einem Problem das sich wie folgt äußert. Dauerhaftes Wirr Gefühl/Watte im Kopf/Kopfenge das Gefühl das sich im Kopf alles zusammen zieht  , in schlimmeren Fällen auch mit Schüben das bei mir sogar Herzrasen auslösen kann. Speziell beim Sport aber auch beim Einschlafen manchmal.    Bei mir fing es vor 6 Jahren damit an , als ich aus einer Wirtschaft herausgelaufen bin und plötzlich ein extrem komisches gefühl in meinem Kopf bemerkte . Es war nicht direkt ein Schwindel , eher so ich nenne es immer extremes Wirr Gefühl , Benommenheit Watte im Kopf. Das Gefühl wurde so stark das ich dachte gleich gehen die Lichter aus. Danach habe ich mich auf den Boden gesetzt und auf den RTW gewartet. Im KH wurden ein paar Tests gemacht , aber alles schien in Ordnung.   Ich habe eigentlich alles schon ausprobiert Ärtzlich gesehen. Schädel MRT + Hirnströmen messen + Elektronen an beinen und Kopf , dazu wurde das schnelle aufstehen getestet was mein Blutdruck sagt. (Alles war in Ordnung) HNO Lagerschwindel Test und ein weiterer Test mit Wasser in den Ohren. (Alles war in Ordnung) Lungenarzt Lungenfunktionstest durchgeführt . Lungenvolumen lag bei 130% also sehr gut. Lungen geröngt (Alles war in Ordnung) Augenarzt spezieller Test wo ich mit den Augen an einem Gerät folgen musste. Sehstärke überprüft (Alles war in Ordnung) Extrem viele Blutwerte Testen lassen gegen so ziemlich alles . (Alles war in Ordnung) Kardiologe Herzultraschall und 24/7EKG (Alles war in Ordnung) MRT von Halswirbelsäule (Alles war in Ordnung) Trotzdem mehrfach schon Physio gemacht , bringt alles nichts.   Bestimmt noch einiges mehr . Mir fällt es nur gerade nicht ein.   Jetzt bin ich auf eine Diagnose selbst gestoßen , die es meiner Meinung nach zu 95% beschreibt. Und zwar ist das "Funktioneller Schwindel, auch PPPD genannt".   "Funktioneller Schwindel, auch PPPD genannt". ------------------------------------------------------- Häufige Symptome im Kopf Benommenheit & Wattegefühl: Der Kopf fühlt sich oft benebelt, wie betrunken oder „wie in Watte gepackt“ an. Druck- oder Kappengefühl: Viele Betroffene berichten von einem Druckgefühl im Kopfbereich, das sich anfühlt wie eine zu enge Kappe oder ein Schraubstock. Visueller Schwindel: Die Beschwerden nehmen beim Betrachten von Mustern (z. B. Streifen) oder sich bewegenden Objekten zu. [1, 2, 3]"   Typische Auslöser PPPD entsteht oft nach einem akuten Schwindelereignis, wie etwa einem Lagerungsschwindel, entzündlichen Gleichgewichtsstörungen oder Panikattacken. Danach bleibt die Unsicherheit bestehen, selbst wenn die ursprüngliche Ursache abgeklungen ist. [1, 2, 3, 4]   Typische Auslöser PPPD entsteht oft nach einem akuten Schwindelereignis, wie etwa einem Lagerungsschwindel, entzündlichen Gleichgewichtsstörungen oder Panikattacken. Danach bleibt die Unsicherheit bestehen, selbst wenn die ursprüngliche Ursache abgeklungen ist. [1, 2, 3, 4]     Vorallem bei dem Punkt "Typische Auslöser"  Genau das war eingetroffen , und seit dem das passiert ist , lebe ich mit diesem schrecklichen Gefühl im Kopf. Es vaiert gibt besser und schlechtere Tage. Allerdings ist Watte Gefühl bzw benommenheitsgefühl immer da!   Ich wollte mir einfach mal eine weitere Meinung einholen. Ich bin echt schon am verzweifeln.   liebe Grüße Matze
    • Alex Inspire
      Hallo zusammen,   ich möchte gern eine fachliche Frage in die Runde geben: Welche physiotherapeutischen Ansätze haltet ihr bei Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) langfristig für sinnvoll?   Mich interessieren vor allem Erfahrungen zu Beweglichkeit, Dehnung, Atemphysiotherapie, Erhalt von Funktionen und der Frage, wo Therapie eher unterstützt und wo sie möglicherweise überfordert. Gerade bei einer fortschreitenden neurologischen Erkrankung finde ich spannend, wie Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten hier den richtigen Rahmen einschätzen.   Ich beschäftige mich mit dem Thema auch auf meiner Website alexinspire.de und möchte dazu gern fundierte Perspektiven und Erfahrungen sammeln.   Danke euch. Alex

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