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Geschrieben

Hallo Zusammen! 

Seit Freitag habe ich nun vom Neurologen die Diagnose thoracic Outlet Syndrom bekommen. Nun muss noch die Ursache geklärt werden (mrt ist bereits angemeldet). Natürlich habe ich etwas angefangen über dieses Syndrom zu lesen und finde mich darin wieder. Ebenso habe ich viele Forenbeiträge gelesen. Mir ist aufgefallen, dass viele deswegen Sport aufgeben mussten. Meine Frage ist nun, muss das immer so sein - konkret muss ich mein Training aufgeben? Ich mache seit 18 Jahren Sport eigentlich nur mit Körpergewicht und mein Armtraining dann mit Hanteln. Die Beschwerden habe ich seit einem Unfall vor 7 Jahren im linken Arm. Ich habe mein Training seither nicht geändert. Die Diagnose habe ich auch erst seit wenigen Tagen. 

Und natürlich wäre ich auch über Tipps im Umgang damit und evtl. Übungen die ich schon mal machen kann sehr dankbar! :)

vielen Dank schonmal für die Antworten! :)

Geschrieben

Hallo Neomie,
kannst du uns etwas mehr über deine Symptome erzählen?
Wie äußert sich deine TOS?
 - Hast du Kribbeln/Schwellungen in den Fingern (welche), Arm oder Schulter?
 - Nackenschmerzen?
 - Kraftverlust?
Wann verstärken sich deine Symptome?
- Bei Belastung
- In Ruhe/Schlaf
- Bestimmte Bewegungen
- Morgens schlimmer?
Wurde schon geröngt um eine Extra-Halsrippe auszuschließen?
 

Geschrieben

Das MRT zum Ausschluss läuft erst noch.

Meine Beschwerden sind (alle Links): 

Taubheitsgefühle, kribbeln, Irritationen mit brennen und so eine merkwürdige schwere tw. Im Schultergürtel, Oberarm Bereich Trizeps, Unterarm so rundherum irgendwie vor allem wenn der Arm herunter hängt, dann in dem kleinen- und Ringfinger, seltener auch im Daumen. Manchmal schläft mein Arm ein, ich bin mir nicht ganz sicher in welchen Posen das ist, oft auch nachts oder wenn ich Ausrufe unter Tags. Er ermüdet bei machen Tätigkeiten z. B. Beim PC schreiben sehr schnell. Er fühlt sich sehr schwer an, vor allem wenn ich ihn hängen lasse. Die Symptome sind leider total diffus, deshalb hat es wahrscheinlich auch so lange gedauert bis man dies festgestellt hat. Nebenbei hast man auch noch Karpaltunnelsyndrom links und Impingement der linken Schulter festgestellt...

Geschrieben

...wenn man einen Karpaltunnelsyndrom (CTS) zusätzlich diagnostiziert hat, ist es aber etwas schwieriger zu differenzieren, was im Endeffekt das Kribbeln/Schmerzen in den Fingern auslöst. Typisch dafür sind die nächtlichen Beschwerden. Ist das sicher mit dem CTS?
Es könnte nämlich sein, dass auch der vermeintliche "Impingement" auch vom TOS ausgelöst wird.
Hast du schon mal Physiotherapie für die TOS bekommen? Wenn ja, wie ging es dir danach?
Ansonsten würde ich auf jeden Fall die MRT abwarten, da man erst das mit der Rippe abklären sollte, bevor man Hand anlegt!

Geschrieben

Ich hab leider noch gar nichts an Therapie, da die Diagnostik noch nicht abgeschlossen ist. 

Laut Neurologin habe ich beides also cts und tos. Das Impingement meinte der Radiologe aufgrund eines bereits erfolgten mrt und wegen des schmerzhaften Bogens. Wäre ja super wenn ich nicht alles davon habe! 

Aber ist tos grundsätzlich ein Ausschluss für Muskeltraining? Weil ich mache seit Jahren die selben Übungen und Sport ist schon ein sehr großes "bonusthema" in meinem Leben.

Geschrieben

Naja, das ist so eine Sache. Es ist nämlich so. Das eigentliche Problem dabei ist ja, die Nervenkompression des Plexus Brachialis kann durch mehrere Engpässe ausgelöst werden. Zum einen von einer verschobenen 1. Rippe, die zu hoch steht und gegen das Schlüsselbein drückt, oder von einem Brustmuskel (pectoralis minor) das gegen dem Fortsatz des Schulterblatts drückt, zum anderen aber auch, und das ist die häufigste Variante, der Scaleni Muskeln. Hier muss der HWS-Nerv durch eine enge Lücke hindurch. Hier mal ein Bild zur Veranschaulichung:
https://www.hopkinsmedicine.org/heart_vascular_institute/conditions_treatments/_images/tos-still.jpg

Trainiere ich jetzt intensiv den Brustmuskel =>  Druckerhöhung auf den Nerv
Trainiere ich zu intensiv die Scalenimuskeln wird die Lücke kleiner => Druckerhöhung auf den Nerv
außerdem ziehen die Scalenimuskeln auch verstärkt an der 1. Rippe, da sie dort ansetzen und ein evtl. Engpass zw. 1. Rippe und Clavicula wird verstärkt => Druckerhöhung auf den Nerv.
Du siehst, es ist gar nicht so einfach. Die einzige Möglichkeit, die ich sehe ist ein Muskeltraining auszuüben, ohne die Arme und Hände zu benutzen. Also, Bein-, Bauch-, Po- und Rückenmuskeln zu trainieren.
Aber warten wir mal ab. Wir wollen ja nicht alles Schwarzmalen. Es gibt gute physiotherapeutische Methoden das Problem zu lösen. Eine davon ist die "Manuelle Therapie" Du wärst nicht die erste, die wir erfolgreich damit behandelt hätten.
Melde dich einfach nochmal mit dem Befund vom MRT.
 

Viel Glück!!!

Geschrieben

Das beruhigt mich, wenn ich wenigstens den Rest noch machen kann.

Ja, das glaube ich, dass es da gute Methoden gibt. Ich bin schon gespannt.

Danke, sobald ich mehr weiß, sag ich bescheid. Vielen Dank! 

  • 2 years later...
Gast Johannes Seemann
Geschrieben

Hi Neomie,

 

nach meinem Kenntnisstand hilft sehr gut Latissimustraining - am besten nicht als Klimmzug, da zu viel Gewicht, aber an einem Fitnessgerät bei leichtem Gewicht die Stange herunterziehen.

 

Und Drehdehnlage zur gegenüberliegenden Seite, dadurch entsteht Zug an allen nach unten ziehenden Strukturen, (Rippen, Lunge, Organe und oben genannter Pectoris minor wird leicht gedreht. Dadurch werden die die oberen Kanäle frei, die Gianni oben beschrieben hat: Wenn Du also li. das Problem hast, dann die gebeugten Beine nach rechts fallen lassen.

 

Beste Grüße und alles Gute

Gast Johannes Seemann
Geschrieben

Noch eine kleine Ergänzung: Bei der drehdehnlage halte den Kopf in der Mitte und drehe die Augen nach links. Dann warte auf einen Release (tiefes Seufzen oder Schlucken)

 

Beste Grüße, jeden Erfolg und viel Glück

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Gast
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    • Na das ist doch mal eine hilfreiche Übersicht über deine Beschwerden. Natürlich ersetzt das nicht die Untersuchung aber hier lassen sich schonmal Hypothesen ableiten. Normalerweise sollte eine Verletztung nach solanger Zeit eigentlich abgeheilt sein. Manchmal dauert die Vollständige Heilung sogar 1 Jahr aber zumindest nach 3-6 Monaten müssten die Schmerzen wesentlich geringer sein. Was mich zu dem Gedanken führt daß deine Muskeln, Sehnen nicht das eigentliche Problem sind, sonderen dein Nervensystem. Eine Kompression der Nerven. Das muss aber nicht zwanghaft von der Lendenwirbelsäule kommen. Im Bereich der Leiste kann z.b. ein Leistennerv oder der N.femoralis eingeklemmt sein. Hast Du auch Hodenschmerzen? Es sollte sich unbedingt auch das sog. ISG (Iliosacralgelenk) angeschaut werden das häufig blockiert ist und Schmerzzustände ins Bein, Schambein, Beckenbereich provozieren kann.  Was auch noch möglich ist und einer der Häufigsten Ursachen für Beschwerden die immer noch present sind auch wenn die Muskulatur verheilt ist, sind Triggerpunkte TP Diese entwickelkn sich oft nach einer Verletzung und haben die Eigenschaft auszustrahlen. Diese sorgen sogar manchmal dafür keine Kraft im Bein zu haben. z.b. könnte ein TP im M.femoralis oder den Adduktoren in die Leiste oder ins Bein ausstrahlen. Oder ein TP ist am Sehnenansatz vom SIAS (Googeln!!!) ANsatz des M.femoris und strahelen ins Bein. Ruheschmerzen, ausstrahlen in Ruhe sind typisch dafür. Für Ruheschmerzen würde auch ein NErv sprechen.   
    • Hi Grüße, also ich merke eigentlich vier Arten von Schmerz. 1. Direkt am Ansatz rechts zieht es bei gewissen Bewegungen Richtung Schambein und in den Adduktor rein - es ist die Ansatzstelle vom Adduktor Longus & co. 2. Teilweise und manchmal nur zieht es mitten im Adduktorenbereich (ohne dass zwingend auch der Ansatz schmerzt) 3. Im Liegen habe ich DAUERHAFT die Schmerzen am Ansatzbereich neben bzw. unter dem Penisstrang beim Schambein…also die Ansatzstelle - allerdings nah an der Symphyse und weniger Richtung Innenseite - also Richtung Adduktorenverlauf. 4. Schmerzen und extremes Pudding-Gefühl und Kraftlosigkeit hinten (innen) am Bein oben vom Sitzbein / Pobacke aus bis Kniekehle herunter. Ich kann mich nicht bücken oder in die Hocke gehen mit Gewicht auf dem rechten Bein…nur aus dem linken Bein. Auch beim Treppe gehen geht das nur mit 80% Belastung über das gesunde, linke Bein.   weiter oben Richtung „klassischer“ Leiste ist die Haut ein wenig taub.   wie gesagt wurde insgesamt auch festgestellt Ödem Schambein, weiche Leisten und diskreter Labrumriss - weil ich keine Schmerzen beim Husten und Niesen habe, sowie durch eine Sonografie und durch eine Hüftgelenksinfiltration wurden die weichen Leisten und das Hüftgelenk als Hauptursache ausgeschlossen.
    • Guten Morgen Phillip, Ja das kann Ich Mir vorstellen daß das sehr belastend für Dich ist, weil Du eine Ungewissheit hast und deine Beschwerden auch schon länger. Könntest Du bitte nochmal erläutern ob deine Beschwerden eher lokal sind und wo, und ob sie entlang deiner Adduktoren ziehen? Hast du auch Taubheitsgefühle dabei und ein Brennen? ziehen die Schmerzen auch entlang der Leiste? Da dein Schmerz belastungsabhängig ist  spricht aufjedenfall für eine Muskuläre Verletzung, Sehnen, Ansätze.  Aus dem Stehgreif ist sowas natürlich schwierig da Wir Dich untersuchen müssen und die Strukturen abtasten. Was Ich nicht empfehlen würde  daß Du Übungen machst in deinen Schmerz hinein und  Dir schon die Zunge dabei abbeißt. Wo kommst Du denn her?    

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