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Mb. Osgood Schlatter Behandlung

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Geschrieben

Hi,

mich würde mal interessieren, ob man bei der Therapie mittlerweile weiter ist als ICM zu dehnen und lastfreie Kräftigung des Quadriceps zu veranstalten.

Mein Patient: 11 Jahre - extrem druckschmerzhaftes Tibiaplateau - Schmerz sonst nur bei Belastung (Sport).

^^^würdet ihr ihm raten per Unterarmgehhilfe (Krücke) auf Nullbelastung zu gehen? Oder lediglich den Sport zu unterbinden, der ja den Schmerz auslöst.

Was fällt euch an Therapiemethodik noch so ein?

Danke für Ideen,
Stephan

Geschrieben

hey stephan

bei mir war neulich auch so n stift von 10 jahren mit der diagnose Mb. Osgood Schlatter.
wie sich herausstellte war er fußballer und es war auch keine wirkliche frakturkrankheit sondern nur ne ansatzsehnenreizung patellarsehne durch ne muskuläre dysbalance und damit verbunden ne medialisierte patella und ne chondropathia patellae. zusätzlich -obwohl noch so jung- schon ein ausgeprägtes genu varum. (naja fußballer halt)

als probe hab ich ihn PNF diagonalen ziehen lassen und FLEX-EXT bewegung in unterschiedlichsten ASTEn mit lateralem widerstand am unterschenkel. auch beinachsentraining. hat wunderbar geklappt. zum ende der behandlungsserie bin ich mit ihm auf die treppe und hab alle möglichen gangarten durchgemacht. z.t. sogar mit nem teraband unterhalb der knie um die beine.

vielleicht hat dein pat ja auch nur ne reizung. vielleicht hilft dir ja das n bissl weiter neue ideen zu finden.

lg louie

Geschrieben

nein, hab aber mit dem behandelnden arzt direkt gesprochen. hat mir ziemlich spielraum gelassen. einzige bedingung: es durfte nicht schlechter werden. ;-)
auf dem röntgenbild war laut arzt kein eindeutiger frakturspalt auszumachen.

ansonsten probier mal ob er zur schnelleren frakturheilung ziegenmilch trinken mag. schmeckt zwar bäh aber ist wissenschaftlich belegt. (bitte frag mich nicht nach einer quellenangabe)

lg louie

Geschrieben

hi

warum nicht. probiers aus. wenn er aber eh schon schmerzen hat wird er dich dafür hassen. :-) kannst ja danach noch zur schmerzlinderung und hyperämisierung ne kurzeisanwendung machen (eislolli oder kaltluft).

aber apropos calzifikationen. wie wärs mal mit ultraschall direkt auf der tuberositas tibiae? aber n dauerschall hoher intensität um die ossifikation anzuregen?

Geschrieben

na klasse.
bin auch gespannt. schreib wie es war.

ziegenkäse? weiß nicht so recht. da stand glaub ich nix drüber drin in der studie. aber ich denke die inhaltsstoffe werden dieselben sein nur die konzentrationen werden unterschiedlich sein.

studieren geht über probieren. probiers aus würd ich sagen.

schönes we.

lg louie

Geschrieben

Hi,

also der Schmerz ist durch Reduzierung der Belastung und KG (Dehnung ICM, Lastfreie Kräftigung Quadriceps, QF am Ligg. Patellae) deutlich zurück gegangen, jedoch noch als nerviger Dauerschmerz merkbar.

Mal schauen wie es weitergeht - ich fürchte den Patienten hab ich noch ne ganze Weile in den Händen.

  • 2 weeks later...
Geschrieben

da würd ich dann doch vorsichtig sein mit ultraschall zur ossifikationsanregung weglassen. seine wachstumsfugen sind ja noch total offen.

11 jahre sagst du? kein wunder, daß er nen osgood-schlatter entwickelt hat. noch im wachstum und dann zu viel belastung. tja, da scheint dir nicht wirklich viel übrig zu bleiben als unbelastetes quadricepstraining, dehnungen, querfriktionen und der ganze unbefriedigende haufen.

wie genau nimmt der patient denn deine anweisungen bezüglich hausübungen und kontraindikationen? nimmt er das alles ernst? oder geht er übertrieben gesagt von der praxis direkt zum sport?

ich weiß nicht ob sowas noch gemacht wird aber verletzungen der patella oder des lig. patellae wurden früher mit nem tutor ruhig gestellt bis zur ausheilung der fraktur oder ruptur.

lg louie

Geschrieben

Hi,

Ultraschall hab ich noch nicht probiert und auch nicht eines Gedankens gewürdigt. Das ist in dem Wachstumszustand in meinen Augen kontraindiziert an der Stelle.

Im Moment nimmt er meine Tipps noch ernst, da er ja erst einige Wochen in meiner Behandlung ist. Selbst Radfahren und Basketball wird nicht gespielt. Letzte Woche ist er während der Pause kurz gerannt und hatte danach paar Stunden Schmerzen.
Hab ihm gestern erklärt, dass das oberste Ziel Schmerzfreiheit ist, das man auf keinen Fall und durch keine Therapie art aufs Spiel setzen sollte.
.. kein Schmerz spornt an.

Was hälst du von schwimmen?

Mfg Stephan

Geschrieben

ist auch tatsächlich ne kontraindikation. *ups*

würd ich mir für den schluß aufheben wenn garnichts helfen sollte. frei nach dem motto: wenn die indikationen nicht helfen fang ich mit den kontraindikationen an. wenns hilft kräht kein hahn danach.
wenn nicht...

brustschwimmen und rücken denke ja, freistil eher nein. wegen quadricepsaktivität. weiß zwar nicht wieviel das wäre aber könnte zu viel sein. kommt vielleicht auch auf die power an, die er in seinem beinschlag hat. und ob er allein oder mit freunden schwimmen geht. mit denen wird er mehr toben und in gedanken woanders sein als allein. das wird ihm bestimmt schwer fallen. laß ihn es mal allein ausprobieren und schauen ob er beschwerden davon bekommt. dann kann er immernoch zusammen mit freunden schwimmen gehen.

  • 4 weeks later...
Geschrieben

Hi,

der Junge macht derzeit Ferien und kommt am nächsten Montag wieder zu mir. Letzter Stand ist, dass er kurze Radstrecken fahren kann (kleiner Gang, ohne Kraft) ohne, dass er danach Schmerzen hat. Das ist für mich auch das Hauptsymptom.

Bin auf Montag gespannt.

Mfg Stephan

Geschrieben

Hi,

war vorhin da. Schmerzen sind nur noch sehr punktuell, sodass er sie selbst kaum genau lokalisieren kann. Hinzu kommt, dass er schmerzfrei ist, solang er das Knie keiner Belastung aussetzt. Leichte Belastungen wie mit dem Rad zur Schule fahren sind relativ problemfrei möglich, wobei ein leichter Nachschmerz bleibt, der sich binnen weniger Stunden restlos auflöst.

Mfg Stephan

  • 1 year later...
Geschrieben

Hi, ich bin Felix, 12 Jahre.
Mein Orthopäde hat bei mir ausgeprägten Mb. Osgood Schlatter festegestellt, ich kann nicht auf z.B. Tischen oder normalem Asphalt knien.Es ist so nervig, keinen Sport treiben zu dürfen. Bei Sportevents wie z.B bei uns die jährlichen Bundesjugendspiele sage ich meinen Lehrern, dass ich mitmachen werde, gehe dann aber zum Orthopäden, und der gibt mir eine Schulsportbefreiung. Ich mache seit 3 Monaten keinen Sport, ich hasse es.
Wir haben schon alles versucht; Krankengymnastik, Elektrotherapie, sämtliche Tabletten.Nichts hilft. Was kann ich noch tun ?
BITTE, helft mir, ich will die ca. 2 Daumen breiten Erhebungen an meinem Knie loswerden, es ist so nervig .
Danke, Felix .

  • 7 years later...
Geschrieben

Hallo Stephan,

war dein Patient damals operiert oder war es eine rein konservative Behandlung?

Ich habe auch einen Jungen im Grundschulalter zur Behandlung. Er hatte einen OP (weiß leider noch nicht genau welche) mit einer wulstigen Narbe über dem Knie.

Ist da auch ICM Dehnung und lastfreie Quadricepskräftigun angezeigt?

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    • Hallo,   von 02.2025-07.2025 war ich viel laufen (30-40km pro Woche). vorher habe ich zwei Jahre keinen Sport gemacht. Die 40km habe ich natürlich nach und nach aufgebaut. 07.2025 habe ich mich zum Fußball angemeldet. Das erste Trainung auf Kunstrasen fand statt - ohne Probleme. Zwei Tage danach war ich, wie gewohnt, 11,5km laufen, um am Ball zu bleiben. Wiederum 2-3 Tage danach - also insgesamt fast eine Woche nach dem ersten Training wollte ich wieder auf den Platz. Schon beim allerersten Innenseitenpass habe ich starke Schmerzen im Adduktorenbereich links und rechts- jedoch rechts extrem - gemerkt. Ich musste direkt abbrechen. ich war seitdem (6 Monate her) sicher 12-15 Mal beim Arzt, bei 6-8 verschiedenen Ärzten. Anfangs wurde eine Zerrung vermutete. Als keine Besserung eintrat, bat ich um MRT. Leider wurde dort ein MRT mit Fokus auf die Hamstrings (anstatt Adduktoren gemacht). Ein zweites MRT des Beckens mit Fokus auf Hüftimpingement, Symphyse und Adduktorenansätze gab es im Laufe auch. Dazu Sonografie der Leiste (nicht der Adduktoren) und Röntgen.   insgesamt wurden festgestellt:   weiche Leisten links und rechts - als Hauptursache ausgeschlossen. Ich habe auch keinerlei Schmerzen beim Husten oder Niesen.   diskreter Labrumriss rechts - als Hauotursache ausgeschlossen - u.a. brachte eine Hüftgelenksinfiltration keine Besserung.   minimales Ödem in Symphyse, am Schambein - hier hatte ich drei Mal fokussierte Stoßwelle (die 3. Sitzung vor 10 Tagen) - bisher ohne Erfolg oder Besserung.   ein Arzt erkannte eine kleine Insertionstendinopathie auf einem der MRTs am Adduktor rechts.   außerdem wurde eine Beckenverwringung erkannt und behoben.   allerdings wird es seit sechs Monaten immer schlimmer. Ich habe 24/7!! Schmerzen - im Liegen, im Sitzen, im Gehen. Jede Alltagsbewegung schmerzt und ich kann kein Gewicht auf das Bein verlagern. Ich kann mich auch nicht bücken, nur mit nahezu vollem Gewicht auf dem linken Bein.   ich habe viel ChatGPT gelesen und gehe eigentlich von einer chronischen Tendinopathie der Adduktoren(ansätze) aus - mit Schambeinentzündung, die anscheinend dadurch gekommen ist.   allerdings macht mir die Schwere sowie Länge der Schmerzen Sorgen. Bei Dreh- sowie Rotationsbewegungen des Beines sind es messerstichartige Schmerzen im Adduktorenbereich. Mein Bein fühlt sich zum Teil wie Pudding an und die Schmerzen haben sich auch schon weiter innen hinten am Oberschenkel Richtung Sitzbein ausgebaut. Ich kann nicht auf harten Stühlen länger als 15 Min. sitzen.   bisher fand keine Physiotherapie statt.   mein Plan jetzt wäre ein weiteres MRT speziell für die Adduktoren, ggf. noch ein MRT der Lendenwirbelsäule und dann Physiotherapie (oder ambulante Reha)? mit Unterstützung von vielleicht ACP/PRP Eigenblutinjektionen an Adduktorenansatzbereich!?   Hat jemand eine Idee oder kann etwas dazusagen. Ich mache mir mittlerweile extremste Sorgen, dass etwas irreversibel geschieht mit jedem Tag, der vergeht. Ob die Sehen/Muskeln jemals wieder sich erholen können und ich schmerzfrei werden. Anscheinend muss ich in die Belastung gehen, weil 6 Monate schonen anscheinend nichts gebracht hat. Allerdings tut jede Bewegung weh. Irgendwie ist es ein Teufelskreislauf. Es geht natürlich auch auf die Psyche - sehr sogar.
    • Gast Johannes
      Hallo,   hab seit ein paar Tagen so brennende Schmerzen über, am Beckenkamm. Auf der einen Seite mehr als auf der anderen.   Hauptsächlich beim nach vorne beugen und Rotieren und wenn ich zur Seite neige, dann aber auch nicht immer.   Kann jetzt nicht ausmachen, warum und woher.   Was könnten da Ursachen sein? Könnte ich das selbst testen?   Was könnte evtl. helfen?   Danke.   Gruß
    • RICHTIG! Das bedarf einer manualtherapeutischen Behandlung um das Problem zu lösen. Schwindel und Kopfschmerzen wären nochmal ein Hinweis wo unserer Hypothese nochmal bestätigen daß deine Beschwerden von der oberen HWS, eher dem Atlas kommen. Bandscheibe denke Ich nicht, die würde keinen Schwindel auslösen. Da Schwindel, N.Vaguskompressionen von den ersten beiden Halswirbel kommen kann es die Bandscheibe nicht sein, denn zwischen 1. und 2.Halswirbel gibt es keine Bandscheibe. Deine Schwindel beschwerden kommen daher daß durch eine Atlasverschiebung (1.Halswirbel) die Art.vertebralis komprimiert wird. Diese versorgt das Kleinhirn. Die Beschwerden dürften somit schlimmer werden bei Kopfüberstreckung. Eine reine Massage gerade am Hinterhaupt ist gut, aber zu als Therapie zu wenig. So wie Ich das sehe sollte sich um deinen Atlas, ggf. Axis (C2) gekümmert werden. Der kann verdreht, zur Seite oder/und nach vorne verschoben sein. Aufjedenfall brauchst Du ein Rezept für eine Manuelle Therapie um das Problem zu lösen. In der Praxis aufjedenfall nachfragen ob sich jemand mit dem Atlas auskennt. # L.g.

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