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Chronische Tendinopathien Schultern: genaues Vorgehen?


Gast Louis

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Geschrieben

Hallo,

 

es wurde per MRT diagnostiziert, dass ich in einer Schulter diverse chronische Tendinopathien habe (Bizepssehne, Infraspinatussehne und Supraspinatussehne). Befund und Bilder sind auf digitalem Wege vom Radiologen an den Orthopäden geschickt worden und habe ich selbst nicht.

 

Ich solle isometrische Übungen machen, dann mehr oder weniger dieselben Übungen nur schwer und leicht (Heavy slow resistance training) und dann solle ich übergehen ins Plyometrische, Explosive. Da ich mich ja mit Training auskennen würde, schickte er mich wieder nach Hause und ich könne das alles ja googeln. Ich war so vorn Kopf geschlagen, dass ich erst zu Hause realisierte, dass er mir ruhig ein Rezept auf Physiotherapie hätte ausstellen können.

 

Nun kenne ich mich zwar grundsätzlich mit Training aus, bin aber nur ein "Pumper" und mit "Sehnentraining" und so kenne ich mich nun auch aus.

 

Jetzt habe ich mich schon dumm und dämlich gegoogelt und irgendwie nichts Brauchbares gefunden.

 

Welche isometrischen Übungen bieten sich denn bitte an?

 

Wie lange und wie oft sollte ein solches isometrisches Training gemacht werden? Wie lange muss eine Übung bzw. eine Position einer Übung gehalten werden, dass es effektiv ist?

 

Nach wie vielen Tagen oder Wochen kann ich zu diesem Heavy slow resistance training übergehen?

 

Und wann darf, sollte ich explosive Übungen machen?

 

Ist während der jeweiligen Phasen nichts anderes erlaubt, also z. B. während der isometrischen Phase keine normalen Klimmzüge oder Liegestütze?

 

Wobei z.  B. Klimmzüge oder Latzug und Liegestütze sich ja auch als isometrische Übungen eignen, oder?! Nur, in welchen Positionen dann jeweils halten? In der untersten, mittlersten und obersten Position?

 

Ist diese Halo-Übung beidhändig mit einer Kettlebell oder mit einer Kurzhantel einhändig je um den Kopf herum eine gute Übung für alle beteiligten Sehnen der Rotatorenmanschette und eignet sich besonders als schwere und langsame Übung?

 

Danke Euch.

 

LG

PS: Wäre super, wenn Ihr mir alle meine Fragen entsprechend beantworten würdet. Bin da zzt. ein wenig verloren. :-/ Danke!


Geschrieben

Guten Morgen Luis.

So kompliziert muss es gar nicht sein. Die Frage ist erstmal wie lange Du schon die Beschwerden hast und wo die Schmerzen sind. Der Unterschied ist natürlich daß Deine  Sehnen u.Sehnenansätze verletzt sind und nicht so strapazierfähig. Von daher kann man die Reize nicht so setzten wie sie beim Muskelaufbau üblich sind. Also pumpen bis zum Muskelversagen. Das Erste Ziel ist die Reduzierung des Reizzustandes, also die Heilung der Verletzten Struktur. 

Aus meiner Sicht brauchst du Trotzdem ein Rezept für Physiotherapie, da sich die Schmerzen nur so in den Griff bekommen lassen. Übungen dienen erstmal nur zur Heilungsunterstützung und daß das verletzte Gewebe einen speziellen Reiz bekommt um sich wieder aufzubauen. Sehr gut sind hier Therabandübungen geeignet zb. mit dem roten Band. Im Stand das Band diagonal hochziehen und die Außenrotatoren trainineren. Jetzt kannst du Googeln. 3x15 Wiederholungen.

Oder/ und du arbeitest mit kleinen Gewichten, nach vorne, seitliches Abspreizen wie du es ja im Gym kennst nur mit sehr viel geringerem Gewicht. Das wichtigste ist daß bei den Übungen kein starker Schmerz auftritt. Das ist Deine Orientierung.

Von diesem Ausgangspunkt kannst du das Gewicht steigern oder wieder reduzieren falls die Übungen zu schmerzhaft sind. Steigere dich langsamm. Denk dran es geht nicht um Muskelaufbau sondern um das erneueren von neuen Sehnen und Muskelfasern. Hypertrophie training erst dann wenn es keinen Schmerz mehr gibt, das ist dein Startschuß wieder ins pumpen überzugehen. Aber auch hier würde Ich erst mit wenig Gewicht arbeiten und dafür die Wiederholungszahl steigern. als 20-25 Wiederholungen 2-3 Sätze. Isometrisches Training ist quasi ein Training ohne Bewegung und dient dazu daß Muskulatur nicht mehr abbaut. Auch das integrierst Du einfach. Bei der seitlichen Abspreizung stellst Du dich einfach seitlich an die Wand und drückst deinen Arm gegen Die Wand oder in die Außenrotation und Armbeugung wo Du frontal zur Wand stehst

 

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Gast
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  • Beiträge

    • Gast MAR
      Hallo,   ich hoffe hier auf Hilfe, da ich bisher beim Orthopäden nicht wirklich weiter gekommen bin.   Ich habe seit 2-3 Monaten immer wieder starke Schmerzen im Bereich Po, Oberschenkelansatz innen. Adduktoren, Hüfte. Ich bin männlich, 30 Jahre und eigentlich gut in Form. Nachfolgend habe ich meine Beschwerden und mögliche Ursachen usw. zusammengefasst und hoffe dass mir jemand einen Tipp geben kann was es sein könnte und was ich tun kann.   Die Beschwerden traten erstmals einen Tag nach einer Trainingseinheit mit Pistol Squats auf. Die Übung wurde zuvor über mehrere Monate regelmäßig ohne Probleme ausgeführt. Ein akutes Trauma, Sturz oder ein plötzliches Verletzungsereignis während der Belastung wurde nicht berichtet.   ⸻   Verlauf   Zu Beginn entwickelte sich ein akutes Blockadegefühl im Bereich Hüfte/Leiste/Adduktoren. Die Schmerzen waren zunächst einseitig, breiteten sich im Verlauf jedoch auf beide Seiten aus.   Im akuten Stadium bestanden:   starke Schmerzen beim Gehen mit größeren Schritten - konnte kaum einen Fuß vor den anderen setzen deutliche Einschränkung beim Spreizen der Beine nicht möglicher bzw. stark schmerzhafter Einbeinstand deutlich eingeschränkte Gehfähigkeit konnte nicht mehr auf einem Bein stehen konnte nichts mehr heben   Nach einigen Tagen Ruhe kommt es zu einer deutlichen Besserung der Symptome. Bei erneuter sportlicher Belastung (u. a. Kniebeugen, Joggen, Fußball) treten die Beschwerden sofort wieder auf und bestehen anschließend erneut über mehrere Tage allerdings nicht so stark.   ⸻   Schmerzlokalisation   Die Beschwerden werden beschrieben im Bereich:   Gesäßfalte direkt unterhalb des Gesäßes am Übergang zum Oberschenkel medial (innen) zwischen den Beinen bzw. in der Leistenregion teilweise beidseitig    
    • Gast Seli
      Hallo, ich werde das morgen auf alle Fälle ansprechen mit dem TOS und dem Atlas. Wegen dem Atlas hatte ich ja Montag schon gefragt, aber irgendwie weicht jeder bei dem Thema Atlas aus, da kam ja nur als Antwort das sie denkt das es von der HWS kommt. Sie hat aber ja dann mal oben da wo der Schädelknochen ist rechts und links massiert, also für mich hat es sich so angefühlt wie massieren, was die genau gemacht hat weis ich ja nicht. War aber schon etwas fester. Naja ansonsten hat die an der Schulter oben und zwischen den Schulterblättern viel geknetet, aber eben auch sehr fest. Als ich mich gestern Abend ins Bett gelegt habe, hatte ich auch noch Schmerzen, da hat es auch paarmal bei den Rippen kurz gestochen. Heute ist mein Schwindel erfreulicherweise etwas besser, die Schultern spüre ich noch ziemlich und komischerweise habe ich heute zusätzlich noch ein ziehen im linken Oberschenkel hinten. Diese TOS Tests sind ja nicht gerade kompliziert, habe mal gegoogelt, da geht es ja hauptsächlich darum in bestimmten Positionen den Puls zu fühlen. Ich kriege halt auch keinen anderen Therapeuten dort, weil die alle ausgebucht sind, das ist das Problem. 
    • bbgphysio
      Hallo! Ich würde deine Therapeutin einfach mal darauf ansprechen ob Sie dich nicht auf ein TOS (Thoracid outlet syndrom) testen kann. Hier auch die 1.Rippe. und sich unbedingt auch den Atlas anschauen. Schwindel, Benommenheitsgefühle wenn alles abgeklärt ist aus ärztlicher Seite liegt fast immer an einer Atlasverschiebung.  Du kannst ja sagen daß Du einen Bekannten hast der ein erfahrener Physiotherapeut ist und das gesagt hat. Normalerweise muss eine Physiotherapeutin die Manuelle Therapie das untersuchen könnten. Wenn sie sich nicht auskennt dann würde Ich ganz frech sagen daß DU bitte einen Therapeuten, Therapeutin möchtest die sich da auskennt. 

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