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Heilpraktiker vs. Osteopathie


artur

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Geschrieben

hey leute bin im moment am ueberlegen eine der beiden Ausbildungen nachm Physio noch zu machen und mir im moment sehr unschlussig welche deshalb wollt ich mal eure meinungen gerne hoeren.

Fuer die Osteo steht meiner meinung nach das noch komplexere denken im bezug auf denn menschlichen koerper!

Fuer denn Heilpraktiker aber ganz klar das er im umfang kleiner sein wird zum lernen!

...


Geschrieben

Hallo Artur,
ich hatte ähnlich Gedanken nach meiner Ausbildung.Nach zwei Jahren Arbeit (etwas Berufserfahrung ist schon wichtig, aber keine 15 Jahre), habe ich mit der Osteoausbildung begonnen. Es ist viel zu lernen. Wenn du dann mal wieder endlos am lernen sitzt und dann feststellst, das du ohne den HP lange ackern wirst, um das verpasste Einkommen und die Kursgebühren wieder reinzubekommen, entwickelt sich eventuell auch der Gedanke den HP zu machen. Ich habs dann gleichzeitig gemacht, kann das aber eigentlich nicht empfehlen. Habe ein Jahr kaum gearbeitet, weil ich eigentlich für beides nur gelernt habe.

Zum HP: weniger lernen????? Es wird das Niveau des 2. Medizin Staatsexamens geprüft. Die Prüfung ist reine Schulmedizin, wenn du was "alternatives" von dir gibst, gefährdest du deine Prüfung, weil dich Amtsärzte prüfen. Nachdem du als HP so ziemlich alles darfst, können sie dich auch alles prüfen. z.B. "erzählen sie doch mal wie sie bei einer Tumorenfernung im Kopf vorgehen würden?" (gabs schon, da musst du dem Prüfer aber schon extrem unsympatisch sein :-))
Die bestandene Heilpraktikerprüfung bedeutet erst mal nur, dass du keine Gefahr für die Volksgesundheit bist. Welchen therapeutischen Ansatz du dann für dich wählst, obligt die dann.

Du kannst sowohl dein Physiowissen( :-) ) als auch des HP wissen extrem gut für die Osteoausbildung gebrauchen. Wenn du die Zeit, Nerven und Geld hast, würde ich dir empfehlen es nacheinander zu machen.

Wenn du dich für eines entscheidest, musst du für dich wissen, was du mit den Ausbildungen danach vorhast.

Mit nur dem HP bist du extrem flexibel, mit nur der Osteo hast du ein wahnsinns Wissen, hast aber dann Probleme es legal abzurechnen.

lg
Tobi

Geschrieben

Hallo Artur,

Ich befinde mich ungefähr in der gleichen Situation. Bei mir ist dann immernoch im Hinterkopf, das Heilpraktiker nach 2 Jahren dann ja aber schon vorbei ist und die 6 Jahre für Osteo find ich irgendwie extrem lang, weil ich ab und zu noch mit dem Gedanken spiele auchmal Volunteer in Mittel -oder Südamerika zu machen. Aber das ist etwas anderes.
Mir wurde auch schon von Kollegen gesagt, das es wohl hilfreicher ist wenn man einmal etwas Berufserfahrung hat und schonmal verschiedene Menschen mit ihren verschiedenen Geweben behandelt hat und das es eventuell auch gut wäre MT vorher zu machen, damit man exakter zu palpieren.

@ Tobi hattest du schon MT vorher oder danach gemacht? bzw was ist deine Meinung dazu?

Liebe Grüße,
Lisa

Geschrieben

Hallo Lisa,
ich habe garkeine MT. Meine Meinung dazu ist etwas gespalten.
Einerseits merke ich bei unseren MTlern, das einfach viele Begrifflichkeiten, Techniken und funktionellen Zusammenhänge bereits bekannter sind, aber das wird dir sonst auch zum Großteil in den Osteokursen beigebracht.
Für einige ist es wirklich das Problem, wenn du eine Technik bereits kennst und sie etwas anders geschult wird, oder du einen funktionellen Zusammenhang lernst, den du dann als MTler anders kennst, blockieren sich einige vor der anderen Denkweise. Nach dem Prinzip: das hab ich schon immer so gemacht und machs auch weiterhin so.
Bei den MTlern in meiner Klasse (ich spreche nicht allgemein) ist es z.T auch so, dass sie durch die MT sehr Strukturell denken und die Osteopathie manchmal halt nicht so denkt, sondern vielleicht genau das Gegenteil.
Zusammenfassend: du kannst viel von dem Wissen gebrauchen, es kann aber deine Unvoreingenommenheit gegenüber einer neuen Technik nehmen.

Ausserdem gibt es Osteopathische Techniken, die mit dem MT Ansatz garnichts zu tun haben. Palpieren zu können ist schon gut, aber zum Teil sehr viel anders (keine Wertung, nur anders!) als in der MT.
lg
Tobi

Geschrieben

Hallo,

danke fuer die anworten erstmal! und kann mich dem nur anschlesen das berufserfahrung von enormen bedeutung ist...

Mir ist es alt sehr sehr wichig zusammenhaenge noch besser zu verstehen und noch ganzheitlicher zu behandeln! Aber wie Lisa auch schon sagte die lange zeit und hohen kosten schrecken natuerlich erst doch mal zurueck!

Meine Tendenz ist momentan den HP zu machen und anschliesend den MT draufzusetzen! da ich dadurch zeitlich wesentlich flexibler waere... vom wissen bin ich mir einfach nicht sicher in wieweit die kombi an nen Osteo ranreicht..

lg

Geschrieben

Hallo Arthur!
Falls du dich entscheidest, nach der Ausbildung gleich MT zu machen, kann ich Dir empfehlen den MT bei der Physioklinik im Aitrachtal zu machen, weil die viele Ausbilder haben, die selbst Osteopathen sind! Ich mach dort grad den Manualtherapeuten und bin froh, dass ich mich dafür entschieden hab. Toberman hat wohl teilweise recht, aber Manuelle ist ja auch nicht gleich Manuelle. Meine Kollegin macht den MT bei Maitland und dort wo ich mach unterrichten sie nach Kaltenborn und auch viel mit "osteopathischen Techniken" auf Grundlage der Biomechanik! Da muss man nur Anatomie verstehen und nix auswendig lernen- find ich gut!
Hatte auch überlegt, den Heilpraktiker gleich nach der Ausbildung zu machen, aber Geldmangel...wär gut gewesen zu machen solang man das Wissen vom Staatsexamen frisch gelernt hat. Man vergisst ja doch schnell wieder viel. Bin echt glücklich jetzt durch die MT-Ausbildung wieder die Biomechanik so genau zu lernen und auch die ganzheitlichen Zusammenhänge!
Also viel Erfolg!
LG, Steph

Geschrieben

Hallo Artur,
bezüglich der Frage ob die Kombination an die Osteopathie "heranreichen" kann. Vorweg: Osteopathie ist keine Magie. Das wird im Moment etwas glorifiziert. Es ist super gut, hat aber wie alles seine Grenzen.
Wenn du die HP Prüfung bestehen willst, wirst du schulmedizinisch definitiv mehr lernen müssen als du schulmedizinisch in einer Osteoausbildung beigebracht bekommen kannst. Das würde den Osteo Rahmen einfach unglaublich sprengen. Somit erstetzt die Osteoausbildung nicht das Lernen auf den HP.
Osteopathie besteht ja aus, mal grob, drei Teilen. Parietal ist im Prinzip das selbe wie MT. In der MT lernst du aufgrund der Ausschliesslichkeit denke ich sogar noch mehr Techniken und bestimmt genausoviel funktionelles Verständnis.
Was dir in der MT aber einfach fehlt ist der Cranioteil und die Viszerale Osteopathie (Arbeit mit Organen)
Ausserdem kommen dann noch ein paar Techniken dazu, die dann eben typisch Osteopathisch sind und nicht so wirklich in eine Kategorie passen.
lg
Tobi

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Gast
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  • Beiträge

    • bbgphysio
      Guten Morgen! Ein Schwindel der vom Gleichgewichtsorgan im Innen Ohr kommt, wo auch der Lageschwindel dazugehört geht eigentlich immer mit einem Drehschwindel einher. Dabei kann das Organ durch entzündungen direkt betroffen sein einschließlich seinem dazugehörigen nerv oder die sog. Bogengänge sind das Problem. D.h. kleine steinchen haben sich gelöst und schwimmen nun in diesen Röhrchen rum wo sie nicht hingehören. Flimmerhärchen werden gereizt was zu lageabhängigem Schwindel führt da  die Bogengänge Kopfbewegungen dem Gehirn regiestrieren. V.a. beim Hoch und runterschauen kommt es dann zu einem Drehschwindel. Das klinische Bild pass hier aber nicht rein.   Hast du schon einmal ein Kopf CT gemacht Matze? WEnn ja vielleicht hab Ich das überlesen Wenn hier alles in Ordnung ist dann Tippe Ich eher auf ein Problem der oberen HWS. Hattest Du schon einmal ein Schleudertrauma gehabt oder ähnliche Traumatas am Kopf? Die Symptome sind typisch für eine Irritation der Art.Vertebralis. Es kann sein daß dein Atlas (1.Halswirbel) verschoben ist, oft ist er nach vorne geglitten. Auch das Herzrasen spricht dafür daß es sich eher um eine Kompression von Nervenstrukturen handel. Das Herz wird unter anderem von der Brustwirbelsäule vegetativ versorgt, aber auch oben an der HWS durch eingeklemmte Wirbel kann es zu Beschwerden kommen
    • Gast Matze
      Hallo zusammen. ich leide seit ca. 6 Jahren an einem Problem das sich wie folgt äußert. Dauerhaftes Wirr Gefühl/Watte im Kopf/Kopfenge das Gefühl das sich im Kopf alles zusammen zieht  , in schlimmeren Fällen auch mit Schüben das bei mir sogar Herzrasen auslösen kann. Speziell beim Sport aber auch beim Einschlafen manchmal.    Bei mir fing es vor 6 Jahren damit an , als ich aus einer Wirtschaft herausgelaufen bin und plötzlich ein extrem komisches gefühl in meinem Kopf bemerkte . Es war nicht direkt ein Schwindel , eher so ich nenne es immer extremes Wirr Gefühl , Benommenheit Watte im Kopf. Das Gefühl wurde so stark das ich dachte gleich gehen die Lichter aus. Danach habe ich mich auf den Boden gesetzt und auf den RTW gewartet. Im KH wurden ein paar Tests gemacht , aber alles schien in Ordnung.   Ich habe eigentlich alles schon ausprobiert Ärtzlich gesehen. Schädel MRT + Hirnströmen messen + Elektronen an beinen und Kopf , dazu wurde das schnelle aufstehen getestet was mein Blutdruck sagt. (Alles war in Ordnung) HNO Lagerschwindel Test und ein weiterer Test mit Wasser in den Ohren. (Alles war in Ordnung) Lungenarzt Lungenfunktionstest durchgeführt . Lungenvolumen lag bei 130% also sehr gut. Lungen geröngt (Alles war in Ordnung) Augenarzt spezieller Test wo ich mit den Augen an einem Gerät folgen musste. Sehstärke überprüft (Alles war in Ordnung) Extrem viele Blutwerte Testen lassen gegen so ziemlich alles . (Alles war in Ordnung) Kardiologe Herzultraschall und 24/7EKG (Alles war in Ordnung) MRT von Halswirbelsäule (Alles war in Ordnung) Trotzdem mehrfach schon Physio gemacht , bringt alles nichts.   Bestimmt noch einiges mehr . Mir fällt es nur gerade nicht ein.   Jetzt bin ich auf eine Diagnose selbst gestoßen , die es meiner Meinung nach zu 95% beschreibt. Und zwar ist das "Funktioneller Schwindel, auch PPPD genannt".   "Funktioneller Schwindel, auch PPPD genannt". ------------------------------------------------------- Häufige Symptome im Kopf Benommenheit & Wattegefühl: Der Kopf fühlt sich oft benebelt, wie betrunken oder „wie in Watte gepackt“ an. Druck- oder Kappengefühl: Viele Betroffene berichten von einem Druckgefühl im Kopfbereich, das sich anfühlt wie eine zu enge Kappe oder ein Schraubstock. Visueller Schwindel: Die Beschwerden nehmen beim Betrachten von Mustern (z. B. Streifen) oder sich bewegenden Objekten zu. [1, 2, 3]"   Typische Auslöser PPPD entsteht oft nach einem akuten Schwindelereignis, wie etwa einem Lagerungsschwindel, entzündlichen Gleichgewichtsstörungen oder Panikattacken. Danach bleibt die Unsicherheit bestehen, selbst wenn die ursprüngliche Ursache abgeklungen ist. [1, 2, 3, 4]   Typische Auslöser PPPD entsteht oft nach einem akuten Schwindelereignis, wie etwa einem Lagerungsschwindel, entzündlichen Gleichgewichtsstörungen oder Panikattacken. Danach bleibt die Unsicherheit bestehen, selbst wenn die ursprüngliche Ursache abgeklungen ist. [1, 2, 3, 4]     Vorallem bei dem Punkt "Typische Auslöser"  Genau das war eingetroffen , und seit dem das passiert ist , lebe ich mit diesem schrecklichen Gefühl im Kopf. Es vaiert gibt besser und schlechtere Tage. Allerdings ist Watte Gefühl bzw benommenheitsgefühl immer da!   Ich wollte mir einfach mal eine weitere Meinung einholen. Ich bin echt schon am verzweifeln.   liebe Grüße Matze
    • Alex Inspire
      Hallo zusammen,   ich möchte gern eine fachliche Frage in die Runde geben: Welche physiotherapeutischen Ansätze haltet ihr bei Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) langfristig für sinnvoll?   Mich interessieren vor allem Erfahrungen zu Beweglichkeit, Dehnung, Atemphysiotherapie, Erhalt von Funktionen und der Frage, wo Therapie eher unterstützt und wo sie möglicherweise überfordert. Gerade bei einer fortschreitenden neurologischen Erkrankung finde ich spannend, wie Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten hier den richtigen Rahmen einschätzen.   Ich beschäftige mich mit dem Thema auch auf meiner Website alexinspire.de und möchte dazu gern fundierte Perspektiven und Erfahrungen sammeln.   Danke euch. Alex

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