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Guest Philipp B

LWS, HWS, ISG & etliche Verspannungen (Beckenschiefstand -> Beinl

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Guest Philipp B

Servus zusammen,

 

Bevor ich mit meiner "Story" anfange kurz zu mir: Ich bin vor kurzem 24 Jahre alt geworden und studiere Ing. - Elektrotechnik. Zurzeit bin ich in Stuttgart bzw. Weissach ansässig (vorher Köln) wegen eines Praxissemesters bei Porsche. Grundsätzlich gab es bei mir nie große Probleme mit meiner Gesundheit. Als Kind ein paar Lungenentzündungen, mal etwas mit den Mandeln aber nie was gravierendes / bleibendes. Meine Blutwerte waren bis dato auch immer völlig i.O., unter Allergien leide ich ebenso nicht.

 

Ich habe in meiner Kindheit relativ viel Sport betrieben und Bewegung gehabt. 7 Jahre Judo, 2 Jahre Tennis, war viel draußen, auf Bäume geklettert, rumgeturnt wie ein gesundes Kind und hatte nie Probleme mit meinem Körper.

 

Ich habe mir in meinem leben noch nie was gebrochen. Die einzigen Verletzungen die ich mir an den Beinen zugezogen hatte waren diverse Prellungen am / um das Knie durch diverse Stürze und auf der linken Seite einen Muskelanriss in der Wade, woraufhin ich ca. 1 Monat einen Gips tragen musste.

 

Heute sieht das leider ganz anders aus, mein gesamter Bewegungsapparat / Körperstatik ist dahin. Ich leide im Alltag mittlerweile stetig unter Nackenschmerzen durch starke Verspannungen / Fasziale Verhärtungen, oftmals auch LWS-Schmerzen, oft nach dem Schlafen am Morgen, nach langen Standzeiten oder nach gewisser Zeit auf dem Fahrrad.

 

Das alles begann etwa vor 6 Jahren, mit ca 17, nachdem ich mit dem Kraftsport im Fitnessstudio begonnen hatte. Ich merke nach einer gewissen Zeit vermehrt, das meine rechte Schulter schmerzte bei drückenden Übungen. Irgendwann machte sich dann auch mein Nacken bemerkbar. Das ging so weit, dass man sogar optisch erkennen konnte, dass der linke Nacken deutlich ausgeprägter war / ist.

Immer wieder hatte ich den Sport dann aufgegeben wegen den zunehmenden Problemen und wieder begonnen im Wechsel.

 

Nach einigen verschiedenen Orthopäden, Physiotherapeuten und Heilpraktikern war dann klar -> ich habe einen Beckenschiefstand und eine Beinlängendifferenz. Ob es nun rein funktionell ist oder doch strukturell oder eine Mischung aus beidem kann ich bis heute nicht sagen weil ich immer wieder verschiedene Meinungen anhören musste. Röntgenbilder gab es nur von der Hüfte und LWS -> das bat in diesem Sinne nicht viel Aufschluss. Zuletzt unterzog ich mich einer Optischen Wirbelsäulenvermessung. Diese ergab wohl eine Beinlängendifferenz von 2cm (Rechts 2cm kürzer als Links). Die mir verschrieben Einlagen habe ich nun aktiv ca. 2 Monate getragen und mich in diesem Zeitraum auch deutlich mehr bewegt im Sinne von Spaziergängen zur Arbeit und nach der Arbeit. Das Thema CMD und falscher Biss kam auch schon zur Sprache - da dort auch nicht alles 100% Ideal ist. Allerdings nicht so dramatisch und angeblich nach einigen Tests keinen Einfluss auf mein Becken hat. 

 

Leider muss ich nach den 2 Monaten feststellen das die Situation definitiv nicht besser wurde. Ich würde nicht behaupten das es schlimmer ist als zuvor, aber nun spüre ich auch vermehrt Probleme mit meinem rechten ISG, besonders beim spazieren und nach dem sitzen, wenn ich dann in Bewegung komme.

 

Ich bin so langsam wirklich verzweifelt und habe Angst nun ewig damit Leben zu müssen.

Ich bin nun seid Monaten auch verzweifelt auf der Suche nach einem Experten auf dem Gebiet um endlich Klarheit zu schaffen, weiß aber nicht wo ich da am besten ansetzen soll.

 

Am liebsten wäre mir eine vollständige Röntgenaufnahme meiner Beine, sodass ich schwarz auf weiß sehen kann, inwiefern meine Knochen die Ursache sind und inwieweit die ganzen muskulären Verspannung dort zusätzlich eine Rolle spielen.

 

Das es eine reine strukturelle Differenz ist, wage ich zu bezweifeln, da ich sonst vermutlich auch vor dem Alter von 17 bemerktbare Probleme hätte haben müssen. Meine Vermutung liegt daher darin, dass ich durch eine strukturelle Differenz von vlt. 1cm und falschem Training durch zu viel Gewicht und asymmetrische Belastung das ganze negativ begünstigt habe und nun durch eine Kombination aus beidem auf die besagten 2cm komme?

Die Muskeln und Faszien sind mittlerweile so verhärtet, dass sich diese auch nach exzessiven Trigger Behandlungen und Faszien rollen kein stück lösen lassen.

 

Ebenso ist mir nun auch noch aufgefallen das meine Kopfhaltung / Position nicht passt und mein Hals leicht schief und verdreht ist um meinen Kopf / Augen gerade auszurichten. In meinem Gesicht ist mir besonders auf Bildern auch eine deutliche Asymmetrie aufgefallen. Es wird so als würde meine rechte Gesichtshälfte etwas herunter hängen. Würde mich nicht wundern das dies durch die Verspannungen und Blockaden in der HWS / Nacken hervorgerufen wird. Demnach hat das ganze zu den Schmerzen und Einschränkungen auch noch "optische" Folgen - sofern meine Selbstdiagnose da greifen kann.

 

Ich hoffe inständig hier irgendwie auf Hilfe zu stoßen um endlich damit aufzuräumen und mich wieder gerade zu biegen um wieder ein beschwerdefreies Leben führen zu können. Zu den ganzen Rücken und Nackenschmerzen kommen nämlich auch nicht gerade selten Kopfschmerzen hinzu.

Auch meine Psyche macht einiges mit. Ich denke da auch, nicht nur bedingt durch meine vielen Gedanken über das Thema, sondern auch durch die Blockaden und Nervenenden der Wirbelsäule, die zum Kopf führen und dort sicherlich auch eine gewisse Beeinflussung mit tragen.

 

Da ich Student bin sind meine finanziellen Mittel natürlich etwas beschränkter und bin bloß gesetzlich versichert. Allerdings habe ich mittlerweile bestimmt für etliche Zusatzkosten gut 1000€ heraus geworfen um mir immer wieder Spekulationen und Möglichkeiten anzuhören, die ich bereits wusste und mir selbst anlesen konnte.

 

Welche Möglichkeiten habe ich, an eine Röntgenaufnahme meiner Beine zu kommen, für mehr Klarheit? Was könnte hier noch ein Zielführender Ansatz sein?

 

Ich habe noch viel von Atlas- & ISG- Korrekturen gelesen, sowie der Dorn-Methode. Evtl. hilft mir ja ein Zusammenspiel aus betreuter manueller Therapie + eigenständige Dehnübungen?

 

Beste Grüße,

Philipp B.

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Guest Philipp B

Anmerkung: Eine leichte Skoliose, gut Sichtbar im LWS-Bereich hat sich ebenfalls ausgebildet. Ich schätze etwas um die 8-9 Grad. 

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Moin

ist ja eine ganz schöne Geschichte.
Hat dich denn mal ein Physio einfach Übungen machen lassen und diese immer wieder korrigiert?
Wenn alles mit dem Krafttraining angefangen hat, würde ich mich darauf stürzen.
Falsch trainieren, kann dich sehr schäden - richtig trainieren kann dich lange fit halten.

Welche Fehler du im Training gemacht hast, wird jetzt keiner mehr sagen können.

Eine Mischung aus gezielten Übungen und gezielten Entspannungen halte ich da für sinnvoll.

Da durch die Jahre sicher verschiedene Fehlstellungen dazu gekommen sind, würde ich da anfangen wo es gerade am schlimmsten ist.
Das scheint bei dir der Nacken zu sein?

Mit einem Röntgenbild siehst du relativ wenig und würde mir die Kraft schenken mich dafür zu bemühen.
Da du soweit erstmal keine neurologischen Symptome angibst würde ich das auch erstmal vernachlässigen ein MRT zu machen.

Die Frage bei Bildgebung ist immer, was sagt sie uns?
Nur weil dein Becken 2cm Abweichung hat, muss das kein Problem darstellen.

Es ist relativ schwierig das hier anzufangen, dafür bräuchte man dich vor einem um das mal zu sehen und anzufassen.

Mein erster Ansatzpunkt wären gezielte Übungen und Muskelentspannung - um eine schöne Balance hinzubekommen sowie mehr Lebensqualität.

LG

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Guest Tara

Lieber Philipp B,

danke fuer deinen Beitrag. Ich leide unter den selben Problemen. Da fuehlt man sich schon weniger allein.

Bin 40 Jahre alt, zuerst immer staerkere Schmerzen im Nackenbereich mit einseitigem Spannungskofschmerz, spaeter Smerzen im Beckenbereich und schliesslich muskulaere Blockaden am Morgen (Fast jeden heiligen Tag). 

Mittlerweile festgestellte Beinlaengendifferenz 1,2/1,5 cm (Differenz der Laenge zwischen den beiden Beinen scheint niemand genau beziffern zu koennen - im Roentenbild gesamte Wirbelsaeule im Stehen: 1,2 Beckenschiefstand, 1,8 Schulterschiefstand zur Kompensation) sieht man auch auf Fotos und wie du sagst sogar im Gesicht, Beckenschiefstand, Beckenrotation, skolitische Veraenderung der Wirbelsaeule, Schultertiefstand auf der Seite an der das Becken hoeher steht. Starke Rotation beim Gehen. Kieueberdehnung am kurzen Bein. Bandscheibenproblem im LWS-Bereich. Sklerose der Wirbelkoerper. Nur an dieser einen Stelle. 

Ich schliesse eine reine Beckenverwringung aus und denke sie hat sich durch die fehlende Strukur am Bein ausgebildet.

Mein Leben lang Gefuehl von Instabilitaet, schwere Angstzustaende, Energie"Loecher".

Lange wenig Bewegung, dann nach Beginn mit etwas Training (ohne Gewichte, nur schnelle Spaziergaenge), mit dem Versuch die Uebungen "gerade" auszufuehren und die Beine zu zwingen in der selben Position zu stehen. Schlimme Folgen, staerkere Schmerzen, chronische Schmerzen. Auch im Stehem, Sitzen, Liegen.

 

Ich unterschaetze das nicht mehr. Hast du das Gefuehl, dass du trotz Einlagen rotierst beim Gehen?

Habe das eventuell das selbe Gefuehl.

Ich denke Leute wie wir, gehen seit der Kindheit mit dem kurzen Bein nur auf der Fussvorderseite, damit beginnt die Beckenrotation um zu kompensieren.

Schlimme Folgen bei mir von Beckenlift und Squat. Habe bemerkt, dass da die Rotation besonders stark ist, da die Fersen natuerlich am Boden sind und durch die Laengendifferenz ergibt sich eine Fehlhaltung.

 

Kannst du dazu was sagen?

 

Vielen Dank

Tara

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Guest
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    • Guest Vito
      Ich lege mal Veto ein! Nicht generell, aber grundsätzlich!   Das mit den Anpressdruck in den ersten zwei Wochen sehe ich genauso, aber warum sollte die verkümmerte Muskulatur nicht mit kleinsten Bewegungen ab der dritten Woche trainiert werden? Z. B. das An-/Hochziehen der Kniescheibe?   Und ich lese das mit der Orthese so, dass nur in den ersten zwei Wochen das Knie ruhig gestellt werden soll. Wie soll das auch bitte danach gehen? Soll der Patient je zwei Wochen fix in 40 bzw. 90 Grad Flexion rumlaufen, das betroffene Bein bzw. Unterschenkel aber nicht in Extension bringen dürfen? Dann ist er ja sozusagen dreinbeinig unterwegs und u. a. der m. biceps femoris verkürzt stark. Das mit der Orthese wird so gemeint sein, dass max. bis 40 bzw. 90 Grad als Begrenzung gebeugt werden darf, aber nach vorne darf sehr wohl bis 0 Grad gestreckt werden.   Bin auf Austausch gespannt.   Kollegialer Gruß
    • Guest Sylvia
      Edit:   "dass genau aus den gen. Gründen (Anpressdruck ...) AUẞER Physio und die Bewegungsschiene nichts gemacht werden sollte."
    • Guest Sylvia
      Servus,   ich kenne es von einem befreundeten Chirurgen, von dem ich auch regelmäßig Patienten habe, dass genau aus den gen. Gründen (Anpressdruck ...) Physio und die Bewegungsschiene nichts gemacht werden sollte. Daher empfiehlt mein Freund auch die Bewegungsschiene im Falle eines retropatellaren Knorpelschadens erst ab der 3. Woche post-OP. Die Oberschenkelmuskeln müssen bewusst zurückgebildet werden. Die werden ja ruckzuck wieder da sein. Nach passiven Bewegungen und Mobilitätsübungen in der Physio kommen dann Stabilitätsübungen und erst danach Muskel-/Kraftaufbau.    Wenn Dein Patient diese Übung des Kollegen gemacht hat, könnte das kontraproduktiv (gewesen) sein, was zu anderen Problemen führen kann (mangelnde Stabilität des neuen Knorpels und Knorpelgenerats). Könnte, nicht muss!    Manchmal ist weniger mehr!   LG

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