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Hallo zusammen,

am 30.04.2018 hab ich (40+) mir durch einen Mountainbikeunfall den rechten Oberarm kurz unterhalb der Oberarmkopfes gebrochen.
Es war eine mehrfragmentäre Humerusfraktur mit Head Split rechts, und der Bruch wurde durch eine Plattenosteosynthese fixiert (siehe Foto).

Heute,  fast 9 Monate nach dem Unfall geht es mir wirklich erstaunlich gut. 
Zusätzlich zu der Physiotherapie (leider ja nur 2 x 20 Minuten in der Woche, und leider auch mit Unterbrechungen wegen der Krankenkasse) gehe ich zusätzlich schwimmen
und mache Übungen zuhause.

Ich kann der Arm wirklich in alle Richtungen bewegen, Nackengriff etc. ist alles kein Problem, selbst den BH kann ich wie früher hinten öffnen und schliessen.
Ich kann den Arm auch locker hinter den Kopf legen und die Schmerzen sind im Vergleich zu den Anfängen wirklich erträglich.

Aber meine Frage hier an die Experten ins Forum ist: soll ich die Platte entfernen lassen JA oder NEIN?
Mein Orthopäde sagt immer "wenn das meine Schulter wäre, ich würde es drin lassen, das Risiko das bei der Entfernung sich was verschlimmert wäre immer gegeben".

Ich fühle mich wie gesagt schon erheblich besser, aber die Stelle wo die Platte sitzt schmerzt bei manchen Bewegungen im Alltag, sogar beim Haare waschen. Oder auch wenn ich beim Autofahren einfach für ein Dankeschön-Handzeichen den Arm hebe tut es weh.

Meine Einstellung ist eigentlich das ich keine Fremdkörper im Körper haben möchte; aber natürlich habe ich auch keine Lust auf eine OP mit Vollnarkose und nochmal aufgeschnitten zu werden.
Die Narbe ist ja das zweite Thema. Die ist über 14 cm lang und ich habe in den letzten 9 Monaten alles gegeben um sie geschmeidig zu machen. Aber morgens wache ich immer mit einem heftigen Spannungsgefühl auf. Ich hoffe das sich das auch noch verbessern wird. Bei einer zweiten OP würde wieder alles von vorne anfangen.

Ich hab schon eine zweite Meinung eingeholt und einen zweiten Orthopäden gefragt; der sagte auch die Platte bleibt drin wenn es nach ihm geht.
Meine Physiotherapeuten hingegen sagen immer das aus deren Erfahrung die Patienten eine erhebliche Verbesserung nach dem Entfernen verspüren.

Ich bin total unschlüssig und neugierig was ihr dazu sagt.

Lieben Dank schon mal im voraus

Liebe Grüße
Biggi



 

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Entschuldige Biggi,
ich habe dein Posting total überlesen. Schade, dass sich noch niemand dazu geäußert hat ?
Also, mir kommt es etwas seltsam vor, dass die Orthopäden eine Entfernung der Platte nicht befürworten. Es spricht eigentlich nichts dafür sie drin zu lassen, außer deine Knochen sind porös und du bist schon über 80!
Du hast Recht, es ist ein Fremdkörper der eigentlich raus sollte. Nach meiner Erfahrung ist es so, dass 70% meiner Patienten, nach Jahren Probleme damit bekommen haben. Am schlimmsten sind die Synthesen am Fuß, Schienbein/Wadenbein wo weniger Muskelgewebe darüber liegt. Das Hauptproblem ist, der Knochen gewöhnt sich an die Entlastung und baut ab. Dadurch entsteht mit der Zeit eine Verschmälerung des Knochens und die Schrauben können rausschauen und Nerven und Gewebe reizen. Außerdem birgt das Metall langfristig gesundheitliche Risiken, wie etwa eine erhöhte Neigung zu Knochenbrüchen oder Infektionen. Man sollte allerdings mit der Entfernung nicht zu lange warten, da der Zugang zu Schrauben durch Verwucherungen, Vernarbungen und Überbauung durch Knochenmaterial für den Operateur nicht einfacher wird!

Ich hoffe, ich konnte dir als Entscheidungshilfe etwas dienen ;)

Viel Glück!!!

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Sorry, dass Ich mich jetzt erst melde war krank!☹️ Da geb Ich aber Dem Kollegen recht. Im Moment sieht es doch so aus. Die Physios sind für Plattenentfernung, die Ärzte wollen sie drinlassen.  Bei einer älteren Frau ist es verständlich, aber du bist noch jung. Willst du dein ganzes Leben lang Metall im Körper haben Biggilino? Solange die Schrauben drin sind können die Schraubenlöcher nicht heilen,d.h das Knochenmark ist durch Metall ersetzt.Ich kann mir nicht vorstellen dass dies auf Dauer so gut ist wenn man bedenkt dass sich knochenzellen ständig neu bilden. Es ständig einen Stoffwechsel gibt im Knochen. Metall hat diese Eigenschaft nicht. Natürlich muss die Fraktur komplett verheilt sein. Wenn dies der Fall verstehe Ich einfach nicht warum die Ärzte so dagegen sind. Die Plattenentfernung ist doch dann kein so komplizierter Eingriff mehr. Du Beschreibst ja selbst noch Schmerzen und ein unangenehmes Spannungsgefühl unter der Narbe. Unter der Narbe läuft direkt die Platte. Hier ist wenig Fleisch. Das Spannungsgefühl wird durch die Platte verursacht die das Bindegewebe auf starken Zug hält. das dies mit der Zeit nachlässt bezweifle Ich ehrlich gesagt solange die Platte darunter sitzt. Die Fraktur ist normalerweise schon  geheilt und kann die Schmerzen nicht verursachen. Klar muss nochmal vom Physio getestet werden welche Strukturen den Schmerz hervorrufen. Aber Ich will es nicht ausschließen dass auch hier die Platte schuld ist. Diese kann immer im Bewegungsablauf stören und wo drücken. L.g

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Guten Morgen,

und vielen lieben Dank für die beiden Antworten!

Ich habe nächste Woche wieder einen Termin bei meinem Orthopäden und will das Thema nochmal zur Sprache bringen.

Ich halte euch auf dem laufenden.

LG
Biggi

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Hallo, ich hatte eine subkapitale Humerus Mehrfragmentfraktur rechts AO 11-A3. Gemacht wurde  Rekonstruktion der Gelenkfläche, Aufrichten des Kopfes, Naht der Rotatorenmanschette und Stabilisierung mit winkelst. Platte 3 Loch. Die OP war vor 3 Wochen, bin in Physio und trainiere viel zu Hause. Die Ärzte sind mit der Beweglichkeit sehr zufrieden. Ich komme seitlich auf 90 Grad, ABER wenn ich den Arm nach vorne ausstrecke, kommt die Schulter mit nach vorne, bzw. oben. Insgesamt steht die betroffene Schulter weiter vorn. Bewegungen nach vorne kommen mir leicht blockiert vor und sehen auch komisch aus, weil die Schulter mit hoch kommt, ich mich aber auch bei größter Anstrengung nicht anders bewegen kann. Hängst das mit dem Supraspinatus zusammen? Wie lange muss ich mit diesem gestörten Bewegungsbild rechnen? Lösen sich OP-Fäden noch auf, die innerlich verwendet wurden? 

Vielen Dank für Antworten im voraus.

 

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Hallo,
nein, ich denke bei einer Schulterbewegung etwas komplexer. Der Supraspinatus gehört zur Rotatorenmanschette und gilt als Startermuskel für die Armbewegung. Außerdem, zusammen mit anderen Muskeln, als Armheber bis 90° und als Stabilisator für das Schultergelenk. Ich denke nicht, dass alleine dieser Muskel deine Bewegung beschränkt.
Es ist zwar nicht einfach die Problematik blind zu beurteilen, aber ich denke da spielt das muskuläre Gleitlager am Schulterblatt eine entscheidende Rolle! Außerdem könnten bei so einer schweren Läsion Blockaden im Halswirbel und Schlüsselbein die freie Bewegung mit behindern.
Kontrakturen durch Narben und wochenlanger Ruhigstellung/Entzündungen des Gelenks können zusätzlich noch das Kapsel-Bandapparat des Schultergürtels geschrumpft haben. Ich denke du brauchst noch etwas Zeit und Vertrauen in deine Therapeuten. So ein schweres Schultertrauma kann sich gut und gerne ein Jahr hinziehen!!!

Gute Besserung, das wird schon wieder (;))

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Achja, zu den Fäden noch.
Die bestehen aus organischem (resorbierbarem) Material, meistens aus Seide und lösen sich in der Regel nach ein paar Monaten auf.

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Vielen Dank für die Antwort. Mein Physio hat gestern mit mir Übungen begonnen zur Rotation. Ging sehr schwer, besonders die Aussenrotaion. Zu Hause habe ich einen Schulterstuhl, der nur für Ab/Aduktion eingestellt ist. Nun habe ich beim Chirurgen angerufen und dieser meinte, die Rotation soll erst 6 Wochen nach OP begonnen werden. Ein Muskel wurde über die Platte gelegt und an 2 Stellen befestigt, dies verursache, dass die Schulter nach vorne steht. Wie gesagt, zur Seite geht auf 90 Grad ohne Einschränkung oder Schmerz. Der Arm war nur 5 Tage vor OP ruhiggestellt und danach ging es gleich mit Physio los. Welche Muskeln sind für die Rotation zuständig? 

Liebe Grüße

 

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vor 2 Stunden schrieb schulter19:

Nun habe ich beim Chirurgen angerufen und dieser meinte, die Rotation soll erst 6 Wochen nach OP begonnen werden.

...das ist in der Regel auch erst ab der 7. Woche erlaubt, genauso das bewegen der Schulter über 90° und der lange Hebel mit gestrecktem Arm!
Außer der Chirurg hat schriftlich etwas anderes festgelegt! Es gibt allgemein geltende Behandlungsstandards für Physios, nach dem man sich eigentlich richten sollte, wenn man keinen Behandlungsplan vom Krankenhaus bekommen hat. Soll ich sie dir verlinken?

 

vor 3 Stunden schrieb schulter19:

Der Arm war nur 5 Tage vor OP ruhiggestellt und danach ging es gleich mit Physio los.

...das kann schon sein, trotzdem hat man während der Heilung eine Entzündungsphase, dass die Gelenkskapseln schrumpfen lassen kann. Oder hast du entzündungshemmende Medikamente genommen?

 

vor 3 Stunden schrieb schulter19:

Welche Muskeln sind für die Rotation zuständig?  

...es gibt die für die Innen- und welche für die Außenrotation. Hier hast du eine ausführliche Beschreibung...
https://ypsi.de/die-rotatorenmanschette-anatomie-aufgaben-und-training/?cookie-state-change=1556285190628



 

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Zuerst habe ich Ibu flam 600 genommen vor der OP und danach Voltaren Resinat, dies konsequent bis Anfang der Woche. Der Arm ist gut abgeschwollen und die Hämatome verschwunden. Zuerst war der Bizeps total eingefallen und der Arm dünner, das baut sich gerade langsam wieder auf. Nachst bentuze ich so etwa die halbe Nacht Gilchrist, um den Arm wirklich ruhen zu lassen. Danach halte ich es in fixierter Position kaum noch aus und schlafe ohne weiter. Für die Verlinkund des Bahandlungsplanes wäre ich dankbar. Mein Physio ist super, vermutlich hab ich ihn verrückt gemacht, weil ich bemerkt habe, dass die Rotation im Bewegungsbild fehlt. Jetzt bin ich etwas beruhigter, da diese Bewegung noch gar nicht vorgesehen ist. Kann ich nach 6 Wochen OP mit voller Beweglichkeit rechnen? Mein Zeil danach wäre es, wieder Kraft in den Arm zu kriegen. Merci : )

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Ich habe bisher auch nur gutes nach einer Entfernung erlebt, jedoch ist jede OP ein Risiko aber danach finde ich sollte man nicht gehen. Die Narbe wird bestimmt nicht so schön wie sie war aber man kann sie schön pflegen:) 

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Hallo, nun bin ich in Woche 5 nach der Op angelangt und die Schulter bewegt sich noch immer stark mit nach oben, wenn ich den arm hebe. Das Schulterblatt hinten steht stärker raus und die Schulter steht noch immer weiter vorne. Dadurch ist das ganze Bewegungsbild gestört und es hat Auswirkungen auf den gesamten Rücken. Der Arzt, den ich gestern dazu befragte, meinte, es könne sein, dass die Platte oben ein Engpass macht, weil sie 3 mm dick sei (Carbofix) und dies so bleibe. bis man sie entferne. Dies sei ab dem 6 ten Monat möglich. Ich denke, dis dahin werde ich einen völlig verrenkten Rücken haben und es kommt zu falschen Bewegungsabläufen. Damit kann ich mir gar nicht vorstellen, arbeiten zu gehen usw. Welche Erfahrungen gibt es hierzu, kann ich erwarten, dass sich das noch bessert.? Röntgenbilder geibt es erst nächste Woche , um zu beurteilen, wie genau der Stand ist. Bin beunruhigt, denn der Stand heute kommt einer Behinderung gleich. Merci im Voraus!

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vor 3 Stunden schrieb schulter19:

Der Arzt, den ich gestern dazu befragte, meinte, es könne sein, dass die Platte oben ein Engpass macht, weil sie 3 mm dick sei (Carbofix) und dies so bleibe. bis man sie entferne.

...das kann gut möglich sein. Das Problem hört man immer wieder von Patienten mit Plattenosteosynthesen. Sie können auf einen Nerv oder Muskel drücken. Das ist aber meistens reversibel, das bleibt nicht so. Du brauchst dir keine Sorgen zu machen ;)
Du solltest trotzdem auf eine korrekte Ausführung der Übungen und Bewegungen achten, auch wenn das nicht so klappt wie man möchte, um Ausweichbewegungen und ein Anbahnen falscher Bewegungsabläufe zu verhindern!
Ich hoffe der Arzt hat dir weiter KG verordnet?

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Danke für die Antwort. Ich werde die KG auf jeden Fall weiterführen und hole mir nächste Woche ein neues Rezept. Ausserdem will ich bei den Physios mit medizraining anfangen, das gibt es dort. Heute war ich bei einer Kollegin vom üblichen Physio. Sie hat mir Übungen gezeigt, um die Schulter unten  und hinten zu halten, sehr schwer. Sie meinte die Schulterstellung sei zu diesem Zeitpunkt bei der Verletzung normal und der Brustmuskel ziehe die Schulter nach vorn, da es ein sehr starker Muskel sei. Sie macht ganz andere Übungen wie der Physio, bei dem ich sonst bin. Ich muss wohl aufs Röntgen warten und bin jetzt unsicher, was ist uns wie ich am besten trainieren soll. Sie meinte, bis alles wieder wie zuvor sei, dauere es ein Jahr. 

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