annajule

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  • Beruf
    Physiotherapeut/in
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    Anna
  1. Hallo Sarah, dann verstehe ich wohl nicht, was du mit Leitfaden meinst. Womit sind die Therapeuten ueberfordert? Mindestens 4 Std pro Woche in der Physio? Wahnsinn. Informationen ueber diesen Bereich gibt es genug im Internet (die meisten Laender haben spezielle Unterstuetzungsgruppen), in Buechern und direkt bei der z.B. Ehlers-Danlos Society/ USA z.B.: https://www.ehlers-danlos.org/information/physiotherapy-for-adults-with-hypermobile-ehlers-danlos-syndrome-and-hypermobility-spectrum-disorders/ Der physiotherapeutische Befund ist in der Grundsausbildung enthalten. Die Behandlung richtet sich wie immer nach Patientenziel und Befundergebnis. Spezifische Informationen gibt es teilweise bei den verschiedenen internationalen Physioverbaenden (z.B. England/ CSP) und Literatur auf den ueblichen Webseiten; z.B. hier: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28306230 Gruss, Anna
  2. Esrt einmal finde ich es toll, dass du dir die Muehe machst, so eine Initiative zu starten. Deine Anfrage ansich macht mich stutzig - hast du schon einmal Physiotherapie gehabt? Wie stellen eigentlich keine Uebungsplaene aufgrund einer Diagnose zusammen. Ausnahme sind mal Gruppenbehandlungen, aber selbst dabei ist man anwesend und kann Uebungen individuell anpassen. Dass nicht jede Uebung jedem gut tut, wie du so richtig bemerkt hast, liegt daran, dass nicht jeder Mensch mit der gleichen Diagnose auch die gleichen Probleme hat. Und selbst wenn das Problem oberflaechlich dasselbe ist, gibt es auch da wieder Variationen. D.h., man passt die Uebung individuell dem Patienten an. Dabei sind z.B. nicht nur die Uebung ansich, sondern z.B. auch Ausgangsposition, Intensitaet und Frequenz ausschlaggebend. Deshalb geht jedem Uebungsprogramm eine individuelle Befundaufnahme voran. Ich weiss, dass es andere Berufssparten gibt, die gern generelle Programme zusammenstellen; frei nach dem Motto: "Machen sie diese 10 Uebungen bei Rueckenschmerzen". Aber als Physios sind wir zu gut ausgebildet, um so etwas zu veroeffentlichen. Tut mir leid, dass es keine einfache Antwort auf deine Frage gibt. Das Risiko eine schaedigende oder ineffektive Uebung zu machen ist einfach zu gross. Vielleicht sehen andere Physios dies anders - das ist nur meine eigene Meinung. Gutes Gelingen, Anna
  3. Berufskunde

    Berufskunde - nicht Berufsurkunde. Das kenne ich aber auch nicht - vielleicht ein neues Wort fuer Meldepflicht? Bin gespannt, Gruss, Anna
  4. Hallo, eine Schwangerschaft ist bis zur 12. Woche extrem labil; d.h. das Risiko den Embrio in dieser Zeit zu 'verlieren' ist sehr hoch - wie du ja schon wissen wirst. Soviel ich weiss, sind Fehlgeburten im ersten Trimester auf Problematiken in der Gebaehrmutter oder Schaeden/ Anomalien am Embrio zurueckzufuehren. D.h., es hat eigentlich nichts damit zu tun was du machst. Insofern kannst du auch nichts machen, um zu gewaehrleisten, dass es nicht wieder schief geht. In der 5. Woche schon zu wissen, dass man schwanger ist, ist sehr selten. Wahrscheinlich wartest du sehnlich darauf, schwanger zu sein. Gratulation! Keine Panik, dein Koerper weiss schon was er macht. Mach ganz normal weiter, iss ueber den Tag verteilt immer mal wieder kleine Snacks, das hilft gut gegen die Uebelkeit. Wie andere schon gesagt haben, du brauchst deinem Physio nicht zu sagen, dass du schwanger bist; aber da die Schwangerschaft fuer eine generelle Lockerung aller Baender im Koerper sorgt, faende ich es nur mehr als fair, wenn du deinem Physio Bescheid sagst (z.B. nach der 12. Woche). Liebe Gruesse, Anna P.S. @bbgphysio - Ich spreche Klienten nie darauf an, ob sie schwanger sind - nachdem ich mal gefragt wurde und dann verneinen durfte. Aber bei uns ist das eine der Fragen auf dem medizinischen Fragebogen, den die Klienten vor Behandlungsantritt ausfuellen.
  5. Hallo. Du weisst sicherich, dass es moeglich ist, eine Person deines Vertrauens mitzunehmen? Dann fuehlst du dich eventuell nicht so 'uerberrumpelt'. Schlage auch vor, dass du ein Unterhemd anziehst, welches im Ruecken tief ausgeschnitten ist - dies kannst du normalerweise anlassen, wenn es nur um die Halswirbelsaeule und obere Brustwirbelsaeule geht. Der Physio wird sich wahrscheinlich gar nichts gedacht haben - also finde ich es ganz wichtig, dass du ihm sagts wie du dich gefuehlt hast. Zumindestens wuerde ich als behandelnde Physio das gern von meinen Patienten hoeren. Gruss, Anna
  6. Schulterluxation

    Hallo, ich arbeite seit fast 30 Jahren in der Neurologie und habe noch nicht eine einzige Bandage gefunden, die wirklich funktioniert. Die meisten sind sehr schwierig korrekt anzulegen und oft brauchen Patienten eine Hilfsperson, um dies zu machen. Zudem ist es recht kompliziert, einen schlaffen Arm in eine elastische Bandage zu bekommen. Wir sind darauf zurueckgegeangen, fuer Patienten mit schlaffen Laehmungen/ ohne Aktivitaet, die nur eine kurze Zeit gehen wollen, die ganz einfache Neopren Unterarm Schlinge zu benutzten. Und diese dann abzunehmen, sobald der Arm am Tisch/ Sessel/ usw. gelagert werden kann. Das Hauptproblem beim Laufen ist ja, dass das Gewicht des Arms mit einwirkender Schwerkraft die Schulter irritiert. Und da dieses Hilfsmittel nur kurz getragen wird, kann man den Kompromiss der Ellbogenflex zeitweise zugunsten der Gewichtsabnahme eingehen. Wir haben absolut keine Richtlinien gefunden und geben unseren Patienten ein Protokoll, bei dem sie taeglich die Dauer des Schlingetragens erhoehen (je nach Patienten Endziel), wenn es keine Probleme am naechsten Tag gibt, e.g. HWS, Schmerzen,... Nur als Vorschlag. Gruss, Anna
  7. Na ja, da steht doch eigentlich ganz klar:
  8. Koenntest du bitte als erstes schildern, woher du diese Aussage hast? Gruss, Anna
  9. Meine Verzweiflung hat einen Namen: PNF!

    Ich wollte eben nur mal sagen, wie toll ich das finde, dass sich jemand nach einiger Zeit dann noch mal meldet und sagt, wie die "Geschichte' zu Ende gegangen ist. Gratulation, weiter so!
  10. Patientin fallen gelassen

    Kennst du Lernen durch Reflektion? Solche Ereignisse (Fehler) bleiben vor allem anfangs in einer Karriere nicht aus - meist basieren sie darauf, dass man keinen detaillierten Befund und Analyse gemacht hat, der einem dabei hilft, den Patienten genau dort zu unterstuetzen wo es noetig ist. Dadurch erkennt man oft Risikozeichen nicht fruehzeitig genug. Und dann sind da einfach noch unvorhersehbare Unfaelle. Ich nehme an, du hast dich bei der Patientin und ihrer Familie entschuldigt und das mit der Heimleitung durchgesprochen. Was bleibt ist Lernen durch Reflektion - nimm dir Blatt und Papier und schreib genau auf, was passiert ist, wie du dich dabei gefuehlt hast, analysiere warum es passiert ist und notiere Schritte, die du in Zukunft unternehmen kannst, damit dies moeglichst nicht wieder passiert. Mit wem besprichst du dich sonst? Hast du regelmaessige Supervision? Wenn man einen Fehler gemacht hat, ist das wichigste, dass man ihn eingesteht und daraus lernt. Und wenn du das den anderen zeigst, dann akzeptieren sie auch so wie du bist. Viel Erfolg, Anna
  11. Bachlor Studium

    Der Bachelor in Australien/ NZ beinhaltet einige Punkte, die im deutschen Programm nicht enthalten sind. Ich sage nicht, dass das besser ist, sondern eben einfach nur anders. Dazu gehoert z.B. allein schon die Autonomitaet. D.h., alle Physios arbeiten autonom in Eigenverantwortung (z.B. Direktzugang). Der Arzt oder die Ergo z.B. ueberweisen - es gibt keine Rezepte fuer Physio. Oder Patienten kommen eben einfach so - ohne vorherigen Arztbesuch. D.h., die Befundaufnahme ist viel intensiver und klinisch mehr durchdacht und so ist auch die Therapie. Wenn z.B. ein beatmeter Patient sich verschlechtert, wird der Physio gerufen. Zum Befund gehoert das Abhoeren mit dem Stethoskop, die Auswertung von Blut- und Roentgenbild, usw.. Von Physios wird dann erwartet, dass sie dementsprechend Anweisungen zur Lagerung und Therapie geben. Z.B. Inhalation, Atemtherapie, absaugen, mit dem Anaesthesisten das Beatmungsprogramm durchsprechen usw. und alles begruenden koennen. Hier geht z.B. kaum jemand mit Rueckenschmerzen oder Sportverletzungen um Arzt - sondern gleich zum Physio. Physios wiederum koennen zu zu anderen ueberwisen, z.B. zum Orthopaeden, Sprachtherapeuten, Psychologen, ... Ich habe z.B. mal in einer 'Triage' Klinik gearbeitet, also eine Klinik, in der Therapeuten (z.B. Physios)einen Vollbefund machen und den weiteren interdisziplinaeren Therapieweg bestimmen. Die Ausbildung geht intensiv in Richtiung 'clinical reasoning' und 'evidence-based practise'. Supervision und Selbstreflektion werden unterrichtet und geprueft. Genauso werden Kommunikation, Lehren und Management unterrichtet. Zudem wird eine hochwertige Projektarbeit geleistet. Wir hatten hier schon Bachelor Absolventen, die durch die praktische Pruefung gefallen sind, da sie ein paar dieser Dinge zwar gelernt, aber nie praktiziert hatten. Sie haben Uebungen verschrieben, deren Sinn und Zweck sie nicht richtig verstanden haben und konnten den Bezug zum Befund nicht zeigen. Oftmals fehlte auch das Verstaendnis von 'client-centred care', d.h., sie haben den Befund nicht auf die Ansprueche des Patienten ausgerichtet, sondern darauf, was sie fuer richtig hielten. Ich hoffe, das ist zu verstehen - ich bin nicht so toll mit Worten.
  12. Anonyme Online-Umfrage zur Patientensicherheit

    Hallo, was mir fehlt ist die Information darueber, wer genau diese Umfrage durchfuehrt, warum und was mit den Ergebnissen hinterher geschieht. Gruss, Anna
  13. Rehabilitations - Physiotherapie App

    Danke Eryk, ich schaetze deine Kommentare sehr. Da muss man vorsichtiger sein? Na immerhin hast du geantwortet. Ich sage ja nicht, dass sich keiner Gedanken macht - nur dass diese Gedanken eben im stillen Kaemmerchen erfolgen und dort kann e0926016 sie nicht hoeren. Die Zusammenarbeit mit Psychologen und Ergos bezog sich auf den Autoren. Er moechte, so wie ich das verstanden habe, eine App entwickeln, die u.a. motivationsfoerdernd ist. Und da haben gerade diese beiden Berufssparten gute Tipps auf Lager. Ich finde, er sollte seine Reschersche dorthin leiten; genauso wie es wichtig ist die Patienten zu fragen, warum sie Uebungen Zuhause nicht machen - nicht uns. Stimme dir voellig zu in Punkten zur Visualisierung. Mein Ding ist nur, dass wir so etwas ja schon schnell und einfach mit der normalen Kamerafunktion des Telefon's machen koennen - und ich weiss auch, dass es inzwischen sehr viele Therapeuten benutzen. Welchen Vorteil soll die App bringen? Ich meinte uebrigens nicht, dass Patienten alle Uebungen 100%ig richtig machen muessen, sondern nur, dass sie sich im Klaren darueber sein sollten, wann sie es richtig machen. In Bezug auf den letzten Kommentar: der Autor sprach davon: Fuer mich deutet das darauf hin, dass Therapeuten ein Problem damit haben, sich auf die Aufzeichnungen/ Aussagen von Patienten zu verlassen. Als wenn wir einen 'Computer' braeuchten, um kontrollieren zu koennen, ob ein Patient auch wirklich das tut, was er vorgibt. Vertrauen scheint auch nicht da zu sein. Irgendwie ist das ohnehin einfach ein total falscher Ausgangspunkt - fuer mich sind Heimuebungen nicht dazu da, den Therapeuten zufriedenzustellen, sondern eine Massnahme, wie der Patient sich selbst helfen kann. Dabei sehe ich es in meinem Verantwortungesbereich sicher zu stellen, die richtige Intensitaet und Frequenz zu empfehlen, sowie auch , dass die Uebungen verstanden und nicht falsch ausgefuehrt werden. Die Verantwortung darueber, die Uebungen dann auch tatsaechlich durchzufuehren, lege ich gern in die Haende der Patienten. Auf dem Weg der Genesung sind wir diejenigen, die das Werkzeug reichen und den Weg ebenen - den Weg gehen, muss der Patient selbst. Und jedes mal wenn ein Patient kommt und sagt "Schauen sie mal, ob ich das noch richtig mache" oder "Mir ist das jetzt zu einfach, koennen wir das ein wenig schwieriger machen?", dann freu ich mich riesig. Und je mehr Patienten ich dorthin bekomme, desto besser. Ich sehe nur nicht, wie eine App das bewerkstelligen kann.
  14. Rehabilitations - Physiotherapie App

    Hallo, Ich schreib ja gern ein wenig so, dass man zum Nachdenken angeregt wird, aber irgendwie bin ich da wohl fehlgeschlagen. Hier schreibt ja niemand etwas. Solche Apps, wie du sie beschreibst gibt es ja schon. Welche hast du dir schon angeschaut? Was gefaellt dir an ihnen oder auch nicht? Vieleicht hilft das: Wir schauen uns gerade fuer v.a. unsere Kundschaft, die weiter ausserhalb auf dem Lande wohnt, Physitrack/ Physiapp an, da es von unserem Datamanagementsystem angeboten wird. Allerdings sind die Kosten fuer die Klinik nicht unerheblich und das muss ja auch beruecksichtigt werden. Kennst du die? Photosensoren zur Eigenkontrolle hoert sich gut an. Ich frage mich nur, wie das praktisch durchzufuehren ist, i.e. wer gibt die Daten jedes Mal bei jeder Uebung ein (Durchschnittsbehandlungszeit in Praxen ist 20 min). Ich habe bei einem Projekt mitgearbeitet, bei dem versucht wurde ueber XBox 360 zu stimulieren (Patienten werden neben das Model eingescannt und konnten sich daher beim Ausfuehren der Uebung beobachten). Die Motivation liess nach ca. 3 Wochen nach und es gab keinen Transfer in die Realitaet (die Patienten wussten nach wie vor nicht, wann sie etwas richtig oder falsch machten). Vielleicht schreiben ja andere auch noch mal etwas..... Gruss, Anna
  15. Rehabilitations - Physiotherapie App

    Informatiker - das macht vieles verstaendlicher. Es wird also versucht ein App zu entwickeln, die als externer Stimulator dazu dienen soll, dass Patienten ihre Trainingsplaene einhalten. das hoert sich fuer mich nach einer Zusammenarbeit mit Psychologen und Ergotherapeuten an. Zudem sieht es so aus, als wenn man davon ausgehst, dass Therapeuten ein System suchen, mit dem sie das Absolvieren von Heim-Uebungsprogramme ueberprufen koennen. Ich finde das Prinzip, dass Patienten ihre Uebungsprogramme aufnehmen und alle Daten elektronisch gespeichert und von Therapeuten kontrolliert werden koennen eigentlich grauenvoll. Inwiefern soll das die therapeutische Beziehung verbessern? Warum sollten Therapeuten ihre Patienten 'tracken' wollen? Da sollte man die Patienten fragen. Interessante Diskussion. Gruss, Anna