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Hallo zusammen,

Ende Mai bekam ich plötzlich einen Dauerschwindel und ein leichtes Rauschen im linken Ohr. Über den Hausarzt und HNO-Arzt kam ich in die Krankenhaus Notaufnahme und wurde für fünf Tage stationär aufgenommen. Neurologisch (CT Kopf, CT Angiographie Hals, MRT Kopf) wurde nichts gefunden, auch die weiteren HNO-Untersuchungen waren ohne Befund („Nein, Schwindel kann nicht von der HWS kommen“, bekam ich als Antwort auf meine entsprechende Frage). Damals fiel mir schon auf, dass ich meinen Kopf nicht ganz nach links drehen kann, das ist auch heute noch so.  

In den folgenden Wochen kamen Verspannungen im Nacken hinzu, das Rauschen im Ohr (links) wurde immer stärker, der Schwindel hingegen besser. Hinzu kamen Spannungskopfschmerzen, leichte Taubheitsgefühle in den Fingern und im Sommer dann noch massive Schlafstörungen. Insbesondere der Tinnitus wurde zunehmend belastend. Wenn ich auf der linken Kopfseite ungefähr an der Stelle drücke, wo sich der Querfortsatz des Atlas befindet, dann „klingelt“ es im Ohr. Für mich ist dort, in dieser Region, der Auslöser für meinen Tinnitus. Vielleicht täusche ich mich aber auch.

Seit einigen Wochen sind auch noch Verspannungen im Kiefer hinzugekommen, dort hatte ich zuvor noch nie Probleme gehabt.

Der Orthopäde hat ein MRT von der HWS veranlasst, dabei wurden Protrusionen (HWK 4/5, HWK 5/6 und HWK 6/7) sowie Spondylose und Osteochondrose festgestellt. Der Orthopäde hat mich dann mit der Diagnose HWS-Syndrom und Blockade Kopfgelenke zu Physiotherapie und Osteopahie geschickt. Der einzige Erfolg aus diesen Terminen war, dass die Verspannungen im Nacken etwas besser wurden.

Ein HNO Arzt hatte den Verdacht, dass die Beschwerden aus dem Bereich der Kopfgelenke (insbesondere Atlas) kommen könnten und eine DVT-Aufnahme anfertigen lassen. Dort kann man gut erkennen, dass der Atlas (nach rechts?) verschoben, in Rotation und gekippt ist. Eine weiterer Orthopäde konnte das auch ertasten. Aber wirklich helfen konnte er mir auch nicht. Außer, dass ich ein Gefühl habe, woher meine Beschwerden herkommen könnten.

Ich mache seit 7 Jahren Kieser Training, Ende März hatte ich erstmals eine neue Übung gemacht: Kopf gegen Widerstand, Halsbeugung nach vorne (Übung G4). Begonnen hatte ich mich 26 Pfund, zuletzt war ich bei 40 Pfund. Inzwischen habe ich gelernt, dass bei dieser Übung unter anderem auch der M. longus colli angespannt wird, der ja auch am Atlas ansetzt. Ich habe den ganz schweren Verdacht, dass diese Übung, bei der ich wahrscheinlich viel zu schnell die Gewichte gesteigert hatte, zumindest der Auslöser meiner Beschwerden sein könnte. Inzwischen gehe ich dort nicht mehr hin.

Es haben in den vergangenen Wochen und Monaten  so viele unterschiedliche Menschen (Osteopathen, Physiotherapeuten, Chiropraktiket, Orthopäden) an meinem Kopf und Nacken herumgedrückt, aber nichts hat geholfen. Und jetzt fangen die Ärzt auch so langsam an, mich nicht mehr ernst zu nehmen oder versuchen mich davon zu überzeugen, dass ich mich damit abfinden müsse. Und das ist umso frustrierender. Hat von Euch vielleicht jemand einen Tipp für mich?

 

LG Claus

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Hallo,

oh Schwindel hatten wir doch gerade eben schon? :D
Eine andere Userin hat ähnliche Symptomatiken wie deine.
Dort ist meine Vermutung die gleiche, die bei dir nun diagnostiziert wurde.

Durchaus können Fehlstellungen des Atlas zu Schwindel führen.
Habe eben ein Forum gefunden wo genau dieses Thema thematisiert wurde.

Schwindel besiegt, Nach 2 Jahren den Kampf gewonnen!
https://www.patient-zu-patient.de/phpBB3/viewtopic.php?f=43&t=2547&sid=f97cd84a3263d82d0b1a12d30dfa9377

Wie du schon selbst getestet hast, merkst du die Symptomatik wird schwerer in dem Bereich.
Ich an deiner Stelle würde einen Atlastherapeuten aufsuchen.
In München gibt es einige - gerade mal gegoogelt und welche gefunden.
Gleiches Spiel mit den Kieferngelenken die auch blockieren und Probleme machen können.

Hast du den Sport wegen des Schwindels aufgegeben?
ich würde die Übung der HWS streichen und versuchen indem du das Kinn auf die Brust legst und leicht nach links und rechts kreist deine HWS etwas zu entlasten, ist in der Regel ganz angenehm :)

Ich hoffe ich konnte dir erstmal helfen
Gute Besserung

 

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Gast Chandra

Hallo Claus,

das klingt für mich alles nach seeehr hoher Muskelspannung. Schwindel und Tinnitus begleiten den ganz gerne mal. Hohe Muskelspannung kann unterschiedliche Ursachen haben. Die wohl häufigste ist eine Überaktivierung des sympathischen Nervensystems, also Stress. 😉 Ich kann Dich verstehen, dass Du das nicht gerne hörst, das tut seltsamerweise niemand. Dabei ist es doch besser, als einen bösartigen Tumor zu haben oder sonst irgendeine andere blöde körperliche Ursache wie MS oder sowas... Ist dagegen Stress nicht eine eigentlich gute Nachricht? Man kann sogar etwas dagegen tun - im Gegensatz zu den meisten schwerwiegenden chronischen Erkrankungen sind Stresssymptome sehr gut behandelbar. Wie ich schon in dem Beitrag von Deiner Leidensgenossin geschrieben habe, hat leider kaum jemand Verständnis dafür, weder Familie, noch Freunde oder Ärzte bzw. andere Behandler. Und dass, obwohl wir das alle kennen. Wenn man sich z.B. auf eine sehr schwere Prüfung vorbereiten muss, sei es Abitur oder irgendeine Berufsabschlussprüfung, liegen die meisten Menschen danach erstmal richtig flach. Manche Menschen haben eben mehr Stress, andere weniger und manche reagieren mit Magengeschwüren, andere mit Kopfschmerzen, aber die grundlegende Tendenz zum Somatisieren haben wir alle.

Und natürlich kann man das aus der Ferne auch nicht genau sagen, woher die Beschwerden kommen und möchte auch nicht alles nur auf den Stress herunterbrechen. Nur von Atlas und Axis habe ich wenig Ahnung, ich weiß grad noch wo die liegen und den Rest überlass ich bei Dir den Physios. 😉 Was ich aber über Atlas und Axis weiß, ist dass ihre Funktionsweise von der sie umgebenden Muskulatur abhängt. Und damit meine ich nicht die, die beim Kieser-Training gestärkt wird (von dem ich persönlich im Übrigen auch kein großer Freund bin). Wenn Du wirklich Deine WS stabilisieren möchtest, solltest Du es mal mit Training für die autochthone Rückenmuskulatur probieren. Das ist eine sehr große Gruppe von RM, die direkt an der WS ansetzen. Trainiert werden sie v.a. über Balanceübungen, irgendwas Wackliges ausgleichen, Schwingungen standhalten, ... 

Bevor ich an Deiner Stelle aber Muskeltraining machen würde, würde ich Deine wahrscheinlich total verspannte und verhärtete Muskulatur erstmal lockern und lösen. Warum? Ein verspannter Muskel drückt sich seine eigene Blutzufuhr und damit Nachschub von Energie, Mineralien und Sauerstoff ab, die er allesamt benötigt, um anständig arbeiten zu können. Soll ein verspannter Muskel sich auch noch zusätzlich anspannen, wird er dazu nicht die benötigte Energie haben. Oder er treibt sie auf anaerobem Wege noch auf, dann wird er aber umso mehr Schwierigkeiten haben, sich hinterher wieder zu entspannen. Ist ein Teufelskreis. Also erst die Muskulatur lockern und dann erst mit Muskelaufbau beginnen.

Zum Lockern gibts verschiedene Möglichkeiten: Dehnen, Faszienmobilisation, Wärme, Entspannungsübungen, hyperämisierende Salben und am besten ein Mischmasch aus allem. 😉

Liebe Grüße
Chandra

P.S.: Wie Du vlt merkst, bin ich kein Physio. Sollte ich groben Blödsinn geäußert haben, bin ich mir aber sicher, dass ich in diesem Forum sehr schnell und freundlich von welchen korrigiert werde. 😉

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Hallo Ihr beiden,

vielen lieben Dank. Mit dem Kieser Training hatte ich eigentlich ganz gute Erfahrungen gemacht, zumindest hatte ich die letzten Jahre keinerlei Schmerzen oder größere Verspannungen. An Verspannungen von Nacken oder Kaumuskulatur kann ich mich überhaupt nicht erinnern. Aber diese Übung zur Halsbeugung ist bestimmt nicht so ungefährlich, das weiß ich leider erst heute. Es kann natürlich Zufall sein. Aber dass ich Ende März mit solch einer Übung anfange (und leider auch ziemlich schnell das Gewicht gesteigert habe, blödsinnigerweise in Richtung Maximalkraft) und dann ab Mai in dieser Region starke Probleme bekomme, spricht aus meiner Sicht schon für irgendeinen Zusammenhang.

Vielen Dank auch für Eure Tipps zur Entspannung. Am meisten belastet momentan dieses ständige Rauschen im linken Ohr. Wenn es besonders laut ist, kann ich es durchaus positiv etwas beeinflussen, wenn ich mit einer Blackroll am Hinterkopf, direkt unterhalb des Schädels drücke. Es geht aber davon nicht ganz weg, es wird nur leiser. Aber immerhin kann ich es lokalisieren.

Dass ich so etwas (genauso wie das Klingeln im Ohr, wenn ich auf Höhe des Atlas-Querfortsatzes drücke) besser keinem Arzt mehr erzähle, habe ich inzwischen auch gelernt. Die können damit nichts anfangen und schauen einen mit einem vielsagenden Blick an... 😉

Ich hatte schon zwei, drei Besuche bei Heilpraktikern, die auf ihrer Homepage ausloben, dass sie sich mit dem Atlas auskennen, das war dann aber doch eher theoretischer Natur. Vielleicht sollte ich doch einen "richtigen" Atlastherapeuten aufsuchen.

LG Claus

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Ja Gast Chandra
die Psychosomatik wird von vielen nicht Ernst genug genommen - da gebe ich dir Recht.

Hier hingegen haben wir eine gesicherte Diagnose - wenn der Atlas blockiert ist, kann das zu ordentlichen Problemen führen.
Das Rückenmark tritt dort aus der Schädelbasis aus - eine kleinste Verschiebung des Atlas kann zu Nervendruck führen.

Wie Claus bereits mitteilte haben viele Therapeuten rumgedrückt und meiner Erfahrung nach, werden genug versucht haben die Muskulatur zu detonisieren. Hat wohl nicht geklappt - hätte klappen können.

Es sollte ganzheitlich gekräftigt werden, sowohl die großen wie auch die "kleinen" bzw autochtonen (tiefen) Muskeln.
Damit würde ich aber warten bzw wenn die Schwindelsymptomatik besser ist um Stürze etc. zu vermeiden.


Ja Claus, ich kann mir auch gut vorstellen - dass du da etwas zuviel wolltest und durch die Übung dir das Problem geholt hast.
Was da vorher war, kann jetzt keiner mehr sagen.
Wie gesagt, ich würde mir auch einen Atlastherapeuten suchen. Entspannen kannst du zusätzlich auch - ist ja auch ne feine Sache und unterstützt die Therapie :)

 

LG

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Hallo Zusammen ! Sorry hab momentan viel um die Ohren.

Ich habe das ganze auch nur kurz überflogen. Mich stört ehrlich gesagt immer der Name Atlasttherapeut. Jeder Physiotherapeut der eine Ausbildung zur Manuellen Therapie hat ist ein Atlasttherapeut und ein Spezialist auf das Lösen von Blockaden im Atlas. Auserdem hat dieser mehr Ahnung wie ein reiner Atlasttherapeut. Wie der Name schon sagt behandelt ein Atlastherapeut nur den Atlas. Auserdem kann  Ein Physiotherapeut mit Ausbildung zur MT, sieht vielmehr zusammenhänge und kann über den Tellerrand hinaausblicken. So kommen die Beschwerden häufig aus einem Mix von vielem. Das Kiefergelenk, da nähe zum Ohr kann def. Auslöser sein, genauso der Atlas der mitbehandelt werden müsste. DAs Taubheitsgefühl daß im Arm dazukommt, kommt vielleicht von einem TOS. Einem Engpasssyndrom von NErven die zwischen HWS und Schulter kompremiert werden. EIn TOS kann auch schwindel, Tinnitus und Kopfschmerzen verursachen, v.a. wenn der Plexus Cervicalis irritiert ist. DIes sollte alles von einem physio befundet werden. Ich würde ehrlich gesagt von einem Atlasttherapeuten abraten. Hier ist eine ganzheitliche Therapie gefragt mit allem Mosaiksteinen um das problem zu lösen und kann nicht auf den einen übeltäter der Atlas herumreiten. Dieser löst das problem sicherlich mit aus, aber all die anderen Funktionsstörungen müssen mit behandelt werden. 

l.g.

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Dann unbedingt umhören nach einem Therapeuten der das auch kann.
Habe schon viele MT Patienten gehabt, die "nur" massiert wurden. Sagen mir auch viele Kollegen.
Es wird nur massiert und bin darüber empört.
Kannte es eigentlich nur so, dass nur ein Physiotherapeut Atlastherapeut werden kann und sich darauf spezialisiert hat.
 

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Kann vieles sein. Was ist mit dem Gleichgewicht? Da alles ok? Würde es neurologische auch abklären lassen. Schwindel kann auch bei Kreislauf Probleme auch auf treten. Würde auch ein Hörtest beim HNO gemacht? Könnte auch am Innenohr die Ursache liegen. Zu viel Druck. Ist der Schwindel dauerhaft? Oder nur bei bestimmten Bewegungen.. 

Beim Tinnitus kann auch Stress oder die Durchblutung die Ursache sein. 

Ich würde dir empfehlen : Neurologe, Psychosomatik und Entspannumgsübungen

 

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Gast
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      Wenn ich Augenübungen mache (Augen hoch, runter, rechts, links) wird mir anfangs immer ganz schwindelig und ich merke, wie meine Nackenmuskeln mitarbeiten. Mit der Zeit geht es besser.

      Gibt es denn gar nichts, was ich vor allem gegen diesen Schwindel machen kann?? Ich bin langsam so verzweifelt :-(

      Viele Grüße,
      gomez
    • Von krabbensuppe
      Hey Profis, ich bin im ersten Ausbildungsjahr und eine Bekannte von mir kam nun mit folgendem Problem zu mir: Bandscheibenvorfall C3-C4. Op vor 2 Jahren. Im Laufe der letzten 2 Jahren kam es immer mal wieder zu Schwindelanfällen die nun immer akuter werden. Lebensqualität hat bereits stark nachgelassen. Bisher war sie bei mehreren Ärzten ohne weitere Diagnose und ohne Veränderung der Situation. Zu dem Schwindel ist nun noch weiterer undefinierte Rückenschmerzen über den gesamten Rücken.
      Ich würde ihr gerne irgendwas raten bzw. helfen das es ihr besser geht. Hat jemand ein tip was ihr fehlen könnte ? Bzw. was könnte ich für Sie tun?
      Vielen Dank schonmal fürs durchlesen ;)
    • Von kribbler1
      Hallo,

      Ich bin EIN LAIE. Ich stelle diese Frage, da ich Beschwerden habe und hoffe mir können ein paar Experten weiterhelfen. Und zwar habe ich 2 Jahre in einem Studio trainiert. Krafttraining. Jedoch habe ich vieles falsch gemacht (zu viel gewicht, zu oft trainiert, zu wenig pausen etc.)
      Nun trage ich leider die Konsequenzen dafür, da mein kompletter Körper sehr verspannt ist. Überall sind so harte Stellen, die BEIM HINEINDRÜCKEN Schmerzen. Im Alltag jedoch nicht. An der hws zb hab ich das problem, dass sie bei mir Schwindel auslöst, Kopfschmerzen, doppelbilder, kribbeln in fingern etc). Mir ist bewusst, dass ich das zu 100% behandeln lassen muss, damit ich die neurologischen beschwerden wieder losbekomm.
      Nun meine Fragen:

      sollte man in meinen fall ALLE verspannungen behandeln lassen?(sprich, waden, oberschenkel, brust, arme, bauch) denn ich habe ja keine schmerzen und all das wegzumachen wird sicherlich EEEWWIIIG dauern. Rückengegend und Schultern sind auf jeden fall zu behandeln

      Und wie stelle ich das am besten an all diese verhärtungen wieder loszuwerden? Ich höre immer massagen, wärme etc. Aber so richtig funktioniert das nicht bei mir. Die physios sagen immer "oh gott wie kann man nur so verspannt sein"
      Eine blackroll hab ich auch mit der behandle ich mir zurzeit selber weil es bei den physios einfach nicht besser wird und mich auch viel geld kostet

      Ich hoffe hier nimmt sich jemand zeit für mich (meine lebensqualität ist schon ziemlich runtergefahren mit dem schwindel und der gangunsicherheit
      Evtl würde ich mich auch freuen, wie ich vorgehen kann, damit mir das bei erneutem trainingsbeginn nichtmehr passiert (konnte schon 5 monate nichtmehr richtig sport machen)
      Danke im vorraus
  • Beiträge

    • Hallo Sunshine! Physiojan hat da recht. Auch wenn die Fäden entfernt sind und die Fraktur mehrere Wochen alt ist. Das hat bezüglich der Frakturheilung noch nichts zu sagen. Die Belastung, auch ob man mit Manuellen Therapie oder am Bewegungsende mit einer hohen Intensität   Ran kann orientiert sich primär daran ob die Fraktur zugeheilt ist. Das sind. i.d.R. 6-8 Wochen. 100 Prozentige Gewissheit bietet immer eine Röntgenaufnahme oder bei zusätzlicher Weichteilverletzung eine MRT Aufnahme. Da kann dann nur der Arzt grünes Licht geben. Ich mache zwar bei der oberen Extremität wie Schulterptoblematiken ab und zu PNF Aber bin leider kein PNF Fan, was die untere Extremität angeht da oft zu kompliziert und ich finde dass simplere Methoden Hier einfach effektiver sind. Du kannst wie Physiojan schon geschrieben hat sehr schön Fascial an der Wade arbeiten um Verklebungen zu lösen. Mobilisierende Weichteiltechniken an der Wade in Bauchlage sind ebenfalls sehr gut. Hier liegt der Pat in BL , Fuß hängt frei über Be.bank rüber. Mit deinem Oberschenkel mobilisierst du über den Fußballen des Pat. Das Obere Sprunggelenk in Extension und deinen Händen massierst du gleichzeitig die Wade. Aktive Bewegungen. Der Pat.und du müssen einfach noch Geduld haben. Bei einer verheilten Fraktur kann man dann auch effektiv an der Bewegungseinschränkung arbeiten. Ist es soweit kannst du dich als Therapeutin austoben da alles erlaubt ist. Also MT, PIR, anguläre Bewegungen, aktive Bewegungen wie zb. Kniebeugen sind sehr gut für die OSG Extensionsverbesserung. Solange du nichts von der Frakturheilung weist und die Pat.immer noch 20 kg T.b hat sind leider nur aktive Bewegungen erlaubt und Weichteiltechniken. Ist die Stellschraube noch drin muss man sowieso aufpassen mit der Mobi L.g
    • Hallo Walley,

      Naja, ich kenn mich minimal mit Erkrankungsbildern aus, weshalb ich auch schon wieder die Dreistigkeit besitze, meine Meinung kundzutun - nur wenns an die Physio-Behandlungen geht, muss ich leider passen.  Ich bin diejenige, die sich ungenau ausgedrückt hat.  Ich meine sowohl die ärztliche als auch die physiotherapeutische Behandlung. Da die Erkrankungsbilder sich in der Pathophysiologie sehr ähnlich sind, könnte ich mir durchaus vorstellen, dass sie auch auf ähnliche Behandlungsansätze ansprechen. So wird MMN bspw. auch mit Immunglobulinen behandelt. Jetzt weiß ich leider nicht (und da hört meine Ahnung dann immer auf), was Ihr Physios mit MS-Patienten normalerweise anstellen würdet, aber ich könnte mir vorstellen, dass Deine Patientin davon auch profitiert - wenns wirklich MMN ist.  Was mich wirklich wundert, ist dass tatsächlich nur der eine Arm betroffen ist. Das Wort "multifokal" lässt ja bereits die Vermutung zu, dass normalerweise mehrere Motoneurone davon betroffen sind. Kann natürlich sein, dass sie noch in einem frühen Stadium ist... (?). Kennst Du die Ergebnisse der neurologischen Untersuchungen, v.a. der Elektrophysiologie? Oder weißt Du, ob man bei ihr entsprechende Antikörper (Gangliosid-GM1-Antikörper) nachweisen konnte? Muskuläre Symptome ja, Atrophien eher weniger. Ein Zitat aus meiner Lieblingsquelle "Wikipedia" (Ähnliches findet man aber auch in anderen Quellen):
      "Die MMN macht sich durch eine in 94 % der Fälle asymmetrische Muskelschwäche distal an den Extremitäten bemerkbar, wobei die oberen Extremitäten anfangs häufiger betroffen sind als die unteren Extremitäten. Die MMN betrifft vor allem den Nervus ulnaris und den Nervus medianus. Trotz der Muskelschwäche kommt es selten zu Muskelatrophien. jedoch können auch Muskelkrämpfe und Faszikulationen auftreten."

      Wie gesagt, beide Symptome (nur eine Lokalisation und Muskelatrophien) können bestimmt auch bei einer MMN auftreten, da sie aber nicht charakteristisch dafür sind, wunder ich mich ein bisschen. 
    • Hallo Chandra, Wobei ich persönlich da beachtlich weite Grenzen ziehen würde. Da habe ich mich wohl zu ungenau ausgedrückt. Ich habe alles aus meiner, also physiotherapeutischer Sicht, erläutern wollen. Die MMN wird oft fälschlicherweise als MS diagnostiziert und ärztlicherseits, medikamentös, so behandelt. Zu den herkömmlichen Methoden komme ich gleich, wenn es bei gianni weitergeht. Meines Wissens ist die Muskelatrophie an der distalen Peripherie sogar charakteristisch für diese Erkrankung. Ja, ein Arm weist einen normalen Tonus auf und der andere ist deutlich dünner und schwächer. Selbst das Schreiben fällt mit der Hand schwer.   Hallo gianni, mit den herkömmlichen Methoden ist meine physiotherapeutische Vorgehensweise gemeint, wenn es sich hierbei um ein orthopädisches Problem handeln würde. Sprich Muskelaufbau, Koordination. Es ist nicht so, dass ich auf diese Aspekte verzichte, sondern auch ergänzend mit einbeziehe. Ich sehe sie nur nicht als DIE Lösung. Aber du sagtest ja schon, dass eine Einflussnahme auf die Ursache aus physiotherapeutischer Sicht nicht möglich ist. Und genau auf solche Hinweise habe ich gehofft. Seien es auch nur Dinge, die ich "nur" austesten kann. Danke dafür. Ich weiß, dass sie regelmäßig ihr Medikament per Tropf bekommt, aber ich hake nochmal wegen der Alpha-Liponsäure nach!   Danke schon Mal an euch beiden für die interessierte Mitbeteiligung! 
    • Was heißt denn mehrere Wochen?
      Ein Knochen braucht min  6 Wochen zum regenerieren.

      Wenn es ein Muskuläres Problem ist, würde ich detonisierende Methoden anwenden.
      Kannst dir ja noch die Faszien angucken und versuchen mit ihm so physiologisch zu laufen wie möglich
      Angrenzende Gelenke mobilisieren. Spannungsübungen für Resorbtion wenn noch ein Ödem drin sein sollte.
      Wenn das noch nicht fest genug zum vollbelasten ist, ists auch zu frisch zum dehnen würde ich sagen.
    • Die Wundheilung ist abgeschlossen weil Fäden raus sind und die OP schon mehrere Wochen her ist.  Habe die Beweglichkeit getestet und der Patient zeigte ein Ziehen im Gastrognemius. Sicherlich ist die Kapsel auch betroffen.  Aber wenn ich nicht dehnen darf, was bleiben mir noch für Möglichkeiten um die Beweglichkeit zu verbessern? Kontralateral PNF würde ich mir noch vorstellen können aber dann hört es auch schon auf.