Katharina Schwarzenborn

Ich brauche eure KollegInnen-Hilfe - Danke!

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Hallo KollegInnen,

ich habe hier seit ein paar Wochen einen neuen Patienten, dem ich bis jetzt nicht weiterhelfen konnte - leider.

Er hatte vor 15 Jahren einen schweren Autounfall. Blutgerinnsel Kopf rechts, SHT, sinus cavernosus Fistel linke Gehirnhälfte. Das wurde alles operativ versorgt und ist save.

Diagnostiziert wurde damals eine Fraktur des HWK 7. Um C7 hat er eine Spinalkanalstenose. Darüber hinaus hat er einen leichten BSV LWK 5/S1. Des Weiteren gibt es lt. Voruntersuchungen der Orthopäden (Röntgen- und MRT-Bilder) einen Hinweis auf Scheuermann BWK 4 - 6, letztlich aber nicht gesichert - "nur" Hinweise. Bzgl. der Fraktur sind sich die Ärzte (Radiologen und Orthopäden) nicht ganz sicher bzw. einig, ob es sich bei dem frakturierten HWK 7 nicht um eine viel ältere Verletzung handelt (aus Kindertagen) oder sogar seit Geburt an (Schmetterlingswirbelkörper) und ob der Unfall, dieses traumatische Erlebnis, nicht etwas bereits Vorhandenes zu Folgeproblemen veranlasst hat, was ihm vorher nie Probleme bereitet hat.

Er hat seitdem erhebliche Probleme um das linke Schulterblatt Richtung WS. Er klagt über stechende und brennende Schmerzen. (Selbst-)Massage verhilft Linderung, aber immer nur temporär. Ebenso Wärme, Fango, Bäder.

Er tendiert dazu mit angezogenen Schultern rum zulaufen, -zu sitzen. Sein oberer Trapezius, besonders der linke stehen mächtig unter Spannung. Auch wurder dieser massiert, Triggerpunkte bearbeitet.

Er war in den letzten Jahren bei zig Physiotherapeuten, die ihm leider nicht helfen konnten.

Um die Spannung aus dem oberen Trapezius zu nehmen, haben wir vermehrt den mitteleren und unteren Trapezius trainiert. Bat wings, Face pulls. Er soll bewusst seine Schultern hoch, nach hinten, dann nach unten ziehen. Das rechte Schulterblatt in die linke Hosentasche und andersrum.

Wenn ich das linke Schulterblatt mobilisiere, mit Fingern oder Stäbchen um das Schulterblatt herum arbeite, das Schulterblatte von der WS wegziehe, dann klagt er über Nadelstiche.

Er klagt weiterhin über "Muskel- oder gar Wirbelknacken", wenn er sich vorbeugt, einen Rundrücken macht, besonders in den BWK-Bereich, wo es den Hinweis auf Scheuermann gibt und er die Schulterblattprobleme hat. Er meint, dass es sich dann immer so anhören würde, als wenn sich irgenwelche Verklebungen lösen würden, etwas "auseinanderreißt". Ich kann das aber selbst nicht hören. "Das fühlt sich gut an.", hilft aber nichts. Er sitzt berufsbedingt einerseits sehr viel und andererseits muss er auch mal "hart anpacken" und "schwere Gewichte" an der Arbeit bewegen.

Zum Ausgleich hält er sich mit Eigenkörpergewichtsübungen fit. Hat jahrelang auch härter "gepumpt". Kreuzheben, Kniebeugen, was er aber schon länger nicht mehr macht. Er kann sich auch nicht daran erinnern, ob es ihm damals besser ging, als er diese Übungen gemacht hat.

Er hat einen durchaus trainierten Körper und weiß, was er tut. Er ist kein "dummer Pumper", sondern kennt sich schon auch mit Anatomie aus, weiß, welche Muskeln bei welchen Übungen wie trainiert werden. Er trainiert ausgeglichen. Hat keinerlei muskulären Dysbalancen.

Nach längerem Sitzen, besonders Autofahren, verspürt er ein "Frischegefühl" im Nacken, wenn er seinen Kopf nach vorne beugt.

Neurologische Defizite sind keine auszumachen.

Er hat keine tauben Stellen oder Kribbeln in den Extremitäten. Alle Körperfunktionen funktionieren einwandfrei. Sein "normales" Blutbild ist im grünen Bereich.

Ich habe schon direkte KollegInnen gefragt, aber der Patient verursacht "nur" Fragezeichen. Keiner weiß so recht, was die genannten Problematiken auslösen und wie man letztlich helfen kann.

Sollte er evtl. noch irgendwelche anderen Dinge abklären lassen, bevor weiter ins Blaue therapiert wird? Welche Dinge könnte es noch geben, die er abchecken lassen sollte?

Oder habt ihr bitte irgendwelche Ideen, die bei ihm "anschlagen" könnten?

Ich bin über jeden noch so kleinen Hinweis super dankbar.

LG

Eure

Katharina

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bbgphysio    47

Morgen Katharina! Ich habe schon eine Vermutung;)! Die brennenden Schmerzen deuten auf eine nervenschädigung/Irritation hin. Von den symptomen her zu beurteilen kommt für mich eigentlich nur eine Läsion des n.dorsalis scapulae in Frage.  Dieser kommt von c4 bis c6 heraus und zieht entlang des margo med.scapulae, versorgt die romboideen. Da dieser Nerv auch den m.levator scapulae mitversorgt könnte bei einem Ausfall der trapezius als synergist  seine Aufgabe übernehmen und stark hyperton werden. Eine mögliche Behandlung schreibe ich nächste Woche .

gruss Thomas 

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Eryk    43

Hi, ich habs eben gelesen und melde mich ebenfalls morgen noch zu Wort! habe auch schon Ideen. :) 

 

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Bzgl. der Verletzungen und des Krankheitsbildes noch ein Nachtrag:

ihm wurde aufgrund der Fraktur und der Stenose gesagt, dass er nicht (lange) den Koflpf in den Nacken legen soll, was meiner Ansicht nach auch Sinn ergibt, zumal er selbst darüber klagt, dass ihn Überkopfarbeiten (Decke streichen) "fertig machen" und er nicht lange in dieser Position verharrren kann. Die nämlich dann diese stechenden und brennenden Schmerzen hervorrufen. Überkopfarbeiten sollte er lt. Neurochirurgen auch unterlassen. Seine Überkopfbeweglichkeit ist allerdings fast sehr gut. Er trainiert z. B. Handstand und Handstandliegestütze, die ihm überhaupt keine Probleme bereiten. Ein Orthopäde sagte ihm mal, dass er seinen Kopf nach links weniger drehen kann, als nach rechts. Das kann ich wiederum nicht bestätigen. Derselbe Orthopäde riet ihm auch, dass er seinen Kopf nicht zu weit nach links und rechts drehen soll, was meiner Ansicht nach allerdings Blödsinn ist. Warum nicht die möglichst volle Bewegungsamplitude nutzen, wenn diese keine Schmerzen bereitet?

Sein Befund ist seit Jahren stabil, regelrecht. Es hat sich nichts verschlechtert. Die letzte ENG-oder NLG-Messung liegt zwar schon ein paar Jahre zurück. Diese wäre aber wohl auch unauffällig gewesen.

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Wir haben/ihr habt noch ein paar Tage Zeit. ;-)

 

Der Patient hat gestern kurzfristig abgesagt.

 

Er klagt seit dem es wieder so schlimm und akut ist, seit nunmehr über zwei Wochen fast täglich über starke Kopfschmerzen, die er über Nacht bekommt.

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Eryk    43

Boah hui, ne Menge Stoff aufjedenfall - wo ich doch so schreibfaul bin. ^_^-_-

Wenn ein Mensch schon eine ganze Weile lebt, kommen da natürlich einiges an Ursachen zusammen, die bereits passiert sind. Das auseinander zu brechen ist schon wichtig, aber auf alles jetzt einzugehen ohne das man miteinander sprechen kann, ist jetzt echt schwierig. Da hat sich schon einiges gesammelt, was zur Ursache-Folge-Kette beitragen könnte. Gerade Frakturen der WK melden sich gerne Jahre später zurück, weil Segmente nicht richtig versorgt werden und dadurch eine verminderte Versorgung zur Folge hat. + Jahrelang schleichende Prozesse von Dysbalancen/Fehlhaltungen. Daher gleich meine erste Idee, schon mal eine Traktion für die WS ausprobiert? Für die untere WS - Beine auf Pezziball und Zug über Füße - Über Hws, Traktion über Occiput - Deblockierung der Bws? Ich bin eigentlich nicht so ein Fan von Traktionen, weil langweilig und garkein Feedback des Körpers und so :D Aber ich war ehrlich überrascht wie positiv meine Patienten bis dato auf diese Traktionsart über den Pezziball reagiert haben! Wie siehts mit einem CMD-Befund aus? Zahnarzt schonmal den Kiefer begutachtet? Haltungskyphosen? Verminderte Beweglichkeit der HWS/BWS Segmente durch Scheuermann, Haltungskyphosen d. oberen WS? Schmerzen bei aktiven Bewegungen der WS, egal in welche Richtung? Schonmal die Facettengelenke endgradig provoziert? @bbgphysio Thomas, kann ich den N. Dorsalis Scapulae irgendwie provozieren? Bzw. wie kann ich den provozieren? 

Ich würde das kräftigen der Rückenmuskeln lassen, arbeiten an Scapulamobi, aktiv als auch passiv. Nach der Therapie soll er mit einem Theraband/Stab normale Mobilityübungen machen, per Hartschaumrolle falls er eine hat, in der RL Wk nacheinander mobilisieren. Weißt du wie ich das meine? Den Schulterblattbereich nicht mehr zu aktiv forcieren, HWs mobilisieren um ggf. schon eine Irritation am Austritt entgegenzuwirken. Übungen die ihr bisher gemacht habt, waren eine gute Idee - wenn aber kein Erfolg, versucht nach einer Zeit wieder umzudenken. Er soll sich auch ruhig weiter ausprobieren, er kann auch mal folgende Mobiübung versuchen ( Bild im Anhang ) das ist für die WS auch ne coole Übung. Vielleicht ist auch durch den Autounfall damals ein nachhaltiger schaden geblieben, oder hat die WS in ihrer Biomechanik schon verändert - heißt dann wieder über Mobi/Traktionen schauen ob man da nicht erfolge erzielen kann. Becken schonmal angeschaut, Referenzpunkte? SIPS, Schulterblätter, Torsionen?

Das mit dem Decke streichen ist sicherlich eine typische Situation einer UFK-(Ursache-Folge-ihr wisst schon Kette), im Handstand hat er sicherlich nicht so sehr Probleme, weil er im Gegensatz zum Stand mit Armen,Schulter,Hüften in einer Linie befindet. Anders im Stand, Decke streichen ist eine unheimlich eklige angelegenheit und mega Gift für den Körper. Da müsste man dann schauen ob es da nur an Muskelverspannungen liegt vom Lendenstrecker(den mal in BL richtig kräftig bearbeiten, er wird dir danken) oder Schultertechnisch schon Engpasssyndrome gibt, Bizeps/Supraspinatus/infra? oder erhöhten Druck auf die linke Seite, wenn die so hyperton ist? Er soll mehr versuchen seine WS zu bewegen. Wer im Beruf viel sitzt, schiebt auch den Nacken sehr viel nach vorne, das gibt viele KG Mehrbelastung auf die (besonders die) HWS, bis zu über 20kg, gerade noch bei verstärkten Kyphosen. Muskeln der Unteren Ex schlafen ein, Hüfte ist dreh und angelpunkt von LWS-Stabilität und bringt bei verkürzungen viele Defizite im Bereich der Ischios mit. ( Mit an verstärktes Hohlkreuz denken) Er soll während der Arbeit bei Telefonaten bisschen rumlaufen, sich immer und immer wieder aufrichten, nach der Arbeit an seiner Muskulatur arbeiten wie o.g. mit Hartschaumrollen oder was er eben will. Wie ist bei ihm die Arbeitsplatzergonomie, was macht er beruflich? Kann man da was optimieren? Weg von Massagen! Dehnt den Herren und macht aus der MT wenn dann diese Funktionsmassagen für die Scapula/Rhombos. + Mobi in der Therapie der Wirbel, Rippen, schaut nach erkürzungen der U-ex. Wenn er Bodyweightübungen macht, soll er Schulterrollen machen, ganz mit perfekter Haltung und optimalem ansprechen vom Nacken, als Steigerung mit Theraband oder Hanteln. An Ringen oder was er hat, Latübungen machen, vllt kann er Klimmzüge machen? Ich mache persönlich wenig mit dem Eisen, das ist total undynamisch und das wird ihm auch nicht gut tun. Aktive Bewegung der Wirbelsäule ist viel besser. Ich denke das er sich von früher da was weggeholt hat und sein "Schmerzkonto" sozusagen nun aufgebraucht ist und sich oft zu Wort meldet. So wie es vielen geht. Wäre mal interessant was er für Bodyweightübungen macht, da könnte ich ihm vllt. helfen das zu optimieren. Ich weiß ja auch nicht wie alt er ist und was er noch so kann bzw. bereit ist zu machen. Aber Handstand ist schonmal nice!

Ich glaube es ist bisschen doppelt und durcheinander geschrieben aber so fiel es mir gerade ein und es ist auch recht viel :D Halte uns auf dem laufenden.

ps: das bild soll keine schleichwerbung sein :D  peace

IMAG1301.jpg

pss: Es gibt auch in Büchern Mobilisationsrezepte die man in Arbeitspausen verwenden kann. Kann ich wenn er will mal reinschreiben. Da gibts die Faustregel, auf 30 min. Sitzen kommt 2 min. Bewegung. 

Wenn schon, denn schon. :) 

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bbgphysio    47

Morgen!! Sorry Eryk hab mir deinen Text jetzt nicht ganz durchgelesen war´n haufen zeug;)

Den N.dorsalis scaplae über die Facettgelenke, also Foramen intervertebrale könnte man bestimmt mal versuchen zu irritieren. Also wie man es von der MT kennt, Seitneigung, rot, zur betr.seite, extension der HWS mit kompression in Aste Sitz, so habe Ich es zumindest  damals gelernt. Entsteht ein krippeln oder brennen zwischen dem schulterblatt dann BINGO. Man kann auch die HWS in rotieren lassen um zu sehen ob es einfluss hat auf das Schulterblattproblem. MAn sollte vielleicht auch mal drandenken daß ein schmerzhafter Trapezius nicht unbedingt verspannt sein muss, sondern ebenfalls von der HWS als dermatom C3 betr.sein kann. dafür testet man wie oben beschrieben oder für Bandscheibenprovokation nicht in ext sondern, hws flex , SN und Rot zur nicht betr.seite mit kompression von oben auf den kopf.

Leider gibts hier keine nervenspannungstests wie man es vom laseque oder den peripheren nerven wie n. ulnaris, rad, med kennt. Es gibt aber einen inderekten spannungstest in Seitlage (betr.seite oben) kopfteil absinken lassen kopf in seitneigung lagern um mehr spannung aufs nervensystem zu bekommen und etwas flex. Scapula in die pro und retraktion mobilsieren und wenn die probleme provoziert werden (brennen entlang der scapula am margo med oder auch stechen)  dann wäre es auch auch ein hinweis auf diesem nerv. Dann den kopf etwas zurücknehmen oder /und kopfteil etwas höher einstellen um spannung aufs nervensystem zu nehmen. Nun die scapula nochmal in pro und retraktion mobilsieren. Sind die schmerzen besser da nun das nervensystme entlastet ist dann würde ich aufjedenfall auf diesen nerv tippen. 

Ein drittes kriterium daß es der nerv ist, vielleicht mal die romboideen testen. im Seitenvergleich. Sind die diese auf der linken seite abgeschwächt dann ist es 100 prozent der n.dorsalis scapulae. testen kann man so versuchen. In Bl mit kreuzgriff mit den handen auf die linken und rechte scapula legen widerstand geben und den pat. auffordern die schulterblätter zur WS zu ziehen, dann merkt man vielleicht eien schwäche.

Alles weitere im laufe des Tages, 1.pat. kommt gleich ;)

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bbgphysio    47

Wegen den Kopfschmerzen, wie machen sich die denn bermerkbar? Sind es eher so spannungskopfschmerzen also hinterhaupt über kopf als schiebt sich ne Haupe über den kopf. Sind die kopfschmerzen einseitig oder beidseitig?. pulsierend, ins auge ziehend? ist schwindel dabei oder augenprobleme/sehstörungen?  Da bitte mehr infos von den symptomcharakteristiken her. 

 

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bbgphysio    47

Also nun zur Behandlung falls der N.dorsalis scapulae betroffen ist. wegen den Techniken, Da kannst du auch mal deine Kollegen fragen Hast du eigentlich eine Ausbildung zur MAnuellen Therapie? Wenn ja müsstest du die Techniken ja kennen. Wenn nicht ist es halt etwas schwieriger. Diese Fobi würde Ich aber schnellsten nachholen;) Ansonsten fragst du  halt mal deine kollegen oder besorgst dir ein MT BUch

Egal wo dieser seine Engstelle hat, ich würde entlang seines Anatomischen Verlaufs, seiner anatomischen Grenzflächen von proximal bis distal  alles behandeln um diesen so zu entlasten.

Im prinzip machst du eine TOS behandlung 

1.Facettöffnung, eröffnung der Foramen intervertebrale sideglide der wirbelkörper nach links über die rechten Querfortsätze in Aste RL, c3 bis c5, an. Durchgeführt wird diese Technik mit dem zeigerfinger grundgelenk und mit diesem schub an den rechten querfortsätzen nach links gegeben.  Den darunterliegenden wirbel widerlagern an seinen linken querfortsätzen mit ZF grundgelenk

2.Behandeln, det. der hinteren  scalenilücke 

3.Raum zwischen clavicula und scapula behandeln (Bereich des plexus Brachialis) Am besten in ASTE Seitlage, hier auf die rechte seite fingerkuppen beider hände in diesen raum reinlegen und vorsichtig die finger auseinanderziehen, um die fascie dazwischen zu behandeln. der ober liegende arm des Pat. am besten auf  den linken therapeuten arm legen, also der zum kopfgerichtete.

4.Behandlung des m.levator scapulae 

5. die linken romboideen behandeln (hier kann man mit fascienstrichen arbeiten im raum zwischen WS und margo medialis, dies ist genau der verlauf des nerves, auch triggerpunktbehandlungen oder sonstige massagetechniken sind möglich. Aste Bauchlage oder Seitlage eignet sich dazu am besten

 

Nun könnte man auch noch eine indirekte NErvenmobilsation in Seitlage machen wie oben beschrieben. Kopf voreinstellen, und Schulter in pro und retraktion

Gruß Thomas

 

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Hallo zusammen,

 

tut mir Leid, dass ich erst jetzt antworte ... war krank und privat hatte ich auch noch "Baustellen". Aber wenn ich krank bin, hab ich eh auf nichts Lust.

 

Wo fange ich am besten an?

 

Das Bild von Perform Better lässt mir keine Ruhe! ;-) Ist da die Übung auch wirklich korrekt gezeigt? o_O Hab die nämlich auch schon so gesehen, dass der untere Arm innen ist! Macht die Übung natürlich deutlich schwieriger.

 

Auf jeden Fall lieben Dank für den ganzen Input.

 

Ich habe den Patienten sicherheitshalber an einen Kollegen weitergegeben, der auch MT kann und mit dem ich mich im Austausch befinde.

 

Die Kopfschmerzen sind wohl zentral und dumpf, dann auch ganztägig, trotz Tabletten. Übelkeit oder Sehstörungen hat er nicht. Er ist dann ziemlich genervt, will seine Ruhe, ist schnell außer sich, mag kein Licht. Richtung Migräne.

 

Mein Kollege hat ihn auch nochmal komplett untersucht. Schulterblätter sind mobil, er kann keine muskulären Dysbalancen feststellen. Auch scheint die WS grade zu sein. Eine klitzekleine Verhärtung bzw. Blockade konnte er bei BWK 5 feststellen. Diese hatte er gelöst, aber brachte keine Linderung. Er hat sich dieses Geräusch beim Vorbeugen des Patienten angehört. Er meint, es könnte das sog. Schulterblattkrachen sein. Könnte. Von der Vorgeschichte könnte es passen. Allerdings kracht es nicht, wenn der Patient seine Arme bewegt. Es ist auch nicht schmerzhaft dieses Krachen. Der Patient fühlt sich dann eher erleichtert, wenn es gekracht hat. Der Kollege will das beobachten und sich weiter anhören.

 

Wärme tut dem Patienten gut - aber auch nur temporär. Solange er mit Wärme behandelt wird, fühlt er so gut wie keine Schmerzen. Am wenigsten dann, wenn er auf der Liege in BL liegt und die Arme einfach hängen lassen kann.

Keine Linderung brachte auch die Traktion der BWS. Als nächstes will er die HWS vorsichtig mit Traktion bearbeiten.

 

1 - 5 hat leider auch nichts gebracht.

 

Scheint ein wirklich schwieriger Fall zu sein!? :-(

 

Bei dem Patienten, wie er dem Kollegen erzählt hat, wurden vor ein paar Jahren 2 oder 3 Bandscheibenvorwölbungen in der HWS festgestellt. Hatte er mir nicht erwähnt. Auch hat er nur eine Arterie vertebralis Ersteres könnte ja vielleicht auch zu diesen jetzt sehr widerspenstigen Probleme führen!? Der Patient kann sich weiterhin nicht erklären, warum das dieses Mal so widerspenstig ist. Es gab in jüngster Zeit kein traumatisches Erlebnis. Stress an der Arbeit, ja. Evtl. eine (falsche) Übung zu intensiv gemacht (er hatte sich an der Brücke versucht).

 

Der Patient kann diesen Schmerz bzw. die Stelle am linken Schulterblatt selbst intensivieren, triggern, indem er den Kopf nach vorne beugt - im Stehen oder Sitzen. Neigt er den Kopf nach rechts und beugt ihn dann nach vorne, wirds noch intensiver. Es sind dann aber wohl keine Schmerzen mehr, sondern eher ein fast angenehmes "frisches Ziehen". Kein Stechen oder Brennen mehr!

LG

 

 

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Eryk    43
vor 4 Stunden schrieb Katharina Schwarzenborn:

Das Bild von Perform Better lässt mir keine Ruhe! ;-) Ist da die Übung auch wirklich korrekt gezeigt? o_O Hab die nämlich auch schon so gesehen, dass der untere Arm innen ist! Macht die Übung natürlich deutlich schwieriger.

Na wie du siehst, ist das nur ein Flyer und keine Übungsanleitung. Aber sicher kann man die Übung so machen, warum denn nicht? ;)

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Eryk    43

Könnte man anhand vom CRP wert feststellen. Da es aber soviele entzündliche Arten gibt, gibts auch da wieder keine 100% Sicherheit.

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Rheuma hat er nicht. Er ist zzt. nicht (mehr) bei uns in Behandlung. Rezept war fertig. Neues soll aber kommen. Er lässt sich grad vom Doc abchecken. Blut ... Also CRP ist super. Alle anderen Werte auch, bis auf den CK-Wert. Der ist doppelt so hoch, wie empfohlen. Kann aber viele Gründe haben. Sind aber alle auszuschließen. Herz ist ok, er hat zzt. keine körperlichen Anstrengungen. Er nimmt kein Anabolika. Er soll in 2 Wochen nochmal Blut abgeben. Evlt. hat er doch eine Muskelentzündung oder so!? :-(

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    • Kennst du Lernen durch Reflektion? Solche Ereignisse (Fehler) bleiben vor allem anfangs in einer Karriere nicht aus - meist basieren sie darauf, dass man keinen detaillierten Befund und Analyse gemacht hat, der einem dabei hilft, den Patienten genau dort zu unterstuetzen wo es noetig ist. Dadurch erkennt man oft Risikozeichen nicht fruehzeitig genug. Und dann sind da einfach noch unvorhersehbare Unfaelle. Ich nehme an, du hast dich bei der Patientin und ihrer Familie entschuldigt und das mit der Heimleitung durchgesprochen. Was bleibt ist Lernen durch Reflektion - nimm dir Blatt und Papier und schreib genau auf, was passiert ist, wie du dich dabei gefuehlt hast, analysiere warum es passiert ist und notiere Schritte, die du in Zukunft unternehmen kannst, damit dies moeglichst nicht wieder passiert. Mit wem besprichst du dich sonst? Hast du regelmaessige Supervision? Wenn man einen Fehler gemacht hat, ist das wichigste, dass man ihn eingesteht und daraus lernt. Und wenn du das den anderen zeigst, dann akzeptieren sie auch so wie du bist. Viel Erfolg, Anna
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    • ...da könntest du natürlich Recht haben Thomas, an das hatte ich gar nicht mehr gedacht. Ich habe mich auch von der Diangnose blenden lassen. Arthrose der Facettengelenke wird oft diagnostiziert. Das ist aber auch ab einem bestimmeten alter normal.
      Die einen mehr, die anderen weniger. Eine Blockade kann man im Röntgenbild nicht sehen. Dann wäre ihr eigentlich mit 6x Manuelle besser geholfen.

      Hast du mit der Physiotherapie schon begonnen Trudi?
    • Hallo Gast Trudi und Gianni. Ich bin leider kein Fan, wo alles auf die Skoliose schiebt. Hierfür hab Ich ein Beispiel. Zwei Zwillinge haben das Selbe Problem in der Lendenwirbelsäule. Sie haben beide den Gleichen, stechenden Rückenschmerz, der von einer Blockade der Facettgelenke kommt.  Der Unterschied. Der eine Zwillinge hat eine Skoliose . Der Pat. mit der Skoliose wird zu einer längeren  Reha geschickt und ihm wird empfohlen sich im Fitnesstudio anzumelden. Der andere Zwilling geht zum Orthopäden, wird eingerenkt und kann schmerzfrei  wieder nach Hause. Warum hat der Skoliosepat.nicht das selbe Recht die Blockade, die hier ursächlich für den Schmerz ist gelöst zu bekommen? Vielleicht steckt doch ein oder mehrer Blockaden hinter dem Schmerz. Das müsste aber untersucht werden. Aber Auch Arthrose ist natürlich möglich. Trotzdem sollte man sich nicht immer so auf Röntgen und MRT aufnahmen verlassen. Dies ist ja nur Bild. In der Physiotherapie sollte dies durch spezifischen Tests überprüft werden. Wenn Tests pos.sind die auf einer Arthrose hinweisen und das Bildgebende verfahren stimmt mit dem Befunden überein, dann habe Ich Gewissheit daß  es sich um das Problem handelt, und es kann gezielt angegangen werden. Falls es dann doch eine LWS-arthrose ist dann, ist das was Gianni hier geschrieben hat genau richtig ! 
    • Liebe Physios, heute stellt Thomas Brucha vom Fachlehrerteam Integrative Manuelle Therapie unser gleichnamiges Lehrbuch von Thieme bei Physiotalk vor. http://www.physiotalk.de/2017/09/buch-integrative-manuelle-therapie-thieme-verlag/ Für die, die Interesse haben, das Buch zu kaufen, ein Hinweis: Bei Bestellung über uns schreiben wir 18 € im Kundenkonto gut, die auf Fortbildungen bei uns eingelöst werden können! Der dazugehörige Bestelllink: http://www.dasmediabc.de/index.php?article_id=22&kurs=BIMT Mit den besten Grüßen, aus Nürnberg, das mediABC-Team
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