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Die Voraussetzung dafür ist erstmal die motorische Einheit, die aus einem Motoneuron und den zu innervierenden Muskelfasern besteht. Um jetzt eine Muskelkontraktion auszulösen bedarf es außerdem eines Nervenimpulses. Dieser kommt von dem Motoneuron, wobei seine Ausläufer (Axon) dem Sarkolemm des Muskels nahe sind ohne es jedoch zu berühren. Am Ende des Axons befindet sich die motorische Endplatte (Präsynapse) mit den Acetylcholin (Neurotransmitter) gefüllten Vesikeln. Kommt es nun zu einer Erregung in der motorischen Endplatte, strömen aus der Umgebung Calciumionen in die Endplatte ein und bringen die Vesikel zum platzen.
Als Folge wird Acetylcholin freigesetzt, dass sich dann in den synaptischen Spalt zwischen Präsynapse (motorische Endplatte) und Postsynapse (Sarkolemm) ablagert. Das Acetylcholin bindet dann an die speziellen Rezeptoren des Sarkolemms und löst dadurch eine Veränderung der Permeabilität der Zellmembran bzw. des Sarkolemms aus, sodass es zu einer Veränderung des chemischen Zustands innerhalb der Zelle kommt:
Natriumionen strömen vom Extrazellulärem Raum in die Zelle und Kaliumionen vom Intrazellulärem Raum nach außen - es kommt zum Aktionspotenzial. Hierdurch werden die im Sarkoplasmatischem Reticulum befindlichen Calciumionen freigesetzt, welche sich dann am Troponinkomplex von Aktin anlagern. Dadurch wird die Bindungsstelle zum Myosin frei. Nun kann das Myosinköpchen an den Aktinstrang binden. Das am Myosinköpfchen gebundene ATP wird nun zu ADP (Ein Phosphat wird abgespalten). Durch die hierbei frei gewordene Energie knickt das Myosinköpfchen jetzt zur Seite ab, sodass es zur Verschiebung zwischen Aktin und Myosin kommt.
(Durch eine weitere Bindung des ATP an das Myosinköpchen und der Spaltung zu ADP, löst sich dieses wieder vom Aktin und der Vorgang kann von neuem beginnen)
Der Muskel kontrahiert.

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Vielleicht noch als kleiner Tipp: Ich gucke mir für das grobe Verständnis gerne Youtube-Videos an. Da bekommt man einfach einen guten Überblick und hat danach eine bessere Vorstellung.

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    • Von Miri_o
      Hallo,
      Ich bin noch relativ am Anfang meiner Ausbildung, allerdings steht bei uns in 2 Monaten eine sehr wichtige Zwischenprüfung an, in der insb. die Themen Anatomie und Physiologie geprüft werden.😓 Ich habe allerdings schon zu Schulzeiten nie wirklich gelernt, bzw. immer nur auf Klausuren im allerletzten Moment.
      Daher breitet sich bei mir gerade eine ziemliche Panik aus, da ich keinen wirklichen Plan habe wie ich was am besten lernen soll.😱
      Normalerweise schreibe ich immer sehr gerne Zusammenfassungen, allerdings kommt es mir in Anatomie mit den ganzen Muskeln nicht sehr sinvoll vor, da ich dazu auch lernkarten, Karteikarten und Bücher habe. Dieses hin- und herspringen zwischen den verschiedenen Medien stresst mich irgendwie sehr😣
      Würde mich riesig über Erfahrungen und Tipps freuen!!🤓
    • Von fufurti
      Liebe Community!
      Ich hoffe ich treffe hier mit dieser doch sehr allgemeinen Frage, Erfahrenere als mich.
      Ich bin gerade in der Situation, dass ich meinen Ausbildungsweg festlege und habe in den Jahren festgestellt, dass ich mich für Themen interessiere, die schlussendlich auf physiologische Vorgänge hinauslaufen. Die generell in die Funktionsweise von Organismen kategorisiert würden. Ich stelle mir nun die Frage, welches Fachgebiet/Studium es gibt, in welchem diese bisher doch grob umschriebene Faszination behandelt wird.
      Hierzu möchte ich ein paar Stichworte einwerfen und welche Vorstellung ich zu diesen habe.
      Zu Beginn würde ich zunächst Naturwissenschaften als Grundlage festlegen und in Bezug auf Lebewesen, Organismen, Mikroganismen die Biologie ins Spiel bringen. Nach etwas Recherche bilde ich mir mittlerweile ein, dass Biochemie Funktionen bzw. Modelle nach ihren physikalischen und chemischen Vorgänge zerlegt, womit interzelluläre Prozesse erkundet werden und infolge auf Stoffwechselvorgänge geschlossen wird. Grundlage für diese Vorgänge ist die organische Chemie mit ihren komplexen Strukturen (Proteine, Lipide, Saccharide), die anhand von/mithilfe molekularer Information synthetisiert werden. Diese Expression der Gene würde ich der Molekularbiologie zuordnen.
      Ich erlaube mir anzunehmen, dass Mediziner hierzu hauptsächliche jene Vorgänge beschäftigen, die im menschlichen Körper stattfinden.
      Meine Frage ist nun zunächst ob ich hier ein relativ realitätsgetreues Bild vor mir habe, und welches Fachgebiet mir als Beispiel folgendes bieten kann:
      Am Menschen wird beobachtet, dass, sobald er in Hungerstreik tritt, widerstandsfähiger wird und nun gesundheitsbeinträchtigende Faktoren kompensieren kann. Der Mensch ist in diesen Phasen von Nahrungsentzug in der Lage, chronischen Krankheiten wie Diabetes Herr zu werden. Mich interessiert nun die Frage, welcher Fachbereich klären wurde, warum dieser Patient diese Besonderheit aufweist. Aus welchen Gründen, genau jene Stoffwechselvorgänge in Gang gesetzt werden, die Fitness steigern, obwohl man intuitiv das Gegenteil annehmen würde. Was ausschlaggebend dafür ist, dass eben diese Substanzen erzeugt werden und woraus diese produziert werden.
      Ich bin mir natürlich durchaus bewusst, dass hierbei eine fundierte Lösung zwangsläufig interdisziplinär ist. Jedoch hoffe ich, dass ich meine Frage so beschreiben konnte, dass ihr mir helfen könnt, abzustecken, in welchem Fachgebiet ich hier strample.
      Danke im Voraus.
       
    • Von Stephan
      In seiner 4. Auflage verbindet das Lehrwerk Anatomie Physiologie für die Physiotherapie ein bewährtes Konzept mit einer lernfreundlichen Aufbereitung der Inhalte. Dabei richtet sich das umfassende Werk vor allem an angehende Physiotherapeuten, aber auch an Sportwissenschaftler, Masseure und medizinische Bademeister. 
      Über das Buch Anatomie Physiologie für die Physiotherapie
      Grundlagenwissen mit lernfreundlicher Praxisnähe vermittelt das Fachbuch Anatomie Physiologie für Physiotherapeuten kompetent und umfassend. Der theoretische Anteil der Grundlagenfächer der Ausbildung ist bei diesem Buch, das bereits in vierter Auflage vorliegt, optimal an den praktischen Alltag gekoppelt. Mehr als 900 Fotos, Illustrationen und Tabellen veranschaulichen die Inhalte zusätzlich. Farbige Hervorhebungen markieren das Wichtigste noch einmal. 

      Anatomie in vivo Ansicht der Muskulatur im Unterarm / Ellenbogenbereich
      Lernende erfahren in diesem detaillierten Fachbuch alles Relevante für ihre Ausbildung. Dabei sind die Inhalte perfekt auf die Bedürfnisse der Studierenden abgestimmt: Lernzielübersichten, Verständnisboxen und online abrufbare Abbildungen sowie Übungen erleichtern das Verstehen der Inhalte. Grundlagenwissen lässt sich auf insgesamt 688 Seiten leicht aneignen. Dafür sorgen ebenfalls die leicht lesbaren und auf den Punkt formulierten Texte in dem Buch. 

      Grafik: Resorption der Nährstoffe in den Dünndarmzotten
      Neuerungen in der 4. Auflage
      Die vierte Auflage besticht durch aktualisierte und erweiterte Inhalte. Das Buch wurde komplett überarbeitet und bietet nun auch ergänzende Inhalte zu den Themen Schmerzphysiologie, Faszien und Bindegewebe. Zusätzlich erscheint die Neuauflage in einem neu überarbeiteten Layout, das modern und frisch wirkt und somit das inhaltliche Verstehen der Texte unterstützt.

      Steckbrief zum Buch
      Titel: Anatomie Physiologie für die Physiotherapie
      Herausgeber: Christoff Zalpour
      Format: Gebundene Ausgabe und E-Book - 688 Seiten
      Urban & Fischer Verlag / Elsevier GmbH
      4. Auflage: 15. Februar 2016
      ISBN-10: 3-437-453-045
      ISBN-13: 978-3-4374-5304-5
      Preis (Gebundene Ausgabe): 69,99 Euro
      Preis (Kindle-Edition): 54,99 Euro
      Über den Autor: Dr. med Christoff Zalpour
      Der Herausgeber des Buches Anatomie Physiologie für die Physiotherapie ist Professor Dr. med. Christoff Zalpour. Er ist seit 2003 an der Hochschule Osnabrück als Professor für Physiotherapie tätig. 2008 übernahm er die Position des Direktors am Institut für Angewandte Physiotherapie und Osteopathie, ehe er 2015 zusätzlich als Leiter des MotionLab in Osnabrück in Erscheinung trat. 
      Christoff Zalpour startete an der Stanford University in Kalifornien seine Karriere in der kardiovaskulären Grundlagenforschung. Des Weiteren ist er ein Mitglied im Wissenschaftsbeirat der Fachzeitschriften pt_Zeitschrift für Physiotherapie, physioscience und Physiotherapie. 
      Theorie 0 --------- 10 Praxis: 5
      Einsteiger 0 --------- 10 Profis: 5
      Breit 0 --------- 10 Tief: 7 
    • Von ralfsenn
      Einzelne Wundheilungsschritte. Grundwissen Physiotherapie / Sportphysiotherapie

  • Beiträge

    • ...das ist auch das selbe. Sie sind über den so genannten monosynaptischen Reflexbogen (oder Eigenreflex) im Rückenmark verschaltet.
      Der einzige Unterschied liegt darin, dass die myotatische Einheit die Spannkraft oder Steifheit des Gelenkes reguliert. Kontrahiert sich eine Muskelgruppe der myotatischen Einheit, müssen die antagonistischen Muskeln entspannen. Das geschieht ebenfalls über einen Reflex!
       
    • Bisher dachte ich, dass "Myostaticher Reflex" ein Synonym für Eigenreflex sei. Im Massagebuch von Bernd Muschinsky gibt es getrennte Kapitel für Eigenreflex und Myostatischer Reflex. Es gibt auch Formulierungen wie Auf einen Unterschied wird allerdings nicht explizit hingewiesen. => Was ist der Unterschied zwischen Eigenreflex und Myostatischem Reflex (falls es einen gibt)?
    • Im Massagebuch von Bernd Muschinsky steht auf Seite 52:   Weiter unten steht noch auf der gleichen Seite (widerspricht sich das nicht?):   Nach meinem bisherigen Verständis wirkt eine verstärkte Aktivierung der Golgi-Sehnenorgane hemmend auf die alpha-Motoneurone (=Autogene Hemmung). => Wieso sollte eine verminderte Feuerung zu einer Blockade führen? Ist die erste Beschreibung im Buch schlichtweg falsch? Oder gibt es noch irgendeinen Mechanismus den ich übersehe? Das hört sich für mich logisch an. Muschinsky scheint allerdings vorzuschlagen, die eh schon überreizten Golgi-Sehnenorgane noch weiter zu dehnen? Oder ist mit "weiche Sehnendehnung" eine Dehnung quer zur Faserrichtung gemeint, so dass zwischen den kollagenen Fasern mehr Raum entsteht und die Golgi-Sehnenorgane entlastet werden? Dann würde allerdings die Frequenz der Signale der Golgi-Sehnenorgane nachlassen, die Autogene Hemmung abnehmen und die alpha-Motoneurone erst recht feuern? Ich wüde mich sehr freuen, wenn da jemand mehr Klarheit reinbringen kann.      
                 
    • Wünsche ich dir auch, einsamer Wolf
      Mach dir keinen Kopf wenn´s hier und da mal zwickt, das ist ein gutes Zeichen. Denn, wie heißt es so schön, wenn man morgens aufwacht und es tut nix mehr weh, ist man mit höchster Wahrscheinlichkeit gestorben☝️ In diesem Sinne, schöne besinnliche Tage
    • Ho Ho Ho Ich wünsche euch allen schöne Festtage und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Bleibt alle schön gesund.  Lg Lonewolf P. S Mir geht es seit 4 Wochen viel besser. Hier und da paar kleine Probleme noch. Diese verschwinden sicherlich auch noch. Nie die Hoffnung aufgeben.