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Geschrieben

Hallo Leute,

ich brauche mal euren Rat. Bei mir wurde eine leichte Hüftdyplasie festgestellt. Da ich Orthopäden nicht so recht traue möchte ich euch bitten, dass Bild zu beurteilen.

Welche Behandlung und Übungen wären hier angebracht? Der Arzt hat mir ebenso Physio verordnet.

Freue mich über Anregungen.

 

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Geschrieben

Guten Abend Badebeister,
warum genau traust du deinem Orthopäden nicht? Meiner Meinung nach hat er schon richtig erkannt, dass mit deiner Hüfte etwas nicht stimmt. Hast du Schmerzen?
Was man auf dem Bild gut sehen kann, ist keine klassische Hüftdysplasie (zu flach ausgeprägte Pfannen) sondern eher zu stark ausgeprägte bzw. deutlich vertiefte Hüftpfannen, das ist eine Form des "Femoroacetabuläres Impingement" (FAI). In deinem Fall wäre das das "Pincer-Impingement". Bei diesem "Beißzangen-Impingement" ist meist die Hüftpfanne deutlich vertieft, die Hüftkopfform jedoch normal. Dadurch stößt der Schenkelhals wiederholt am Pfannenrand an und verdrängt oder klemmt die Gelenklippe ein und schädigt sie mit der Zeit. Typisch hierfür sind Leistenschmerzen bei bestimmten Bewegungen. Diese lassen sich bei einem Befund gut reproduzieren!
Um auf Nummer sicher zu gehen würde ich vielleicht noch ein MRT machen lassen. Dadurch lassen sich evtl. Schädigungen der Gelenkslippe gut erkennen.

Geschrieben

Warum ich einem Orthopäden nicht traue? Zu viele schlechte Erfahrungen gemacht. Es wurden diagnosen in den Raum geworden, diese wurden durch Einsatz von Zeit und Geld durch die Therapie der Orthopäden behandelt aber führten letztlich nicht zum Erfolg. Aber gut anderes Thema. Ich habe so erstmal keine Beschwerden an der hüfte. War beim Arzt weil ich beim kreuzheben und Kniebeugen, ich besuche regelmäßig das Fitnessstudio, manchmal schmerzen oder ein ziehen im unteren rücken haben. Vermutlich weil er leicht einrundet. Ich wollte eigentlich nur eine Bandage für die lws haben und das wurde nun daraus. Leisten Schmerzen hatte ich bis jetzt eigentlich auch nicht wirklich wenn ich ehrlich bin. Ist das jetzt besser oder schlechter für mich als die klassische hüftdysplasie? Und vorallem lässt sich das ganze durch manuelle Therapie / mobility und Stärkung bestimmter Muskeln therapieren?

Geschrieben

Man müsste die Hüfte in einem Befund, beim Physio mal durchtesten ob tatsächlich was damit ist. Es kann aber auch sein, dass dein FAI zunächst Symptomlos bleibt. Rückenschmerzen können natürlich auch in indirekter Verbindung mit der Hüfte stehen. Nämlich über die so genannte Gelenkkette (Hüftgelenke, Beckenring, Kreuzbein ->LWS)
Eine Bandage würde ich nicht unbedingt tragen, da sich die Muskeln gestützt fühlen, sich daran gewöhnen können und ihre Tätigkeit dadurch eher Vernachlässigen. Ich würde auf jeden Fall, wie schon erwähnt, in einem anständigen Befund, durch verschiedene Tests, die Ursache genauer ermitteln ob sich unter anderem eine Blockade dahinter verbirgt, eine zu schwache Tiefenmuskulatur oder eher ligamentäre oder kapsuläre Störungen im Vordergrund stehen.
Was mir noch aufgefallen ist, ist dass dein Steißbein etwas verschoben/subluxiert ist. Hast du manchmal Taubheitsgefühle oder Kraftlosigkeit in den Beinen?
 

Geschrieben

Hi, kurze Zwischenfrage:

  • Wie alt bist du?
  • Männlich/weiblich?

Was würde der Orthopäde denn gern tun? 
Mit der Diagnose liegt er in meinen Augen richtig, aber die Frage ist trotzdem, ob das für deine Beschwerden als Ursache überhaupt in Frage kommt. 

Geschrieben

@gianni Erstmal vielen Dank für die ausführlichen Antworten. Das mit dem Steißbein ist mir auch beim betrachten der Aufnahme aufgefallen. Taubheitsgefühl oder Kraftlosigkeit habe ich nicht, allerdings habe ich ein komisches Gefühl wenn ich den unteren Rücken ein wenig hin und her bewege. Kein Schmerz aber eine Art Knacken lässt sich manchmal im unteren Bereich wahrnehmen. Schwer zu beschreiben. Und irgendwie habe ich immer das Gefühl, dass etwas im Ungleichgewicht ist dort unten. Bessere Ansteuerung der Muskulatur auf der rechten Seite als auf der linken.

 

@Stephan Ich bin männlich und 27 Jahre alt. Der Orthopäde selbst möchte nicht tun. Er hat mir eine Heilmittelverordnung ausgestellt und folgendes ist dort vermerkt:

Diagnose: Leichte Hüftdysplasie, Funktionsstörungen durch Muskeldysbalance, - Insuffizienz, -verkürzung

Therapie: Wiederherstellung, Besserung der gestörten Muskelfunktion, Muskelaufbau, Kräftigung der Hüftabduktoren und Außenrotatoren, Anleitung zum Eigentraining

 

Wie bereits erwähnt, ich habe an sich keine wirklichen Beschwerden. Ich hatte vor einigen Wochen mal Schmerzen im unteren Rücken weil beim Kreuzheben meine Technik nicht 100 % richtig war. Danach habe ich mehr auf meinen Rücken geachtet und hatte nach diesen Kreuzheben Sessions auch keine Schmerzen mehr. Die Bandage wollte ich einfach nur zur Stabilisierung / zum ausprobieren bei hohen Gewichten.

Geschrieben

Hallo Badebeister,

würde sagen, keine Probleme mit der Hüfte, aber Gleitwirbel/ Abnutzung Wirbelfortsätze, Problem ISG (links auf dem Bild).

Schwaches Bindegewebe? Lordose? Sitzposition?

Das rauhe Sitzbein kann ggf. auf Überlastung der Sehnen, Anfälligkeit der Sehnen/ Schwache Sehnen hinweisen, muß aber nicht.

Ich würde an Deiner Stelle nochmals Ärzte abklappern, für eine richtige Diagnose und dann die richtigen Übungen/ Kieser etc. machen.

Geschrieben

Ja Mensch, schöne scheiße. Da gehts zum Doc und willst ne Bandage haben und kommst als Krüppel wieder raus :)

Nochmal danke für die zahlreichen Beiträge.

@annon  Grundsätzlich sitze ich relativ viel am Tag. Bürojob + zu Hause. Ich werde das mal beim physio ansprechen. Habe ja nun 6 x aufgeschrieben bekommen. Außerdem suche ich noch regelmäßig privat einen Chiropraktiker auf. Wie gesagt, einen weiteren Örthopäden aufzusuchen macht in meinen Augen keinen Sinn. Die wollen und können einem eh nicht langfristig helfen. Dazu reicht die Behandlungszeit nicht aus + mehr als Symptom Therapie wird da eh nicht gemacht. Ich denke der ein oder andere hier wird mir sicherlich zustimmen.

Geschrieben

Eine Frage habe ich noch wegen dem Steißbein. Ich hab keine wirklichen Schmerzen in dem Bereich, nichts desto trotz ist das Steißbein ja verschoben. Sollte oder kann man das korrigieren? Ich habe gelesen das würde wohl rektal gemacht werden? Hört sich erstmal nicht so toll an :D

Geschrieben

Guten Abend

hab mich mal eben eingelesen.

So wie ich das verstanden habe, hast du einen Bürojob, sitzt viel und gehst dann regelmäßig ins Studio?!
Dann hast du beim Kreuzheben festgestellt, dass es mal in der LWS zieht und bist zum Arzt und es kam eine Hüftdysplasie raus?

Kontrolliert jemand deine Techniken? Was heißt denn bei dir viel Gewicht beim Kreuzheben? Sauber?
Kniebeugen mit drin? Wie siehts mit deinem Volumen aus?
Hast du einen Trainingsplan?
Denke da könnten eine Menge Faktoren für die Ursache sprechen.
Solltest beim Physio einen Befund bekommen und dann kann er mit dir durchgehen wie du auch Tiefenmuskulatur trainierst um wirklich stabil zu sein. Solltest lernen wie du dich ordentlich dehnst und mobil hälst.
 


Eine ganz nette Übung die dir viel bringen kann.

LG

Geschrieben

@Jan Du hast es richtig verstanden. Beim Kreuzheben führe ich derzeit 120-130 kg im 5 x 5 durch. Auf saubere Technik achte ich sehr. Bin bereits sei fast 10 Jahren am Eisen. Der untere Rücken limitiert mich beim Kreuzheben, sonst wären sicherlich noch 10-20 kg mehr drin. Kniebeugen ist schon längere Zeit nicht mehr drin.

Ich habe auch nicht nach jeder Einheit Kreuzheben Rückenschmerzen, nur merke ich einfach das sich eine gewisse Dysbalance in meinem unteren Rücken befindet und grundsätzlich meinte linke Seite kräftemäßig hinter meiner rechten steht.

Wie bereits erwähnt werde ich in den nächsten Wochen daran arbeiten und weitere Informationen und Therapien einholen. Nichts desto trotz, auf dem Bild ist ein verschobenes Steißbein zu sehen. Sollte das wieder in Position gebracht werden?

Geschrieben

Möglicherweise hat das Steißbein etwas damit zu tun - muss aber nicht.

Hast ja noch viele andere Strukturen in der Nähe die Probleme machen können.
Vielleicht der Muskel zu fest und muss mal wieder gelöst werden? Faszien verklebt? Muskeln durchs sitzen verkürzt?
Da würde mir als erstes dein Hüftbeuger einfallen - wenn der verkürzt ist, klappt das Kreuzheben auch nicht mehr richtig.

Wenn das Steißbein keine größeren Probleme macht, würde ich mir da auch erstmal weniger Gedanken machen.
Wichtig ist, dran zu bleiben und deine Übungen regelmäßig zu machen, dehnen etc.
 

Geschrieben

Morgen,

hat den Grund, dass mein unterer Rücken bei dieser Übung ermüdet, bevor ich die Beine effektiv trainieren konnte.

Aufgrund körperlicher Gegebenheiten werde ich nie mit komplett geradem Rücken beugen können. Hinzu kommt dann noch fehlende Mobilität im Sprunggelenk. So hatte ich immer etliche Faktoren die ich berücksichtigen musste beim beugen und konnte mich nicht aufs wesentliche konzentrieren. Es fühlte sich einfach nicht gut an. Vielleicht werde ich das nochmal angehen, aber im Moment ist es mir zu viel aufwand den ich betreiben müsste, um eine ordentliche Beuge hinzukriegen.

Geschrieben

Dann solltest du mal die Ursache suchen.
Natürlich kann man Übungen, die sich nicht gut anfühlen rauslassen.
Aber Dinge nur zu umgehen bringt dich nicht weiter und schränkt dich nur ein.

Ich denke du solltest dir mal jemand erfahrenes zur Hilfe holen der das bewertet und dich anleitet.
Ich kämpfe ebenfalls seit 9 Jahren mit der Kniebeuge. Immer dran bleiben und an sich arbeiten.

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    • Grüß Dich, vielen Dank für die Nachricht. Ich dachte, dass ich schon geantwortet habe vor einigen Stunden. Jetzt sehe ich jedoch meine Antwort nicht mehr. Vielleicht erscheint sie noch oder ich habe einen Fehler gemacht.    Es ist so, dass ich gestern nochmal bei dem Arzt, bei dem ich auch schon vor circa anderthalb bis zwei Wochen gewesen bin, war. Der Arzt hatte damals eine Beckenverwringung festgestellt und die Beckenverwringung wieder korrigiert. Eine Woche danach habe ich mit ihm telefoniert, weil wir es so ausgemacht haben. Ich hatte leider keine Besserung. Daraufhin sollte ich gestern wieder zu ihm kommen.   Gestern stellte er dann als Hauptursache für die Schmerzen und dass die Muskeln und Sehnen sowie die Schambeinentzündung noch nicht besser geworden sind, eine Beckenringinstabilität fest. Er tastete mein Bein ab und bestätigte eine Insertionstendinopathie am Adduktor Longus&co. Auch Stoßwelle haben wir versucht und es tat am Ansatz höllisch weh. Er empfahl keine weitere Sitzung, da die Reizung zu groß sei.   Er meinte, dass ich einen Beckengurt tragen soll, den habe ich mir gestern abgeholt. Die Schmerzen werden wohl über die nächsten Tage und Wochen deutlich besser durch das Tragen des Beckengurts, weil dann die Adduktoren und Sehnen nicht mehr so stark arbeiten müssen. Natürlich, weil ich schon so viele Erfahrungen gemacht habe bzw. schon so lange Schmerzen habe, frage ich mich, inwieweit jetzt wirklich dieser Beckengurt allein für eine Besserung sorgen wird, nachdem ich sechs Monate keinerlei Besserung, sondern eher eine Verschlechterung gespürt habe. Ich habe ihn noch darauf angesprochen, dass ich doch gerne Physiotherapie haben wollen würde, weil ich gelesen habe, dass Sehnen und Muskeln einen Reiz brauchen, um wieder widerstandsfähig zu werden. Ich hatte vorher schon einen Physiotherapeuten angeschrieben, der mir empfohlen hatte, manuelle Therapie, Krankengymnastik und Krankengymnastik am Gerät verordnen zu lassen. Ich habe dies von meinem Arzt gestern jeweils 12 Mal verordnet bekommen. Damit habe ich also Rezepte für 36 Einheiten. Nun bin ich gespannt, ob das etwas bringt in Kombination mit dem Beckengurt. Du sagtest ja auch, dass es etwas Nervliches sein kann und auch am ISG etwas sein kann, etc. Ich war letzte Woche auf Selbstzahlerbasis bei einem Physiotherapeuten, der auch Chiropraktiker ist, und dieser rengte bzw. knackte meine Wirbelsäule inklusive dem ISG. Nun weiß ich natürlich nicht, ob das schon ausreichen würde oder wie ich jetzt die Diagnose hinsichtlich einer möglichen nervlichen Ursache in der Lendenwirbelsäule etc. herausfinde. Soll ich jetzt nochmal zu einem Arzt gehen oder kann mein Physiotherapeut, bei dem ich dann die 36 Einheiten haben werde, das unter Umständen „vordiagnostizieren“ oder eine Wahrscheinlichkeit dafür abgeben? Oder, und das überlege ich jetzt, sollte ich wirklich ein MRT zur Sicherheit der Lendenwirbelsäule machen? ob Triggerpunkte verantwortlich sind…hm. Also ich spüre ja einen klaren Schmerz an der Sehne und weiß, dass ich dieses Ödem am Schambein habe. Also daher müssen bestimmt hauptsächlich die Schmerzen herkommen. nervig ist eben dieses unangenehme verspannte Gefühl am Bein hinten vom Po aus bzw. vom Sitzbein aus. Auch die Muskel haben dort enorm abgebaut. Gleichzeitig fühlt es sich wie Pudding an und ich kann keine Belastung drauf bringen, weil es sich relativ kraftlos anfühlt.    Ich weiß nicht, ob man das alles mit Physio und dem Beckengurt wieder hinbekommt? Gerade durch die Schmerzen und dieses Pudding-Gefühl habe ich Angst, dass ich gar keine Physio machen kann oder dieses das Ganze verschlimmert. Gleichzeitig merke ich ja, dass bisherige Schonung (ohne Physio) bisher nichts gebracht hat.   es ist alles sehr komisch und macht einen auch nervlich fertig.   ich habe Angst, dass meine Muskeln/Sehnen bei wieder schmerzfrei und belastbar werden - also dass etwas irreversibles passiert ist oder passieren kann. gibt es so etwas oder wie würdest du das einschätzen? Gerade für den Fall, dass es noch weitere Monate so geht - wieso auch immer…   danke!!
    • Hallo in die Runde, wem hat neurologische Integrationsystem (nis) gegen Schwindel geholfen und kennt ihr einen Physiotherapeut in Hamburg, der sich damit auskennt? Vielen Dank im voraus.  
    • Hallo Kleib, bist du schwindelfrei geworden? Hat dir was geholfen? Ich habe die gleichen Symptome und ich wäre dir für die Antwort sehr dankbar. Viele Grüße  Dima

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