shiro80

Rückenschmerzen, Röntgenbilder - was hab ich?

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Hallo,

ja meine Frage ich schon nicht so treffend gewählt, aber ich weiß mir grad keinen anderen Rat als hier zu fragen.

Mein Problem ist, ich habe seit Wochen Rückenschmerzen. Es ist mal besser und mal schlechter. Wenn ich morgens Aufstehe ist mein Rücken ganz steif und Schmerzhaft, gegen Abend ab ca. 17 Uhr wird es besser. Heute ist es wieder schlimmer. Laufe ich rum dann gehts, kaum setzte ich mich hin wird der Rücken schnell Steif wenn ich wieder Aufstehe.

Ich war natürlich beim Orthopäden, dieser hat die aktuellen Bilder angefordert. Mir richtig erklärt was ich habe hat er nicht, er meinte nur das mein Rücken schief ist und irgendwas mit der Bandscheibe. Ich habe daraufhin 5 Anwendungen auf einer Art Rüttelplatte bekommen auf der ich dann liege, die Beine sind angewinkelt auf einem Kasten, dann werde ich fest geschnallt und Kopfüber erst mal hängen lassen mit rütteln, das 10 Minuten.

Danach ging es auch wieder, bis ich in meinem Auto war, nach Hause gefahren bin und dann tat es wieder weh.

Ich versuch es seit Wochen mit Dehnen, Wärme, Faszienrolle, dachte das Walken mir hilft (tat aber während dem laufen schon weh), Fahrrad fahren brachte auch keine Besserung, hab mir eine Vibrationsplatte gekauft auf der ich jetzt jeden Tag 10 Minuten stehe und habe eine Inversionsbank auf der ich mich auch öfter mal "Aufhänge"...

 

Ich wollte zu einem anderen Orthopäden, doch keiner hat mehr einen Termin frei, erst im Juni und das ist zu spät. Ich fange ab dem 01. Juni eine neue Arbeit an und dann muss ich Schmerzfrei und Fit sein.

Auf der Arbeit sitze ich kaum, auf der neuen werde ich die ganze Zeit wohl stehen. Ich habe zudem Senk-Spreizfüße, keine Ahnung ob das was zu bedeuten hat.

 

Anbei die Röntgenbilder, was soll ich jetzt am besten machen?

 

CR (Rö LWS 2 Eb-2) vom 24-04-2018.jpg

CR (Rö LWS 2 Eb-) vom 24-04-2018.jpg

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Das glaube ich sofort Shiro, dass der Orthopäde keine konkreten Aussagen machen kann. Auf dem Röntgenbild ist, bis auf einer leichten WS-Krümmung, kaum was zu sehen. Man müsste schon Hellseher sein, um die Bilder zu beurteilen. Man sieht auf solchen Bildern weder Bandscheiben, Rückenmark, noch Bänder, geschweige irgendwelche Vorfälle oder Vorwölbungen der Bandscheiben. Es müsste ein MRT gemacht werden um Details erkennen zu können. Was mir aber auffällt ist, dass der Abstand zwischen 4/5 LWS nicht ganz passt und der 4. Wirbel etwas rotiert. Hier könnte ein Bandscheibenproblem vorliegen. Außerdem gefällt mir dein ISG auch nicht besonders. Bist du männlich oder weiblich? Zwischen 30 und 40 Jahre, stimmt´s?

Diese Rüttel- und Aufhängmethoden wirken tatsächlich nur kurzfristig. Sobald aber wieder Gewicht auf das System kommt und eine blöde Bewegung gemacht wird, bist du wieder dabei. :/  Das sind Anzeichen einer Instabilität.
Meiner Meinung nach müsste erst mal deine Wirbelsäule einige Male von einem Therapeuten ausgerichtet werden. ISG, Hüfte und LWS evtl. auch den Atlas, da er als Leitwirbel die anderen Wirbeln und die Muskeln beeinflusst. Danach müsste man mit stabilisierenden Übungen langfristig die tiefen Rücken- und Bauchmuskeln stärken (als Dauertherapie) Das Thema hatten wir aber des Öfteren im Forum. Moment ich schau mal nach ob ich den Thread noch finde. Da sind nämlich die wichtigsten Übungen verlinkt...

Ja da haben wir´s ja schon:

Du kannst dir das mal in Ruhe durchlesen und dich gerne wieder melden....

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Ich bin weiblich und 34 Jahre alt. Ich war im letzten Jahr November schon 3 Wochen in Reha jedoch da das Hauptaugenmerk auf die Verspannte Schulter aber auch LWS.

Ich habe mir den anderen Thread durchgelesen und dann von den "Jurtin" oder "FMV"-Einlagen gelesen, das hört sich für mich auch alles logisch an. Ich denke nämlich auch das es bei mir auch von den Füßen kommt, auf der Arbeit habe ich ja immer die Einlagen an mit der Pelotte. Allerdings zu Hause in meinen Hausschuhen nicht.

Ich weiß auch nicht wie ich an die "Jurtin" oder "FMV"-Einlagen kommen kann und ob dann die Krankenkasse einen Teil übernimmt? Ist hier in der Region echt schwierig.

Also muss ich außerdem mal zu einem Physiotherapeut? 

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Da hast du Recht Shiro, sehr viele Probleme können aufsteigend sein. Man kann sie zwar lokal kurzfristig lösen aber um die Ursache zu hemmen muss man über den Tellerrand hinaus schauen. Der Fuß ist das Fundament des Körpers. Habe ich eine Fehlstellung im Gewölbe durch ein abknicken meiner Ferse, kann sich das über die Gelenkkette weiter nach oben, bis hin zum Atlas/Kiefergelenk ziehen.
HIER ein Film zur Veranschaulichung.

...aus welcher Ecke kommst du denn, dann kann ich mal nachschauen

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Kann mich gianni nur zustimmen


Würde mich um deine Füße hauptsächlich kümmern.
Dir KG/MT verschreiben lassen - die Stabi des Fußes aufbauen und damit auch versuchen dich wieder richtig auszurichten.
Wichtig ist, dass du diese Übungen dann auch zuhause machst.
Bin eigentlich kein Fan von Einlagen (wenn sie nur stützen) haben aber ebenfalls ihre Berechtigung.
Wenn du schon beim Therapeuten bist, kannst du das "richtige" stehen auch mal erfragen.
Nicht die ganze Zeit parallel stehen, gern auch mal in Schrittstellung oder den vorderen Fuß auf eine Erhöhung abstellen.
Wenn möglich auch etwas laufen.
Zusätzlich wenn du aktuell viel sitzt, Übungen für Beckenmuskulatur - damit du auch wieder etwas mobiler wirst und das ausrichten nicht ganz so schwierig wird.
Also Physiotherapie kann ich dir nur wärmstens empfehlen.

 

lg

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Am 10.5.2018 um 13:28 schrieb gianni:

Da hast du Recht Shiro, sehr viele Probleme können aufsteigend sein. Man kann sie zwar lokal kurzfristig lösen aber um die Ursache zu hemmen muss man über den Tellerrand hinaus schauen. Der Fuß ist das Fundament des Körpers. Habe ich eine Fehlstellung im Gewölbe durch ein abknicken meiner Ferse, kann sich das über die Gelenkkette weiter nach oben, bis hin zum Atlas/Kiefergelenk ziehen.
HIER ein Film zur Veranschaulichung.

...aus welcher Ecke kommst du denn, dann kann ich mal nachschauen

Vielen Dank, ich komme aus Idar-Oberstein (Rheinland-Pfalz).

 

 

Danke Jan, dann weiß ich ja was ich nächste Woche angehen muss, ich hoffe ich bekomm das wieder in den Griff.
Die ganze Zeit parallel stehen kann ich auch nicht, ich versuche dann auch immer meine Gelenke zu entlasten indem ich immer mal anders stehe. Denn irgendwann schmerzen einfach die Fußgelenke. Auf der Arbeit werde ich nur stehen, ich denke sitzen kommt da nur in den Pausen in Frage, laufen leider auch eher selten.

 

 

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Super das hilft mir schon mal weiter, der nächste ist zwar 60 km weit weg, aber das macht ja nix :). Vielen Dank, hoffe die Einlagen helfen mir weiter, ist schon eine Quälerei so. Im Moment bekomme ich Kortison gespritzt und nehme Ibuprofen.

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Mach das aber mit dem Muskelaufbau. Das wird dir langfristig sicher helfen. Notfalls gehst du in´s Fitness Studio.
Währe Brühl näher zu dir? Da habe ich noch jemanden gefunden, der die Einlagen macht.

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Nein Trier passt, hab da nächste Woche Freitag einen Termin aus gemacht und bei meinem Arzt schon ein Rezept geordert. Bin gespannt auf die Einlagen, klar Muskelaufbau muss ich unbedingt machen. Vielen Dank nochmal!

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Ich war vom 22. - 24. Mai zu Besuch in Köln. Wollte die Stadt Besichtigen, aber am 23. bin ich morgens Aufgestanden und hatte den Hexenschuss meines Lebens :(. Bin mit Höllenschmerzen quer durch die Kölner Altstadt und hab alle Orthopäden abgesucht, kein Kassenortophäde hat mich angenommen so das ich dann letztentlich zu einem Privaten musste, solche Schmerzen hatte ich. 5 Ibuprofen hatte ich zuvor zu mir genommen aber die haben nicht geholfen. Da ich aber am 24. auch wieder mit dem Auto 2,5 Stunden zurück fahren musste konnte ich das ja so nicht lassen. Also bekam ich bei dem Privatarzt einen Schmerzcocktail gespritzt, damit ging es auch einigermaßen. Eine Rechnung von über 250 Euro bekomme ich dann nächsten Monat zugeschickt...

Rückenschmerzen habe ich jetzt immer noch, aber nicht mehr so schlimm wie am Mittwoch. Ich hab mir jetzt selbst einen Termin für ein MRT gemacht, eine Überweisung muss ich mir noch organisieren.

 

Zu den Einlagen,  da sind sie auch schon:

IMAG1101.jpg

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Hey, Respekt.
Da sind sie ja die guten Stücke 👍 Jetzt brauchst du nur etwas Geduld ca. 3-6 Monate bis sie die volle Wirkung entfalten. Wichtig aber nach wie vor sind deine Übungen! Die Einlagen alleine wirken unterstützend und korrigierend, der Rest kommt von dir.
Der Hexenschuss ist ein typisches Zeichen eines Missverhältnis zwischen Tiefen- und Oberflächenmuskeln. In der Regel dauert ein akuter "Lumbago"  ´ne  gute Woche bis die Reizung sich wieder beruhigt. Da musst du fast Schmerzmittel  (Entzündungshemmer) nehmen, sonst dauert es länger. Wärme und ein paar Handgriffe, wie der Jan schon sagt, wäre zusätzlich eine Option um es schneller abklingen zu lassen.

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vor 12 Stunden schrieb PhysioJan:

puh was?
wärme und ein paar handgriffe dann wäre das genauso wie nach ner spritze
hmm hat nichts geholfen?
scheuslig sowas

Es hat in so weit geholfen das ich wenigstens nach Hause fahren konnte, die Schmerzen sind jetzt genau so wie die letzten Wochen auch. Also Stechender Schmerz auf der Linken Seite LWS. 

Hab mir aber jetzt mal einen Termin für das MRT geholt, das wird dann am 8. Juni gemacht. Nicht das doch die Bandscheiben was haben, einen Termin beim Orthopäden hab ich morgen wieder. Was soll ich mir dann am besten Verschreiben lassen? Krankengymnastik?

 

Im Moment mache ich oft die Übungen die ich im Reha Sport gelernt hab, zudem viel Dehnen. Trotzdem wird es nicht besser, bin gerade ziemlich frustriert.

 

vor 11 Stunden schrieb gianni:

Hey, Respekt.
Da sind sie ja die guten Stücke 👍 Jetzt brauchst du nur etwas Geduld ca. 3-6 Monate bis sie die volle Wirkung entfalten. Wichtig aber nach wie vor sind deine Übungen! Die Einlagen alleine wirken unterstützend und korrigierend, der Rest kommt von dir.
Der Hexenschuss ist ein typisches Zeichen eines Missverhältnis zwischen Tiefen- und Oberflächenmuskeln. In der Regel dauert ein akuter "Lumbago"  ´ne  gute Woche bis die Reizung sich wieder beruhigt. Da musst du fast Schmerzmittel  (Entzündungshemmer) nehmen, sonst dauert es länger. Wärme und ein paar Handgriffe, wie der Jan schon sagt, wäre zusätzlich eine Option um es schneller abklingen zu lassen.

Danke für die Info, die Einlagen kann ich ja leider nicht in meinen Hausschuhen anziehen (hab ich probiert), ansonsten halt nur in meinen normalen Schuhen und Arbeitsschuhen. Ich weiß das ist normal nicht zugelassen mit den Sicherheitsschuhen, aber ich brauch sie ja und ob man die Jurtin Einlagen in Arbeitsschuhe einarbeiten kann? Der Orthopädieschuhmacher hat mir diesen Weg leider nicht vorgeschlagen, daher denke ich das es nicht möglich ist.

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Noch eine Frage, ich wollte mir neue Sicherheitsschuhe kaufen. Meint ihr ich kann diese hier tragen mit den Sohlen?

 

https://www.meine-arbeitsschuhe.de/Arbeitsschuhe/Lager-Logistik/GIASCO-Ergo-Safe-Arbeitsschuhe-Sicherheitsschuhe-GYM-S3::3707.html?XTCsid=5e99233f3eb5924ee861bbb37cf6158a

 

 

Ja ich weiß das man Einlegesohlen da nicht rein legen darf wegen der Sicherheit, aber im Moment geht es nicht anders. 

 

Daher erst mal nur die Frage, kann ich die halbrund Sohlen nehmen oder ist das mit den Einlagen nicht gut? Der Orthopädieschuhmacher meinte zu meinen mitgebrachten Sicherheitsschuhe das sie durch die Wippende Eigenschaft nicht schlecht sind. Nur die Stützen meine Ferse nicht gut.

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Also ich komm jetzt gerade vom MRT. Hier sieht man ja den Schaden ganz gut, habe einen Bandscheibenvorfall.

Im Moment tut es nicht weh, hab die letzten Tage zu Hause jeden Tag den Unterarmstütz gemacht und mit der Faszienrolle gearbeitet, denke das hat geholfen. Jetzt habe ich seit einer Woche eine neue Arbeit und stehe den ganzen Tag vor einer Maschine, sitzen ist nicht machbar denn dann kann ich nix arbeiten. Hat da jemand Tipps?

Vorfall.jpg

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Erstmal Stützbandage mit Klettverschluss. Paralell aber unbedingt KG mit Schlingentisch damit sich der Prolaps langsam wieder zurückbilden kann...

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    • Kurzer Nachtrag: Wenn ich das richtig verstanden habe, hast Du große Schwierigkeiten mit Muskelverhärtungen und da Du unterschiedliche Thesen zum Thema Dehnen gehört hast, fragst Du darum nach Sinn und Unsinn. Ich bin sicher nicht qualifiziert, um Dir zu sagen „auf jeden Fall“ oder „auf keinen Fall dehnen“. Allerdings habe ich zu diesem Thema selbst sehr widersprüchliche Aussagen gehört. Umstrittene Therapiemethoden werden Dir bestimmt noch oft begegnen und bei jeder einzelnen musst letzten Endes Du für Dich persönlich entscheiden, ob sie Dir eher hilft oder eher schadet. Hör dafür auf Deinen Körper – der gibt Dir besser Bescheid, was Dir hilft, als es jeder Physio dieser Welt könnte – sogar die Toptherapeuten aus diesem Forum werden Dir nicht 100%ig sagen können, welche Methoden für Dich hilfreich sind und welche nicht. 😉
    • Das klingt, als seist Du eher ein Gegner des Dehnens.
        Von welchem Schaden sprichst Du? Sicher, evolutionär hat es sich offensichtlich als vorteilhaft erwiesen, einen gewissen Ruhetonus in der Muskulatur zu haben. Doch dieser Ruhetonus stellt sich nach der Dehnung durchaus wieder ein. Die Physiologie des Dehnens ist wahnsinnig interessant. Um einen hoch wissenschaftlichen Eintrag aus Wikipedia wiederzugeben (😁) : Muskeln bestehen nicht nur aus Aktin- und Myosinfilamenten, sondern auch aus Connectinfilamenten (Titin). Letztere haben die Aufgabe, den Muskel stets in seine ursprüngliche Form zurückzubringen. Der Effekt einer Dehnung hält aus diesem Grund immer nur eine gewisse Zeit lang (lt. Wiki etwa eine Stunde lang) an.
      Regelmäßiges Dehnen führt dazu, dass kompensatorisch die Connectinfilamente gestärkt werden. Dadurch erhöht sich der Ruhetonus, was aber in der Literatur nicht unbedingt als negativ betrachtet wird. Angeblich sei dieser Effekt sogar erwünscht, "denn die daraus resultierende Erhöhung der so genannten Stiffness (engl. für ‚Steifheit‘ oder ‚Festigkeit‘) des Muskels verbessert die Speicherung und Wiedergewinnung von Energie im physiologischen Dehnungs- und Verkürzungszyklus." (Wikipedia). Was immer das bedeuten mag...🤔 Wie meinst Du das? Also durch die Dehnung wird wahrscheinlich irgendein propriozeptives Feedback erzeugt, das wohl in vielen Bereichen des Gehirns verarbeitet wird. Ohne jetzt nachzulesen, aber wenn ich raten müsste, würde ich doch vom motorischen Cortex ausgehen? Emotionen werden ja eher im limbischen System, ACC etc. verarbeitet...  Der Dehnungsschmerz dagegen wird definitiv auch in limbischen Arealen verarbeitet, aber was hat das mit der Muskelspannung zu tun? 🤔

      Lg 
    • Dehnen überhaupt noch aktuell und sinnvoll?  Aus meiner Sicht Ja nein..  Für die einen ist Dehnen eine lästige Pflicht, für andere moralische Verpflichtung. Der Verdacht, dass Dehnen langfristig Schaden verursachen kann, ist nicht von der Hand zu weisen. Kurzes Dehnen  ist sinnvoll und vollziehen wenn ein Muskel sich zusammenziehen wird sein Antagonist von selbst gedehnt. Ein Recken und Strecken wie wir es an der Katze beobachten. Muskeln werden doch gedehnt bei verkürzten Muskeln.  Soll ja für bessere Durchblutung, Vorbeugung vor Verletzungen und Vermeidung muskuläre Dysbalancen. Ein Muskel verkürzt sich also nur wenn er eine Aufforderung dazu vom Gehirn oder Rückenmark bekommt. Der Körper versucht, wann immer es geht vorliegende Defizite zu kompensieren,den Schmerz auszuweichen. Ein angespannte Muskel hat demnach einen hohen Tonus und umgekehrt. Ein sitzender hat also kürzere Hüft und Kniebeuge Muskeln,als ne Postbote. Jede Muskelfaser ist umgeben von einen Netz aus sensibel Nerven. Wird nun ein Muskel gedehnt(auch Schmerzfrei) wird diese Dehnung in einem Bereich im Gehirn gespeichert wo Emotionen bearbeitet werden. Die gesamte Körpermuskelspannung erhöht sich. Hm, beim Dehnen des Muskels wird doch also versucht durch eine mechanische Beeinflussung am Muskel eine neurologische Steuerungssituation zu verändern. 
    • Mal tut es gut und manchmal nicht. Welche Anwendungen siehe Bilder  
    • Hi zusammen,

      was ich zum Thema Dehnen immer mal wieder gehört habe: Dehnen sollen sich v.a. diejenigen, die relativ unbeweglich sind und einen sehr stabilen Halte- und Stützapparat haben. Für alle anderen sollte an erster Stelle stehen, zunächst stabilisierende Muskulatur aufzubauen.

      Allerdings würde ich mich PhysioJans Aussage anschließen:
        Ich bin sicher kein Paradebeispiel für einen sehr guten Halte- und Stützapparat. Trotzdem helfen mir Dehnübungen subjektiv, deshalb werd ichs definitiv trotzdem weiter machen! Und wenns Dir nicht schadet (?), warum dann nicht? Wer heilt, hat eben Recht. 😉

      Zur Methodik: Die ist meines Wissens nach genauso umstritten wie das Dehnen selbst. Zumindest hab ich dazu auch schon 1000 Meinungen gehört. Von wegen auf keinen Fall federn oder nur leicht federn, die WS auf alle Fälle 100% gerade lassen oder sie leicht mit bewegen etc. Vielleicht einfach mal Verschiedenes ausprobieren (was nicht nachweislich schädlich ist natürlich) und so praktizieren, wie es Dir am besten hilft.

      Lg Chandra
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