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Gast Fabio

Chronische Entzündung - Extensor Carpi Ulnaris

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Gast Fabio

Hallo zusammen,

seit fast einem Jahr habe ich eine Entzündung am Extensor Carpi Ulnaris, die ich bisher nicht beheben konnte.  Da ich etwas ratlos bin, wie es nun weiter gehen soll, wende mich an euch und hoffe, ihr habt vielleicht ein Paar gute Tipps für mich. Ich fange erstmal an indem ich erkläre, wie das Problem zustande gekommen ist und was ich bisher gemacht habe:

Ich bin 24 Jahre alt und Mai 2017 habe ich mich beim Kraftsport (Bankdrücken) verletzt. Ich habe sofort einen Schmerzen im Bereich des externen Handgelenkes gespürt, habe mir aber keine Sorgen gemacht, denn der Schmerz war nicht sehr intensiv. Über den Sommer hat sich aber das Problem verschlimmert, wahrscheinlich dadurch, dass ich studiumsbedingt viel am Laptop schreiben musste. Im Juli ist der Schmerz sehr störend geworden und der ganze Unterarm war betroffen, daher habe ich mich entschlossen, einen Allgemeinarzt aufzusuchen. Der Schmerz war (und ist) vor allem beim Heben eines Gegenstandes bspw. eines Kochtopfes zu merken. Nach zwei Wochen Schmerzmittel (ohne Verbesserung) habe ich einen Physiotherapeuten besucht, der mir eine Entzündung am Extensor Carpi Ulnaris diagnostizierte. Nach einer Massage wurde mir empfohlen, ab und zu den Streckmuskel zu massieren.

Der Schmerz ist zwar mit der Zeit weniger intensiv geworden, er ist aber trotzdem geblieben. Im Oktober war ich nochmal bei einem Physiotherapeuten, wo mir der Unterarm (sehr) kräftig massiert wurde, insbesondere im hohen Unterarm neben dem Ellbogen. Die ersten zwei Wochen nach dieser Behandlung konnte ich den Schmerz, wo ich massiert wurde, sehr deutlich spüren und anschließend habe ich, wie es mir empfohlen wurde, ungefähr zwei Monate täglich Streckübungen gemacht und den Arm alleine massiert.

Über Weihnachten habe ich einen dritten Physioterapeuten besucht, bei dem ich an drei Terminen eine Elektrotherapie machen ließ. Ich würde sagen, es hat mir einigermaßen weitergeholfen und im Januar konnte ich Verbesserungen merken, aber der Schmerz war immer noch da - etwa beim Tippen am Computer (vor allem am Handgelenk) oder wenn ich eine Tasche trage zum Beispiel. Da ich mich vor etwa drei Jahren am Ellbogen (am selben Arm) verletzt habe und am Epycondylus operiert wurde (die Schraube wurde nachträglich entfernt)  wurde mir noch empfohlen, es mit Osteopathie zu versuchen. Ende Januar besuchte ich also einen Osteopathen, der mir aber leider auch nicht weiterhelfen konnte.

Die Beschwerde bleiben weiterhin, obwohl es mir schwer fällt, den Schmerzen genau zu lokalisieren. Teilweise habe ich auch das Gefühl, im ganzen Handgelenk Probleme zu haben und nicht nur im Bereich des Streckmuskels. Wenn ich mich auf meine Hand lehne, kann ich auch in der Mitte des Handgelenkes Schmerzen spüren, wobei ich vor einigen Monaten noch deutlicher den Schmerzen im Bereich des Streckmuskels Carpi Ulnaris spüren konnte. Obwohl der Schmerz nicht sehr intensiv ist, kann ich den Arm nicht normal nutzen, da ich ständig aufpassen muss, um das Problem nicht zu verschlimmern.

Ich habe mir überlegt, mir Infiltrationen mit Kortison machen zu lassen. Daher ein Paar Fragen dazu:

1. Ich kenne mich leider im deutschen Gesundheitssystem nicht so gut aus (ich komme aus Italien) und bin auch bei keiner Krankenkasse angemeldet, daher weiß ich nicht, an wen ich mich dafür wenden soll. Soll ich einen Termin bei einem Facharzt für Handchirurgie machen?

2. Was würdet ihr mir generell vorschlagen und haltet ihr Infiltrationen in meinem Fall für sinnvoll?

Ich wäre euch für jeden Tipp sehr dankbar und hoffe, meine Nachricht ist nicht zu lang und dass ich mein Problem gut beschreiben konnte.

Danke im Voraus

Fabio

 

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Hallo Gast Fabio.

Ich glaube nicht daß du eine Entzündung am m.ext.carpi.ulnaris hast.  Entzündungen z.b. Sehnenscheidenentzündung sind ein akutes Geschehen und dauern i.d.Regel ein paar Tage bis 1 Wochen.  Wenn du die Beschwerden schon ein 1 Jahr hast spricht man von einer Reizung. In diesem Zusammenhang möchte Ich auch gleich deine Letzte Frage beantworten. Infiltration mit Kordison sinnvoll?

Dazu muss man kurz verstehen was das Kordison macht ohne in die Tiefe zu gehen. Kordison blockiert die Freisetzung von sog. Entzündungsstoffen. Entzündungsstoffe sorgen dafür daß die Blutgefäße  erweitert werden und das Gewebe mehr durchblutet wird. Deshalb sind die Zeichen bei einer Entzündung, u.a. Röte und vermehrt Wärme. Im akuten Zustand ist Kordisongabe mit Sicherheit sinnvoll da eine überhöhte Entzündungsreaktion dem Gewebe noch mehr Schaden zufügen kann und es schmerzlindernd wirkt.

Im späteren Verlauf ist die Gabe von Kordison meiner Meinung nach verkehrt. Nun muss die Durchblutung im Gewebe nicht gemindert werden sondern gefördert um die Regeneration und Heilung wieder anzukurpeln. Das Kordison macht das Gegenteil. Es hemmt den Stoffwechsel. Auserdem werden Strukturen wie Bänder und Sehnen  durch die Kordisongabe nicht mehr so strapazierfähig, d.h. diese Können sogar bei Belastungen wieder verletzt werden.

Vielleicht könntest du mal genauer deinen Schmerz beschreiben. Wo ist dein Schmerz? Wie fühlt sich dieser an. Hast du ein Taubheitsgefühl in den Fingern und  Unterarm?. Gibt es einen brennenden schmerz? Ist er eher lokal? z,b. Handgelenk und kleinfingerseite? oder ausstrahlend im Bereich des unterarms? Wann kann man den Schmerz auslösen? beim Strecken der Hand nach oben gegen Widerstand?

Wenn du die Beschwerden schon so lange hast, ist es schon ein chronischer Verlauf. Hier ist das Problem daß dein Schmerz möglicherweise schon im Schmerzgedächtnis abgespeichert ist, was die Behandlung erschwert. Primär  kann eine lokale Behandlung gemacht werden wo es darum geht den Stoffwechsel im Bereich der Sehne zu verbessern, durch z.b. Friktionen ( das sind Massagen, auf der Verletzten sehne) Ultraschall, Strom. Als Therapeut würde Ich mich aber bei deinem Beschwerdebild  durch lokale Anwendungen nicht zufrieden geben. Hier muss paralle noch nach einer evtl. Ursache für die Schmerzen gesucht werden.

Mich würde z.b. interessieren ob nicht eine vegetative Ursache dahintersteckt. Viele chronische Beschwerden manefestrieren sich im vegetativen Nervensystem. Dieses entspringt von der Brustwirbelsäule und versorgt die Inneren Organe aber auch die Blutgefäße. Es dokt quasi an der Gefäßwand an ( diese besteht aus glatter Muskulatur) und lässt die Gefäße zusammenziehen und erweitern, sorgt dadurch für die Durchblutung in Sehnen, Muskeln und Bändern. Eine Verletzung zb. die Sehne des M.ext.carpi Ulnaris kann nur abheilen wenn die Durchblutung gewährleistet ist. Besteht eine Fehlsteuerung im veg.Nervensystem, dann werden die kapillare (kleine Endäste des Blutgefäßsystems) sich nicht erweitern sondern kontrahieren und die Sehne ist minderdurchblutet. Dies hätte zur Folge daß man massieren und Strom anlegen kann wie man will, wenn die Ursache nicht behoben ist. Eine Behandlung des veg. Nervensystem, Eine Behandlung im Bereich der Brustwirbelsäule wäre dann indiziert. Durch spezielle Tests sollte kann man herausfinden ob vegetativ was im  Busch ist.

Wenn noch zusätzlich Taubheitsgefühle oder ein Brennen z.b. im Unterarm vorhanden ist ist der Nerv betroffen und muss ebenfalls durch Tests deren Irritation herausgefunden werden.

Was noch sein kann daß sich sog. Triggerpunkte im Bereich des Unterarmes entwickelt haben die ausstrahlen können. Das sind Schmerzpunkte im Muskel, Sehnen oder Ansätzen, die ausstrahlende Schmerzen bereiten können.

Auch eine Instabilität im Handgelenk kann für Schmerzen im Handgelenk verantwortlich sein.

Du siehst das kann ziemlich komplex sein

Natürlich kannst du auch zu einem Handchirurgen gehen. Dieser kann feststellen ob im Bereich der Sehne oder Hand etwas auch kaputt ist. Das Problem ist häufig daß Chirurgen immer gern schnippeln wollen. Die Leben schließlich auch davon. Deshalb wäre Ich trotzdem vorsichtig. Wenn nichts komplett kaputt ist  würde Ich mich nicht operieren lassen.

Ich hoffe meine Antwort ist nicht zu lang;)

Schönen Abend noch  Thomas

 

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Salve paesano come stai?
ich glaube es ist aber besser wir unterhalten uns auf Deutsch, die anderen wollen auch mitlesen.
Es gibt für dein Problem eine ganz einfache Erklärung:
Du hast dir vermutlich durch eine unphysiologische Handhabung der Gewichte eine Blockade zugezogen. Die Störung könnte aber an drei Stellen vorkommen. Von der HWS (Nervus Radialis C7/8) über den Radiusköpfchen im Ellbogengelenk, bis zum Handwurzelknochen (Capitatum) was ich am ehesten vermute. Meine Tip ist, du suchst dir nochmal einen Physiotherapeut/In aber diesmal mit Zusatzausbildung in "Manueller Therapie". Du kannst ihm ruhig einen schönen Gruß von mir ausrichten und ihm meine Vermutung gerne erklären, dann wird er schon wissen was zu tun ist ;).

Ich sehe gerade, Kollege Thomas ist mir zuvor gekommen>:( während ich geschrieben habe. Das ist ja schon fast ein Roman was er da schreibt, wo doch die Lösung kurz und bündig ist. xDxDxD

Ich bin in 2 Punkten seiner Meinung.
1. Kein Kortison leichtfertig spritzen wenn es nicht unbedingt sein muss, da es die Sehen schädigt!
2. Nach so langer Schmerzperiode werden sich bestimmt auch Triggerpunkte gebildet haben, die es auf jeden     
     Fall zu lösen gilt. HIER ein paar Tipps, wie du sie selber behandeln kannst.

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Ich hab mir fast gedacht daß du schon in die Tasten haust wärend Ich schreibe Gianni. Super! Dann lag Ich ja mit einem evtl. Nervenproblem gar nicht so verkehrt;) Aus dem Cervicothorakale Übergang kommt ja der N.Ulnaris raus der auch die Kleinfingerseite versorgt. Nervenspannungstests wären mit Sicherheit sinnvoll um eine mögliche auf eine Nervenmitbeteiligung zu schließen.  Aber auch eine Blockade der BWS könnte damit ja  zusammenhängen durch Irritation des veg.Nervensystems. Ich denke auch nicht daß lokale Behandlungen jetzt noch sinnvoll sind, sondern nach einer sekundären ursache gesucht werden sollte, die auch die lange Zeit der Beschwerden erklären kann. l.g.

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Gast Fabio

Tausend Dank für eure Antworten, die ich sehr wertschätze. Bevor ich antworte wollte ich sichergehen, dass ich eure Tipps und Vermutungen gut verstehe, daher antworte ich so spät.

Erstmal gehe ich noch kurz auf die Ursache der Verletzung ein: ich habe es im ersten Post nicht erwähnt, aber wie von Gianni vermutet, das Problem ist durch eine unphysiologische Handhabung (als ich die lange Kante beim Bankdrücken gehoben habe, war mein Handgelenk etwas nach hinten gebeugt) entstanden.

Vielen Dank, dass ihr mich auf die Effekte des Kortisons aufmerksam gemacht habt.

Ich fange an mit dem Versuch, meine Beschwerde etwas genauer zu erklären. Seitdem ich dieses Problem habe, haben sich diese auch geändert, sodass sie sich in ca. drei Phasen untergliedern lassen:

1.       Vom Anfang bis ca. 2 Monate nach der Verletzung: am Anfang nur eine leichte Störung im Bereich des externen Handgelenkes (Griffelfortsatz). Nach fortgesetztem Training und intensivem Schreiben am Computer hat sich der Schmerz verbreitet (strahlend in den ganzen Unterarm) und ist auch deutlich störend geworden, sodass ich praktisch nicht mehr am Computer schreiben konnte. Da habe ich zum ersten Mal einen Physiotherapeuten besucht. Dieser hat mich vor allem in dem durch eine X auf diesem Bild markierten Bereich massiert  https://www.muskel-und-gelenkschmerzen.de/wp-content/uploads/2015/06/extensor-carpi-ulnaris.jpg

2.       Bis 7/8 Monate nach der Verletzung: Störung in verschiedenen Situationen zu spüren, etwa in der Küche (Kochtopf heben, spülen, …), beim Tragen einer schweren Tasche, usw., hier auch im Bereich des Handgelenks, und nach einer kräftigen Massage von einem anderen Physiotherapeuten auch im oberen Unterarm.

3.       Bis jetzt, ca. 10 Monate nach der Verletzung: nach Elektrotherapie im Januar ist der Schmerz schwieriger zu finden bzw. zu verursachen. Ich habe jetzt verschiedene Übungen versucht und kaum eine kann den Schmerz wirklich ausreichend auslösen. Wenn ich in manchen Stellen kräftig drücke dann empfinde ich zwar ein unangenehmes Gefühl, im anderen Arm schließlich aber auch. Es fühlt sich aber weiterhin nicht „normal“ an und ich kann manchmal leichte Störungen spüren, und habe auch das Gefühl, etwas weniger Kraft in dieser Hand zu haben (beim Aufdrehen eines Deckels, zum Beispiel). Beim Schreiben am Computer ist der Schmerz aber eindeutig. Da geht die Störung vom Griffelfortsatz bis in die Kleinfingerseite. Gestern Abend zum Beispiel habe ich bemerkt, dass ich die Störung auch noch im Bett spüren konnte.

Außerdem habe ich in den letzten Tagen ein eindeutiges Taubheitsgefühl im selben Bereich (Kleinfingerseite in der Hand). Ich kann jetzt nicht genau sagen, seit wann ich dieses Gefühl habe, es ist mir vor allem gestern aufgefallen, und heute ist es schon den ganzen Tag da. Das heißt dann wohl, dass ein Nervenproblem vorhanden ist, richtig?

Als ich vor ca. 8 Jahren am Ellbogen (Epicondylus) operiert wurde kann ich mich erinnern, dass der Facharzt mir sagte, dass auch der Nerv (ich weiß aber nicht welcher…) betroffen war und dass dieser behandelt wurde (für Gianni: mi pare che il chirurgo avesse usato il termine di „pulizia“ del nervo…). Kann das sein, dass dies Einfluss auf mein jetziges Problem hat?

Momentan fällt mir nichts weiter Erwähnenswertes ein. Jetzt frage ich mich, wie ich vorgehen soll: erstmal einen Physiotherapeuten mit Zusatzausbildung in manueller Therapie aufsuchen, und ihm das alles erzählen? Oder zuerst Nerventests/Röntgenaufnahme machen (wo?) und mit dem Befund zu dem Physiotherapeuten gehen? Und währenddessen versuchen, Triggerpunkte zu finden und diese auszulösen?

Ich bin euch für eure Hilfe sehr dankbar, ihr habt mich schon mal sehr viel weitergebracht!

Fabio

 

 

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Gast Fabio

Noch eine Sache: ich habe heute bemerkt, dass wenn ich mich liegend auf meine Ellenbogen stütze, um etwa Liegenstütze mit den Schultern zu machen (ich lehne meine Schultern nach vorne, bis meine Brust den Boden erreicht), dann spüre ich eine bedeutende Störung im Bereich des Ellbogens, praktisch neben dem Epicondylus. Ein bisschen so, als ob der Nerv da eingeklemmt wäre… ein ähnliches Gefühl habe ich auch bei normalen Liegestützen. Diese Bewegungen hatte ich aufgrund meines Problems seit Monaten nicht mehr gemacht.

 

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Guten Abend Gast Fabio.

Vielen Dank auch zurück wegen deiner doch recht ausführlichen Beschreibung.;) Das hilft uns sehr weiter die mögliche Ursachen deines Problems  einzugrenzen.

Nun, wie du schon selbst oben geschrieben hast ist nun Fakt daß deine Beschwerden nichts mehr mit einer Muskulären Überlastung zu tun haben. Dafür sind die Symptome  die du beschrieben hast zu eindeutig für eine Problematik des peripheren Nervensystems, besser gesagt der N.Ulnaris scheint der Übeltäter der Sache zu sein. Ein Muskel wenn er überlastet oder verletzt ist braucht i.d.R. nicht solange um zu heilen. 
Die peripheren Nerven wenn sie irritiert sind  können dir aber im gegensatz noch länger Probleme machen.:$

Es kann klar auch eine Blockade vorhanden sein, vorallem Übergang Hals zur Brustwirbelsäule.  Denn da läuft nämlich genau der N.Ulnaris raus.

Aber durch die Symptomprovokation, schreiben mit der Maus, Flasche aufdrehen, Liegstützen, also Ellenbogen anwinkeln, denke Ich daß die Engstellen vom Ellenbogen bis Handgelenk zu finden sind. Es muss nicht unbedingt die eine Engstelle sein. Da haben wir z.b. Das Ellenbogengelenk, wo das Mäuschen ist. Die Unterarmflexoren und am Kleinfinger, Bereich Handwurzeln, die Loge de quyon.

Natürlich kann deine Ellenbogen Op mit deinen  jetztigen Beschwerden zusammenhängen Gast Fabio, dies ist sogar sehr wahrscheinlich.

Du musst dir vorstellen daß wenn deine Nerven in Ihrem Verlauf schon einmal einen Treffer abbekommen haben sogar bei kleineren Traumatas schneller beleidigt sind und viel schneller die Symptome provozieren, und bei Folgetraumas empfindlicher reagieren. Das kann angefangen von der HWS (z.b. Schleudertrauma, Bandscheibenvorfall) Halswirbelsegment C6 (Daumennerv), und du schlägst dir nur leicht mal auf den Daumen, kann es zu neurologischen Symptomen kommen, weil der Daumennerv schon durch dem BSV in der HWS einen treffer abbekommen hat.

Wichtig wäre nun nach Blockaden und Engstellen im kompletten Verlauf des N.ulnaris zu schauen. Das wäre 1.Übergang Hals zur Brustwirbelsäule. Dies Blockade kann man mit einem einfachen Griff in sekunden lösen.

Ellenbogengelenk (lassen sich die symptome durch Beugen des Ellenbogens provozieren),

Unterarmflexoren (Durch Widerstandstests)

Loge de guyon (evtl Druck am Bereich Handwurzeln, auf die Loge de guyon).

Und es sollten Nerventests, sog. Nervenspannungstests durchgeführt werden. Primär natürlich vom N.Ulnaris

und Da Die peripheren Nerven oft mit anderen eine Verbindung eingehen würde ich zusätzlich zumindest den N.medianus (mittlerer Nerv) testen.

Eine klaren diagnostischen Hinweis bekommt man aber z.b. im MRT. Es wäre gut diese möglichen Engstellen nochmal vom Arzt abklären zu lassen parallel zu den Behandlungen. Hier wäre interessant der Kubitaltunnel, also Ellenbogen und die Loge de guyon.

Egal wo nun die eigentlichen Engstellen sind. Bin Ich mir als Therapeut nicht sicher dann kann man trotzdem, die mögliche HWS blockade lösen, über die MT den Nerv durch speziele Maßnahmen mobilisieren, gerade auch im Bereich der Engstellen. Entspannung der Unterarmflexoren. D.h. du brauchst aufjedenfall ein Rezept für eine Manuelle Therapie und es wäre gut wenn sich deine Therapeuten/in primär um die Behandlung des peripheren Nervensystems, v.a. N.ulnaris kümmern könnten. U.a. auch Entlastung der möglichen anatomischen Engstellen für den Nerv.

l.g. Thomas

 

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Hier ist z.b. eine Übung für zu Hause um den N.ulnaris zu mobilisieren. Wichtig dabei ist daß es die symptome nicht zu heftig provoziert, also kein starkes krippeln, und auf gar keinen Fall  Schmerz. Dann solltest du den Ellenbogen vielleicht nicht ganz so anbeugen. In dem Video neigt die Frau den Kopf richtung Arm. Neigst du den kopf zur anderen Seite bei eingestellerter Armstellung könnte zuviel Spannung aufs Nervensystem kommen und Schmerzen provozieren. So wie Sie es macht ist es gut.

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Gast Fabio

Hallo bbgphysio,

herzlichsten Dank für die sehr hilfreiche Antwort. Langsam verstehe ich mein Problem viel besser ;)

Ich mache seit einigen Tagen die Übung, die im verlinkten Video zu sehen ist, und kann tatsächlich "den Nerv spüren" oder zumindest merke ich, dass irgendwas passiert, gerade im Bereich des Ellbogens, ohne dass ich Schmerzen habe. Gestern ging es mir nach der Übung sogar etwas schlecht, musste mich sogar hinlegen weil ich Angst hatte, ohnmächtig zu werden. Ich bin generell medizinisch sehr empfindlich, werde regelmäßig bei Blutabnahmen ohmächtig, von daher mache ich mir keine Sorgen. Manchmal reicht es mir, über sowas nachzudenken und schon wird es mir übel - sowie jetzt gerade, indem ich das beschreibe :D

Nach der Übung gestern ist mir aber folgendes passiert: ich saß auf dem Bett und wollte mich nach hinten lehnen, um bequemer zu sitzen. Dafür habe ich mich auf dem Arm gestützt, der Arm war hinter meinen Rücken. Sobald sich mein Körpergewicht auf den Arm gestützt hat habe ich ein unangenehmes Gefühl im Ellbogenbereich gespürt, etwas als ob sich etwas "bewegt" hätte. Ähnlich wie wenn man sich den Musikantenknochen gestoßen hat, etwa gegen eine Kante. Ein Zufall? Oder ein Zeichen dafür, dass etwas nicht stimmt?

Und noch etwas: heute habe ich bemerkt, dass wenn ich den Arm schnell schüttle, empfinde ich eine Instabilität des Nerfs Ulnaris, welche auch ziemlich störend ist. Ich wollte mich mit einer "Hampelmann" Übung wie im folgenden Video aufwärmen, und konnte deutlich den Nerf spüren. Wenn ich den Arm strecke und ihn kräftig schüttle dann kann ich diese Instabilität umso deutlicher spüren. Früher hatte ich das alles nicht, kann es wirklich sein, dass gestern Abend etwas schief mit dem Nerf gegangen ist?

 

Was die nächsten Schritte angeht bin ich etwas verwirrt. Soll ich zuerst eine Sitzung Manueller Therapie buchen, und alles mit dem Therapeuten klären? Soll ich zuerst in eine radiologische Praxis gehen, um eine MRT zu machen, und eventuell auch Nerventests? Und danach zur manuellen Therapie? )

Vielen Dank im Voraus und einen guten Start in die Woche

Fabio

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Guten Morgen Gast Fabio

Ich denke nicht daß dein Nerv instabil ist oder sogar etwas schief lief. Hier liegt ein grundsetzliches Problem mit deinem Nervensystem vor daß irgendwo irritiert sein muss oder in mitleidenschaft gezogen, durch die bereits erwähnten engstellen. Gerade im Bereich des Ellenbogens (Mäuschen) ist der N.ulnaris wenig geschütz und bei mechansichen Belastungen und Reibungen vermehrt beansprucht. Daher spürst du deine Nervensymptome auch bei solchen Übungen. Hier wird der Nerv immer wieder irritiert. Ich würde mich erstmal auf die mobilisiation des Nervs konzentrieren. Drandenken daß sobald verstärkstes krippeln entsteht oder es sogar schon schmerzhaft wird du etwas zurückgehst mit den Bewegungen.  Ich würde den Arzt wegen einem Rezept am besten auf MT fragen, da man sofort mit der Behandlung anfangen kann, und es aufjedenfall Maßnahmen dafür gibt, der Therapeut kann dann auch sog.Nervenspannungstests durchführen um zu sehen wie mobil der Nerv z.b. ist. Parallel würde Ich mich dann auch um einen Termin beim Orthopäden kümmern der dann evtl eine MRT aufnahme macht. Selbst wenn eine Diagnose festgestellt wird kann dies durch PHysiotherapie/Manuelle Therapie auch behandelt werden.

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Gast Fabio
vor 2 Stunden schrieb bbgphysio:

Guten Morgen Gast Fabio

Ich denke nicht daß dein Nerv instabil ist oder sogar etwas schief lief. Hier liegt ein grundsetzliches Problem mit deinem Nervensystem vor daß irgendwo irritiert sein muss oder in mitleidenschaft gezogen, durch die bereits erwähnten engstellen. Gerade im Bereich des Ellenbogens (Mäuschen) ist der N.ulnaris wenig geschütz und bei mechansichen Belastungen und Reibungen vermehrt beansprucht. Daher spürst du deine Nervensymptome auch bei solchen Übungen. Hier wird der Nerv immer wieder irritiert. Ich würde mich erstmal auf die mobilisiation des Nervs konzentrieren. Drandenken daß sobald verstärkstes krippeln entsteht oder es sogar schon schmerzhaft wird du etwas zurückgehst mit den Bewegungen.  Ich würde den Arzt wegen einem Rezept am besten auf MT fragen, da man sofort mit der Behandlung anfangen kann, und es aufjedenfall Maßnahmen dafür gibt, der Therapeut kann dann auch sog.Nervenspannungstests durchführen um zu sehen wie mobil der Nerv z.b. ist. Parallel würde Ich mich dann auch um einen Termin beim Orthopäden kümmern der dann evtl eine MRT aufnahme macht. Selbst wenn eine Diagnose festgestellt wird kann dies durch PHysiotherapie/Manuelle Therapie auch behandelt werden.

Hallo bbgphysio,

das beruhigt mich schon mal sehr, habe mir gestern wirklich ein bisschen Sorgen gemacht. Dann werde ich das auch so machen. Vielen, vielen Dank für Deine ausführlichen Beiträge und für deine Hilfe! Ich werde dann berichten wie es mit der Behandlung weiter geht :)

Viele Grüße

Fabio

 

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    • Das Problem bei solchen Untersuchungen ist eigentlich immer das selbe: Man kann die Problematik im statischen Zustand nicht erkennen. Es ist ja wort-wörtlich eine bewegende Störung. Im Ruhezustand ist ja eine Besserung da. Darum sind diese Befunde für mich nur teilweise aussagekräftig. Abnützungen und Arthrosen sind ab einem gewissen Alter schon fast normal und sagt nichts aus, solange es sich nicht um eine aktivierte Arthrose handelt. Besser ist es, ergänzend dazu, manuelle Provokations-Tests mit Muskel/Gelenksfunktionen durchzuführen. Knochenzysten entstehen übrigens meist nach einer Kontusion (Unfall/Stoß/Schlag) und sind in der Regel harmlos! Außer es würde sich tatsächlich um eine Ganglionzyste handeln, die zwar selten am ISG anzutreffen ist, würde aber auf eine Gelenksinstabilität deuten und unter Umständen auf einen Nerv drücken. Lass das mal abklären... Außerdem: Einlagen sind nicht gleich Einlagen! https://www.youtube.com/watch?v=IxnzlM3nf_0  
    • Grüße ich hab das eher als Test gemacht um mir ein Bild von der Gefäßdurchblutung zu machen. Sind hin und wieder mal Hausaufgaben aber wirklich selten. Hast du speziell einen Patienten oder interessiert dich eher die Ausführung?   LG
    • Dankeschön und dankeschön! 😉👍   D.h. ich, bzw. mal wieder ein Ortho sollte meine Füße genauer unter die Lupe nehmen? Ich habe, ungeachtet dessen, dass meine Ph.Therapie noch nicht abgeschlossen ist, letzte Woche von meinem Physio eine Empfehlung bekommen, und zwar einen wohl sehr guten Neurochirurg in Aachen aufzusuchen. Er ist angeblich der Spezi schlechthin auf dem Gebiet 'Rücken-Hüfte-Knie-Fuß', ich glaube, ich warte diesen Termin ab, bevor ich wieder bei einem Ortho auftauche. Zu der Stenose- ich meine , erkennen kann das nur ein Doc anhand der Bilder, wie schlimm eingeengt der Kanal wirklich ist. Doch ich habe stellenweise, wenn's denn mal wieder irgendwas knackt da hinten, wie zuletzt im August, so heftige Schmerzen beim Gehen/Stehen, da sind max. paar Meter zu laufen und ich MUSS mich nach vorne beugen. Daher bin ich auch froh und gespannt, was der Neurochirurg auch dazu meint. Diese Zyste im Beckenknochen wurde übrigens im Februar mit einer Szintigraphie untersucht- ".. zeigt keine Größenprogredienz, keine pathologisch gesteigerte Osteoblastenaktivität im Zusammenhang mit dieser Formation".   Nochmals vielen Dank!

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