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substantia

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    angehende/r Physiotherapeut/in
  • Bundesland Abk
    HB
  1. Sicherlich gibt es kontrainduzierte Erkrankungen oder Komplikationen mit Medikamenten und ärztlichen Behandlungen. Um so wichtiger ist, daß Physiotherapeuten medizinisch so gut geschult werden, daß sie Gefahren rechtzeitig erkennen können und den Patienten dann zunächst an einen Arzt verweisen, wer dies nicht tut soll haftbar gemacht werden können. Ansonsten finde ich es gut, Physiotherapeuten einen größeren Aktionsradius zu gewähren. LG
  2. Moin Mario, tschuldigung, mein Fehler (wer lesen kann ist klar im Vorteil, hatte das Ende 30 nicht richtig gelesen). Macht aber nix, wenn er so fit ist, dann um so besser. Das mit dem normalen Rollstuhl finde ich zwar problematisch, weil ein 40 jähriger verdient auch mal ohne Begleitung durch die Gegend fahren zu können, aber das ist jetzt ja nicht die gefragte Baustelle. Also, in seinem Fall funktionieren alle imaginativen Techniken - sprich, er probiert eine Bewegung mit dem funktionierenden Arm, versucht zu erspüren wie sich das anfühlt und probiert ohne hinzugucken das gleiche mit dem anderen Arm. Dabei kannst Du seinem Gehirn helfen durch Führen die richtige Position einzunehmen und wieder orten zu lernen, in dem Du den Arm führst. Arbeite Dich von der Schulter über den Ellenbogen zum Handgelenk vor. Mach es kleinschrittig - die Sache ist sehr anstrengend für ihn!!! Selbst wenn nur die Sensorik zurück kommt, ist es ein Gewinn, weil er dann mehr mit seinem Arm machen kann. Gleiches kannst Du auch mit den Beinen tun. Geh von der Hüfte aus, arbeite Dich zu den Knien und schließlich zum Fußgelenk durch. Das Gehen wieder zu erlernen wird - wenn überhaupt - sehr lange dauern, alleine schon wegen der zu vermutenden Muskelatrophie. Aber mit imaginativen Techniken kannst Du in Wochen/Monaten vielleicht erreichen, daß er beim Umsetzen in den Rollstuhl mitarbeiten kann und vielleicht auch, daß er mit dem Fuß sogar bei der Fortbewegung mitarbeiten kann. Das wäre für ihn schon ein wichtiger Punkt der Mobilität und Eigenständigkeit. Die Technik kannst Du mit ihm im Liegen sehr gut machen, dazu muß er nicht sitzen, im Gegenteil, ist sogar einfacher. Versuch ihn so zu lagern, daß er noch nicht gegen die Schwerkraft arbeiten muß - das wäre der 2. Schritt. LG und ganz viel Erfolg
  3. Noch eine Frage an Dich,lieber Mario, Du schreibst er ist bettlägerig - wie ist sein Bewusstseinsstatus? Sprich, ist er voll bei Bewußtsein oder ist er nicht ansprechbar? Der Grund, weshalb ich frage ist der - wenn er bei Bewußtsein ist, gehört er mobilisiert und in einen Rollstuhl, den er selbst bedienen kann. Wenn er nicht ansprechbar ist, kann er sich auch im Wachkoma / Apallischen Syndrom befinden. Im Wachkoma würde Perfetti nicht gehen, weil er sich Bewegungen vorstellen müßte. Was dann aber möglich wäre, wäre die Affolter Methode. Sie ist eigentlich für Kinder konzipiert, kann aber auch bei Erwachsenen durchgeführt werden. Im übrigen - wenn Dein Patient äußern kann, daß er was fühlt, dann können das nicht nur Reflexe sein. Wenn Du anhand von Reaktionen darauf tippst, dann können es unbewußte Wahrnehmungen des Patienten sein. Wenn Du mit dem Arzt sprichst, würde ich ihm ganz genau den Eindruck schildern, die Du von Deinem Patienten und seiner Sensorik hast, abgrenzend zu dem Eindruck den Du am Beginn der Therapie hattest, damit er den Unterschied erkennt. Das fiel mir gerade mal so als Ergänzung ein. LG
  4. Moin Mario, ich schreib das jetzt mal als Neurobiologe: Du schreibst: also ist das grundsätzlich möglich, dass nach so einer langen zeit sensible signale wieder kommen? 11 Jahre sind sehr lang, aber ja, grundsätzlich ist es möglich. Er war zum Unfallszeitpunkt noch unter 20 Jahre alt. Das Gehirn ist sehr plastisch, je jünger desto mehr. Wir wissen eigentlich erst seit kurzer Zeit, wie plastisch es wirklich ist und das da - anders als beim Rückenmark - oft noch über sehr sehr lange Zeiträume etwas gehen kann. Du fragst: und wie weit kann das gehn? können motorische fasern auch regenerieren und zumindest die Spastik etwas herabsetzen? Die motorischen Fasern müssen nicht regenerieren, andere Hirnteile müssen versuchen die Aufgaben der geschädigten Hirnbereiche zu übernehmen. Wie weit das bei Deinem Patienten wirkich gehen kann, ist nicht vorhersagbar, schon gar nicht ohne CT, fMRT und den Patienten wirklich zu sehen und muskuläre Potentiale anzuschauen. Damit er aber überhaupt eine Chance hat, muss an die Kontrakturen heran gegangen werden, die er nach 11 Jahren Spastik sicherlich aufweist. Schau Dir die Gelenke ganz genau an, was davon ist noch aufgrund der Spastik und was ist schon verkürzt, verknöchert? Verknöcherte Strukturen kannst Du nicht behandeln, wohl aber an die verkürzten Strukturen rangehen. Ausserdem scheint das, was Du mit ihm schon machst Erfolg zu haben - zumindest was die Sensorik anbelangt. Das ist auf jedenfall der richtige Weg weiter zu machen! Es gibt eine Methode namens Perfetti - ich weiß nicht, ob es diese auch in der Physiotherapie gibt, sonst müßte er auch mal einen Ergotherapeuten mit Perfettikenntnissen bekommen - diese Methode zielt auf die Neuroplastizität ab. Auch nach vielen Jahren kann man damit noch eine Menge rausholen. Bitte halte uns auf dem Laufenden, dieser Patient ist sehr sehr spannend! LG
  5. [zitat]Wieso ist die Störung eigentlich im EPS ? Ich dachte das ist nur für eingeschliffene Bewegungen zuständig[/zitat] Nein, das Extrapyramidale System ist nicht nur für eingeschliffene Bewegungen zuständig. Es reguliert auch den Grundtonus etc. Die Bewegung ist ja auch nicht gestört, sie kann korrekt durchgeführt werden, das Stillhalten ist das Problem. [zitat], wenn das EPS die Bewegungen dem pyramidalen System nur übernimmt, sollte das Problem doch egtl. dort liegen ?[/zitat] Sicher findest Du unter PubMed einpaar Reviews zum Thema Restless Leg Syndrom. ;o) [zitat]Und ab wann spricht man von diesem Syndrom und wie stellt man das fest ??? Denn es gibt auch einfach sehr unruhige Menschen z.B. [/zitat] Es tritt in Ruhe auf, also meistens wenn man im Bett liegt. Das heißt, wenn Du ständig das drängende Gefühl hast Deine Beine bewegen zu müssen und es nicht stoppen kannst, dann schläfst Du auch unglaublich schlecht, wenn überhaupt. Menschen mit diesem Syndrom kommen meist wegen des Schlafmangels und weil sie das Gefühl in Ruhelage ständig die Beine bewegen zu müssen belastet. Die sind ansonsten auch nicht unruhig. Oft tritt das Restless Leg bei Menschen unter extremen psychischen Anspannungen auf, oder als Nebenwirkung beim Auf- oder Abdosieren von Antidepressiva (aber nicht nur, es kann auch so auftreten). LG
  6. Beim Restless Leg Syndrom hat man unwilkürlich das Gefühl seine Beine bewegen zu müssen und kann das auch nicht unterdrücken. Es beruht auf einer Fehlfunktionsstörung extrapyramidalmotorischen Systems. Erleichterung (aber nicht ursächliche Behandlung) kann man eventuell physiotherapeutisch durch leichte Dehnübungen, Pilates, Yoga, Massagen und Kneip-Bäder u.ä. erreichen. Ursächlich muß ein Arzt an die Sache, der mit entsprechenden Medikamenten eingreifen kann. Lg
  7. Tut mir leid, hab von einer rückwärtigen Diffusion noch nie gehört. Auch diffundieren die Na+ Ionen nicht von einem zum anderen Schnürring, die diffundieren nur durch die Zellmembran. Was wandert ist das Potential, aber das kann man sich eher als Dominoeffekt vorstellen, als das da wirklich Teilchen wandern.
  8. Dann wäre das ja geklärt und vielleicht bekommst Du jetzt auch Tips wie man die Mobilisation noch machen kann. LOL
  9. Moin, ich sags mal als Neurobiologe: Nerven bitte nicht dehnen! Sie gleiten mit der Bewegung, wenn sie nicht gleiten können treten durch Zugkräfte beschwerden auf wie Reizungen, Entzündungen, Schmerzen. Wenn so ein Nerv festhängt und man versucht ihn zu dehnen (Zug ausüben) macht man die Sache schlimmer. Ziel muß sein den Nerv zu mobilisieren, wie schon gesagt wurde, damit er wieder gleiten kann. Mag sein, daß es Fortbildungen für Nervendehnungen gibt, es gibt auch Fortbildungen für geschicktes Nasepopeln, das sagt gar nichts aus. Denk mal daran, was Du anatomisch und physiologisch über das NS gelernt hast, dann kommt man auf solche Ideen gar nicht.
  10. Liebe/r camci, ich empfehle Dir einschlägige Literatur zu lesen und nach Bildern bei Wikimedia zu gucken (Gnu-Lizenzfrei). Ehrlich gesagt fände ich es schade, wenn Du nach einem schon mühevoll erarbeiteten Skript eines anderen Dein Referat machen würdest. Selbstmachen bringt Dir mehr Lernerfolg! LG
  11. substantia

    TORCH Syndrom

    Torch ist ein acronym für: T– Toxoplasmosis / Toxoplasma gondii O – Other infections (see below) R – Rubella C – Cytomegalovirus H – Herpes simplex virus Congenitale Infektionen mit diesen Erregern führen zu ähnlichen Erscheinungsformen. Guck mal unter congenitale cerebral Infektionen, ich denke dann findest Du mehr. LG
  12. substantia

    Ganglien

    Moin jenka, als Ergänzung zu dem doccheck link: Nervenzellansammlungen in oder in der direkten Nähe der Muskulatur wären sehr problematisch, da Nervenzellen generell mechanischen Druck und Zug aufgrund ihres Aufbaus nicht ertragen. Man findet sie in der Regel an Orten, wo wenig mechanischer Einfluß auf sie ausgeübt wird. LG
  13. Moin value, vielleicht hilft Dir dieser Artikel weiter: http://www.kup.at/kup/pdf/785.pdf
  14. Moin Mario, woher stammt denn diese Schwäche? Hat sie die seit der OP oder kam sie erst nachträglich? Hat sie vielleicht Schmerzen, Angst vor einem Rückfall oder ähnliches? Ich frage deswegen, weil sowas den Körper auch sehr schwächt. Wenn das so ist, wäre interdisziplinär eine schmerztherapeutische oder psychologische Betreuung zu erwägen. Wie sieht das Zuhause aus, wird ihr alles abgenommen oder macht sie selbst Zuhause etwas? Gibst Du Ihr Übungen mit nach Hause auf oder übt sie nur in der Therapiestunde? LG
  15. Moin, hab auch gesehen das viele Schulen das verlangen. Welchen praktischen Nutzen hat das Bettpfannenauslehren und Hintern putzen von Patienten für Physiotherapie? Praktikum in der Krankenhauspflege hab ich vor vielen Jahren mal gemacht und eigentlich nur Bettpfannen geleert. Also das 3 Monate noch mal machen zu müssen erscheint mir nicht wirklich reizvoll. Lg

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