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Gast Demophobie

Bauchmuskulatur teilweise verhärtet.

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Gast Demophobie

Hallo zusammen,

Eine kurze Rückmeldung von mir. Mein Physio hat entdeckt, dass der Psoas hart wie ein Drahtseil ist. Vor allem auf der rechten Seite. Er lässt sich leider nur wenig zum entspannen überreden. Wenn es aber Mal gelingt verspüre ich sofort ein Gefühl der Befreiung. Er scheint stark meine Atmung  s zu behindern. Da dieser Muskel auch "Muskel der Seele" genannt wird, weiß ich ja wo ich suchen muss.

Ich gehe nun täglich 3km, dehne den Psoas leicht. Gesprächstherapie, ich denke das werde ich mal probieren. Ich denke es braucht auch einfach Zeit. Sowas verkraftet man nicht nach einem Jahr. Insgesamt wird es ja auch besser, er lässt immer lockerer. Gestern aber war ich noch beim Physio, er meinte der Psoas sei immer noch steinhart.

Ich habe viel gesessen in den letzten 10 Jahren. An der Verkürzung (Thomas Test positiv) muss ich auch arbeiten. Habt ihr noch Tipps? Mein Physio weiß auch nicht weiter...

Grüße

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Gast Demophobie

Ohja er hat mir erklärt wieso mein Bauch auch anfangs so groß und aufgebläht war und die Bauchmuskeln angespannt sind. Folgendes Bild macht es wohl deutlich:

rigid-belly.jpeg

Ich habe es nun so verstanden: Der Psoas ist verspannt und hart (wieso auch immer), dadurch kippt das Becken und der Brustkorb auch. Die Organe im Bauch haben keinen Platz, der rectus abdominis wird weich und macht Platz für die Organe. Durch den Druck der Organe an die Bauchwand wird der Bauch dann auch warm. Wenn ich mir den Brustkorb anschaue, ist der Reflux und die Magenprobleme nun auch erklärbar. Außerdem habe ich schon länger Knieschmerzen (innen) und Beckenschmerzen (durch das gekippte Becken??) Durch den Druck hatte der Darm dann auch sicher Probleme sich gut zu bewegen. Daher auch die schmerzen im Beckenboden kurz vor dem Stuhlgang. Das erklärt auch die massiven Verdauungsprobleme in der akuten Zeit.

Es passt nun irgendwie alles zusammen. Die Frage ist ja nun nur noch: Wieso ist der Psoas so hart? Zuviel sitzen? Psyche? Beides?

Auf Dehnung reagiert er, wenn ich ihn stark dehne, sehr empfindlich und spannt dann noch stärker an. Wenn mein Physio ihn bearbeitet, habe ich den Tag später Muskelkater im ganzen Bauchraum, oft mit Gefühlsentladungen verbunden. Kommt aber immer zeitverzögert.

Insgesamt geht es bergauf. Verdauung läuft wieder. Rückfälle (also starke Verkrampfungen des Bauches) werden weniger.

Was meint ihr dazu?

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Hallo Gast Demophobie!

Das freut mich daß es dir besser geht.

Aber schau mal was Ich schon vor längerer Zeit geschrieben habe.

 

Ich würde alle Strukturen und mögliche Funktionsstörungen behandeln die irgendwie mit in Zusammenhäng stehen können damit die Bauchmuskulatur wieder eine ausreichende Versorgung bekommt und die Bauchspannung nachlässt. In der  Mt ausbildung IMT konzept (Intergrative Manuelle Therapie) gibt es dafür z.b sehr gute Techniken.

 

D.h. Entspannung des m.psoas mayer

-Entstauende Maßnahmen im Bereich Becken und Bauch (Becken und Bauchdrainage)

-Behandlung der Bauch und Beckenorgane und mögliche Verklebungen (Osteopath)

-Mobilisation des Thorax und des Zwerchfells auch mit Drainagewirkung.

Durch diese Ganzheitliche Behandlung hätte man alle möglichen Strukturen und Organkomplexe dabei die das Gefäßsystem wo die Bauchmuskulatur versorgt möglicherweise komprimieren können.

 

Dein Therapeut hat aufjedenfall den richtigen Ansatz. 😉 Der Vorschlag den Iliopsoas zu entspannen hatte Ich schon damals geschrieben. Die Zusammenhänge können sehr komplex sein.

Es wäre aber trotzdem sinnvoll an das innere System ranzugehen. Die verhärtungen könnten durchaus von einer arteriellen Gefäßirritation kommen, eine Stauung im Bauchraum oder/und kompression durch einen hypertonen Iliopsoas sowier durch die Bauchorgane, Fascien im Bauch selbst. Hier wäre aufjedenfall  zu überlegen neben der Behandlung des Iliopsoas noch das Zwerchfell und die Inneren organe mit zubehandeln, auch entstauende Maßnahmen im Bauchraum wie  Manuelle lymphdrainagegriffe wären bestimmt sinnvoll. Man muss bedenken daß einTeufelskreis entstehen kann.  Der Hüftbeuger kann auch wieder hyperton werden durch Arterienkompression die ihn versorgen. Und diese kann wiederum ihre Ursache im Bauchinneren  haben und dem zwerchfell. Auch die anderen Beschwerden  (Becken und Darmprobleme) die du beschreibst würden dazu passen. Was auch interessant ist daß manche inneren Organe direkt durch fasciale Verbindunge am Hüftbeuger dranhängen, also ist alles verbunden und diese Systeme beeinflussen sich gegenseitig. Bei einem komplexen Problem ist oft auch eine komplexe, ganzheitliche Behandlungen notwendig, also die Behandlung aller Strukturen, Körpersysteme die mit in Zusammenhängen stehen können. Die  Schmerzen im inneren der Knie kann durchaus von Nerven kommen die im Bereich der Leiste gequetscht werden. Z.b. der n. femoralis läuft durch das Leistenband und kann ebenfalls durch einen hypertonen Iliopsoas (m.iliacus) komprimiert werden. Ob es wirklich ein nerv ist der die Knieschmerzen macht lässt sich durch einen sog. Nervenspannungstest des n.obturatorius und N.Femoralis herausfinden. Durch anspannung des Hüftbeugers in Rückenlage kann man herausfinden ob der der Nerv durch ihn irritert wird. Hier müssen die Knieschmerzen ebenfalls reproduziert werden.

Es wäre gut diese Zusammenhänge in der Behandlung zu berücksichtigen und vielleicht kann dein Therapeut diese irgendwie ergänzen, z.b. Zwerchfellbehandlung und mobilisation der inneren organe, mld griffe im Bauchbereich. Andernfalls würde Ich dir raten trotzdem nochmal zu einem osteopathen zu gehen. Die Behandlung des Bauchbereiches wäre meiner Meinung nach wichtig da ein hypertoner Iliopsoas trotzdem nur ein Symptom sein kann.

Dann schones Wochenende noch

 

 

 

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    • Guten Abend Mein Kollege hat ja schon so einiges dazu erzählt. Mir würde noch einfallen, dass es eine Dysbalance sein könnte - trainierst du deinen Beinbeuger auch regelmäßig und ähnlich intensiv wie den Quadriceps? Das ist wie, zuviel Brust trainieren, zu wenig Rücken und sich dann über Schulterschmerzen wundern. LG
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    • Hallo Chaotlang! Zunächst einmal müsste man schauen ob es sich evtl. um eine Ansatzreizung des Quatriceps oder/und patellasehnenreizung handelt oder eine chondropathiae patellae. Das ist ein Knorpeldefekt unter der Kniescheibe. Dies würde die Schmerzen beim knien erklären wenn Zuviel Anpressdruck auf die Kniescheibe kommt. Ganz gleich was nun am Knie ist. Es sollte aufjedenfall das ISG(Kreuz-darmbeingelenk) auf eine mögliche Blockierung untersucht werden. Passt das Gelenk nicht gibt es Probleme am Knie, da dieses über Fascien und Muskulatur direkt mit dem Becken verbunden ist. Du kannst mal folgendes testen. Wenn du im Sitzen das Knie streckst (evtl. mit Widerstandsgabe) und der Schmerz lässt sich unterhalb der Kniescheibe provozieren, patellasehnenbereich oder an der sog.tub.tibiae(Ansatz der patellasehne-googeln ) dann ist es eine Ansatz o.patellasehnenreizung. Diese sollte am besten manuell behandelt werden. Mit Friktionen und Ultraschall hat man da gute Erfolge. Bei einer ch.patella muss versucht werden den geschädigten Knorpel unter der Kniescheibe wiederaufzubauen. Dies geschieht zb durch Kompressionsbehandlungen aus der Manuellen Therapie, und aktive Therapie wie leichtes Fahrradfahren oder Beinpresse mit wenig Gewicht. Zusätzlich kann die Patella durch ein Knietape entlastet werden. Da fällt mir noch ein. Auch die Beinachse sollte man sich mal anschauen. Dehnungen kannst du selbstverständlich weiter machen. L.g.  

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