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HWS Schulter Probleme und tägliche Kopfschmerzen

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Geschrieben

Guten Tag,

habe seit ca. einem halben Jahr tägliche Kopfschmerzen, davor war es nur ein Druck im Kopf. Den Druck im Kopf habe ich seit ca. 4 Jahren, jedoch kam es so schleichend, dass ich es kaum gemerkt habe. Nachdem es richtige Kopfschmerzen wurden ging ich sofort zum Neurologen und habe mir Physiotherapie verschrieben. Der Physiotherapeut hat mich die 10 Sitzungen nur am Nacken massiert und hatte 2 Sitzungen MT. Der Neurologe hat mir Antidepressiva verschrieben, die ich auch nehme, da ich ansonsten die Schmerzen nicht aushalten würde. Am Anfang der Therapie habe ich auch meine Knirscherschiene jeden abend getragen. Meine anderen Beschwerden sind: Schmerzen HWS; Knacken Schlüsselbein und Schultern beim Schulterkreisen; jeden morgen Verspannungen am Nacken, vorallem wenn ich meine Schulter nach hinten ziehe und nach unten drücke, dann tuts weh; kann meinen Kopf kaum nach hinten strecken, hab auch da richtige Schmerzen und das Gefühl, dass die Kopfschmerzen stärker werden. Es knackt und knirscht auch extrem dabei. Seit 2 Wochen habe ich die Knirscherschiene nicht mehr getragen, da ich das Gefühl hatte, es wurde dadurch schlimmer. Die Schiene hatte ich vor langer Zeit bekommen, weil ich nachts mit den Zähnen knirsche.  Hatte jetzt auch vor einer Woche einen Termin bei einer gut ausgebildeten Osteopathin, die meinen rechten Arm und Bein bisschen drücken lassen hat (zur Seite) und bißchen an meiner Hws und Lws gedrückt hat. Sie meinte am Ende des Termins ich hätte eine seltene Krankheit, die heisst Kompressionstrang oder so, auf jeden Fall was mit Kompression. Der nächste Termin ist in einem Monat. Hatte auch leider keinen Unfall gehabt, deshalb finde ich die Lösung nicht. 

Ich hoffe ihr könnt mir helfen, bin kurz vorm Ende und leide jede Sekunde. 

Vielen Dank im Voraus.

Geschrieben

Hallo Patient91

Ohjee! Ich wünschte wir könnten dir über das Forum die Kopfschmerzen lindern. Leider kann dir da nur ein Therapeut effektiv helfen der dich direkt behandelt. Ich kann dir nur schreiben welche Vermutung Ich habe. Sind denn deine Kopfschmerzen gar nicht besser geworden. Und ein paar anamnestische Frage wären noch gut.

Wo genau sind denn deine Kopfschmerzen? kommen sie vom Nacken/Schädelhinterhaupt und ziehen so haupenförmig über den Kopf? Sind sie einseitig? Im Bereich der Schläfe oder drücken im Auge ect.? Gibt es noch Begleitsymptome wie Ohrengeräusche, Benommenheitsgefühl, Probleme mit dem Sehen, Schwindel, Gefühlsstörungen im Arm? Hast du das Gefühl dein Kopf wird manchmal zu schwer zum halten oder bricht dir ab? Wie fühlen sich denn die Nackenschmerzen an? Wann kommen die, zusammen mit dem Schwindel? Bei welcher Situation oder Haltung, Bewegung wird der Schwindel schlimmer, wann gibt es eine Verschlechterung? Gab es einen Auslöser? Hast du auch Kieferprobleme, Kieferschmerzen? 

Sorry für die vielen Fragen aber so kann man das Problem vielleicht schonmal besser eingrenzen

Geschrieben

Hallo bbgphysio,

danke für die Rückmeldung. Meine Kopfschmerzen sind in vieler Art. Meistens fühlt es sich an, als ob mein Kopf sich in einem Schraubstock befindet, dass heisst der komplette Kopf ist betroffen. Manchmal tut mir auch nur eine Seite weh, mal links, mal rechts und dann über dem Auge. Der Schmerz ist nicht pulsierend und ist gleichmäßig.  In letzter Zeit sind die Schmerzen nicht mehr so stark wie früher, kann jedoch am Amitriptylin liegen. Schmerz zieht vom Nacken bis an die Schläfe. Andere Begleitsymptome habe ich zum Glück nicht. Kein Schwindel, keine Gefühlsstörungen und habe sehr gute Augen. Was mir jedoch letztens aufgefallen ist, wenn ich meinen Hals anspanne, ich ein leises Piepen und Rauschen wahrnehme. Mein Zustand verschlimmert sich meistens, wenn ich mit meinem Nacken knackse und länger mal ohne Bewegung bin z.B bei einer Anhörung im Stehen, ansonsten auch wenn ich meinen Kopf in den Nacken lege. Einen Auslöser gab es nach meiner Sicht nicht. Was ich noch erwähnen kann ist, dass ich als Jugendlicher an Morbus Osgood Schlatter erkrankt war und ich immernoch nicht knien kann. Kieferprobleme habe ich nur das Kieferknacken sonst nur Schmerzen, wenn ich mit dem Finger auf den Kaumuskel im Mund drücke. Hoffe konnte deine Fragen beantworten. Vielen Dank.

Geschrieben

Hallo Patientin,

ich denke mal mein Kollege hat bestimmt die selbe Vermutung. Das ganze hört sich für mich nämlich wie eine ausgeprägte CMD an.
Wahrscheinlich hat sich dadurch auch dein Atlas verschoben, der die Kopfschmerzen verstärkt. Die Schiene wirst du nicht ohne Grund tragen, nur würde ich sie wieder mal anpassen lassen. Beim sogenannten Knirschen/Pressen der Zähne, sollte die Zahnschiene regelmäßig kontrolliert werden. Sie sollte auch auf jeden Fall hinten (Backenzähne) flacher und vorne dicker werden um die Kaumuskulatur zu entlasten. Manchmal werden diese Schienen verkehrt angefertigt, sie bieten zwar einen Zahnschutz, bringen der CMD aber eher eine Verschlechterung!!! Oft hat dieses pressen der Zähne einen psychischen Hintergrund.
In der Nacht verarbeitet man nämlich schlechte Erlebnisse/Ängste über das Ventil Kiefer!
Alles was mit deiner Symptomatik zu tun hat, also Kaumuskeln (Schläfen), Kopfdrehermuskeln(Hals/Schlüsselbein), Ohren (rauschen, piepsen) Halswirbel (Nacken- Kopfschmerzen) deuten so ziemlich auf diese CMD hin. Lass dich vielleicht von einem Zahnarzt anschauen, der auf CMD spezialisiert ist. Dafür sollte man schon etwas Ahnung haben.
Der Zahnarzt kann dir auch gleich ein Rezept für Manuelle Therapie geben, dass die CMD/Atlas zusätzlich behandeln sollte.
Ich würde alles versuchen um von diesen Psychopharmaka weg zu kommen. Auf dauer braucht man mehr davon und es ist dann sehr schwer wieder davon los zu kommen! Eine Nebenwirkung davon ist auch:
Durch die Einnahme des Wirkstoffes kann es passieren, dass beim Patienten mögliche Selbstmordgedanken insbesondere zu Beginn der Behandlung verstärkt werden. Gefährdete Patienten sollten deswegen eng überwacht werden!

Geschrieben

Hallo gianni, 

vielen Dank auch an dich. Am Anfang dachte ich auch sofort an eine CMD. Jedoch hat die Osteopathin mich bei der letzten Behandlung verwirrt. Ich Presse tatsächlich nachts mit den Zähnen. Jedoch kann es eigentlich garnicht psychisch sein. Seelisch gehts mir so gut wie noch nie, außerhalb meinen körperlichen Beschwerden. Meine Zahnshiene hatte ich, als ich sie getragen habe, 3 mal bearbeiten lassen. Es ist eine stinknormale Schiene, eigentlich nur ein Zahnschutz. Als ich sie getragen habe wurde alles schlimmer. Ich bin nur noch mit paar Zähnen beim Zubeißen aufgekommen. Nachdem ich sie nicht mehr getragen habe, wurde alles besser mit dem Zusammenbiss. Zum Thema Psychopharma, ich weiß wie schädlich es ist. Wollte es am Anfang nicht nehmen. Aber wie sollte ich sonst meinen Tag rumkriegen? Konnte die Schmerzen nicht mehr ertragen, das war die Hölle. Ohne sie hatte ich Suizidgedanken. Irgendwie ist keine Besserung in Sicht. Werde auf den nächsten Termin bei der Osteopathin abwarten , wenns dann auch nix bringt, werde ich mir MT verschreiben lassen. Anderes fällt mir auch nicht mehr ein.

 

Geschrieben

...da brauchst du nicht verwirrt zu sein, das ist normal. Jeder Therapeut und jeder Arzt sagt dir seine eigene Diagnose/Befund.
So kann es sein, dass der Osteopath dich mit seiner Faszienbrille, der Neurologe mit seiner Nervenbrille, und der Physiotherapeut mit seiner Gelenkebrille sieht. Aber der, der heilt hat immer recht! Eins haben aber alle gemeinsam - es braucht Zeit. Es ist halt immer schwer die genaue Ursache, und noch schwieriger die richtige Behandlung zu finden. Aber versuche eins nach dem anderen. Irgendwann findet jeder Patient die richtige Therapie für sich. Wir können dir von hier aus nur ein paar Richtungen und Vermutungen zeigen, die evtl. zur Lösung führen - da wärst du nicht die Erste ;)

Übrigens die seelische Verarbeitung in der Nacht muss nichts aktuelles sein! Es sind oft altlasten im Unterbewusstsein, die der Körper immer noch verarbeitet. Mal mehr mal weniger. Man merkt jahrelang nichts davon, bis halt die ersten Beschwerden auftreten.
Wow, ich hätte Psychologe werden sollen xD

Geschrieben

Morgen!

Aber Ich finde es trotzdem gut wenn man eine 3 D-Brille aufhat? für eine ganzheitlichere Sichtweise, da ein Problem oft aus vielerlei Mosaikteilen besteht und man oft auch in allen Bereichen behandeln muss um eine Verbesserung zu bekommen.

Ich schließe mich Gianni an daß die Probleme wahrscheinlich von 1. von einer CMD und 2.von der oberen Halswirbelsäule kommen.

Schläfenkopfschmerz und Schmerzen die ins Aug ziehen sind dabei typisch für verspannte Kiefermuskulatur, vorallem der sog. m.temporalis. Verantwortlich dafür können auch sog. Triggerpunkte sein. Dies sind kleine Schmerzpunkte (Kontraktionsknötchen) die die Eigenschaft haben ausszustrahlen z.b. ins Auge ind den Kopf ect. Diese könnten bei dir auch in deinen Schulter-/ uind Nackenmuskeln zu finden sein.In der Therapie werden diese solange gedrückt bis der ausstrahlende Schmerz nachlässt.

Deine anderen Kopfschmerzen scheinen von den Nn occipatils zu kommen. im prinzip haben wir zwei. Den occ minor der seitlich am Schädel nach vorne zieht, übers Ohr und den Bereich der Schläfe, und der N.occ mayor der etwas mehr in der Mitte läuft und auch haupenförmiige Kopfschmerzen vom Hinterhaupt beginnend macht. Durch die Nackenstreckung könnte dieser Nerv(en) irritiert werden.

Aber nicht nur der Atlas könnte die Probleme machen, sondern der Axis, das ist der zweite Halswirbel, da der Nn.occ minor zwischen dem 2. und 3. Halswirbel heraustritt. Deshalb wäre gut eine

Gelenksbehandlung der ersten Halswirbel, detonisierende Maßnahmen der kleinen Nackenmuskeln (NAckenstrecker) incl. Triggerpunktbehandlung und evtl. Nervenmobi

gruß Thomas

Geschrieben

Vielen lieben Dank für eure Antworten mit zahlreichen Tipps. Werde es erst mal mit Osteopathie versuchen.  Man lernt ja nicht grundlos so lange. Ich denke mal ich bin bei ihr in guten Händen. HaB bisher nur schlechte Physiotherapeuten erwischt, aber dank euch weiß ich jetzt, dass es noch gute gibt. Vielen Dank nochmal.

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    • Hallo Maike, mir geht es aktuell ähnlich. Wie geht es dir heute und hat alles abgeheilt, wenn ja, wie lange hat alles gedauert. Gruß Kurt 
    • Guten Tag an alle,   vor mehr als 2 Wochen begann bei mir der erste Schwindelanfall, nachdem es in meinem unteren Rücken stark gezogen hatte- vermutlich falsch bewegt.(!?)   Ungefähr eine halbe Stunde danach drehte sich plötzlich alles. Egal, ob ich stand, saß oder mich hingelegt hatte. Ich wusste nicht, was mit mir geschah, da ich sowas bis dato noch nie erlebt habe. Volker Panik probierte ich alles aus, was mir in den Sinn kam. Füße hoch, kalten Lappen auf den Nacken, kalte Dusche, Bewegung aber es hörte nicht auf. Es fühlte sich so an, als würden jeden Moment die Lichter ausgehen!  Nach ungefähr 6 Stunden hielt ich es nicht mehr aus und rief den Notarzt. Blutdruck top, Sauerstoff top, EKG top, Pupillentest top. Kein Grund für KH sagten Sie. Ich nahm eine Parac.. und ca. 30 Minuten später stabilisierte es sich dann langsam wieder. Ein Freund kam, um mit mir etwas spazieren zu gehen, was gut getan hat. Zwar fühlte ich mich immer noch etwas wackelig und benommen aber der Schwindel war für den Rest des Abends weg.   Am nächsten Tag wachte ich auf und siehe da: Schwindel. Es fühlte sich so an, als wäre mein Körper nicht in Balance und als würde ich immer in eine Richtung neigen. Draußen kam es mir so vor, als würde sich der Boden bewegen, weshalb ich Angst hatte raus zu gehen.   Die Nächte waren am schlimmsten, denn sobald ich mich hinlegte und versuchte zur Ruhe zu kommen, traten Schwindel auf, was mir einen gestörten Schlaf bescherte. Langsam aber immer mehr fing es an, dass sich mein Rücken ab der Mitte bis zu meinem Nacken total verspannte.   Ich war in der Zwischenzeit beim HNO, alle möglichen Tests waren negativ. Ich war beim Orthopäden, welcher sich der Sache leider nicht richtig angenommen hatte und mir nach ein zwei Rücken knacken Physiotherapie verschrieb. Ich war beim Chiropraktiker, welcher einige Blockaden im unteren Rücken, sowie meinem Becken löste. Die Spannungen ab der HWS aufwärts fiel ihm selbstverständlich auch auf, jedoch fiel es ihm schwer, diese zu behandeln. Linke Seite konnte er wieder auflockern, rechts nicht. Er sprach denn von Atlas usw. und meinte: „Sie haben aber was Anspruchsvolles mitgebracht“.   1. Termin beim Physio, durch diverse Augen Übungen festgestellt, dass schnelleres hin und her bewegen meines Kopfes (links-rechts mehr als oben-unten) meine Sicht bzw. Meinen Fokus verlangsamt. Als würde das Bild etwas nachziehen. Übungen für zu Hause bekommen. Freitag ist der nächste Termin.   Seit 2 Tagen klappt es mit dem schlafen etwas besser, nachdem ich ein paar Übungen (hier aus dem Forum) für die Stabilisation der HWS mache. Ich fühle mich auch besser nach den Übungen.    Allerdings habe ich gleichbleibende Schmerzen an der HWS aufwärts sowieso am ganzen Nacken herum, die nach kurzem Abklingen wieder präsent sind.   Ich werde erstmal schauen, was die Physiotherapie bringt, bevor ich den nächsten Schritt gehe.   Auch habe ich demnächst einen Termin bei einem anderen Orthopäden und hoffe, dass man ein MRT (?) oder CT (?) macht, um mal zu gucken was genau da hinten vor sich geht. Ich werde berichten.   Für jede Hilfe und jeden Tipp danke ich euch im Voraus.!!!!      
    • Vielen lieben Dank für die ganzen hilfreichen Infos. Ich werde mich jetzt nur auf die Schulter konzentrieren und dann schauen. Ich bin jetzt 2 Wo auf Urlaub, sie hat ein ganz intensives HÜP von AAmit bekommen

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