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Schmerzen BWS seit COVID Infektion


Gast Jessica

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Geschrieben

Hallo zusammen,

 

vielleicht kann mir hier jemand weiterhelfen, ich bin mittlerweile ziemlich verzweifelt und erschöpft von Schmerzen an der BWS. 
Alles fing mit einer Covid Infektion im Juli 22 an. Es entwickelte sich ein heftiger stechender Schmerz an der BWS/ beideseitig jeweils neben der Wirbelsäule und ein Kribbeln rechts und links am Hals. Nach ungefähr 7 Tagen war es dann ok, doch der Schmerz und das Kribbeln kehrte zurück in Folge von long Covid. Ein MRT zeigte zwei Bandscheibenvorwölbungen an, die laut Arzt solche Schmerzen nicht auslösen können. Steilstellung der HWS. 
Mein ganzer Thorax fühlt sich verklemmt an, vorallem morgens habe ich Anlaufschwierigkeiten und die brennenden Schmerzen. Am Oberbauch fühlt es sich auch merkwürdig an, wie verklebt. Die Rippenbögen seitlich reagieren auf Druckschmerz. 
Sobald man versucht mit Massagen oder Physiotherapie den Bereich an der BWS zu behandeln, bekomme ich danach Übelkeit, Schüttelfrost und Zittern. Dehnübungen helfen nicht. Sämtliche Salben und Schmerzöle helfen auch nicht. Wärme tut gut, aber lindert nur für den Moment.

Was kann ich noch tun? Nach zwei Jahren habe ich Angst, dass es chronisch geworden ist :( 

 

 


Geschrieben

Hallo Jessica!

Das was Du hast ist eine Reaktion des vegetativen Nervensystems. Daß du diese Symptome entwickelst nachdem deine Therapeutin an der BWS massiert oder gedrückt hat erklärt sich dadurch daß das Veg.Nervensystem an den Rippenköpfen der BWS entspringt. Die genaue Ursache müsste man herausfinden. Da bei Covidpat. oft die Lunge betroffen ist könnte Ich mir eine neurale veraschaltung vorstellen. Die Bindegewebszonen befinden sich ja auch dort. Man kennt das wenn man organsich etwas hat daß es dann z.b. MAgen oder Lunge in den Rücken ausstrahlt.

Geschrieben

Hallo lieber Physio,

 

vielen lieben Dank für deine Rückmeldung und Informationen! Ich hatte zusätzlich eine Lungenüberblähung und starkes Sodbrennen entwickelt. Dann könnte es dort tatsächlich einen Zusammenhang geben. Der Magen hat sich mittlerweile beruhigt und die letzten Lungenwerte hatten sich sehr gut verbessert. Mein Pneumologe hat mich eigentlich mit den letzten Werten „entlassen“. Was geblieben ist, ist wie beschrieben der Schmerz an der BWS mit Ausstrahlung. 
Wie würden Sie weiter vorgehen? Was könnte ich selbst tun? 
Beste Grüße 🍀
 

Geschrieben

Hallo Jessica! Ja genau, da könnte das Zwerchfell mit in Zusammenhang stehen. Dadurch läuft ja die Speiseröhre und es gibt auch die Verbindung mit der Lunge. Das Zwerchfell setzt an den Rippen an und könnte diese Blockieren. Durch dieBlockaden könnte wiederum das veg.Nervensystem irritert worden sein. Ausstrahlungen  und veg.Symptome wie Schwitzen wären die Folgen. Also wie würde Ich forgehen. Ich würde eine Behandlung machen mit mehreren Techniken rund um das Zwerchfell und die Lunge. D.h. Mobilisation des Zwerchfells. Speziele Techniken um die Lunge und deren Fascien zu behandeln, Rippengelenksmobilisation. Das könnte deine Beschwerden reduzieren. In dem Zusammenhang empfehle Ich dir auch zu einem Osteopathen zu gehen. Wenn Physio dann einen Therapeuten aufsuchen der Manuelle Therapie hat und sich mit zwerchfellbehandlungen auskennt

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Gast
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  • Beiträge

    • Gast Daggi
      Hallo, ich habe vor 27 Tagen Botox nach dem PREEMPT-Schema wegen chronischer Migräne bekommen (195 Einheiten). Seit ungefähr Tag 13–14 habe ich deutliche Beschwerden im Hals-/Nackenbereich entwickelt.   Symptome: starke Steifigkeit/Zuggefühl im Nacken und oberen Rücken Schmerzen/Druckgefühl Überlastung führt oft zu deutlicher Verschlechterung („Blockade“/Schutzspannung) ich muss viel liegen und den Kopf anlehnen/stützen   Wichtig: keine Schluckstörungen keine Atemnot keine echte Kopfhalteschwäche mit Nach-vorne-Fallen des Kopfes   Ich versuche aktuell Pacing: kleine Wege in der Wohnung kurze Aktivitätseinheiten dazwischen viel Entlastung keine aggressiven Übungen Meine Frage: Kann man so eine Botox-assoziierte Nackenproblematik vorsichtig zuhause selbst angehen, ohne direkte Physiotherapie vor Ort? Welche Bewegungen oder Übungen wären typischerweise sinnvoll, ohne die Schutzspannung weiter zu provozieren? Ich habe Sorge, dass zu aggressive Physiotherapie mich eher verschlechtert.   danke
    • Gast Marilu
      Ganz lieben Dank für die Ratschläge und die ausführliche Erklärungen. Das hilft mir weiter und beruhigt mich mit der Therapie auf dem richtigen Weg zu sein!    Alles Gute dir! 
    • bbgphysio
      Guten Morgen, Ich hab nicht alles detailiert gelesen. Aber nur mal vorweg. Ein stich in der Muskulatur ist eigentlich fast immer ein Muskelfaserriss. Das heimtückische ist daß man bei normalen und kontrollierten Bewegungen keinen Schmerz verspürt. Dann denktk man, super Ich kann wieder Sport machen und plötzlich gibts wieder einen Stich. Leider musst du Geduld haben auch wenn es schwer fällt.Ich habe Breakdance gemacht und hatte das selbe Problem. Holte mir einen Muskelfaserriss der Hamstrings. Ein Muskelfaserriss dauert leider i.d.R. 2-3 Monate. Man kann aber trotzdem übungen machen angepasst an die Heilungsphase. Eleektrotherapie zur Unterstützung ist aufjedenfall gut. Ich weis das ist lästig. Aber  es muss heilen und um so länger da den muskel nicht überstrapazierst desto besser. Übungen ja auch mit leichter kräftigung später dann mit mehr intensität aber immer angepasst. 

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