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Leistenschmerzen, Unterbauchschmerzen

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Chrissi874

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Hallo Physios und Leidensgenossen,

 

seit einem Jahr plagen mich Leisten- und Unterbauchschmerzen auf der rechten Seite und ich weiß nicht mehr weiter...

Ausgangspunkt war vermutlich eine Überlastung beim Klettern bei einer starken Rumpfanspannung und gleichzeitigem stehen auf einem Mini-Tritt oder aber das viele Sitzen im Büro. Leider bin ich mir nicht sicher.

 

Die Schmerzen sind bei folgender Bewegung/ Dehnung am größten und treten in Form eines Stechens in der mittleren Leistengegend auf: 

1. Beim Schustersitz oder auch Butterfly beim Yoga. Also beim aufrechten Sitzen die Beine angewinkelt nach außen abspreizen. Dieses geht auf der linken Seite ohne Probleme. Auf der schmerzhaften rechten Seite geht diese schmerzfrei höchstens 60% so weit im Vergleich zu links. 

2. Gleiche Symptome im Stehen beim Bein anwinkeln und nach außen rotieren. Links öffnet die Hüfte/ das rotierte Bein bis fast 90° zum Ursprung. Auf der rechten Seite vllt nur 45° bis die Schmerzen auftreten und mein gesamter Oberkörper mitdreht.

 

Gehe ich dennoch (vorallem beim Schustersitz) in diese schmerzhafte Dehnung lässt der Schmerz nach jedoch habe ich dann stundenlang danach Schmerzen, welche bis in die Oberschenkelinnenseite (auch etwas im Bereich des Schambeines/Hodens) und in den unteren Bauch (seitliche Baumuskeln, Beckenkamm und rechts nebem dem Bauchnabel) ziehen.

 

Im Alltag schmerzen vorallem die Verspannung im gesamten rechten Becken und unteren Rückenbereich (vorallem rechte Seite). Diese bekomme ich halbwegs mit leichtem Training, Faszienrollen, Wärme und Dehnung in den Griff. Leider aber immer wiederkommend, sodass ich im vergangenen Jahr vllt 90% der Tage Schmerzen hatte.

 

Bisherige Untersuchungen: MRT LWS und Leiste/Becken -> kein Befund; Ultraschall Leiste-> kein Befund. 

 

Da ich Bewegung liebe schränken mich die oben genannten Beschwerden wirklich stark ein. An Klettern ist nicht zu denken, da die rechte Hüfte/ Leiste beim Abspreizen eigentlich nicht belastet werden kann. Da auch die Ärzte ratlos sind, wende ich mich an euch... 

PS: Niere, Darm wurden inzwischen ebenfalls abgeklärt.

 

Falls Bedarf besteht, lade ich auch gerne Fotos von den oben beschriebenen Übungen bei denen die Einschränkungen bestehen hoch.

Ich hoffe ihr könnt mir helfen!!!!!

 

Liebe Grüße

Chrissi

 

 

 

 

 

bearbeitet von Chrissi874
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Guten Abend Chrissy!!

Da kommen für mich eigentlich nur 2 Ursachen in Frage.😉

 

1.Eine Nervenirritation

2.Myofasciale Triggerpunkte (MTP)

 

zu 1. Einige Beinnerven könnten über die Leistenregion irritiert worden sein. Unter dem Leistenband ziehen Nerven hindurch die die Innseite, Vorderseite und Ausenseite des Beines versorgen sowie direkt entlang der Leiste laufen und bei Männern z.b. Hodenschmerzen verursachen. Nerven können hier auch direkt Leistenschmerzen verursachen. Dafür gibt es spezielle Techniken um die Nerven zu entlasten.

 

zu2. In jeder Muskulatur können sich sog. Triggerpunkte (MTP) entwickeln. Das sind Schmerzpunkte, auch Kontraktionsknötchen genannt die die Eigenschaft haben ausstrahlende Schmerzen in entfernte Regionen zu verursachen. Ursache dafür sind meistens Traumatas z.b. nach Sportverletzungen wie Zerrungen.

 

Natürlich könnte es sich auch um eine direkt Verletzung handeln, die dann ebenfalls physiotherapeutisch behandelt werden sollte. Durch den ausstrahlenden Charakter und die Art der Symptome tippe Ich eher auf MTP´s. Was dagegen z.b. spricht für eine Nervenproblematik, daß das Ausstrahlungsgebiet über das eines Nervs hinweggeht. D.h. es strahllt auch mal in den Bauchbereich aus und geht auch in den Rücken. Wäre noch ein brennender Schmerz, ein Taubheitsgefühl oder krippeln dabei hätte man klarere Gewissheit daß es tatsächlich auch ein Nervenproblem ist.  Aber die Option bleibt natürlich auch.

mein Bauchgefühl sagt mir aber irgendwie daß es sich eher um MTP´s handelt. Hier sollte ein Physiotherapeut die Muskulatur im Bereich des Oberschenkels, Bauchs und der Hüftmuskulatur mal auf TP abtasten. In der Behandlung hält man dann einen Triggerpunkt solange gedrückt bis der ausstrahlende Schmerz letztendlich nachlässt. Das ist i.d.R. nach40sec. bis 2 Minuten der Fall. Eine Normale Massage u.a.  auch mit massageutensilien würde in dem Fall nicht viel bringen da man gezielt diese MTP behandeln müsste. Ist noch eine Verletzung vorhanden dann würde der/die Therapeut/in die Struktur lokal behandeln mit einer massagetechnik und ggf. als Zusatzmaßnahme z.b. Strom anlegen.

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Hallo bbgphysio,

 

erstmal vielen Dank für deine schnelle Antwort.

Also Triggerpunkte ist sicherlich eine Möglichkeit. Ich selber habe bisher keine finden können, aber das kann natürlich daran liegen, dass ich die einfach als Laie nicht entdecke. 

Ich werde deine Tipps oben einmal umsetzen und dann schauen wie es wird! 

Danke!

Grüße

Chrissi

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    • ...das klingt alles wirklich sehr gut und es wäre schön, wenn das auch so funktionieren würde aber das ist alles PR, ähnlich dem L&B Konzept. Es gibt massig Videos im Netz, die neue "Methoden" oder Therapien erfinden um "Klicks" zu bekommen. Man darf sich nicht blenden lassen und alles glauben. Wenn du nämlich genau schaust und recherchierst, wirst du feststellen, dass es keine evidenzbasierte Studien darüber zu finden sind. Oder andere Ärzte und Therapeuten, die diese Methode befürworten. Es mag schon sein, dass es dem einen oder anderen Patienten das Aushängen Linderung oder Schmerzfreiheit verschafft, das wird aber die Minderheit sein. Diese Gruppe litt auch sicher nicht an einem klassischen Impingement. Eher an einer Blockade der 1. Rippe oder der Clavicula, die sich durch das "hängen" langsam löst. Diese Anwendung ist auch nicht für alle Schultertypen geeignet, vor allem nicht ohne einem ordentlichen Befund.   Wissenschaftlich gesehen ist ja so: Man unterscheidet zwischen der primären und der sekundären Form des subakromialen Impingementsyndroms. Das primäre subakromiale Impingementsyndrom entsteht durch strukturelle Veränderungen mit mechanischer Einengung im subakromialen Raum. Dies ist einerseits bedingt durch knöcherne Einengungen (Outlet-Impingement) und andererseits durch knöcherne Fehlstellungen oder eine Volumenzunahme der subakromialen Weichteile, zum Beispiel bei Bursitis subacromialis oder einer Verkalkung der Sehne. Das sekundäre subakromiale Impingement entsteht durch funktionelle Störungen der Humeruskopfzentrierung, wie muskuläre Dysbalancen, was zu einer pathologischen Veränderung des Rotationszentrums bei der Elevation und somit zur Weichteileinklemmung führt. Außerdem gibt es Schulterschmerzen, die gar nicht von der Schulter selbst herrühren, sondern durch funktionelle Veränderung der HWS (C5-7) oder einem Engpasssyndrom (Scalenilücke) oder Kompression durch eine verschobene 1. Rippe.   Du siehst, man sollte eine gut klingende, neu erfundene Therapieformen erst mal hinterfragen!
    • Guten Abend Constantin! Das du soviel trainierst ist sehr gut. Bei dem Duchenehinken bedarf es aber einem gezielten Training.  Man kann sämtliche Muskeln aufbauen und das mit dem Hinken  könnte trotzdem nicht besser werden. Betroffen sind da  die kleinen Glutaen. Das sind die Gesäßmuskeln die unter dem  Glutmax, also unserm Po liegen. Deren Funktion ist die Hüftaußenrotation, Extension und Abduktion. Den Muskel aber nur in seiner Funktion, also Bewegung zu trainineren ist nur ein Teil des Trainings. Die eigentliche Funktion oder Wirkungsweise kommt in der Standbeinphase, hier werden die kl.Glutaen gebraucht. Deshalb ist es auch wichtig einige Übungen auch in der Standbeinphase zu machen und nicht alles nur an den Geräten. Außerdem sollte der Fokus nicht immer nur auf das Muskelaufbautraining gerichtet sein sondern auch Koordinative Übungen im Training zu integrieren. Das sind z.b.Stabiübungen auf einer Instabilen Unterlage im 1 - Beinstand. Desweiteren sollte auch ein korrigiertes Training durchgeführt werden mit einer Gangschule um dieses falsche Bewegungsprogramm mit Hinkmechanismus umzuprogrammieren. Das ganze würde damit aus 3 Teilen bestehen. 1.Training der kleinen Glutaen. Eine gute Möglichkeit das ganze im Alltag zu integrieren wäre hier, Du stellst dich mit dem betroffenen Bein auf eine Treppenstufe. Das Andere ist frei in der Luft. Die Beine sind gestreckt. Nun bewegest du das freie Bein nach unten und ziehst es mit der Hüfte wieder nach oben. Damit wird auf der Anderen Seite mit der schwachen Hüftmuskulatur die kl.Glutaen gekräftigt. Die Knie dabei aber nicht strecken, die Bewegung kommt aus der Hüfte. Ansonsten kuck doch einfach mal auf Youtube da gibt es bestimmt zahlreiche Videos dafür.   2. Ein Stabitraining z.b. auf dem Trampolin einer Schaumstoffmatte oder man rollt eine Decke zusammen und versuchen sich auf dem betr. Bein 5-10 sec. halten. 3. das Gangbild korrigieren in dem man die Phasen des Ganges einzeln beübt, v.a. die Standbeinphase. Das funktioniert in dem man sich in die Schrittstellung hinstellt, betr. Bein steht vorne. Nun verlagerst du das Gewicht nach vorne und hebst das nichtbetr. Bein (Spielbein) nach vorne oben. Darauf schauen daß die Beinachse passt und man nicht abtrifftet . Als Steigerung kann man wieder eine instabilie Unterlage unter das betr. Bein das vorne steht legen. Am besten wenn du das mit einem Therapeuten beübst. l.g.
    • Gast FFPT
      ich sehe das anders, als der Kollege Gianni. 😉   Freu mich auf kollegiale Diskussion.   Gruß
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