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Was passiert HIER mit Schulter und Sehnen?

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Geschrieben

Hallo,

 

ich mache zzt. Trainerlizenzen und erkundige mich über das Lehrmaterial hinaus.

 

Was ich aber noch nicht so gefunden und auch nicht verstanden habe, wie sich bei den folgenden Bewegungen die beteiligten Sehnen, das Schulterdach, das Schulterblatt und der Oberarmkopf verhalten.

 

- Klimmzug im Untergriff

- Klimmzug im Obergriff

- Schulterdrücken mit "gelockten"/"gepackten" Schultern

- Schulterdrücken mit sog. Overhead Shrugs, also die Arme und Schultern komplett senkrecht nach oben rausstrecken

 

Welche der jeweiligen Übungsausführung ist besser für die Sehnen?

 

Freue mich auf eure Antworten.

 

Schonmal danke.

 

Gruß

Geschrieben

Moin

prinzipiell ist keine der Übungen ungesund.
Richtig ausgeführt, sollte mans ich dabei nicht verletzen.
Außer die Overhead Shrugs - wie ein Shrug nur mit den Armen über dem Kopf? Die kenn ich so garnicht.
Dann ist die Frage was möchtest du mit den Übung erreichen?

Klimmzüge sind Zugübungen und für den Rückenbereich zuständig - der Latissimus dorsi hat hier am meisten zu arbeiten.
Klimmzüge im Obergriff/Untergriff verändern nur den Winkel - wie der Rücken belastet wird. Im Untergriff hilft der Bizeps mehr, im Obergriff arbeitet mehr der Brachioradiales mit.

Die Drückübungen sind mehr Deltamuskelaktivierend - die Shrugsübung hab ich noch nicht so ganz verstanden.
Was du mit "gepackt/ gelocked" meinst weiß ich auch nicht - meinst du dass du die Ellenbogen durchstreckst?
Das ist primär auch erstmal kein Problem. Du darfst dich nur nicht mit den Gewichten verschätzen - bei einem Lock verriegelt sich meist das Gelenk und die Belastung geht auf Kosten der Gelenke, Sehnen - solange du etwas wirklich halten musst, arbeiten die Muskeln.

Bei Schulterproblemen würde ich vorerst auf Druckübungen verzichten da die Gefahr größer ist sich zu verletzen, wenn man nicht weiß was man tut. Die Supraspinatussehne kann eingeengt werden - die Schleimbeutel werden mehr gereizt - wenn du dich nicht richtig halten kannst, ist dein Schulterdach zu niedrig und sorgt ebenfalls für Kompression.

Daher sind die Rotatorenmanschettenübungen unerlässlich - da sie die 3(4) Muskeln in einer Balance halten, den Oberarmkopf zentrieren.
Jedoch ist Schultergürtel, Schulterblattmuskulatur und die Haltung der Brustwirbelsäule ebenfalls wichtig da sie ebenfalls für zuviel Kompression auf die Strukturen sorgen können.
 

Geschrieben

Moin,

 

Overhead shrugs: https://www.youtube.com/watch?v=9WNiA24I628

 

Für die allgemeine Schultergesundheit, dachte ich.

 

Verändert sich bei den Klimmzugvarianten nicht die Sehnenbelastung auf die Bizepssehne? Wird der subacroimale Raum also nicht größer oder kleiner, abhängig von der Ausführung? Also egal, ob Ober-, Unter- oder Neutralgriff?
 

Mit "gepackt"/"gelockt" wird die Stellung der Schulter allgemein gemeint, also unten sicher im Glenoid.

 

Welche 3, 4 Übungen empfiehlst Du bitte, um die Rotatorenmanschette in der Balance zu halten?

 

"Schultergürtel" scheint ja ein umfassender Begriff zu sein. Welche Übungen hast Du konkret im Kopf? Hier https://docplayer.org/22893869-Schulterguertel-uebung-1.html gibts ja eine Vielzahl von Übungen, von denen aber wohl nicht alle zum Schultergürtel gehören, oder!?

 

Mit Schulterblattmuskulatur meinst Du wahrscheinlich oberen, mittleren und unteren Trapezius und die Rhomboideen? Welche EINE Übung würdest Du jeweils als vielleicht DIE Übung bezeichnen?

 

PS: Ich merke gerade, die Lernmaterialien sind sehr ... bescheiden! :-/

Geschrieben

Moin

Jetzt hab ich die Shrugs verstanden - kann man machen, muss man aber nicht.
Da gibt es sicher schönere Übungen.
Dazu würde ich den Trapez eig. nie gezielt trainieren - bei allen Rückenübungen arbeitet er komplex mit - dadurch hast du keine gesundheitlichen Vorteile - daher erschließt sich mir der Sinn der Übung nicht.

Natürlich ändert sich die Belastung der Sehnen und allen Strukturen - das ist aber auch kein Problem - dafür gibt es Schleimbeutel, die eine Art Pufferzone bieten - es geht darum, dass diese Strukturen nicht zu einseitigoder extrem eingeengt und beansprucht werden.
Darum auch immer mal unilateral arbeiten - damit sich keine Dysbalance aufbaut, darum Brust sooft trainieren wie den Rücken und auch die Beine sind wichtig.
Genauso Gleichgewichtstraining für die Stabilität wird sooft vernachlässigt.
Das kannst du deinen Clienten ruhig nahebringen.

Für eine gute Balance empfehle ich intelligentes Training, überlege warum du was machst.
Freie Übungen, da hast du ganz viel Rotatorenmanschette drin.
Du kannst auch mal bei YouTube vorbei schauen - es gibt Wissen wie Sand am Meer.
Probier dich aus, mache die Übungen selbst und fühl in dich hinein.
Mein Favorit ist das Theraband - andere Kollegen bevorzugen einen Stab.
Sieh dich auch gern hier bei uns im Forum um - in der Suchleiste mal "Schulter, Rotatorenmanschette oder Impingement" eingeben und du wirst eine ganze Menge an Übungen finden die wir hier vorschlagen.

Schultergürtel ist der große Bruder von der Rotatorenmanschette - einmal kann dein Oberarmkopf ja zentriert werden durch die RM
Aber deine gesamte Schulter kann auch zu weit vorn oder oben stehen.
Beispiel - du trainiert viel Brust - dein Brustmuskel ist am Oberarmhals befestigt - wenn der Muskel zu stark wird, zieht er den Hals schön weit nach vorne und damit komprimierst du die vorderen Anteile des Schultergelenks.
Der Latissimus dorsi ist der Gegenspieler zum Pectoralis major - er zieht nach die Schulter nach hinten.
Es würde hier zu ausführlich werden dir jedes Beispiel zu erläutern.

Lebe das was du da gerade lernst, das ist der aller erste Schritt.
Tu was dir beigebracht wurde, lerne zu hinterfragen - nicht alles was dir in dem kurs erzählt wurde, wird stimmen.
Nicht alles was ich erzähle muss stimmen.
Beschäftige dich mit dem Thema und du wirst deine Wahrheiten finden.

Ich habe hier heute ebenfalls etwas dazu geschrieben - guck da mal rein.



Du wirst noch OFT merken, dass dir Dinge erzählt wurden, die später wieder obsolet sind.
Du wirst nicht von Anfang an alles richtig machen aber arbeite an dir, deinem Wissen und engagiere dich für deine Kunden.
Darf ich fragen welche Trainerlizenz du gemacht hast?
Du darfst auch nicht vergessen - das was ich dir hier erzähle, hab ich seit über 10 Jahren intensivst bearbeitet.

Als guter Trainer solltest du auch einen Plan von Ernährung haben - aber DAS ist eine ganz eigene Welt :D
LG

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    • Gast PATRYK PILA
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    • Grüß Dich, vielen Dank für die Nachricht. Ich dachte, dass ich schon geantwortet habe vor einigen Stunden. Jetzt sehe ich jedoch meine Antwort nicht mehr. Vielleicht erscheint sie noch oder ich habe einen Fehler gemacht.    Es ist so, dass ich gestern nochmal bei dem Arzt, bei dem ich auch schon vor circa anderthalb bis zwei Wochen gewesen bin, war. Der Arzt hatte damals eine Beckenverwringung festgestellt und die Beckenverwringung wieder korrigiert. Eine Woche danach habe ich mit ihm telefoniert, weil wir es so ausgemacht haben. Ich hatte leider keine Besserung. Daraufhin sollte ich gestern wieder zu ihm kommen.   Gestern stellte er dann als Hauptursache für die Schmerzen und dass die Muskeln und Sehnen sowie die Schambeinentzündung noch nicht besser geworden sind, eine Beckenringinstabilität fest. Er tastete mein Bein ab und bestätigte eine Insertionstendinopathie am Adduktor Longus&co. Auch Stoßwelle haben wir versucht und es tat am Ansatz höllisch weh. Er empfahl keine weitere Sitzung, da die Reizung zu groß sei.   Er meinte, dass ich einen Beckengurt tragen soll, den habe ich mir gestern abgeholt. Die Schmerzen werden wohl über die nächsten Tage und Wochen deutlich besser durch das Tragen des Beckengurts, weil dann die Adduktoren und Sehnen nicht mehr so stark arbeiten müssen. Natürlich, weil ich schon so viele Erfahrungen gemacht habe bzw. schon so lange Schmerzen habe, frage ich mich, inwieweit jetzt wirklich dieser Beckengurt allein für eine Besserung sorgen wird, nachdem ich sechs Monate keinerlei Besserung, sondern eher eine Verschlechterung gespürt habe. Ich habe ihn noch darauf angesprochen, dass ich doch gerne Physiotherapie haben wollen würde, weil ich gelesen habe, dass Sehnen und Muskeln einen Reiz brauchen, um wieder widerstandsfähig zu werden. Ich hatte vorher schon einen Physiotherapeuten angeschrieben, der mir empfohlen hatte, manuelle Therapie, Krankengymnastik und Krankengymnastik am Gerät verordnen zu lassen. Ich habe dies von meinem Arzt gestern jeweils 12 Mal verordnet bekommen. Damit habe ich also Rezepte für 36 Einheiten. Nun bin ich gespannt, ob das etwas bringt in Kombination mit dem Beckengurt. Du sagtest ja auch, dass es etwas Nervliches sein kann und auch am ISG etwas sein kann, etc. Ich war letzte Woche auf Selbstzahlerbasis bei einem Physiotherapeuten, der auch Chiropraktiker ist, und dieser rengte bzw. knackte meine Wirbelsäule inklusive dem ISG. Nun weiß ich natürlich nicht, ob das schon ausreichen würde oder wie ich jetzt die Diagnose hinsichtlich einer möglichen nervlichen Ursache in der Lendenwirbelsäule etc. herausfinde. Soll ich jetzt nochmal zu einem Arzt gehen oder kann mein Physiotherapeut, bei dem ich dann die 36 Einheiten haben werde, das unter Umständen „vordiagnostizieren“ oder eine Wahrscheinlichkeit dafür abgeben? Oder, und das überlege ich jetzt, sollte ich wirklich ein MRT zur Sicherheit der Lendenwirbelsäule machen? ob Triggerpunkte verantwortlich sind…hm. Also ich spüre ja einen klaren Schmerz an der Sehne und weiß, dass ich dieses Ödem am Schambein habe. Also daher müssen bestimmt hauptsächlich die Schmerzen herkommen. nervig ist eben dieses unangenehme verspannte Gefühl am Bein hinten vom Po aus bzw. vom Sitzbein aus. Auch die Muskel haben dort enorm abgebaut. Gleichzeitig fühlt es sich wie Pudding an und ich kann keine Belastung drauf bringen, weil es sich relativ kraftlos anfühlt.    Ich weiß nicht, ob man das alles mit Physio und dem Beckengurt wieder hinbekommt? Gerade durch die Schmerzen und dieses Pudding-Gefühl habe ich Angst, dass ich gar keine Physio machen kann oder dieses das Ganze verschlimmert. Gleichzeitig merke ich ja, dass bisherige Schonung (ohne Physio) bisher nichts gebracht hat.   es ist alles sehr komisch und macht einen auch nervlich fertig.   ich habe Angst, dass meine Muskeln/Sehnen bei wieder schmerzfrei und belastbar werden - also dass etwas irreversibles passiert ist oder passieren kann. gibt es so etwas oder wie würdest du das einschätzen? Gerade für den Fall, dass es noch weitere Monate so geht - wieso auch immer…   danke!!

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