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Nach Wirtschaftsstudium noch Physiotherapie Bachelor absolvieren?

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Geschrieben

Hallo Leute,

ich (28) spiele aktuell mit dem Gedanken eine neue Berufsrichtung einzuschlagen. Und zwar habe ich ein Wirtschaftsstudium (Bachelor und Master) absolviert und arbeite seit einem Jahr auf einer Bank im Büro. Die aktuelle Arbeit ist zwar schon immer wieder mal wirklich interessant, allerdings hadere  ich damit, ob ich wirklich ein Leben lang vor dem Computer sitzen will. Da ich schon immer eine Begeisterung für Sport und Bewegung aufwies (bin 8 Jahre in eine Sportschule gegangen und geprüfter Fitnesstrainer und Tennistrainer) überlege ich mich beruflich in diese Richtung zu verändern. Wobei ich mir noch nicht sicher bin, ob es in die Richtung Personal Trainer/Mobility Coach/Strength Coach gehen soll oder eben in den Therapiebereich. 

Nachdem ich erst seit einem Jahr fest im Berufsleben stehe würde es mir finanziell weh tun den aktuellen Job komplett kündigen zu müssen um beispielsweise das Physiotherapiestudium zu absolvieren. Aus diesem Grund frage ich mich außerdem, ob ich es nicht vernünftiger ist es zu versuchen sich etwas nebenberuflich in diese Richtung, sei es Therapiebereich oder Personaltrainings aufzubauen? Kennt ihr diesbezüglich Ausbildungen, die man neben einem 38,5 Stunden Job absolvieren kann um im Therapiebereich tätig zu werden? Beispielsweise eine Ausbildung zum medizinischen Masseur? Hat jemand Erfahrungen damit?

Falls ich einen dieser Wege einschlagen soll, ist mein Ziel auf alle Fälle langfristig, diese Arbeit auf selbständiger Basis/mit eigener Praxis oder in Gemeinschaftspraxis als Wahltherapeut auszuführen, da im Angestelltenverhältnis erstens die Bezahlung nicht gerade mächtig ist und zweitens dadurch mehr Zeit für die Bedürfnisse des Kunden/Patienten sind. Im Angestelltenverhältnis gleicht das ja anscheinend einer Massenabfertigung im 20 Minutentakt habe ich gelesen.

 Hinsichtlich des Physiostudiums und der Arbeit als Physio (in Österreich) habe ich einige Fragen und freue mich, wenn ihr sie mir bitte beantworten würdet:

Studium:

1. Stimmt es, dass Sport und Bewegung/Krafttraining im Physiotherapiestudium sehr wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird?

2. Ist ein Nebenjob während des Studiums möglich? Wenn ja, wie viele Arbeitsstunden sind realistisch?

3. Ist das erlernte Wissen aus dem Studium ausreichend, um eine eigene Praxis zu eröffnen oder braucht man dazu ein Mindestportfolio an Fortbildungen?


Berufsspezifische Fragen:

4. Ist es ratsam eine eigene Praxis als Wahltherapeut zu eröffnen, sofern man gut genug ist und genügend Patienten hat?

5. Wieviele Stunden direkt am Patienten (als Wahltherapeut mit eigener Praxis oder in Gemeinschaftspraxis) braucht man circa um halbwegs davon leben zu können (um zum Beispiel auf 30.000 Euro netto (nach Abzug aller Kosten, Miete, Steuern, Sozialversicherungen im Jahr zu kommen)

6. Wieviel Zeit geht in der Woche circa neben, Annahme: 25 Stunden Therapie am Patienten, für Terminkoordination, Rechnungen schreiben, Bürotätigkeiten etc drauf bzw. welche Arbeiten fallen da in erster Linie an neben der Therapie am Patienten?

7. Wieviel Zeit und Geld geht im Jahr für Fortbildungen drauf bzw. wieviel müssen absolviert werden?

8. Sind die Hürden zur Selbstständigkeit groß?

9. Ist der Beruf stark fordernd? Körperlich/Mental?

Versteht mich bitte nicht falsch, nachdem ich so viele Fragen in Bezug auf Geld gestellt habe (hat wsl einen Grund warum ich Wirtschaft studiert habe). Mir ist bewusst, dass Physiotherapie ein sozialer Beruf ist und Geld nicht alles ist. Allerdings frage ich mich halt, ob man, wenn man den Weg in die Selbständigkeit wagt mit eigener Praxis und dementsprechend gut ist, es möglich ist zum Beispiel an die 40-50k Euro netto zu verdienen ohne sich kaputt zu arbeiten?

Vielen Dank für eure Hilfe im Voraus!

LG Mario

Geschrieben

Hallo Mario,
das sind sehr viele Fragen - die hatte ein anderer vor kurzem auch schon.
Hier könntest du dich einlesen was ich dazu geschrieben habe um erstmal einen kleinen Eindruck zu bekommen.

Nutze doch noch unsere Suchfunktion, dort findest du noch allerhand Infos.

Wenn sich noch etwas Zeit ergibt, gehe ich auf deine anderen Fragen ein oder ein anderer Kollege/Mitglied geht darauf ein.
 

LG

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  • Beiträge

    • RICHTIG! Das bedarf einer manualtherapeutischen Behandlung um das Problem zu lösen. Schwindel und Kopfschmerzen wären nochmal ein Hinweis wo unserer Hypothese nochmal bestätigen daß deine Beschwerden von der oberen HWS, eher dem Atlas kommen. Bandscheibe denke Ich nicht, die würde keinen Schwindel auslösen. Da Schwindel, N.Vaguskompressionen von den ersten beiden Halswirbel kommen kann es die Bandscheibe nicht sein, denn zwischen 1. und 2.Halswirbel gibt es keine Bandscheibe. Deine Schwindel beschwerden kommen daher daß durch eine Atlasverschiebung (1.Halswirbel) die Art.vertebralis komprimiert wird. Diese versorgt das Kleinhirn. Die Beschwerden dürften somit schlimmer werden bei Kopfüberstreckung. Eine reine Massage gerade am Hinterhaupt ist gut, aber zu als Therapie zu wenig. So wie Ich das sehe sollte sich um deinen Atlas, ggf. Axis (C2) gekümmert werden. Der kann verdreht, zur Seite oder/und nach vorne verschoben sein. Aufjedenfall brauchst Du ein Rezept für eine Manuelle Therapie um das Problem zu lösen. In der Praxis aufjedenfall nachfragen ob sich jemand mit dem Atlas auskennt. # L.g.
    • Gast Arnold
      Moin,   sagt doch mal bitte, ich habe bzw. hatte seit Wochen eine ISG-Blockade. Diagnostiziert von Orthopäden 1. Der schickte mich nach Hause und ich sollte den Bereich wärmen, Hüftbeuger dehnen, Becken kippen, möglichst in Rückenlage schlafen ...   Nun hatte ich sechs Wochen (!) täglich (!) irgendwelche Übungen gemacht, die man so auf Youtube findet. Ich glaub, es gibt keine Übung, die ich nicht gemacht habe.   Es wurde nicht besser.   Da der Orthopäde 1 im Urlaub war, war ich bei seinem Vertretungsarzt. Der "renkte" mich ein und zwei Tage später hatte ich keine Probleme mehr.   Was ist denn nun das Geheimnis von diesem Einrenken?   Wie macht man das bitte selbst?   Grundsätzlich habe ich mich je Übung in dieselben Positionen gebracht, in die mich der Orthopäde 2 "hingelegt" hat und dann ruckartig gedrückt, geschoben ... hat.    Bin für Eure Tipps und Tricks sehr dankbar.   LG
    • Hallo Blume,  das ist schon mal gut, dass beim HNO alles i.O. war. Wir können dir aber hier leider nicht weiterhelfen, da man dazu "therapeutische Befunde" erstellen müsste und das geht nur Live! Wir können dir nur Tipps geben was man eventl. alles untersuchen lassen könnte um die Problematik einzugrenzen. Aber ich denke, deine Physio ist auf dem richtigen Weg, was du uns bisher berichtet hast. Hast du noch beschwerden oder ist es schon besser geworden? .

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