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Gast Kathrin

Selbst-Querfriktion? Häufigkeit, Dauer ...?

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Gast Kathrin

Hallo, man kann doch Sehnen, die entzündet sind, selbst massieren, sodass eine Heilung angestoßen wird, z. B. mit den Fingern oder Bällen, oder!? Wie oft und wie lange darf man das dann jeweils machen? Täglich pro Entzündungspunkt und Sehne 2 Minuten oder noch öfter oder lieber nur jeden zweiten Tag? Vielen Dank. Grüße

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Guten Tag Gast Kathrin. Man darf zwei Sachen nicht verwechseln. Entzündungen und Reizungen. Zwar werden diese oft als Synonym verwendet sind aber doch zwei unterschiedliche Sachen die auch unterschiedlich behandelt werden. Entzündete Sehnen bitte nicht massieren Oder Friktionieren das wäre kontraproduktiv. das Gewebe sollte eigentlich  in Ruhe gelassen werden außer ganz sanftes massiere, eher streicheln oder Lymphdrainage. Entzündungen erkennt man immer an den Entzündungszeichen die Röte, Schwellung und überwärmung, oft auch ruheschmerzen. Und dies ist ein akutes Geschehen. Meist ausgelöst durch eine Verletzung oder Überlastung der Sehne zb. Dauert dieser Entzündungsprozess maximal 5 Tage. Alles darüber kann eigentlich keine Entzündung mehr sein. Dann spricht man von Reizung. Und hier kommen die Friktionen wieder ins Spiel😉. Während bei einer Entzündung starke Massage und Friktionen zur überschießenden Entzündungsreaktion führen können und das Gewebe mehr schädigen ist es bei einer Friktion gewollt wieder eine Entzündung in das Gewebe zu bekommen. Warum? Weil man die Wundheilung wieder ankurbeln will. Bei Wochenlangem Schmerzen geht man davon aus dass eine Wundheilungsstörung vorliegt. Bei schlecht durchbluteten Strukturen wie Sehnen und deren Ansätzen oder bei zu viel Kordisongabe oder Eisanwendung kann die 1.Wundheilungsphase also die Entzündung tatsächlich ausbleiben. Ohne vollendeter Entzündung (also bis 5tage) gibt e keine weiteren Phasen der gewebeheilung. Während bei einer Reizung der Heilungsprozess reduziert ist oder zum Stillstand gekommen ist ist er bei einer Entzündung ja schon in vollem Gange. Da nochmal die Sehne zu Ärgern mit Friktionen ist hier Quatsch. Hier sollte man Maßnahmen machen wo der Körper in der Lage ist Entzündungsstoffe anzutransportieren und Stoffe die er für die Heilung braucht hinzutransportieten, also Stoffwechselverbesserung. Den Entzündungsprozess zu dämpfen mit einer  Eisapplikation oder Entzündungsmittel ist in den erst paar Tagen auch sinnvoll. Aber die Entzündung sollte nie ganz zurückgedrängt werden. Zu viel Entzündung ist nichts und keine Entzündung ist auch nix. Zu viel bedeutet weitere Gewebeschädigung, stärkere Schmerzen.  Schmerz führt zur Adrenalinausschüttung und somit zum zusammenziehen der Kapillare. Dadurch wird das Gewebe nicht mehr gut mit Nährstoffen versorgt was wiederum nicht günstig für die gewebeheilung ist. Keine Entzündung bedeutet dass die Verletzte Struktur erst gar nicht heilen kann. Zusammengefasst kann man nun sagen. Bei einer Entzündung sind kühlen (kurz), Entzündungsmedikente wie iboflam oder iboprofen, manuelle lymphdrainage und schonung sinnvoll  Bei einer Reizung, nach 1 Woche Friktionen wichtig. Will man einen Entzüngsprozess wieder reinbekommen dann sollte man laut Literatur 10-15 Minuten einmalig Friktionieren. Die nächsten Male reichen 3-5 Minuten aus

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Gast Kathrin

Liebsten Dank für die ausführliche Antwort.

 

Woher weiß ich, ob es jetzt schon oder noch je eine Entzündung oder Reizung ist. Kann man das explizit testen? 

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Am 6.3.2021 um 15:20 schrieb bbgphysio:

Entzündungen erkennt man immer an den Entzündungszeichen die Röte, Schwellung und überwärmung, oft auch ruheschmerzen. Und dies ist ein akutes Geschehen.

 

Am 6.3.2021 um 15:20 schrieb bbgphysio:

Meist ausgelöst durch eine Verletzung oder Überlastung der Sehne zb. Dauert dieser Entzündungsprozess maximal 5 Tage. Alles darüber kann eigentlich keine Entzündung mehr sein. Dann spricht man von Reizung.

 

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Gast Kathrin

*peinlich* Sorry, hatte ich irgendwie überlesen.

 

Ich habe das jetzt ein paar Tage gemacht, aber noch hat sich leider nichts geändert. Es tut beim massieren auch jedes Mal noch gut weh, wenn ich drübergehe. Wie viele Tage dürfen es denn max. am Stück sein?

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Gast
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    • Vielleicht holst du dir nochmal eine Zweitmeinung sowohl vom Orthopäden wie auch Physio. Wenn dir die Nachsorge nicht so gefallen hat. Es könnte auch sein, dass eine Schraube/Platte etwas doof drückt und dadurch einen Nerv komprimiert. Nach 8Wochen würde ich mir auch noch keinen Stress machen, wichtig du brauchst sinnvolle Übungen die dich stabilisieren, die deine Haltung fördern und Maßnahmen die die verspannte Muskulatur lockern.
    • Je nachdem wie alt du bist und was du noch vorhast muss man gucken wie viel Mühe sich lohnt. Hab eine Patientin, um die 70 - die hatte eine ähnliche Verletzung wie du und wir haben getan und gemacht, aber der Arm kommt nicht mehr über 120° - ich habe ihr erklärt, dass mehr nur mit einer OP möglich wäre, das haben auch ihre beiden Ärzte sich dann eingestehen müssen. Sie hat darauf kein Bock, sie kommt gut damit zurecht wenn sie ihre Übungen macht und ist soweit zufrieden - da wird nicht mehr allzu viel passieren. Wenn du aber erst 30 bist sollte man vielleicht überlegen ob du wirklich den Arm nie mehr über 90° bekommen möchtest. Ich denke nicht dass der Humeruskopf noch deutlich kleiner wird, vielleicht schwillt das Gewebe noch etwas ab und du bekommst ihn zentrierter.
    • vielen Dank Jan, für deine ausführliche Antwort. Werde mal abwarten, wie es sich mit der Physio entwickelt und ob es noch weitere Verbesserungen gibt, im Bereich der Beweglichkeit der Schulter. Im Alltag, merke ich die Einschränkung kaum, das würde mich nicht weiter stören. Habe nur Angst vor Folgeschäden. Warte mal noch mein nächstes Röntgen in 10 W. ab und schaue dann weiter. Bin mir nicht sicher ob ein chirurgischer Eingriff, um den Knochen zu verkleinern, das Risiko höher ist als der Nutzen? Wird sich der Knochen auf natürliche Weise noch etwas verändern mit der Zeit? Eine Knochenheilung mit Kallusbildung, ist ja nach 13 W. noch nicht abgeschlossen!? Oder doch? lg

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