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Hanf - ein Thema unter Physios?


m.steldinger

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Geschrieben

Hanf - Cannabis - ist eine Kulturpflanze mit einer jahrtausendalten Tradition in der Heilkunst. Moderne Medizintechnik bestätigt dies, nicht zuletzt wurde Cannabis als Medizin in Deutschland einstimmig vom Bundestag zugelassen.

Fast alle Teile der Cannabispflanze sind therapeutisch interessant und werden zzt. wissenschaftlich Untersucht.

Blüten

Schon 1963 isolierte der israelische Forscher Mechoulam CBD und andere Cannabinoide (die von Cannabis erzeugten Hauptwirkstoffe) und wies körpereigene Stoffe mit ähnlichen Wirkungen nach. Kurze Zeit später wurden die Rezeptoren für diese Stoffe gefunden. Die sogenannten CB1 und CB2 Rezeptoren sind quasi im gesamten Körper zu finden.
Cannabis und THC-haltige Produkte werden in Deutschland unter dem BtMG bzw AMG geregelt. Entsprechende Erkrankungen vorrausgesetzt, kann jeder Arzt Cannabis verschreiben.

Samen

Aus dem Samen des Hanfes kann ein wertvolles Pflanzenöl gepresst werden, welches reich ist an Omega 3-6 Fettsäuren in einem für den menschen idealen Verhältnis von etwa 3:1. Diese essentiellen Fettsäuren müssen mit der Nahrung aufgenommen werden, da sie nicht vom Körper selbst erzeugt werden können. Sie sind an einer Vielzahl von pyshiologischen Prozessen im Körper beteiligt.

Hanfölprodukte zur Massage, Kosmetik sind frei handelbar. Ein sehr schönes Beispiel sind die Produkte der Firma ANNABIS, welche ein Hanfsamenöl-Konzentrat nutzt.

Blätter, Wurzeln

Diverse Terpene, Chlorophyll und Bitterstoffe werden auf ihre medizinische Wirkung und Zusammenwirken untersucht

 

Etwas historisches:

Das Papyrus Ebers, etwa 1600 vor Christus,  ist ein medizinischer Papyrus aus dem alten Ägypten. Er gehört neben dem Papyrus Edwin Smith zu den ältesten noch erhaltenen Texten überhaupt und ist zudem einer der ältesten bekannten Texte mit medizinischen Themen, wobei er unter anderem ein großes Spektrum an Beschreibungen von Krankheiten und deren Symptomen und Diagnosen beinhaltet. Es enthält unter anderen ein Rezept mit Cannabis bei einem wässrigen Zeh oder Finger.

 

Hildegard von Bingen/Scivias: "Der Hanf ist warm, und wenn die Luft weder sehr warm noch sehr kalt ist, wächst er, und so ist auch seine Natur, und sein Same enthält Heilkraft, und er ist für gesunde Menschen heilsam zu essen, und in ihrem Magen ist er leicht und nützlich, so dass er den Schleim einigermaßen aus dem Magen wegschafft, und er kann leicht verdaut werden, und er vermindert die üblen Säfte und macht die guten Säfte stark.

Aber wer im Kopfe krank ist und ein leeres Gehirn hat und Hanf isst, dem bereitet dies leicht etwas Schmerz im Kopf. Jenem aber, der einen gesunden Kopf hat und ein volles Gehirn im Kopf, dem schadet er nicht.
...
Wer aber einen kalten Magen hat, der koche Hanf in Wasser und, nach dem Ausdrücken des Wassers, wickle er es in ein Tüchlein. Und er lege es so warm oft auf den Magen, und das stärkt ihn und bringt ihn wieder in seinen Zustand.

Ein aus Hanf gefertigtes Tuch ist gut zum Verbinden der Geschwüre und Wunden, weil die Wärme in ihm mäßig ist."

 

Abschliessendes:

Gerne stehe ich mit meinem Wissen rund um Hanf bei Fragestellungen zur Seite! Wenn ihr in Berlin seid, besucht doch mal das Hanf Museum, Mühlendamm 5 in Berlin-Mitte ?

 

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  • Beiträge

    • Hallo zusammen, erstmal Danke für den Tipp mit Staffelstein und die Recherche über die Powerinsole. Ich habe letzten Freitag am 09.01. die Schmerztherapie im Klinikum Bamberg begonnen und um dort meine Schmerzen wirklich detailliert beschreiben zu können, bin ich extra Ende Dezember (2 Tage) und Anfang Januar (4 Tage) ohne Rücksicht auf Verluste wandern gegangen. Sprich wirklich stundenlang, weite Strecken, steile Berge hinauf, durch Schnee, über Fels usw. Verlieren konnte ich ja nichts dadurch. Schuhwerk waren immer dieselben Adidas Terrex. Und bin zu einer (neuen) Erkenntnis gekommen. Ich hatte grundlegend kaum bis gar keine Schmerzen dabei, was vor exakt 1 Jahr noch katastrophal dabei war. ABER: nur solange ich in steilem oder holprigem Gelände gelaufen bin. Sobald ich vor oder nach einer Wanderung zb in einem Supermarkt auf ebenem Boden stand, fingen die Schmerzen nach wenigen Minuten stehen an. Also im absoluten Ruhezustand wenn ich einfach nur da steh, auch zuhause, hab ich die meisten Schmerzen. Da zusätzlich die Übungen Wadenheben auf der Treppe, Wadendehnen an der Wand, Rollen über eine Eisenstange und 3 min auf den Füßen knien, die Schmerzen akut kurzfristig deutlich lindern, hab ich langsam das Gefühl dass das alles was mit einem Mix aus Durchblutung und der Bodenbeschaffenheit zu tun hat. Oder die Powerinsole hat vill wirklich irgendeinen Effekt, auch wenns nur Placebo ist. Bin gespannt auf eure Meinung als Profis dazu!  Zur Therapie: Ich muss ehrlich sagen dass schon stark auf Leute mit großen psych. Problemen und körperlichen Problemen zugeschnitten, die sich mit ihren Schmerzen längst abgefunden haben und dort nur noch lernen damit umzugehen. Eine Musiktherapie (liegen in einem Raum während ein Buch vorgelesen wird+Musik läuft), Psychotherapie, Gruppentherapie bringt mich mit meinen Füßen denke ich kaum weiter. Physiotherapie ist dort wenn überhaupt nur 1x täglich als Einzelbehandlung, aber mit Abstand das sinnvollste im Programm.  VG Freddy
    • ...na bitte, da steht doch alles drin was man braucht. Du hast quasi ein beginnender Knorpelschaden hinter der Kniescheibe, vermutlich durch eine Fehlstellung der Kniescheibe, die etwas zu weit nach außen steht. Hier wäre eine Kräftigung der Muskeln vorteilhaft, die die Kniescheibe mittig halten. Hier hast du ein Beispiel für Übungen... https://www.youtube.com/watch?v=eFsoX3GHxOU  
    • Gast Gast Veri
      Nun kam der Befund vom MRT schriftlich, wo plötzlich mehr steht als besprochen wurde:   1) Geringgradige kleinflächig umschriebene retropatellare Chondromalazie an der medialen Gelenkfacette Grad I bei, den Knorpel tangierender jedoch nicht wesentlich verdickter Plica mediopatellaris   2) Leichter Gelenkerguss   3) Geringe Lateralisationsfehlstellung der Patella   4) Keine Meniskusläsion, keine wesentl. Chondropathie femitiboral, keine Osteochondrosis dissecans, keine Stressreaktion.   Würde da nun leichtes Radeln den Knorpel aufbauen? oder ist das kontraproduktiv wegen der Patella? Fraglich ist wohl auch, ob es an der Lateralisationsfehlstellung liegt oder an der Plica und wie ich mich nun verhalten sollte…   LG

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