Gast Clara

Spastik und Parkinson ?

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Gast Clara

Wir haben Spastik nur als Symptom bei ZNS Störungen kennengelernt. 

Zeigen sich Spastiken auch bei Morbus Parkinson?

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Eine Spastik entsteht durch Schäden im ZNS.
Eine Parese/Plegie hingegen entsteht im ZNS oder peripher.

"Die spastische Tonuserhöhung ist kein Symptom der Parkinson-Krankheit, sie entsteht im Rahmen anderer Krankheiten, z.B. Erkrankungen des Rückenmarks oder nach Schlaganfällen. "
https://www.parkinson-web.de/forum/posts/list/4364.page

bearbeitet von PhysioJan

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...ja genau, der Jan hat es auf dem Punkt gebracht. Beim Parkinson ist Hauptursache der Dopaminmangel. Bzw. jene Zellen im Hirn, die diesen herstellen. Die Hirnzellen in der Substantia nigra sterben ab, und das Gehirn wird dann nicht mehr angemessen mit dem Neurotransmitter Dopamin versorgt.
Die vier Hauptmerkmale des Parkinsons sind ja:
1.  Haltungsinstabilität
2. Tremor
3. Akinese
4. Rigor

Was du vielleicht unter einer Spastik meinen könntest ist der Rigor (Starre und Steifigkeit in den Extremitäten und Gelenken). Rigor kommt bei den meisten Betroffenen vor. Die Muskeln spannen sich an und ziehen sich zusammen. Einige Menschen empfinden dabei Schmerzen und Steifigkeit.

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Das wirft aber nochmal andere Frage für mich auf.

Warum entsteht dann die Rigidität bei Parkinson auch erst verstärkt auf einer Seite ?

Und kann bei einer fortgeschrittenen Alzheimer-Erkrankung dass ZNS so stark betroffen sein, dass sich ein spastisches Muster durchsetzen kann welches dann aber nicht auf nur eine Körperseite beschränkt ist ?

 

Schon mal Vielen Dank im vorraus

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vor 8 Stunden schrieb LuciusDawn:

Warum entsteht dann die Rigidität bei Parkinson auch erst verstärkt auf einer Seite ?

Das kann ich nicht bestaetigen. Wo hast du diese 'Regel' her?

 

Alzheimer's greift typischerweise nur die Gehirnzellen der kognitiven Funktionen an - nicht der motorischen. D.h., der motorische Kreislauf ist nicht unterbrochen und es kann nicht zur Spastik fuehren.

Gruss,

Anna

bearbeitet von annajule

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    • Der Eigenreflex reguliert nicht die Spannkraft oder Steifheit des Gelenkes? Oder ist Eigenreflex ein Überbegriff und Myostatischer Reflex eine Sonderform? (Leider konnte ich meine Antwort grad nicht mehr editieren.)
    • Danke für die Antwort. Leider verstehe ich sie nicht. Ist es das selbe oder gibt es einen Unterschied? (Um einen Unterschied zu erklären bitte beide Seite erwähnen. Bei A ist es so ... und B ist dagegen soundso. Nur A zu beschreiben reicht mir leider nicht, um einen Unterschied zu verstehen...) Vielleicht würde es mir helfen zu wissen, was genau mit "myotatisch" und "myostatisch" gemeint ist.
    • ...das ist auch das selbe. Sie sind über den so genannten monosynaptischen Reflexbogen (oder Eigenreflex) im Rückenmark verschaltet.
      Der einzige Unterschied liegt darin, dass die myotatische Einheit die Spannkraft oder Steifheit des Gelenkes reguliert. Kontrahiert sich eine Muskelgruppe der myotatischen Einheit, müssen die antagonistischen Muskeln entspannen. Das geschieht ebenfalls über einen Reflex!
       
    • Bisher dachte ich, dass "Myostaticher Reflex" ein Synonym für Eigenreflex sei. Im Massagebuch von Bernd Muschinsky gibt es getrennte Kapitel für Eigenreflex und Myostatischer Reflex. Es gibt auch Formulierungen wie Auf einen Unterschied wird allerdings nicht explizit hingewiesen. => Was ist der Unterschied zwischen Eigenreflex und Myostatischem Reflex (falls es einen gibt)?
    • Im Massagebuch von Bernd Muschinsky steht auf Seite 52:   Weiter unten steht noch auf der gleichen Seite (widerspricht sich das nicht?):   Nach meinem bisherigen Verständis wirkt eine verstärkte Aktivierung der Golgi-Sehnenorgane hemmend auf die alpha-Motoneurone (=Autogene Hemmung). => Wieso sollte eine verminderte Feuerung zu einer Blockade führen? Ist die erste Beschreibung im Buch schlichtweg falsch? Oder gibt es noch irgendeinen Mechanismus den ich übersehe? Das hört sich für mich logisch an. Muschinsky scheint allerdings vorzuschlagen, die eh schon überreizten Golgi-Sehnenorgane noch weiter zu dehnen? Oder ist mit "weiche Sehnendehnung" eine Dehnung quer zur Faserrichtung gemeint, so dass zwischen den kollagenen Fasern mehr Raum entsteht und die Golgi-Sehnenorgane entlastet werden? Dann würde allerdings die Frequenz der Signale der Golgi-Sehnenorgane nachlassen, die Autogene Hemmung abnehmen und die alpha-Motoneurone erst recht feuern? Ich wüde mich sehr freuen, wenn da jemand mehr Klarheit reinbringen kann.