Jump to content

Knacken im Knie

Dieses Thema bewerten


Recommended Posts

Geschrieben

Hallo :)

Ich hoffe mir kann jemand mit  meinem Problem helfen! Seit ca. 4 Wochen mache ich ein intensives Sportprogramm, welches unteranderem aus Übungen wie Kniebeugen und Burpees besteht. Vor 5 Tagen fing mein linkes Knie auf einmal an bei der Streckung zu knacken. Das Knacken kommt gefühlt direkt von der Unterseite der Kniescheibe. Besonders laut knackt es beim Treppensteigen, hinunter ist nichts zu hören. Zudem knackt es auch nur, wenn ich das Knie aktiv bewege und die Hüfte gebeugt ist. Je stärker die Hüftbeugung, umso lauter das Knacken.

Ich war bereits bei einem Physiotherapeuten, dieser hat verschiedene Tests durchgeführt. Die Bandstrukturen und Menisken sind unauffällig, auch die das Gleiten der Kniescheibe ist normal.

Hat vielleicht jemand eine Idee, was es sein könnte? Kann es eine Überbelastung durch das Sportprogramm sein und wenn ja, legt sich das von alleine wieder?

Dankeschön schon mal im voraus :)

Geschrieben

Hallo Gast Sabine! Das Knacken kommt tatsächlich von deiner  Kniescheibe. Wenn dieses Geräusch keine Schmerzen hervorruft ist es nicht so problematisch. Zwei Ursachen können dadurch in Frage kommen

1.Ein Knorpeldefekt unter der Kniescheibe

2.Eine nicht korrekte Führung der Patella z.b. durch Fehlstatik, Fehlposition der Kniescheibe

Zu 1

Bei einem intensiven Training mit zu progressiver Steigerung der Belastung kann es durchaus zu kleinen Knorpelschäden kommen da sich durch die Aktivierung des Quatriceps der Anpressdruck der Kniescheibe auf den Untergrund herhöht, dieser sich aber der Belastung erst allmählich anpassen muss. Auch bei einer nicht korrekt ausgeführten Übung kommt ungünstig oder einseitig Belastung auf dem Knorpel. Dies wäre der Fall wenn die Beinachse bei Kniebeugen nicht eingehalten wird, das Knie z.b  zu stark nach innen kippt.

Zu2

Das selbe giltet hier. Durch eine Fehlstatik, also Falscher Beinachse (X oder O Beine) zu überstreckte Knie, oder die Kniescheibe ist verdreht, steht zu weit ausen kann es Probleme mit der Führung der Kniescheibe beim Beugen und Strecken des Knies geben. (Dies kann natürlich auch sein bei falsch durchgeführter Übung, siehe oben) Oder der Anpressdruck der Kniescheibe ungleichmäßig und es kommt zu vermehrten Druck auf einer Seite der Patella was  dann natürlich auch zu einem Knorpelschaden führen kann.

Am besten lässt du dir deine Übungsausführung nochmal von einem Therapeuten kontrollieren. Es wäre gut wenn dieser nocheinmal eine Haltungsanalyse durchführten würde wegen möglicher Beinachsenasymetrien. Ist ein kleiner Knorpeldefekt vorhanden kann dieser z.b. durch  lockeres Fahrradfahren wieder aufgebaut werden.?

  • 7 years later...
Geschrieben

Hallo, der Post ist schon länger her, aber ich habe exakt 1 zu 1 die gleichen Symptome. Ich war bereits im MRT, dort ist alles soweit unauffällig gewesen... Hat man inzwischen eine Ursache gefunden oder hat sich das Problem wieder gelöst? Habe die Probleme auch bereits seit 5 Wochen, jedoch ohne nennenswerten Auslöser / nicht übermäßig viel Sport etc. und bin auch "erst" 28 Jahre und eig noch fit :D 

 

LG

Gast Gast Veri
Geschrieben
Am 30.12.2025 um 13:43 schrieb bbgphysio:

Ich tippe auf einen knorpeldefekt deiner Kniescheibe!!! 

 

Vielen Dank für die Rückmeldung. Hätte der Orthopäde das nicht im MRT gesehen? Der meinte da sei alles unauffällig…

Und was kann ich jetzt machen?? Bin „erst“ 28 und frage mich woher das kommt / wie ich das wieder weg bekomme…

Geschrieben
vor 7 Stunden schrieb Gast Gast Veri:

Hätte der Orthopäde das nicht im MRT gesehen? Der meinte da sei alles unauffällig…

...manche Störungen lassen sich im MRT schlecht oder garnicht erkennen, da es dynamische Probleme sind. 
Man müsste die Aufnahmen in der Bewegung machen, dann würde man viel mehr erkennen!

Versuche mal das Knie zu bandagieren, am besten einmal mit und einmal ohne Kniescheibe (freilassen) und dann berichte wie sich das Knie in verschiedene Situationen verhält. 

Noch eine Frage, trägst du Einlagen?

Gast Gast Veri
Geschrieben
vor 9 Stunden schrieb gianni:

...manche Störungen lassen sich im MRT schlecht oder garnicht erkennen, da es dynamische Probleme sind. 
Man müsste die Aufnahmen in der Bewegung machen, dann würde man viel mehr erkennen!

Versuche mal das Knie zu bandagieren, am besten einmal mit und einmal ohne Kniescheibe (freilassen) und dann berichte wie sich das Knie in verschiedene Situationen verhält. 

Noch eine Frage, trägst du Einlagen?

 

Ich habe bereits eine orthopädische Bandage, da ändert sich jedoch nichts beim Abknicken..

Der Orthopäde meinte noch es könnte die Plica sein, allerdings hätte ich da glaube ich mehr Schmerzen.. MRT wurde auch im Stehen unter Belastung mit so nem

modernen Gerät gemacht. Einlagen habe ich nicht, habe jedoch auch das Gefühl es ist ein funktionelles Problem. Das knacken kan Quasi aus dem Nichts und ist va bei Treppensteigen oder tiefer Beugung extrem, jedoch auch ohne Belastung auf der Couch, je näher ich das Bein zum Oberschenkel ziehe umso lauter knackt es in der Streckbewegung..

Geschrieben
vor 15 Stunden schrieb Gast Gast Veri:

Der Orthopäde meinte noch es könnte die Plica sein

...würde ich mal abklären lassen. 

vor 15 Stunden schrieb Gast Gast Veri:

MRT wurde auch im Stehen unter Belastung mit so nem modernen Gerät gemacht.

...das ist gut, das ist ein sogenannter Upright-MRT.

Eventuell müsste man versuchen über den Fuß, mittels Einlagen, die Achse zu verändern. 

Allerdings dauert das dann etwas, bis du eine Veränderung bemerkst!

Gast Gast Veri
Geschrieben

In wiefern könnte man das mit der Plica weiter abklären? Der Orthopäde meinte die ist zwar laut MRT da, aber die hätten viele so ohne Probleme...

 

Irgendwie möchte ich selbst aktiv das Knacken loswerden und weiß aber auch nicht wie ich mich verhalten soll, ob in die Hocke gehen etc. trotz dem Knacken normal möglich ist. Wenn ich es häufiger ausführe, bekomme ich ein leichtes Ziehen um die Patella rum. möchte einen (ggf. weiteren) Schaden verhindern.. Gefühlt hat mein Orthopäde mich aber auch stehen lassen und mein Physio hat selber etwas ratlos geguggt..

LG

Geschrieben
Am 5.1.2026 um 13:25 schrieb Gast Gast Veri:

In wiefern könnte man das mit der Plica weiter abklären?

...mit einer Spiegelung vom Gelenk (Arthroskopie) damit sieht man auch mehr als beim MRT, außerdem könnte man gleich den Defekt behandeln. Quasi 2 Fliegen....

Gast Gast Veri
Geschrieben
Am 2.1.2026 um 23:33 schrieb gianni:

...manche Störungen lassen sich im MRT schlecht oder garnicht erkennen, da es dynamische Probleme sind. 
Man müsste die Aufnahmen in der Bewegung machen, dann würde man viel mehr erkennen!

Versuche mal das Knie zu bandagieren, am besten einmal mit und einmal ohne Kniescheibe (freilassen) und dann berichte wie sich das Knie in verschiedene Situationen verhält. 

Noch eine Frage, trägst du Einlagen?

Nun kam der Befund vom MRT schriftlich, wo plötzlich mehr steht als besprochen wurde:

 

1) Geringgradige kleinflächig umschriebene retropatellare Chondromalazie an der medialen Gelenkfacette Grad I bei, den Knorpel tangierender jedoch nicht wesentlich verdickter Plica mediopatellaris

 

2) Leichter Gelenkerguss

 

3) Geringe Lateralisationsfehlstellung der Patella

 

4) Keine Meniskusläsion, keine wesentl. Chondropathie femitiboral, keine Osteochondrosis dissecans, keine Stressreaktion.

 

Würde da nun leichtes Radeln den Knorpel aufbauen? oder ist das kontraproduktiv wegen der Patella? Fraglich ist wohl auch, ob es an der Lateralisationsfehlstellung liegt oder an der Plica und wie ich mich nun verhalten sollte…

 

LG

Kommentare

You are posting as a guest. Wenn du bereits einen Account hast kannst du dich hier anmelden.
Note: Your post will require moderator approval before it will be visible.

Gast
Auf dieses Thema antworten...

×   Du hast formatierten Text eingefügt.   Restore formatting

  Only 75 emoji are allowed.

×   Dein Link wurde automatisch eingebettet.   Einbetten rückgängig machen und als Link darstellen

×   Your previous content has been restored.   Clear editor

×   You cannot paste images directly. Upload or insert images from URL.



  • Beiträge

    • Nachtrag: Ich bin Informatiker und arbeite viel am PC, der Klassiker eben. Und: Ich habe ein aktives Morbus Bechterew Gen, bisher wurde aber ein Ausbruch der Krankheit nicht bestätigt. Die Symptome sind auch nicht so stark in die Richtung, zumindest laut den Fragebögen die man dazu im Netz ausfüllen kann...
    • Hallo zusammen,   ich leide schon seit mind. 10 Jahren an starken Verspannungen im HWS und auch im Rückenbereich. Hinterkopfschmerzen begleiten mich ebenso lang und so richtig helfen konnte mir bisher niemand, so dass ich selbst durch Eigeninitiative Schmerztage (Kopfschmerzen) von 10 auf 1-2 pro Monat herunterschrauben konnte. Das habe ich vor allem durch starkes Dehnen, Kopf-Gegendruck, Mobilisierung geschafft.    Nun ist es aber so, dass seit einigen Monaten meine Symptome immer schlimmer werden und ich nicht mehr ganz unterscheiden kann zwischen möglichen Auswirkungen einer HWS Problematik (die bisher strukturell nicht bestätigt wurde, nur dass Verspannungen vorhanden sind und auch muskuläre Defizite) oder zB meiner Borrelioseinfektion, die ich vor 2 Jahren durchmachen musste. Ich hatte damals diffuse Symptome, die laut meinen Recherchen aber durchaus auch durch die HWS Probleme getriggert worden sein könnten. Seit 6-7 Wochen flammen diese Symptome Tag für Tag unterschiedlich auf:   Gelenkschmerzen (Hände, Hüfte) Nicht lange sitzen können Hinterkopfschmerzen Augendruck und müde Augen Kopfjucken Tinnitus linksseitig Bewegungseinschränkung Kopfrotation (Blockade) Schmirgelgeräusch bei Kopfrotation Krankheitsgefühl ohne krank zu werden (wie Gliederschmerzen bei anfliegendem Infekt), am nächsten Tag plötzlich wieder weg, dann wieder da... Kribbeln Gänsehaut Hinterkopf   Manche Sachen könnten theoretisch auch die Borreliose sein (Gelenkschmerzen, Kopfjucken). Infekt ist schon abgeklärt, pauschal 10 Tage Antibiose schon abgeschlossen, um das auszuschließen. Zähne alles OK, heute geprüft. HNO findet auch nichts, soweit unauffällig.    Jetzt hatte ich in einem anderen Forum von einer Dame gelesen, die einen HWS Bandscheibenvorfall hatte und sehr ähnliche Symptome, vor allem das mit dem immer wieder aufflammenden Krankheitsgefühl, bei dem man sich schlapp und wie kurz vor einem Infekt fühlt. Auch der Augendruck und Kribbeln. Ich denke für einen Bandscheibenvorfall sind die Symptome nicht heftig genug, aber klingt das plausibel nach HWS Syndrom?   Ich habe in 2 Wochen einen Orthopäden-Termin, erwarte aber nicht viel, weil ich bei Orthopäden schon zu oft ohne Ergebnis und ohne Mühe des Arztes abgefertigt wurde.    LG René
    • Guten Morgen Freddy Ja da bin Ich ja mal gespannt, klingt aufjedenfall interessant. Berichte uns darüber. 

×
×
  • Neu erstellen...

Cookie Hinweis

Diese Website verwendet Cookies, um eine bestmögliche Erfahrung bieten zu können | anpassen oder mit okay bestätigen.
Forenregeln | Datenschutzerklärung