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luilui

Bizepssehne instabil und Labrum vielleicht auch kaputt! Sport?

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Hallo,

 

ich bin eine 38jährige Frau, die seit 30 Jahren turnt und nie körperliche Probleme hatte. Jetzt hat es mich aber offensichtlich doch erwischt.

 

Angefangen hat es mit stechenden und z. T. brennenden Schmerzen am Rande des rechten Schulterblatts Richtung Wirbelsäule. Der Orthopäde verschrieb mir Krankengymnastik, Manuelle Therapie, Physiotherapie. Jetzt wurde ich gewärmt, gestromt, geknetet, gestreichelt, manuell therapiert ... Es wurde nicht besser - auch nicht ohne Sport - zumindest nicht viel, aber ein wenig schon. Zurück zum Orthopäden, der hat geröntgt, aber auf den Röntgenbildern war nichts zu sehen. Der sagte dann, es wäre bestimmt neurologisch bedingt. Ich zum Neurologen. Nervenleitgeschwindigkeit gemessen, alles ok. Der meinte, es könnte von der Schulter kommen. Da der erste Orthopäde schon ein wenig komisch war, bin ich zu einem anderen, eine zweite Meinung ist ja immer gut. Der hat mich in die Röhre geschickt. Hier der Befund:

 

"Weitgehend reguläre Artikulationsverhältnisse im Schulter- und Schultereckgelenk. Keine signifikanten degenerativen Veränderungen. Kein beweisbarer Labrumschaden. Umschriebene Ödembildung i. H. d. Bizepssehnen-Pulley wie beschrieben, als möglicher Hinweis für eine bestehende belastungs- und bewegungsabhängige Bizepssehnen-Subluxation (Pulley-Läsion) - naturgemäß nur schwer zu beweisen. Intakte Verhältnisse an der Rotatorenmanschette."

 

Damit zurück zum zweiten Orthopäden, da er aber kein Schulterspezi ist, hat er mich zu einem Schulterchirurgen überwiesen. Nach wochenlangen Warten, hatte ich heute endlich einen Termin. Der hat anhand der Bilder und anhand der Untersuchung (verschiedene Tests der rechten Schulter - Jobe, Hawkins, Neer ...) sicher sagen können, dass die Bizepssehne instabil ist. Er fragte mich, ob ich so ein Schnappen bei manchen Bewegungen höre. Ja, tue ich. Das würde für eine instabile Bizepssehne sprechen. Auch einen Labrumschaden kann er nicht 100 %ig ausschließen, ist sich aber sehr sicher, dass aufgrund der bei gewissen Bewegungen vorhandenen stechenden Schmerzen in der vorderen rechten Schulter, auch das Labrum beschädigt ist. Er würde mir eine OP empfehlen. Das wars dann aber auch mit der Sprechstunde sozusagen. Ich hatte gaaaanz viele Fragen, aber dafür hatte er wohl keine Zeit oder keine Lust mehr. Ich sollte mir das mit der OP überlegen und mich melden. Jetzt sitze ich hier und singe ... schreibe und hab lauter Fragezeichen auf der Stirn. Was mich am meisten beschäftigt, was ich jetzt überhaupt noch an Sport machen darf. Zu beiden Orthopäden will ich nicht mehr, weil der erste schon komisch war und der zweite sich ja wohl nicht so auskennt, was ich da habe. Also einen dritten Orthopäden angerufen. Ist hier uffn Ländle nicht so einfach. Ungerne neue Patienten, nur Notfälle, versuchen Sie es doch bei ... (100 km entfernt!) ... Also bin ich jetzt hier gelandet, um einfach zu wissen, was ich mit dieser Diagnose überhaupt noch an Sport (vorerst) sicher machen darf, bis ich dann operiert wurde. So viel sagt mir mein gesunder Menschenverstand, dass ich wohl sehr eingeschränkt bin, was Sport betrifft, aber vielleicht geht ja noch mehr, als gedacht!?

 

Ach, der Schulterchirurg hat mich gefragt, ob ich ein "traumatisches Erlebnis" hatte, also einen Unfall hatte (Sturz ...). Mir fiel nichts ein. Jetzt zu Hause fällt mir aber ein, dass ich bei gewissen Übungen im Turnen ganz besonders stark diese stechenden Schulterschmerzen vorne habe. Und nach dem Sport ist es noch schlimmer. Sowohl vorne rechts und auch hinten am Schulterblatt. Besonders bei der Zugstemme oder bei der Planche (wenn das Begriffe sind?!). Zum Ausgleich zum Turnen, trainiere ich hin und wieder noch mit Hanteln, Geräten im Studio, aber auch mit der Kettlebell und ich laufe ab und an.

 

Welcher Sport bzw. welche Übungen sind noch erlaubt oder anders gefragt, weil es vielleicht auch kürzer und einfacher zu beantworten ist, was ist nicht erlaubt (etwas drücken, heben, ziehen, Überkopf, alles, wo die Schulter im weitesten Sinne involviert ist ...)?!

 

Vorab schonmal vielen lieben Dank.

 

LG

 

PS: Wenn die MRT-Bilder interessant sein sollten, dann könnte ich die noch irgendwie nachreichen (müsste nur schauen, wie man das macht! ;-)

 

 

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Guten Abend Luiluil! Wäre es möglich dir ein Befundmännchen auszudrucken und die schmerzhaften Bereiche einzuzeichnen, schraffieren? Diese findet man unter Google/ Bilder und gibt es in Vorder-, Seiten-, und Rückenansicht. Dann Fotografierst du es mit deinem Handy ab und schickst nochmal das Bild unter Deinem Beitrag! Oder du fragst einfach deinen Lebensgefährden ob du deine schmerzhaften Stellen bei Ihm aufmalen könntest und schickst diese Bilder. Man muss ja seinen Kopf nicht drauf haben ?! Wir brauchen nur die Schulterpartie. So kann man sich einfach ein Besseres Bild machen. Bei einem vorderen Schulterschmerz gleich auf einen Labrumriss zu tippen und schon gleich operieren zu wollen find ich weng komisch. In dem Bereich kann es auch eine Reizung der Knöchernen Muskelansätze oder Bicepssehne sein. Ich möchte nicht zu aufdringlich sein, aber meinst du könntest mal zusätzlich eine Aufnahme machen von der Seite deiner Schulter? von deiner normalen Haltung? Du kannst mir alle Bilder auch auf meine Praxismail schicken die auf meinem Profil verlinkt ist, oder meiner HP wenn du es nicht hier machen möchtest. So hat man vielleicht schonmal nen besseren Eindruck?. Wegen dem Messen  der Nervenleitgeschwindigkeit beim Neurologen. Diese Messung trifft oft keine Aussage ob ein Nerv betroffen ist oder nicht. Denn ein Nerv kann ja durchlässig sein, und er macht trotzdem schmerzen, obwohl der Pat.keine Taubheitsgefühle hat. ZB. Wenn er irgendwo gedrückt wird. Ein brennender Schmerz wäre zB. Ein Hinweis auf eine mögliche Nervenbeteiligung. Schick mir doch mal die Bilder dann kann Ich dir vielleicht besser weiterhelfen, und was Dazu schreiben. L.G. Thomas

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Hallo Thomas,

 

danke für deine Antwort.

 

Ich hänge mal so ein Befundmännchen an.

 

Das mit den Fotos ... ist ein kleines Problemchen ... wir bekommen es nicht hin, dass man nicht gewisse Körperregionen nicht sieht. Da ist mein Freund bisschen eifersüchtig. ;-)

 

Aber vielleicht reichen ja schon die schmerzenden Stellen!? ;-)

LG

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Danke für die Bilder! ?. Ich möchte natürlich nicht dass du Schwierigkeiten bekommst von deinem Freund?! Ich kann dir leider net versprechen ob ich es schaffe dieses Wochenende zu kommentieren. Ich werde dir aber Montag aufjedenfall mehr schreiben. Nur schon mal soviel. Auf dem MRT wie ich es rausgelesen habe war eigentlich nichts Gravierendes. Kein Riss oder Teilriss zB. der Bicepssehne. Bei solchen großen Verletzungen würde sich auch ein Blauer Fleck an und um die Geschädigten Strukturen bilden, weil es einblutet. Das heißt aber nicht dass zB. Muskeln, Sehnen oder Sehnenansätze nicht doch geschädigt sein können. Die können trotzdem eine Reizung und Überlastung haben. Zu einem Chirurgen zu gehen ist oft keine so gute Idee!  Klar, die leben ja letztendlich davon zu operieren, und wollen meistens schnippeln. Ich sehe ehrlich gesagt keinen Grund für eine OP, zumal ja kein größerer Schaden auf dem MRT zu erkennen war. Einen  Labrumriss hatte ich bisher nur bei einem Pat. erlebt mit traumatischer Schulterluxation. Aber laut MRT war auch dieses intakt. Ich hätte nur noch ein paar Fragen. Du hast einen Teil des Schlüsselbeines eingezeichnet. Sind die Schmerzen wirklich auf dem Schlüsselbein? Oder eher vorne an der Schulter oder am Schultereckgelenk? (Google mal und schau ob es von der Lokalisation auch hinkommt, das nennt sich auch ACG gelenk) kannst du den Schmerz vorne an der Schulter durch drücken provozieren?  Sorry für die Fachwörter aber es wäre wichtig um die richtige Struktur herauszufinden. Gib mal bei Google Bilder den Begriff tuberculum minus ein. Schau dir bitte das erste Schulterbild an. Es zeigt eine Vorderansicht. Da müsste vorne am Oberarmknochen ein Knochenstück grün markiert sein. Ist das der Bereich oder sogar die Stelle die auch schmerzt? Der z.t brennende Schmerz hinten am Schulterblatt. Hast du das Gefühl er ist nur lokal begrenzt wie du oben eingezeichnet hast oder zieht er entlang den kompletten Rand des Schulterblattes? Lässt sich dieses Brennen bei Bewegungen des Kopfes auch in die Seitneigung provozieren? Dann mach Ich mir mal Gedanken darüber. Ich habe aber jetzt schon paar Ideen?L.g

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Danke schon- und nochmal. ;-)

Ich soll morgen den Befund vom Chirurgen bekommen. Ich hatte mir ja während des Gesprächs Notizen gemacht. Ich war ja nicht ganz dumm. Hehe. Hoffe, die stimmen auch. Bin mir aber sicher. Painful arc war positiv, Hawkins, Jobe, Neer, Crossbody, Aprehension, Yergason und 0° Abduktion waren alle negativ.

Hab grad mal mit meinem Freund das "nachgetestet". Kann das alles bestätigen. Außer das mit dem painful arc. Da schmerzt heute nichts, wenn ich den Arm so ausgestreckt bewege. :-/

Allerdings schmerzt das tuberkulum majus, wenn man draufdrückt (hatte ich mir auch notiert). Das wird wahrscheinlich das sein, was du meintest mit dem Schlüsselbein. Das Schlüsselbein tut nicht weh. Ist halt unterhalb des Schlüsselbeins im vorderen Delta.

Der brennende Schmerze ist schon eher lokal. Hab meinen Freund heute da mal massieren und drücken lassen. Ziemlich an dieser Stelle ist es am schlimmsten. Da hab ich ihn gefragt, ob er mir seinen Fingernägeln gedrückt hätte. Das verneinte er. Nur mit seinen Fingerkuppen. Da kommts mir nämlich so vor, als wenn er da reingestochen hätte, eben mit seinen Nägeln oder so.

Bei einem Test/einer Bewegung hatte mich der Chirurg gefragt, ob die Schmerzen hinten besser würden. Ja, das war so. Daher vermutet er, dass beides zusammenhängt. Das war aber so kurz und ging so schnell, dass ich im Nachhinein gar nicht sagen kann, ob das wirklich miteinander zusammenhängt. Wenn wir die Tests gemacht haben, dann konnte ich keine Linderung hinten spüren. Grundsätzlich sind die Schmerzen hinten bei Bewegung weniger bis fast gar nicht vorhanden.

Und ja - woher weißt du das - ich kann diesen Schmerz provozieren. Aber nicht in reiner Seitenneigung, sondern wenn ich den Kopf nach schräg vorne unten bewege, das Kinn Richtung linke Brust zeigt. Es ist dann aber weniger ein Brennen, als ein stechendes Ziehen. Dann ist es auch eher so, dass der ganze Rand des Schulterblatts betroffen ist.

LG

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OK! Na das sind ja schon einige Info?!

Als Erstes würde Ich als Therapeut immer nach Blockaden der Brustwirbelsäule evtl.auch Halswirbelsäule schauen. Gerade die Schmerzen neben dem Schulterblatt können auf eine Blockade der BWS oder Rippengelenke zurückzuführen sein. Stechende Schmerzen beim Einatmen wären ein guter Hinweis auf eine Rippengelenksblockade.

Meine Einschätzung ist folgende.

Fangen wir mal mit dem Ersten, Linken Bild an. 

Ich denke dass du dir eine Reizung der vorderen Sehnenansätze (tuberculum minus) Und Bicepssehne zugezogen hast. Außerdem könnte auch das Schultereckgelenk (Acromioclaviculargelenk AC-Gelenk) dir Probleme machen. Dazwischen ist ein schmales Band das ebenfalls überlastet sein kann, gerade bei den oben genannten Übungen. Gerade Planches und die Zugstemme bringen unheimlich Stress auf die Bicepssehne und ACG. Auch wenn es schwer fällt und du eine leidenschaftliche Turnerin bist würde Ich dir raten  Übungen wegzulassen wo diese Strukturen immer wieder aufs neue gereizt werden. Das sind zB. Sachen in Stemmposition, wie Liegestütz, Alles wo man Gewichte nach vorne wegdrückt. Bank-oder Brustdrücken (auch der Butterfly). Übungen wo du etwas zu dir ziehst oder die Arme seitlich und nicht nach vorne hebst müsste eigentlich funktionieren. Es gilt aber immer. Übungen dürfen nicht deine Schmerzen provozieren. Für die Reizungen hat sich oft eine Ultraschallbehandlung gut bewährt. Lokale durchblutungdfördernde Massnahmen das können auch Massagetechniken sein sind hier sinnvoll. Dies müsste dann ein Therapeut bei dir durchführen. Es geht um die Heilungsunterstützung und Verbesserung. 

 

Nun zum zweiten Bild. 

Wie schon oben beschrieben sollte erst geschaut werden ob Rippen- oder Brustwirbelgelenke draußen sind. Wegen der Kopfbewegung hab Ich gefragt, weil neben dem Schulterblatt am Schulterblattrand ein Nerv läuft der  auch von der HWS eingeklemmt sein kann (n.dorsalis scapulae, den kannst du ja mal Googlen ) Ein Nerv verursacht oft auch brennende Schmerzen. Dafür ist mir deine Schmerzstelle aber zu Lokal. Auch hier kann eine Muskuläre Überlastung der Grund für die Schmerzen sein. Ich würde mich auch mal nach sogenannten Triggerpunkten untersuchen/abtasten lassen, im Bereich BWS und auf und um das Schulterblatt herum. Das sind stecknadelgrosse Knötchen im Muskel, die die Eigenschaft haben auszustrahlen. Diese müssen dann gezielt behandelt werden mit einem massagestäbchen, Ellenbogen ect. Durch eine Druckpunktbehandlung. Dabei wird der schmerzauslösende Punkt solange gedrückt bis die Ausstrahlenden Schmerzen nachlassen. Die Schmerzen können durch die Kopfbeugung und Drehung vielleicht auch dadurch ausgelöst werden, weil Zug auf die Fascien und somit verletzter Stelle kommt. Ist tatsächlich der Nerv betroffen müsste dieser Halt durch einen Physio der eine MT Ausbildung hat gelöst werden. Ich hoffe Ich konnte dir weiterhelfen. Schönen Sonntag noch ?

 

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Also stechende Schmerzen beim Einatmen habe ich nicht.

Ich wurde von einem Orthopäden bereits deblockiert. Er legte mich rücklings auf eine seiner Hände (Faust?) auf Höhe der Schmerzen und drückte mich dann in seine Hand. Verstanden? ;-) Es hatte zwar geknackt, aber nichts gebracht. Ich mache auch regelmäßig den Rollie Pollie

Überhaupt habe ich seine Mobi-Routine fast 1:1 übernommen.

Also sind z. B. auch die Kettlebellübungen, wie z. B. Turkish Get Up, Swings, Bent Press, Snatches, Cleans nicht wirklich gut?

Aber Rudern, vorgebeugtes Seitheben, Face Pulls, Kreuzheben sind ok?

Ich habe überlegt, selbst eine Black Roll und so Triggerbälle zu kaufen und mich selbst zu rollen und so. Bringt das evtl. was?

Ich werde die Infos "mal mitnehmen". Danke, dir auch.

 

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Egal bei welcher Übung. Sobald diese deine Schulterbeschwerden auslöst würde ich sie erstmal sein lassen, bis die Reizung abgeklungen ist und deine Schulter wieder belastbar ist. Sachen die nur wenig oder keinen Schmerz provozieren müssten funktionieren. Ich würde es aber nicht drauf anlegen. Mach ruhig mal 2 Wochen Pause, auch wenns schwer fällt. Natürlich kannst du dich noch zusätzlich mit einer Blackrole und Triggerbälle behandeln, das ist ne tolle Sache. ?Triggerbälle würde Ich aber vorziehen da du die schmerzhaften Stellen gezielter massieren kannst. Aber darauf würde Ich mich nicht verlassen. Deine Beschwerden müssen aufjedenfall von einem Therapeuten/in behandelt werden. Viel Glück

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Danke nochmals.

Bin zzt. stark erkältet, also hat sich das mit Arzt- und Physiobesuchen erst einmal erledigt.

Vor lauter Langeweile hab ich mal ein bisschen gedehnt, rumprobiert.

Am meisten kann ich den Bereich provozieren, wenn ich z.B. rundem Rücken vornüber gebeugt mit nach zur linken Seite geneigten Kopf stehe oder wenn ich im Langsitz sitze. Im Langsitz wird es dann auch schlimmer, je runder der Rücken wird. Bei geradem Rücken spür ichs am wenigsten. Wenn ich dann den Kopf mittig Richtung Brustbein nach vorne lehne, nimnt dieser Dehnschmerz, wie ich ihn jetzt mal nenne, da es sich dabei schon irgendwie anders anfühlt, als wenn ich eben den Tag über sitze, gehe, stehe (hoffe, ihr versteht, was ich meine!), zu. Noch stärker wird dieser Dehnschmerz am Rand des rechten Schulterblatts je weiter ich den Kopf zur Seite neige, aber eben nicht den Kopf auf die Schulter lege, sondern diagonal nach vorne Richtung linke Brust. Dann ist es schon sehr heftig. Aber noch viel heftiger wird es, wenn ich die Zehen zum Körper anziehe, egal von welchrm Fuß, egal, ob links oder rechts. Je mehr ich diesen Dehnschmerz provoziere bzw. je stärker er wird desto weiter wandert er von unten zwischen Schulterblatt und Wirbelsäule nach oben, aber nicht punktuell, sondern der Dehnschmerzbereich wird insgesamt großflächiger.

Bin ja in Anatomie keine absolute Null, aber das mit dem Kopf diagonal nach vorne und besonders das mit den Zehenspitzen, ist für mich sehr komisch, warum das alles dann noch viel schlimmer wird.

Könnte es evtl. noch andere "Baustellen" in meinem Körper geben, von denen ich noch gar nichts weiß, und die da eine (beträchtliche) Rolle spielen könnten?

 

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Hallo Luiluil! Das deine Symptome (zwischen Schulterblatt und Wirbelsäule) hervorgerufen werden wenn du im Langsitz bist und dich einkrümmst und den Kopf einrollst, könnte tatsächlich auf ein Nervenproblem hindeuten. Für dich mag es vielleicht merkwürdig sein dass deine Beschwerden verstärkt werden indem du noch zusätzlich deine Zehen hochziehst. Aber genau das ist die Position wo auf das Nervensystem am meisten Stress drauf kommt. Dies ist auch ein klassischer neurologischer Test und nennt sich Slump. Du bist im Langsitz, Knie sind komplett gestreckt. Jetzt Oberkörper und Kopf einrollen, vielleicht noch zur nicht betroffenen Seite. Wenn du nun bei dieser gehaltenen Einstellung noch zusätzlich die Zehen hochziehst und deine Symptome verstärken sich dann ist es definitiv ein Nervenproblem. Nun kannst du umgekehrt mal versuchen bei dieser Einstellung (mit Zehen nach oben ziehen) den Kopf wieder etwas aus der Beugung zu nehmen,  aber nur den Kopf. Verringern sich nun deine Beschwerden, muss es ebenfalls ein Nervenproblem  sein da nun etwas Spannung wieder herausgenommen wird. Bei der am Anfang vermuteten Theorie dass die Fascien auf Spannung kommen wenn du den Kopf und Oberkörper einrollst bin Ich mir nicht mehr so sicher, da die ziehenden Schmerzen ja durch den Langsitz und Zehen heranziehen verstärkt werden. Dies spricht eigentlich eher für das Nervensystem. Hier kommt auf das ganze periphere NS einschl. Rückenmark Spannung drauf. Falls der oben beschriebene Test positiv ist kann Ich dir dann noch eine Übung dafür zeigen und was behandelt werden müsste. Gruß Thomas 

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Also es ist wirklich so. Nehme ich den Kopf zurück, also aus der Beugung heraus wiedee gerade, lassen diese Schmerzen nach.

Ich habe Angst! :-(

LG

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Mich würde auch sehr interessieren, ob man dadurch feststellen kann, wo es im Körper evtl. noch etwas "kaputt" ist. Vielleicht habe ich ja sogar einen Bandscheibenvorfall!? Nur wo? Vielleicht ist mein Spinalkanal verengt!? Nur wo? ...

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Guten Abend Luiluil! Du brauchst überhaupt keine Angst haben! ?Sei doch froh dass die Evtl. Ursache vielleicht durch deine genaue Ansmnese gefunden wurde. Bei neurologischen Sachen denken viele immer an das schlimmste wie neurologische Krankheiten. Diese Gedanken schiebst du mal schön weit weg. Wir Physiotherapeuten haben sehr viel mit dem Nervensystem zu tun. Vorallem vegetatives und peripheres. Das  Periphere ist das was letztendlich vom Rückenmark aus in die Extremitäten läuft aber auch Thoraxbereich. Manchmal steckt hinter einem vermeintlichen muskulären Problem zB, ein Nervenproblem, so wie wahrscheinlich bei dir. Dies ist nichts schlimmes. Dieser kann irgendwo irritiert worden sein oder eingeklemmt. Viele Physiotherapeuten sind eigentlich TOP für Probleme ausgebildet die u.a nerval bedingt sind, und sollten Beschwerden vom Nervensystem eigentlich behandeln können. Deshalb wundert es mich etwas dass dies trotz MT und KG Behandlungen nicht angeschaut wurde. 

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Danke für die beruhigenden Worte.

Tja, ich weiß nicht, warum das nicht angeschaut wurde.

Welche Übung wolltest du mir denn nennen?

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Ich glaube nicht dass du einen BSV hast. Für eine Spinalkanalstenose bist Du zu jung. Symptome, wie Schmerzen und Taubheitsgefühle sind hier klar begrenzt und können dem jeweiligen Wirbelsegment zugeordnet werden. So kommen Taubheitsgefühle vom Daumen und Zeigefinger zbVon einem BSV zwischen 6. und 7.Halswirbel. Diese klare Symptomzuordnung sind die sog. Dermatome und kannst dir mal bei Google Bilder anschauen. Deine Beschwerden passen da nicht ins Bild. Leider kann Ich dir keine Grafiken hochladen wegen möglichen Urheberrechten von Google Bilder. Als Übung könntest du zB. Genau das machen was deine Symptome auslöst nur die Einstellungen nicht so extrem und mit Bewegung. D.h. Du nimmst die Einstellung vom Slump und schaust was noch als Spannung,ziehen zu tolerieren ist. Es sollte nicht über dem Schmerz gehen. Dann geh zB. Mit dem Buckel machen etwas zurück. Knie bleiben nach wie vor gestreckt. Nun ziehst du bei Gehaltener Position deine Zehen und Füße heran und wieder strecken. Das ganze 30 mal. Beine bleiben gestreckt und Oberkörper in der Slumpposition. Dies sollte noch im erträglichen Bereich sein. Das ist die Übung. Diese darf auf keinen Fall schmerzen hervorrufen sonst musst du mit deiner Einstellung noch mehr aus der Spannung zurückgehen. Nun wird das Nervensystem mobilisiert, der Stoffwechsel angeregt damit sich der Nerv regeneriet. Das ist aber nur eine Symptombehandlung. Irgendwo wird der Nerv ja irritiert, dies muss ebenfalls mit behandelt werden

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Der Nerv der bei dir wahrscheinlich Probleme macht, nennt sich n.dorsalis scapulae. Den würd Ich mal Googlen und du wirst sehen dass er genau den Verlauf nimmt wo du auch dieses Ziehen und am Anfang Brennen spürst. Wenn du wieder gesund bist würde Ich dich bitten nochmal ein Rezept zu holen für Manuelle Therapie. Dann wäre es gut wenn sich dein Therapeut(in) u.a. Um diesen Nerv kümmern könnten. Hier müssen die anatomischen Engstellen, also überall wo er ab der Halswirbelsäule durchläuft bis zu seinem endverlauf geöffnet werden. Das sind u.a Maßnahmen wo die Muskulatur und Fascien im Hals und Schulterbereich entspannt werden um den Nerv zu entlasten. Auch die Halswirbelsäule sollte nach Blockaden untersucht werden. Ich würde diese trotzdem mitbehandeln und die Nervenkanäle durch manuelle Techniken eröffnen. Das Problem ist,dass man oft nicht genau sagen kann wo er nun irritiert ist, deshalb ist es sinnvoll  alles zu öffnen. Schönen Abend noch 

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Danke, dass du dir soviel Zeit nimmst.

Wie genau halte ich den Kopf beim Slump? Gerade senkrecht oder gerade nach vorne gebeugt oder so diagonal nach links gebeugt, wo es dann rechts hinten mehr bis am meisten zieht?

Muss auf dem Rezept genau Manuelle Therapie stehen oder könnte auch Krankengymnastik draufstehen und der Physio macht dann Manuelle Therapie?

Vielleicht ist das total egal, aber was mir auch aufgefallen ist, aber vielleicht auch nur, weil ich seit Wochen vermehrt am Schreibtisch sitze, dass es in beiden Leisten auch mehr zieht. Mal mehr, mal fast gar nicht. Beim Gehen merke ich, dass es irgendwie nicht ganz rund läuft. Je länger ich aber gehe destorunder wirds wieder.

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Den Kopf kannst du einfach einrollen, also nach unten beugen. Ich würde schauen dass du Manuelle Therapie bekommst. Das ist das was schließlich auch bei dir gemacht wird. Klar kann man auch im Rahmen der Kg MT machen, aber um MT anwenden zu können haben Physiotherspeuten extra eine 2 Jährige Ausbildung gemacht, die sie sogar selbst zahlen mussten. Dafür bekommen wir   Physios von den Krankenkassen auch mehr vergütet wie bei KG. Du möchtest doch auch dass du für eine höhere Leistung, zB.auch mehr Verantwortung im Betrieb anständig bezahlt wirst. Oder das letztendlich bezahlt bekommst wo du machst. 

Das Ziehen in der Leiste hängt denke Ich nicht mit deinen Problemen in Zusammenhang. 

 

 

 

 

 

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Der Vollständigkeit halber, hier der Befund des Chirurgen:

"Deutlich positives Zeichen nach O'Brien, positiver Crank-Test)" Gut sichtbare Schwellung und Flüssigkeit entlang der langen Bizepssehne als Ausdruck einer Instabilität, fragliche Ablösung des vorderen oberen Labrums."

LG

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Diese Tests kenne Ich leider nicht. In meiner MT Ausbildung damals lernten wir andere Tests zur Befundung. Da müsste Ich mich selbst mal schlau machen was das für Tests sind. Die Befunde von den Ärzten behalte Ich Ich nur im Hinterkopf, da Sie für mich keine eindeutige Aussage treffen wo wirklich die Beschwerden und Schmerzen des Pat.herkommen. Ich habe es schon oft erlebt dass pat. ZB. geschockt waren weil der Doktor festgestellt hat dass die Hüfte schon abgenutzt ist, oder die Wirbelsäule total kaputt. Im Erstbefund stellte sich jedoch heraus dass die Hüfte total beweglich war und die Schmerzen nur von einer muskulären Überlastung kamen. Die Schmerzen in der LWS kamen zB. nicht vom Verschleiß sondern weil ein Wirbel blockiert war. Deshalb verlässt sich ein Physiotherapeut(in) mehr auf den eigenen Befund mit spezifischen Tests und eigene Erfahrung.

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    • Hallo Maximus, wir bräuchten noch ein paar Antworten, bevor man genaueres sagen kann: - Spielst du Fußball/Tennis oder ähnliches? - Warst du schon bei der Physio? - Kannst du den Schmerzpunkt anhand der Skizze genauer beschreiben oder wandert der Schmerz eher?
    • Hallo zusammen, ich hoffe, ich darf euch hier mit meiner Problematik belästigen...? *peace* Ich plage mich seit Monaten schon mit einer linksseitig schmerzhaften Hüfte herum. Die Schmerzen lokalisiere ich eigentlich seitlich, am diesem Rollhügel, aber auch mal gefühlt irgendwo am Sitzknochen/Sitzhocker. Keine äußere Einwirkung o.ä. Anfangs war der Schmerz nur leicht, wurde innerhalb ca. 3 Wochen so heftig, dass ich in der Bewegung total eingeschränkt war und krankheitsbedingt ausfiel. Die größte Einschränkung, also die stärksten Schmerzen waren beim Treppensteigen (ging nur rückwärts, oder einbeinig) und Hinsetzen (war ein wahrer Akt) da. Echt unerträglich. Habe inzwischen ätliche Ärzte durch, Röntgen verrät nichts, MRT lediglich geringen, altersbedingten Verschleiß, der für diese Schmerzzustände nicht verantwortlich ist. Ein Oberarzt für Orthopädie im hiesigen Krankenhaus diagnstizierte mal eine Schleimbeutelentzündung (bursitis trochanterica) und setzte gleich unter Röntgen eine Spritze mit Betäubungsm.+ Cortison. Nach ein paar Wochen empfohlener Schonung ließen die richtig heftigen Schmerzen nach, vollständig weg waren sie aber nie. Selbst in guten, schmerzfreien Phasen konnte ich die Schmerzpositionen leicht provozieren, bspw. durch ein vernünftiges Überstrecken der äußeren Hüfte, indem ich also im Stehen einfach mein linkes Bein am anderen Bein vorbei zur rechten Seite schob/schwenkte. Ich machte aktuell an diesem Osterwochenende eine Erfahrung/Entdeckung, die mich hierher führt. In der Hoffnung, dass es ein möglicherweise wichtiger Hinweis sein könnte. Ich war mit Verwandschaft zu Fuß unterwegs. Im Gegensatz zu meinen sonstigen Versuchen längerer Spaziergänge, die in flacher Gegend nur minimalste Beschwerden hervorriefen, war es gestern welliges Terrain. Und siehe da, gleich am ersten Stück ansteigender Strecke (ca. 1km lang und etwa 10-12 Steigungs-%) haben die Schmerzen angesetzt, und zwar so extrem stark, dass ich, oben angekommen, kaum einen weiter Schritt gehen konnte, bzw. nur humpelnd. Es durfte in der Hüfte bloß nicht die kleinste Beugung stattfinden, sonste äußerst schmerzhaft. So heftig war es schon wochenlang nicht mehr. Ich versuchte dann ein paar Positionen zu finden mit den schlimmsten Schmerzen, z.B. ein angedeuteter(weil noch weiter nach unten nicht möglich) Ausfallschritt mit nicht durchgestrecktem Knie- der helle Wahnsinn! Sobald ich das Knie in eben dieser Position aber durchstreckte, verschwand der Schmerz fast völlig(????)! In die Hocke gehen/Hinsetzen war auch extremst doof. Schmerzmittel halfen gar nicht, ich humpelte irgendwie zum Parkplatz. Während der Heimfahrt im Auto spürte ich auch im Sitzhocker ein wenig Schmerzen. Am Folgetag war es wieder wesentlich besser... Zum Verzweifeln alles.   Eventuell hat jemand irgendeine Idee...?  
    • Ich finde das ist einfach Zeitverschwendung

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