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Über PhysioWissen

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  1. Ein neues Familienmitglied ist in der Redaktion angekommen; heute keine neue Mitarbeiter/in, sondern ein Stuhl für den Test. Spannend! Für Menschen wie mich und alle bei Physiowissen, die viel Zeit am Schreibtisch sitzen, ist ein ergonomisch geformter Bürostuhl unverzichtbar. Ich habe auch schon den ganzen Tag auf einem unbequemen Stuhl gearbeitet und weiß daher, wie sich das anfühlt. Es war schlecht für meine Stimmung und für meine Produktivität. Außerdem fühlte ich mich am Abend wie gerädert. Damit Ihnen das nicht auch passiert, gibt es Modelle wie den Bürostuhl "Interstuhl Pure Active", verspricht der Hersteller. Das Fabrikat wurde uns von Interstuhl für die Redaktion für den Dauertest zur Verfügung gestellt. Ich bin gespannt. Erster Eindruck Der Stuhl ist deutlich leichter als all unsere anderen Bürostühle. Kurz mit unserer Paketwaage nachgemessen bringt er es auf nur rund 13kg! Erstaunlich! Die übrigen Stühle im Raum haben alle 25kg oder mehr auf den Rippen. Das merkt man im Sitz natürlich nicht direkt, aber im täglichen Handling oder mal eben zur Seite fahren geht merklich einfacher. Bitte Platznehmen Ich fühle mich sofort wohl, auch wenn die Sitzfläche jede meiner Bewegung nachgibt. Nach kurzer Zeit merke ich, wie sich mein Körper ständig etwas bewegt und sich ausgleicht. Aha denke ich noch kurz, daher der Name „Active“ – leuchtet ein. Interstuhl gibt eine seitliche Neigung von maximal 26° an; wird hinkommen, gemessen habe ich das nicht. Viel zu sehr bin ich damit beschäftigt jede Richtung mal auszuprobieren, ob sie für dauerhaftes Arbeiten nicht angenehmer wäre. Wahrscheinlich ist gerade der Wechsel das Geheimnis, welches ich ja auch bei jeder Rückenschule an meine Patienten weitergebe. Sitzposition Wie angesprochen fühle ich mich sehr wohl, was auch nach einigen Stunden noch der Fall ist, jedoch vermisse ich meine alten Armlehnen. Die am neuen Stuhl verbauten passen nicht ganz zu mir und meinen Proportionen. Darauf hatte ich nicht geachtet, also mal fix bei Interstuhl angerufen und nachgefragt, ob ich eine Einstellposition übersehen habe. Nein, die im Standard montierten sind in der tat starr. Für alle, die noch etwas mehr Einstellmöglichkeiten wollen gibt es jedoch in alle Dimensionen Verstellbare, die ich direkt bestelle. Wenige Tage später geliefert, fix angebaut und: ja! Jetzt passt es richtig. Tipp an euch: direkt mitbestellen! Meinen Patienten rate bei der Auswahl eines neuen Bürostuhls immer darauf zu achten, dass sich die Sitzfläche auch negativ, also nach vorn neigen kann. Auch hier kann der Pure Active mithalten, auch wenn man diese Position nicht verriegeln kann, was sich aber im Alltag nicht nachteilig herausstellt oder gar fehlt. Der Bürostuhl für aktives Sitzen im Büro und Home-Office Jetzt mal zu den Fakten. Mein neuer Arbeitsstuhl ist auf den Namen „Pure Active“ getauft, besitzt einen komfortabel gepolsterten, atmungsaktiven Sitz mit angenehmem Stoffbezug, den ich in verschiedenen Farben hätte haben können. Das tiefe blau passt perfekt zu unserem Physiowissen Logo, daher fiel die Wahl nicht schwer. Die eingangs erwähnte aktive Sitzposition wird von einem Smart-Spring-Technologie genannten Federmechanismus ermöglich, der sich dem Gewicht seiner Nutzer anpasst. Die Lehne muss ich unbedingt noch kurz erwähnen. Wann immer ich leicht nach hinten kippe federt sie mich zurück und ich sitze wieder aufrecht. Meine geliebte, aber für meinen Rücken nicht gute Hängeposition muss ich jetzt fast erzwingen und macht er mir nicht leicht. Auf Wunsch kann ich das auch arretieren, aber manchmal muss es doch noch sein Update nach 4 Wochen: Ich hatte den Stuhl Anfangs kurz coronabedingt im Home-Office, wo er mir immer mehr ans Herz gewachsen ist. Bequem sitzen und beim Saubermachen einfach kurz zur Seite schubsen. Jetzt sind wieder fast alle Kollegen wieder in der Redaktion vor Ort und er ist natürlich mit zurückgekehrt - meinen Stuhl gebe ich nicht mehr her, auch wenn andere Kollegen immer wieder versuchen ihn mir heimlich auszutauschen. Besonders das geringe Gewicht ist doch ausschlaggebender als anfänglich gedacht.
  2. Was für ein Fehler kommt?
  3. „Das posturale System des Menschen – Fehlhaltungen verstehen und korrigieren“ Klaus Lüftner - ISBN 978-3-9822114-0-4 Bis zu 90 Prozent der Menschen in Deutschland leiden unter Fehlhaltungen. Diese Fehlhaltungen bedeuten eine pathologische Belastung der Muskulatur, der Bänder und der Gelenke. Folge daraus sind häufig rezidivierende, therapieresistente Schmerzsyndrome am Bewegungsapparat. Das tonische Haltungssystem des Menschen wird nicht nur, wie oft fälschlicherweise angenommen, durch das Innenohr gesteuert, sondern auch durch andere wichtige Rezeptoren. Augen, Kiefer, Füße, Muskulatur, die Kopfgelenke und das Gehirn sind maßgeblich an der Steuerung unserer Haltung beteiligt. Um Fehlhaltungen zu korrigieren, müssen diese Rezeptoren untersucht und gegebenenfalls behandelt werden. In der manualtherapeutischen Ausbildung wird das tonische die Posturologie oft sehr vernachlässigt. Dieses Buch gibt einen Überblick über das tonische Haltungssystem, die entsprechende Literatur sowie über die erforderlichen Behandlungsschritte zur Haltungskorrektur geben. Nur eine physiologische Körperhaltung bedeutet eine physiologische Gelenkbelastung, physiologische Muskelspannungen und damit dauerhafte Schmerzfreiheit. In 10 Kapiteln und 123 Seiten beschäftigt sich dieses Buch mit der Körperhaltung des Menschen. Kapitel 1 des Buches beschreibt die physiologische Körperhaltung als Voraussetzung für eine dauerhafte Schmerzfreiheit. In Kapitel 2 wird die menschliche Körperhaltung aus verschiedenen Blickwinkeln genauer betrachtet. Die menschliche Statik kann aus rein mathematischer, biomechanischer, neurophysiologischer oder myofaszialer Sicht beschrieben oder beurteilt werden. Wie beeinflusst die Schwerkraft unsere Haltung? Welche Gelenkläsionen bedeuten welche Fehlhaltung? Wie verändern verkürzte Muskelketten unsere Haltung? Auch die Intrauterine Lage eines Embryos oder genetische Faktoren beeinflussen die Positur. Kapitel 3 und 4 beschreiben häufige pathologische Haltungen und deren Folgen. Was bedeutet ein bilateraler Pes planus für die Wirbelsäule. Was bewirkt eine Verlagerung des Körperschwerpunktes nach ventral oder dorsal? Kapitel 5 erläutert die neurophysiologischen Zusammenhänge des tonischen Haltungssystems. Wie beeinflusst eine Läsion im Fußwurzelbereich unsere Haltung? Welchen Einfluss haben Augen, Kiefergelenke, Zähne und Kopfgelenke auf die Statik unseres Patienten? In Kapitel 6 bis 10 werden die verschiedenen Rezeptoren Füße, Augen, Kiefer und Kopfgelenke genauer beschrieben, untersucht und wichtige Behandlungsschritte zur Haltungskorrektur erläutert.
  4. Ist endlich behoben - über 95% der Skipte konnten wir retten.
  5. Liebe Kollegen, unsere Technik hat lange suchen müssen, doch jetzt sind die Physiotherapie Downloads endlich wieder vollständig verfügbar. Bitte meldet euch hier, wenn noch was nicht klappt Lg Stephan
  6. Was ist CMD? Bei der Craniomandibulären Dysfunktion, häufig auch als CMD abgekürzt, handelt es sich um eine Fehlfunktion des Kiefergelenks. Diese Fehlfunktion kann muskulärer Art sein, sich jedoch auch auf das Gelenk selber erstrecken. Kann das Kiefergelenk nicht normal beansprucht werden, kann dies vielfältige Ursachen haben. Häufig ist die Ursache psychischer oder funktioneller Art. Die Betroffenen klagen vermehrt über Schmerzen beim Kauen und Sprechen. Hinzu kommt häufig nächtliches Knirschen (Bruxismus), was zum Hypertonus der gesamten Kau-, Kopf- und Nackenmuskulatur führt. Darüber hinaus führt die Craniomandibulären Dysfunktion häufig zu starken Kopfschmerzen und Schmerzen im gesamten Mund- und Rachenraum. Aus medizinischer Sicht stellt eine CMD ein ernst zu nehmendes Krankheitsbild dar, da die Probleme der Kaumuskulatur häufig durch die Verschiebung der Knorpel des Kiefergelenks entsteht. Daraus können sich meist weitere unangenehme Symptome wie beispielsweise Schwindel, Tinnitus, Schluckbeschwerden, Augenprobleme und Sehstörungen, sowie Schwierigkeiten bei der Betätigung der Kaumuskulatur ergeben. Ursachen für CMD Eine Craniomandibulären Dysfunktion kann durch eine Vielzahl von Ursachen ausgelöst werden. Häufig liegt eine Anfälligkeit für dieses Krankheitsbild bereits in der Familie. In seltenen Fällen tritt eine CMD jedoch auch kurzfristig in außergewöhnlichen Belastungssituationen auf. In diesem Fall werden die Beschwerden jedoch meist weniger, sobald der Betroffenen sich weniger Stress aussetzt. Sehr häufig tritt eine CMD jedoch als Folge einer kieferorthopädischen Behandlung wie z.B. dem Einsatz eines Zahnimplantats auf. Dabei wirken meist starke Kräfte auf den Kiefer, während der Kieferknochen angebohrt wird, um das Implantat zu befestigen. Es kann dabei zu kleineren und anfangs unmerklichen Verletzungen kommen. Durch die manuelle Einwirkung auf die Kaumuskulatur und das Kiefergelenk sind darüber hinaus auch Verletzungen des Muskelgewebes und auch zu einer minimalen Verschiebung der Gelenksknorpel kommen. Dies kann im weiteren Heilungsverlauf jedoch zu ernsthaften Beschwerden bei den Betroffenen führen. Durch das normale Infektionsrisiko sind auch entzündliche Prozesse möglich. Was leider noch viel zu wenig Beachtung findet ist die absolut exakte Anpassung der Implantats in der Höhe. Bei vielen Patienten sehen wir optisch und kosmetisch tadellose Ergebnisse, die der vorherigen Zahnstellung übergeordnet werden. So können selbst kleinste Höhenunterschiede im Mikrometer Bereich zu dauerhaften Veränderungen im Aufbiss führen. Als Abhilfe bleibt hier Höhenanpassung des Implantats durch den behandelnden Zahnarzt. Diagnose von Craniomandibulären Dysfunktionen Craniomandibulären Dysfunktion ist oftmals relativ schwer zu diagnostizieren und die Behandlung ist relativ langwierig. In besonders schweren Fällen, sehr zu Leidwesen der Betroffenen, kaum möglich. Es ist daher stets zu berücksichtigen, dass Zahnimplantate eine sehr intensiv auf den Kiefer einwirkende Möglichkeit sind. Um einer CMD vorzubeugen, sollten daher möglichst zuerst andere Alternativen ausgeschöpft werden und der Rat eines Facharztes für Mund-, Kiefer-, und Gesichtschirurgie eingeholt werden. Dieser kann den Patienten fachkundig über das Risiko an CMD zu erkranken, aufklären. Copyright: Hemera | Thinkstock Images
  7. PhysioWissen

    Lehrbuch Chiropraktik

    Ich gebe zu ich habe etwas überlegt, ob ich dieses Buch für Physiotherapeuten vorstellen möchte, sieht man doch leider die in meinen Augen falsche Tendenz nach immer mehr "einknacken", was nicht nur außerhalb physiotherapeutischen Tätigkeisbereiches liegt, sondern oftmals auch zu heftig, zu früh und zu häufig eingesetzt wird. Nutzen für Physiotherapeuten Bei näherer Betrachtung hat das Buch einen sehr hohen Wissensgehalt für das Verständnis von Osteomechanik, Gelenkstellungen und Mobilisationstechniken, die ich selten so kompakt in einem Buch zusammengetragen gesehen habe. Chiropraktik und Manipulationen werden wohl immer heiß diskutiert, jedoch heißt dies ja nicht, dass man nicht nahezu alle Techniken auch mobilisierend einsetzen kann. Vielmehr geht es um das Grundverständnis, wie Gelenke funktionieren und in welchen Achsen, Winkeln und Richtungen eine Mobilisation überhaupt nur funktionieren kann. „Bewegung ist Leben und Leben ist Bewegung“, zitiert Autor Henrik Simon in seinem Vorwort des aktuell herausgegebenen Werkes „ Lehrbuch Chiropraktik“ den berühmten Universalgelehrten Leonardo da Vinci. Als Mediziner und erfahrender Chiropraktiker hat es sich der Autor zur Aufgabe gemacht, über 100 Techniken der manuellen Medizin präzise zu erläutern und mit insgesamt 380 Abbildungen anzureichern. Dabei setzt er auf Heilung durch die sanften Methoden der Chiropraktik, die sich vor allem – in Anlehnung an die Osteopathie – auf antiblockierende Bewegungstechniken stützt. Qintessenz der amerikanischen Chiropraktik Henrik Simon erlernte spezifische Techniken dieser schonenden und sanften Behandlung während seines Studiums bei dem amerikanischen Chiropraktikers Dr. L. Dean Kirchner. Der international bekannte Doktor der Chiropraktik und Vorstand der Chiropraktischen Gesellschaft in Kansas gilt als Verfechter der einfachsten und ungefährlichsten chiropraktischen Techniken. Sie wirken gezielt auf spezifische Verschleißerscheinungen ein oder versuchen, diese prophylaktisch verhindern. Während der amerikanische Chiropraktiker sich jetzt aus Altersgründen vom aktiven Berufsleben zurückzieht, bleiben seine Lehren in dem Werk von Simon erhalten. Dabei stellt der Autor in seinem Lehrbuch nicht nur die allgemein physiologische Mechanismen dar, die zum Verständnis der amerikanischen Chiropraktik wichtig sind. Sondern er führt ebenso die Wirkungsmechanismen auf und und erklärt, auf welche Körperteile sich chiropraktische Techniken im Einzelnen auswirken. /uploads/oldthema/lehrbuch-chiropraktik-02.jpg Chiropraktische Techniken nach Körperregionen Das Lehrbuch von Henrik Simon verfolgt eine klare Systematik und eignet sich deshalb gut zum „Querlesen“. Ein Sachwortregister am Ende des Buches hilft, gezielt nach entsprechenden Themengebieten zu suchen, um diese selektiv zu lesen. Mit Ausführungen zur Geschichte und der Philosophie der Chiropraktik in Deutschland sowie einer Übersicht über die Verbände und Ausbildungsmöglichkeiten startet der theoretische Teil des Lehrbuchs. Hier werden zudem die Grundlagen der chiropraktischen Funktionsmechanismen ausführlich erläutert, die Indikationen und Kontraindikationen sowie die Aspekte der Diagnostik und allgemeines Basiswissen zu chiropraktischen Behandlungen erklärt. /uploads/oldthema/lehrbuch-chiropraktik-01.jpg Der praktische Teil ordnet die Anwendung chiropraktischer Techniken den Körperteilen zu. Hier verdeutlicht der Autor das manuelle Prozedere nach einem festgelegten Schema. Wo genau liegt der Palpationsgegenstand, welche Position sollten Patient und Behandler einnehmen, welche Impuls kann ausgelöst werden und wo lässt sich stabilisieren, welche Kontaktpunkte und Impulsrichtungen entstehen und wie lässt sich die Behandlung am entsprechenden Körperteil durchführen? Abbildungen mit entsprechender Ausführung und Illustrationen zu den einzelnen Körperteilen tragen zum Verständnis bei und helfen beim Lernen der Fachbegriffe. Im Abkürzungs- und Sachverzeichnis am Ende des Lehrbuchs können Leser grundlegendes Fachvokabular nachschlagen und sich über weiterführende Literatur informieren. Beispiel: Mobilisation des ISG /uploads/oldthema/lehrbuch-chiropraktik-03.jpg Fazit Angehenden Chiropraktikern kann dieses Werk ausdrücklich empfohlen werden. Als umfassendes Nachschlagewerk gehört es nicht zu den Büchern, die man nur einmal liest. Das mit zahlreichen praktischen Tipps und präzisen Anleitungen angefüllte Lehrbuch kann als eloquenter Begleiter sicherlich so manchem Chiropraktiker als wertvolle Alltagsunterstützung dienen. Für Physiotherapeuten stellt das Buch einen sehr großen Wissensspeicher dar, wenngleich es nicht die "Lizenz zum einrenken" sein soll. Genaues Verständnis für Biomechanik ist jedoch garantiert. Copyright: Karl F. Haug Verlag - Stuttgart
  8. Kannst gern anonymisierte Bilder hier bereitstellen
  9. Sehr häufig sehen wir Senioren im Alter 65+ in unseren Praxen, wobei wir mit den verschiedensten Krankheitsbildern konfrontiert werden. Eine sehr merkliche Gruppe sind traumatische Verletzungen, die durch Sturz entstehen. Sturzprophylaxe Physiotherapie zur Sturzprophylaxe ist mittlerweile eine anerkannte Therapieform und wird sowohl in Einzel- als auch in Gruppenbehandlungen erfolgreich eingesetzt. Schwer abzuschätzen, wie vielen älteren Menschen wir damit zum Teil heftige Verletzungen ersparen können. Betroffene Altersgruppen Eine britische Studie zeigt eindrucksvoll, dass bereits die Patientengruppe ab 60 Lebensjahren ein erhöhtes Risiko zeigt, ab 65 Jahren steigt das Risiko nochmals deutlich an. Grund genug, schon in diesen Altersgruppen mit konsequtenter Sturzprophylaxe zu beginnen. Die Studie sagt nichts über die Verteilung von Stürzen mit schweren Verletzungen zum Lebensalter aus, aber das war auch nicht das Ziel. Wirtschaftliche Folgen Vielmehr sollten die Kosten untersucht werden, die hieraus entstehen. Was anfang herzlos klingt, schenkt man dem Leid der Betroffenen damit keine Beachtung, ist aus wirtschaftlicher Sicht gravierend. So kam man zum Ergebnis, dass leichte und mittlere Stürze quasi keine Behandlungskosten verursachen, ein schwerer Sturz schlägt dafür mit ca 5000 Pfund (ca 6300 Euro) Behandlungskosten zu Buche. Auf deutsche Maßstäbe umgerechnet kommt das ca 400 Einheiten Krankengymnastik gleich. Die Zahl ist natürlich etwas hypothetisch, zeigt aber sehr deutlich, dass Physiotherapie als effektive Variante auch wirtschaftlich gesehen sinnvoll ist. Copyright: © dalaprod - Fotolia.com
  10. An uns wurde eine Frage gestellt, mit der Bitte diese vertraulich zu posten. Machen wir gern: Dürfen Physio und Patienten eine Freundschaft oder eine Beziehung miteinander eingehen?
  11. Tanzen ist eine ideale Sportart oder Freizeitbeschäftigung, um Körper und Geist gleichermaßen zu trainieren. Sogar Menschen, die viele andere Sportarten nicht mehr ausüben können, weil sie zum Beispiel an Arthrose oder Rheuma leiden, können sich durchs Tanzen fit halten. Untersuchungen haben gezeigt, dass beim Tanzen Glückshormone ausgeschüttet werden, die so genannten Endorphine, welche einen sogar Schmerzen vergessen lassen. So gibt es Arthrose-Patienten, die nahezu bei jeder Bewegung Schmerzen verspüren, die aber problemlos und mit viel Freude tanzen können. Auch bei der Ausübung anderer Sportarten werden natürlich Glückshormone freigesetzt, doch geschieht dies erst nach einiger Zeit. Das Tanzen ist eine Kombination aus Bewegung und Musik, was sofort zu einer Freisetzung der Glückshormone führt. Unzählige Studien haben bewiesen, dass dies der Fall ist, und genau deshalb gewinnt die Tanztherapie immer mehr an Bedeutung, gerade auch für ältere Patienten. Der Körper wird schön geschmeidig gehalten, die Schmerzen werden vergessen, außerdem werden auch das Gedächtnis und der Gleichgewichtssinn trainiert. Tanzen im Alter hält auch das Gehirn fit In New York haben Wissenschaftler fast 500 Personen im Alter von über 75 Jahren über mehrere Jahre beobachtet und sie immer zu ihren Freizeitaktivität befragt. Außerdem wurde noch die Hirnleistung überprüft, und die Untersuchungen haben offenbart, dass herkömmliche Sportarten wie Schwimmen, Radfahren oder Jogging sich nicht so gut auf die geistige Fitness auswirkten wie das Tanzen. Bei den rhythmischen Bewegungen zur Musik werden anscheinend auch die grauen Zellen auf Trab gebracht, bei anderen körperlichen Aktivitäten wird das Gehirn nicht im gleichen Maße angesprochen. So konnten die Wissenschaftler feststellen, dass das Tanzen die Zerstörung von Nervenzellen im Gehirn verhindern kann. Da das Tanzen auch die Kreativität fördert und viel Freude bringt, wirkt es sich auch überaus positiv auf die Psyche aus. Tanzen in der Physiotherapie "Der Tanz kann unmittelbare Äusserung dessen sein, was den Menschen innerlich bewegt. Jedes Gefühl, Liebe oder Hass, Sehnsucht oder Ärger, zeigt sich bei einem spontan lebenden Menschen, in der Bewegung." Genau in diesen Zeilen von T. van Baaren (1964) liegt der Schlüssel zum therapeutischen Ansatz, sind körperliche Beschwerden häufig Zeichen innerer / seelischer Beschwerden. Besonders im Rahmen der Psychotherapie werden Patienten animiert, ihre Innere Gefühlslage durch Bewegung und Aktivität zum Ausdruck zu bringen. Im "Ausdruckstanz" wird gezielt darauf verzichtet, Bewegungsabläufe und Handlungen vorzugeben. Vielmehr drückt sich der Patient selbst aus. Dies kann von ganz verhaltenem mitwippen mit dem Fuß bis zu explosionsartigen, stark raumgreifenden Bewegungen alles sein, doch egal in welcher Form, werden Glücksgefühlt mit dieser selbstgewählten Freiheit verknüpft. Foto: Stockbyte | Thinkstock Images
  12. Die tiefen Nackenextensoren (suboccipitale Muskulatur) weisen eine hohe Nervendichte auf und sind an der Steuerung des Grundtonus der Muskulatur, der Regulierung des Blutdrucks und an der Stellung des Kopfes zum Rumpf im Raum beteiligt. Ihre Funktion liegt hauptsächlich in der Bewegungsverhinderung, der Seitwärtsneigung sowie der Rotation des Kopfes. Weiterhin ist dieser Muskulaturtypus für Raumorientierung und Gleichgewicht mitverantwortlich. Eine Störung der tiefen Nackenmuskeln kann - neben Kopfschmerzen am Morgen als erstes mögliches Symptom - zu Schwindel und Gangunsicherheit führen. Kopfschmerzen am Morgen als erstes Symptom Sind die tiefen Nackkenextensoren verspannt, weisen Sie also "Trigger" auf, können sie unter anderem Kopfschmerzen bis tief in den Kopf hinein verursachen. Morgens werden diese Schmerzen meist als am Schlimmsten empfunden, da die Muskeln den Kopf über Nacht gegen das Kopfkissen gedrückt haben; damit die Triggerpunkte aktiviert wurden. Die Verspannungen in dieser Muskulatur bewirken oftmals eine Bewegungseinschränkung – vor allem hinsichtlich der Flexion (Beugung) und Rotation (Drehung) des Kopfes. Oftmals führt das Vorhandensein von Triggerpunkten in dieser Muskulatur außerdem zu Schwindel mit eventueller Gangunsicherheit. Ursache für Triggerpunkte Die Ursache der Triggerpunkte in den tiefen Nackenextensoren liegt sehr häufig neben dem Halswirbelsäulen-Schleudertrauma (HWS-Schleudertrauma) in einer chronischen Fehlhaltung, in der der Kopf entweder zu lang in einer Rotations- oder Flexionshaltung fixiert wird. Am Häufigsten wird eine solche Fehlhaltung an einem langen Arbeitstag vor dem Computer eingenommen. Patienten klagen dann über eine schnelle Versteifung des Nackens, welche bei fortgesetzter Fehlhaltung oft zu den oben aufgeführten Symptomen führen kann. Wie entstehen Triggerpunkte - Genese der Symptombildung Zu Anfang stellt sich das Symptombild mit Steifheit im Nacken und leichtem Unwohlsein dar. Später folgen Kopfschmerzen und in manchen Fällen Schwindel und Gangunsicherheit. Bevor die suboccipitalen Muskeln verspannen, melden sich meist andere Schulter- und Nackenmuskeln, z. B. der Levator scapulae, der Trapezius ascendens und descendens oder der Sternokleidomastoideus. Diese Muskeln werden durch die falsche Gewohnheitshaltung am Arbeitsplatz in der Regel zuerst aktiviert. Die Aktivierung dieser Muskeln kann zusätzlich Beschwerden im Kopf-, Kiefer-, und Schulterbereich bis in die Hand verursachen. Behandlung mit myofaszialer Triggertherapie Es ist wichtig bei einer länger bestehenden Fehlhaltung am Arbeitsplatz einen Physiotherapeuten aufzusuchen, der sich in der Behandlung von myofaszialen Schmerzen versteht, damit die Ursache der Beschwerden mit der Triggertherapie behoben werden kann und dem Patienten Hilfestellungen an die Hand gegeben werden, wie er sich besser am Arbeitsplatz verhalten und gegebenenfalls kräftigende und dehnende Übungen selber ausführen kann. Die Behandlung führe ich gern manuell, mit einem Triggerschlüssel (vorsichtig) oder mit der radialen, bzw. fokussierten Stoßwelle durch. Vorsicht ist vor allem bei der Anwendung der fokussierten Stoßwelle geboten! Sie verlangt unbedingt eine fundierte Ausbildung, um folgenträchtige Schäden zu vermeiden. Die myofasziale Triggertherapie sollte von einem erfahrenen und geschulten Therapeuten ausgeführt werden, damit der Patient eine für ihn angenehme und effektive Behandlung erfährt, die Symptome lindert und ein erneutes späteres Auftreten der Symptome effektiv verhindert. Copyright: Nervale Dichte am Hals - © Sebastian Kaulitzki - Fotolia.com
  13. Das Aufwärmen vor dem Sport ein wichtiger Bestandteil ist, das wissen die Meisten, aber nur die wenigsten berücksichtigen das leider auch und machen sich nicht die Mühe mit einigen einfachen und effektiven Aufwärmübungen den Körper auf die nötige Betriebstemperatur zu bringen. Warm-Up steigert die Muskelleistung Wie wichtig ein gezieltes Warm-up ist, belegt jetzt eine neue Studie aus Australien, spätestens jetzt sollte schnellstens umgedacht werden. Diese Untersuchung zeigt ganz klar, das ein Aufwärmen des Muskels die tatsächliche Leistung während des Trainings und auch Wettkampfs erhöht. Ebenfalls wurde noch beobachtet, dass die Zeit bis der Muskel seine maximale Leistung bringt, ebenfalls verkürzt wird und der Athlet viel schneller auf Touren kommt. Gegenstand der Studie Die Studie wurde durchgeführt vonder La Trobe School of Physiotherapy (Schule der Physiotherapie) in Victoria. Die australische Universität ist führend im Bereich Forschung und Entwicklung und hat die Auswirkung von Aufwärmübungen an 22 so genannten Elite-Athleten getestet, die Sportler hatten sich freundlicherweise sofort zur Verfügung gestellt. Andauernde Leistungssteigerung Die Ergebnisse waren für viele letztendlich eine wirkliche Überraschung. Bestimmte Warm-up Übungen erhöhen und fördern wirklich die so genannte Explosivkraft des Muskels und das während des gesamten Work Out (Buchrezension: Handbuch Functional Training). Ein kleiner zusätzlicher Aufwand bedeutet im Endeffekt viel mehr zusätzliche Leistung und das über einen Wettkampf oder einer Trainingseinheit verteilt. Einer der Forscher, Justin Crow vom La Trobe School of Physiotherapy erklärte gegenüber dem Medical Express: „Zur Leistungssteigerung der Muskulatur der unteren Extremitäten ist ein Warm-Up mit geringer Belastung und gezielten Übungen für die Gesäßmuskulatur äußerst wirksam. Trainer sollten diese Erfahrungen für die Vorbereitung von Athleten für kommende Wettkämpfe oder auch Trainingseinheiten mit einbauen. Besonders geeignet für Sportarten, die einen explosivartigen Antritt benötigen, wie zum Beispiel Sprinter, Springer und auch Gewichtheber.“ Besonders wichtig ist dies überall dort wo es in erster Linie auf die Beine ankommt und diese schnell volle Belastung umsetzen sollen. Ein effektives und gezieltes Work-Out für ein zielgerichtetes Ergebnis, umsetzbar für Sportler und Patienten gleichermaßen. Justin Crow schlägt in der Tat einige einfache Übungen zur Gewichtsverlagerung als Aufwärmübungen vor. Warum genau diese Art des Aufwärmens die Ausdauer stärkt, kann auch der Forscher noch nicht genau beantworten. Dass der Stoffwechsel des Muskels beeinflusst wird, das ist nachweislich erwiesen. Ziel ist durch gezielte Stretching-Übungen verletzungsfrei und ausdauernder durch das Training oder den Wettkampf zu kommen. Im Prinzip wusste es bis dato jeder, nur angewendet wird es nur von wenigen. Gerade im Bereich der Hobbysportler sollte nun endlich auch ein Umdenken erfolgen, von nun an nur noch mit aufgewärmten Muskelpartien durch den sportlichen Feierabend. Der Körper sagt Danke und schließlich freut sich auch jeder über eine Leistungssteigerung. Copyright: Ting Hoo | Thinkstock Images Quelle: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22233788

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