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Guest James

Impingement nicht kräftigen?

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Naja! Es werden zwar einige Sachen korrekt angesprochen, aber es sind eben keine Therapeuten, sondern Trainingscoaches die eigentlich keine medizinische Ausbildung und Fortbildung gemacht haben. Was richtig ist, ist dass man bei einer gereizten und entzündeten Sehne erstmal kein Training machen sollte. Das gilt auch bei schmerzhafter, überlasteter Muskulatur. Der Supraspinatus ist tatsächlich oft auf Dauerspannung v.a.aber durch den Körperbau mancher Menschen. Die Funktion dieses Muskels ist v.a. Die Seitbewegung des Armes nach oben mit einer Ausendrehung des Schultergelenkes. Manche Leute haben ihre Arme immer leicht abgespreizt, entweder aus Gewohnheit oder weil zb. Das Becken zu breit ist. Dadurch ist der supraspinatus  auf Dauerspannung und sollte erstmal entspannt werden. Daher ist eine Kräftigung erstmal nicht sinnvoll zumal meist auch seine Sehne gereizt sein kann. Was Ich nicht nachvollziehen kann ist das bei einem sog. Impingmentsyndrom (Verengung des Raumes unter dem Schulterdach mit Einklemmung der supraspinatussehne) ein Training der sog. Ausenrotatoren falsch ist. Auch warum auf ein m.serratus anteriorttraining soviel wert gelegt wird und hier als einzig wahres Schultertraining beworben wird ist für mich nicht nachvollziehbar. Bei einer Schwäche des m.serratus Ant. mag es sinnvoll sein diesen im Training zu integrieren. Eine Schwäche sieht man aber immer daran dass beim heben der Arme das Schulterblatt flügelt, also der Innenrand aufklappt oder/und das Schulterblatt rumeiert so dass die Koordinaten hier fehlt. Da Schulterblatt und Schultergelenk und noch die nebengelenke eine komplexe Einheit bilden sollte alles natürlich in seiner Funktion passen. Der m.serratus Ant ist bei der Atmung mit beteiligt und zieht die scapula quasi rund um den Brustkorb nach vorne. Er sorgt dafür dass es auf die Rippen aufliegt, ist also bei nach vorne schieben des Armes mitbeteiligt. Wie ein alleiniges Training des Muskels eine Schulterproblematik verbessern soll ist rätselhaft. Ist kein Flügeln zu beobachten liegt eigentlich auch keine Funktionsstörung vor.  Auch die erwähnte Übung ist sicher nicht verkehrt aber auch keine Übung wo man sagen kann dass ist die Übung schlecht hin für Schulter. Möglich dass eine eh schon gereizten suoraspinatussehne bei diesem schwingen noch mehr gereizt wird weil auch ständig Zug drauf kommt. Auch diese Übung ist in der Schmerzphase eigentlich eher zu vermeiden wie bei allen Schulterübungen. Normal sollte erstmal Therapeutisch lokal an der Schulter gearbeitet werden bis die Reizung reduziert oder sogar abgeklungen ist. Verspannte, überlastete Muskeln entspannt werden und bei beginnender Schmerzfreiheit würden dann die Übungen erst beginnen. Wo man klar auch den serratus trainieren kann. Aber es müssen auch viele anderen Muskel. Mit trainiert werden. Die häufigste Mitbeteiligung an Schulterschmerzen ist eine dezentrierung des Schultergelenkes und eine Schulterblattfehkstellung. Dies ist oft auch gekoppelt. Deshalb wären zb. die Ausenrotatoren wichtig zu Trainieren die der Vorverlagerungen des Schulterkopfes entgegenwirken. Für eine Verdrehung des Schulterblattes sollten zb. Die sog.schulterblattfixatoren (romboideen) trainieren werden, damit das Schulterblatt hinten am Rumpf fixiert wird. Allgemein eben Muskeln die für eine gute Aufrichtung des Rumpfes sorgen und eher verkürzte Muskeln. V.a. Brustmuskulatur und Innenrotatoren sollten gedehnt werden. Ich würde jetzt sogar eher sagen dass ein übertrainierter m.serratus ant. eher entspannt werden sollte und nicht trainiert, da er das Schulterblatt durch seine Funktion ja eher nach vorne zieht und ein Schulterblatt das vorne hängt könnte ja wieder den Raum unter dem Schulterdach verengen. Diese Aussage hat aber jetzt keine Gewähr, da müsste man nochmal das ganze überprüfen wie der Funktionelle Zusammenhang in Sachen impingment ist. Wenn keine dysfunktion i.S.eines scapulaflügelns oder Koordinationsstörung zu beobachten ist trainiere ich diesen bei meinen Pat.eigentlich kaum da die Schmerzursachen ganz andere sind. Später sollte man natürlich auch den m.supraspinatus wieder trainieren wie sonst sollen wir denn unseren Arm wieder hochbekommen😉? Das ist doch eine AlltagRelevante Bewegung. Auserdem ist das Problem das Überlastungen, Verletzungen in Sehnen oft entstehen gerade weil ein Muskel oft zu schwach ist und nicht wie in dem Video gesagt zu viel Spannung hat und zu kräftig ist. Also die Praxis zeigt genau das Gegenteil. Wir können das auch beobachten. Im Frühjahr kommen immer die meisten Schulterpatienten zu uns. Der Grund ist dass über den Winter wenn die Leute nichts mehr im Garten zu tun haben die Muskeln abbauen und wenn die Gartenarbeit wieder losgeht sich Verletzungen zu ziehen meist der sehnen und Ansätze. Biceossehne ist dabei mit am häufigsten 

FAZIT :Es werden in diesen Videos einige Sachen gut erklärt. Aber, trotzdem fehlt es meist an der Erfahrung von richtigen Patienten. 

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    • Hallo, vielen Dank für die Rückmeldung! Ich bin bei Ärzten mit dem Problem völlig aufgelaufen, was sehr frustrierend war. Osteopathie habe ich für ein halbes Jahr nach der OP gemacht, das Längentraining mache ich seit April dieses Jahres. Es wurde mir auch ein Atemtraining empfohlen. Weil Sie die Faszien ansprechen, könnte ich diese ja mit Faszientraining kombinieren. Das Längentraining hat die Beschwerden schon auf einen kleineren Bereich reduziert. Ich werde dort die BWS mal ansprechen. Vielen Dank für die hilfreiche Antwort! Viele Grüße, Ari
    • Guest Pareto
      Ja genau, sollte etwas in der Richtung sein. Zu meinem Repertoire gehören z.B.:  Kopf im vorderen Halbkreis hin und her rotieren  90° nach links/rechts schauen und nicken  Kinn vor und zurückschieben und kurz halten  Kopf mit der Hand nach links/rechts und jeweils schräg vorne halten und die gegenüberliegende Schulter bis zur leichten Dehnung nach unten ziehen
    • Was für Übungen machst du denn? Denke man sollte Stabilisieren und mobilisieren. Könnte ein Wirbel sein, der sich immer wieder etwas blockiert und damit die ganze Kette rausreißt.

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