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Geschrieben

Hallo!

 

Ich bin in der Ausbildung zur Physiotherapeutin, stehe kurz vor meinem Praktikum und versuche eine Tabelle mit Kontraindikationen aller möglichen Krankheitsbilder als "Spickzettel" zu verfassen. Es wäre super, wenn wir hier möglichst viele davon sammeln könnten, damit man mal alle KI's an einem Ort hat. Ich meine dabei "allgemeingültige" Kontraindikationen wie z.B. bei einer Hüft-TEP Flexion >90°, Adduktion und Rotation oder bei einer subcapitalen Humerusfraktur Abduktion und Flexion >90°. Ich wäre euch sehr sehr dankbar, wenn ihr einfach mal reinschreibt, was euch so einfällt!

 

Liebe Grüße, Melina

Geschrieben

Hmm, also Ich denke daß das einfach sehr schwierig ist da es  zuviele Krankheitsbilder gibt und das den Rahmen sprengen würde. Ich würde generell da anders herangehen Melina. Man darf auch zwei Dinge nicht durcheinanderwürfeln. Eine Hüft-TEP ist z.b. kein Krankheitsbild sonderen ein operativer Eingriff aufgrund eines Krankheitsbildes oder einem Trauma.

Erst sollte man doch wissen um was es sich um das entsprechende KHB handelt, dann kommt man ganz von alleine drauf. Die Unterscheidung zwischen Orthopädischem Beschwerdebild und Chirurgischem Eingriff ist deshalb so wichtig weil bei einer Op sich die Kontraindikationen  oft nach dem Nachbehandlungsschema richten und bei einem Orthopädischen sind es andere Dinge. Es gibt im Orthopädischen Bereich im Prinzip  vieri Säulen würde Ich mal sagen von dem aus die Beschwerden herrühren.

1.Traumatas. z.b. Verletzungen von Strukturen wie Muskeln, Bänder, Knochen. Also Gewalteinwirkung beim Sport oder Unfall

2.Akute Mechanismen. Ein anderer Begriff ist mehr jetzt nicht eingefallen. Dazu zählen z.b. BSV und Blockaden

3.Funktionsstörungen wie z.b. Taubheitsgefühle durch ein TOS, Schmerzzustände auch chronische die andere Ursachen haben, Impigmentsyndrom würde Ich auch zu dieser Gruppe zählen

4.Überlastungen von Strukturen wie Tennisellenbogen, Gesäßschmerzehn durch zu langes stehen, Nackenschmerzen ect.

 

Jetzt kann man überlegen in welche Gruppe dieses KHB gehört

zu 1. Bei Verletzungen muss man sich nach der Phase der Wundheilung richten. In der Entzündungsphase ist es klar daß man nicht wie wild auf der Verletzen Struktur da rumruppelt. Solange das Gewebe noch nicht geheilt ist fängt man langsamm an. Dann ist natürlich z.b. bei Muskelverletzungen auch noch kein Krafttraining erlaubt. Bei Frakturen solange diese noch nicht geheilt ist darf man dann auch noch kein Muskelaufbautraining machen.

 

zu2. Hier giltet das ähnliche. Kommt drauf an was für ein Mechanismus vorliegt. akute Blockaden  kann man lösen wenn man vorher natürlich getestet hat ob nicht die Bandscheibe was hat. Bei einem BSV kommt es auch auf die Phase an in de sich der Pat. befindet. die ersten 1-2 Wochen machst du natürlich auch kein strammes Muskelaufbauprogramm um den Pat. zu fordern. Allein schon weil er ja noch Schmerzen hat. Also fängt man auch da an mit leichten intermetierenden WS-traktionen. Hier richtet sich alles natürlich nach dem Schmerzzustand des Patient.

 

zu3. Hier wären die Kontraindikationen eher als Nebenbefund interessant. Behandelt man z.b. ein TOS, also arbeitet am Hals wäre es wichtig zu wissen ob bekannt ist daß der Pat. probleme mit der Halsschlagader hat. Eigentlich gibt es da keine Kontraindikationen. Wenn dem Pat. eine Behandlung nicht gut getan hat muss man eben einfach die Intensität bei der nächsten Behandlung vielleicht etwas reduzieren.

 

zu4. Auch hier sollte man sich wieder erneut an die Heilungsphasen richten. Ist das Problem akut gelten andere Behandlungsoptionen wie bei chronischen Sachen.

 

Was man vielleicht wissen sollte sind eine Checkliste im Kopf zu haben für Kontraindikationen wo die Patienten wirklich gefährden kann. Da würde Ich aber ehrlich gesagt nicht jedes einzelne Beschwerdebild auflisten dafür ist der Aufwand viel zu groß. Diese Kontras solltest du auswendig lernen und immer im Kopf haben da Sie auf jedes KHB und op´s übertragbar sind.

 

-Osteoporose (Keine zu festen Grifftechniken wegen der Gefahr einer Fraktur)

-Hüfttep: Verbotene Bewegungen (Aber nur bis 4-6 Monate, danach ist alles eingewachsen)

-Blutverdünnung (Bildung von Bluteergüßen wäre aber hier nicht schlimm, aber gut zu wissen um sich den Massagedruckanzupassen

-Hersschrittmacher (Keine Elektrotherapieanwendung im Oberen Bereich, im Bereich der LWSoder Untere Extr kannst du ihn bedenkenlos anlegen)

-Metallimplantate z.b. Platte noch drin bei op (Keine Elektrotherapie, und bei Versteifungen in der LWS oder GElenke keine Gelenksmobilisationen)

-Herzerkrankungen oder Lungenerkrankunen, Krebs ect. Wichtig um dem Patienten bei Übungen nicht zu überfordern.

-Schlaganfall (Bei Übungen im Hinterkopf haben daß der Pat. kein gutes Gleichgewicht hat.

 

Das sind nicht alles Kontraindikationen aber man sollte trotzdem wissen was der Patient noch alles so mit sich herumschleppt.

p.s. die Liste ist etwas durcheinander. Ordne das doch mal nach wirklichen Kontras. Dann siehst du daß es eigentlich nur eine Handvoll sind die man einfach auswendig lernen muss. Richtet man sich bei Verletzungen nach der Wundheilung versteht es sich ja ganz von selbst was man nicht tun sollte um das Gewebe solange es noch nicht verheilt ist belastet

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    • Na das ist doch mal eine hilfreiche Übersicht über deine Beschwerden. Natürlich ersetzt das nicht die Untersuchung aber hier lassen sich schonmal Hypothesen ableiten. Normalerweise sollte eine Verletztung nach solanger Zeit eigentlich abgeheilt sein. Manchmal dauert die Vollständige Heilung sogar 1 Jahr aber zumindest nach 3-6 Monaten müssten die Schmerzen wesentlich geringer sein. Was mich zu dem Gedanken führt daß deine Muskeln, Sehnen nicht das eigentliche Problem sind, sonderen dein Nervensystem. Eine Kompression der Nerven. Das muss aber nicht zwanghaft von der Lendenwirbelsäule kommen. Im Bereich der Leiste kann z.b. ein Leistennerv oder der N.femoralis eingeklemmt sein. Hast Du auch Hodenschmerzen? Es sollte sich unbedingt auch das sog. ISG (Iliosacralgelenk) angeschaut werden das häufig blockiert ist und Schmerzzustände ins Bein, Schambein, Beckenbereich provozieren kann.  Was auch noch möglich ist und einer der Häufigsten Ursachen für Beschwerden die immer noch present sind auch wenn die Muskulatur verheilt ist, sind Triggerpunkte TP Diese entwickelkn sich oft nach einer Verletzung und haben die Eigenschaft auszustrahlen. Diese sorgen sogar manchmal dafür keine Kraft im Bein zu haben. z.b. könnte ein TP im M.femoralis oder den Adduktoren in die Leiste oder ins Bein ausstrahlen. Oder ein TP ist am Sehnenansatz vom SIAS (Googeln!!!) ANsatz des M.femoris und strahelen ins Bein. Ruheschmerzen, ausstrahlen in Ruhe sind typisch dafür. Für Ruheschmerzen würde auch ein NErv sprechen.   
    • Hi Grüße, also ich merke eigentlich vier Arten von Schmerz. 1. Direkt am Ansatz rechts zieht es bei gewissen Bewegungen Richtung Schambein und in den Adduktor rein - es ist die Ansatzstelle vom Adduktor Longus & co. 2. Teilweise und manchmal nur zieht es mitten im Adduktorenbereich (ohne dass zwingend auch der Ansatz schmerzt) 3. Im Liegen habe ich DAUERHAFT die Schmerzen am Ansatzbereich neben bzw. unter dem Penisstrang beim Schambein…also die Ansatzstelle - allerdings nah an der Symphyse und weniger Richtung Innenseite - also Richtung Adduktorenverlauf. 4. Schmerzen und extremes Pudding-Gefühl und Kraftlosigkeit hinten (innen) am Bein oben vom Sitzbein / Pobacke aus bis Kniekehle herunter. Ich kann mich nicht bücken oder in die Hocke gehen mit Gewicht auf dem rechten Bein…nur aus dem linken Bein. Auch beim Treppe gehen geht das nur mit 80% Belastung über das gesunde, linke Bein.   weiter oben Richtung „klassischer“ Leiste ist die Haut ein wenig taub.   wie gesagt wurde insgesamt auch festgestellt Ödem Schambein, weiche Leisten und diskreter Labrumriss - weil ich keine Schmerzen beim Husten und Niesen habe, sowie durch eine Sonografie und durch eine Hüftgelenksinfiltration wurden die weichen Leisten und das Hüftgelenk als Hauptursache ausgeschlossen.
    • Guten Morgen Phillip, Ja das kann Ich Mir vorstellen daß das sehr belastend für Dich ist, weil Du eine Ungewissheit hast und deine Beschwerden auch schon länger. Könntest Du bitte nochmal erläutern ob deine Beschwerden eher lokal sind und wo, und ob sie entlang deiner Adduktoren ziehen? Hast du auch Taubheitsgefühle dabei und ein Brennen? ziehen die Schmerzen auch entlang der Leiste? Da dein Schmerz belastungsabhängig ist  spricht aufjedenfall für eine Muskuläre Verletzung, Sehnen, Ansätze.  Aus dem Stehgreif ist sowas natürlich schwierig da Wir Dich untersuchen müssen und die Strukturen abtasten. Was Ich nicht empfehlen würde  daß Du Übungen machst in deinen Schmerz hinein und  Dir schon die Zunge dabei abbeißt. Wo kommst Du denn her?    

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