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Bitte um Hilfe Achilessehne


phile93

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Geschrieben

Hallo

 

ich habe seit letzter Woche als Berufsaanfänger (Rehaklinik)  Patient X zur Therapie.

 

Der Patient hat folgendes angegeben:

- täglich 90 Minuten Joggen 

- Schmerzen bei der Plantarflexion des Fußes

- Entlastung der Schmerzen bzw keine Schmerzen bei der Dorsalextension des Fußes

- klagt über Schmerzen auf der Rückseite der Bein im Bereich der Achilessehne

MFD Note 5, wenn es höhere gäbe hätte er Sie also er kann Bäume ausreißen

 

Da ich mit so einem Fall bisher keine Erfahrung habe bitte ich um Ideen was man mit dem Pat machen könnte.

Posturomed haben wir ausprobiert da er schmerzebedingt instabil ist und die Kollegen meinte das wäre vielleicht etwas, allerdings kann ich nicht 6 Behandlungen nur in die Richtung gehen.

 

Habt ihr vielleicht ein paar Ideen?

 

MfG

 


Geschrieben

Hallo Phile! Dein Pat. hat wahrscheinlich eine Ansatzreizung oder/und Reizung der Achillissehne. Tägliches 90 Minuten Joggen war wohl zu viel was zur Überlastung der Achillissehne führte. Das Joggen sollte dein Pat.erstmal sein lassen. Wie lange hat er denn schon diese Beschwerden? Das wäre noch wichtig da sich Behandlung immer nach der Wundheilungsphase orientiert. Ist das Geschehen akut,also erst paar Tage alt Ist eine Entzündung im Gewebe. Dann könnte man zb. Mit einer Eisapplikation arbeiten und lymphdrainage. Ich denke aber dass dein Pat. die Probleme schon länger hat. Mit dem Posturomed zu arbeiten oder allgemein an der Stabi des Sprunggelenks  mit diversen labilen Unterlagen kann  man später aufjedenfall machen. Damit werden aber Im momentanen Zustand die Schmerzen deines Patienten nicht bessere. Wichtig ist primär dass du dem Gewebe die Möglichkeit gibts zu heilen. Ansätze und Sehnen sind schlecht durchblutete Strukturen was die Heilung zusätzlich verzögert und die Wundheilung manchmal sogar zum Stillstand kommt. Gerade wenn der Pat. Schon Monate,Wochen damit zu tun hat. Um die Regeneration zu fördern sind erstmal Friktionen in Kombination mit Uktraschall oder Strom effektiv. Am Anfang falls keine Entzündungszeichen vorhanden sind würde ich sogar 10-15 Minuten reine Friktionen machen um die für den Heilungsprozess wichtige Entzündung in Gang zu bringen

Geschrieben
Am 10.8.2019 um 19:29 schrieb bbgphysio:

Hallo Phile! Dein Pat. hat wahrscheinlich eine Ansatzreizung oder/und Reizung der Achillissehne. Tägliches 90 Minuten Joggen war wohl zu viel was zur Überlastung der Achillissehne führte. Das Joggen sollte dein Pat.erstmal sein lassen. Wie lange hat er denn schon diese Beschwerden? Das wäre noch wichtig da sich Behandlung immer nach der Wundheilungsphase orientiert. Ist das Geschehen akut,also erst paar Tage alt Ist eine Entzündung im Gewebe. Dann könnte man zb. Mit einer Eisapplikation arbeiten und lymphdrainage. Ich denke aber dass dein Pat. die Probleme schon länger hat. Mit dem Posturomed zu arbeiten oder allgemein an der Stabi des Sprunggelenks  mit diversen labilen Unterlagen kann  man später aufjedenfall machen. Damit werden aber Im momentanen Zustand die Schmerzen deines Patienten nicht bessere. Wichtig ist primär dass du dem Gewebe die Möglichkeit gibts zu heilen. Ansätze und Sehnen sind schlecht durchblutete Strukturen was die Heilung zusätzlich verzögert und die Wundheilung manchmal sogar zum Stillstand kommt. Gerade wenn der Pat. Schon Monate,Wochen damit zu tun hat. Um die Regeneration zu fördern sind erstmal Friktionen in Kombination mit Uktraschall oder Strom effektiv. Am Anfang falls keine Entzündungszeichen vorhanden sind würde ich sogar 10-15 Minuten reine Friktionen machen um die für den Heilungsprozess wichtige Entzündung in Gang zu bringen

Die Schmerzen sind der Grund seiner Reha.. Ich weiß beim besten Willen auch nicht warum die Reha dafür bewilligt wurde..

 

Ultraschall und Strom kann ich in meiner Abteilung leider nicht nutzen, das muss der Arzt verordnen und den Pat. in die andere Abteilung weiterleiten diesbezüglich.

Schonmal vielen Dank für deine Ideen =).

 

 

Geschrieben

Ok! Hab gesehen du arbeitest gerade in net Reha. Da schaut es dann etwas anders aus. Leider war ich in meiner physioausbildung das letzte mal in ner Reha und weis nicht wie es da abläuft da ich seitdem nur in Praxen tätig war. In einer Praxis hast du halt mehr Freiheiten als Therapeut und kannst euch mal in einer Behandlung Strom oder US integrieren ohne dass der Arzt es verordnet. Aber Friktionen kannst du ja machen. Da fällt mir noch ein Ist nicht die Insertion betroffen sondern nur die Achillissehne dann wäre ein exzentrisches Wadentraining noch sinnvoll. Denn jedes Gewebe das verletzt ist braucht seine spezifischen Reize. Knorpelgewebe zb. Druckreize und Sehnen Zug und dehnreize, das geht am besten mit exzentrischem Training. L.g

Geschrieben

Hi @phile93 - ich denke auch, dass es eine Achillessehnenentzündung ist und @bbgphysio hat mit exzentrischer Belastung und Querfriktionen schon den Daumen Drauf. Da er ja sehr fit ist, sind die Entzündungen häufig durch Überlastung entstanden. Ziel muss es also sein, die Entzündungherde weg zu bekommen. Ich hab sehr gute Erfahrungen mit exzentrischer Dehnung gemacht und zum Abschluss die Sehne direkt mit einem Eislolli massiert. Kläre deinen Patienten auf, dass die Arbeit an der Sehne nicht schön ist und du aber gern so stark arbeiten würdest, wie er es aushält. 

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Gast
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      Moin zusammen,   ich brauche mal eine ehrliche Einschätzung bzw. Tipps zu meiner aktuellen Situation, da ich langsam nicht mehr weiter weiß. Bei mir wurde eine Chondropathia patellae Grad 2 im Knie festgestellt. Zusätzlich habe ich ein extrem instabiles Sprunggelenk mit insgesamt 6 Bänderrissen in den letzten 4 Jahren. Dazu kommen eine verkürzte Achillessehne sowie weitere verkürzte Strukturen/Bänder in den Beinen.   Außerdem habe ich: einen Senk-Spreiz-Knickfuß gleichzeitig einen Hohlfuß eine leichte X-Bein-Stellung   Aktuell bin ich deswegen in Physiotherapie. Mein Physio sagt im Prinzip hauptsächlich „dehnen“, allerdings fehlt mir ein klarer Plan bzw. eine sinnvolle Struktur aus:   Dehnung Mobilität Stabilität Krafttraining Wiedereinstieg ins Joggen/Fußball   Mein Ziel wäre es, Anfang Juni wieder Fußball spielen zu können – möglichst ohne Schmerzen und ohne dauerhaftes Tape. Aktuell versuche ich wieder mit dem Joggen anzufangen:   3x pro Woche jeweils ca. 25 Minuten 1 Minute Joggen bei 8 km/h danach 2 Minuten Gehen bei 5 km/h Laufkadenz beim Joggen liegt bei ca. 160–170       Problem dabei: Meine Schienbeine machen extrem Probleme. Teilweise verhärten sie komplett und ich bekomme kleine „Bobbel“ bzw. Schwellungen unter der Haut. Knie, Wade und Schienbein wechseln sich mit den Beschwerden teilweise ab. Wenn ich mein aktuelles Laufprogramm mache, bin ich eigentlich dauerhaft knapp an der Belastungsgrenze.     Folgende Hilfsmittel habe ich: Airex-Matte Resistance Bands Gym-Mitgliedschaft   Meine Fragen: Können meine Fußfehlstellungen und die X-Bein-Stellung die Ursache für die anhaltenden Probleme sein? Klingt das eher nach einer Überlastungskette durch die gesamte Beinachse? Sollte ich aktuell überhaupt weiter joggen oder erstmal komplett auf Low-Impact-Ausdauer (Bike/Stairmaster/Crosstrainer) wechseln? Welche Übungen wären bei dieser Kombination wirklich sinnvoll? Macht eine professionelle Laufanalyse bzw. Einlagenversorgung Sinn? Ich wäre echt dankbar über Erfahrungen oder Einschätzungen von Leuten mit ähnlichen Problemen oder physio-/sportmedizinischem Hintergrund.   Zusatz: Die Knieprobleme kamen nach meinem Urlaub im August, der erste Orthopäde hatte mir gesagt das ich eine verschobene Kniescheibe habe und daher die Schmerzen kommen, was aber eine Falsch Diagnose war. Die richtige Diagnose kam im Februar dann. Ich bin aktuell 21 und es ist meiner Meinung nach nicht nochmal das ich weder Joggen noch normal laufen kann. Leider finde ich in der Umgebung keinen Physio der mich ernst nimmt.
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