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SLAP Läsion Schulter zum zweiten Mal


Lalelu97

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Geschrieben

Hallo, 

ich wurde im Januar an der linken Schulter operiert nachdem ich mir nachts immer wieder die Schulter ausgekugelt habe. Mir wurde die Kapsel gerafft und das abgerissene Labrum wieder dran genäht. Mir gehts auch jetzt fast 4 Monate nach der OP immer noch nicht gut mit der Schulter aber blöderweise hab ich mir wegen dem Gilchristverband den ich 6 Wochen lang tragen musste, leider nun auch das Labrum in der rechten Schulter abgerissen. Die Diagnose hat mich aus allen Wolken gerissen zumal ich nicht mal einen Unfall oder eine Luxation der rechten Schulter hatte. 

Der Labrumabriss war im MRT sichtbar - anders als bei der linken Schulter und nun weiß ich was meine zunehmend schlimmer werdenden Schmerzen in der rechten Schulter zu bedeuten haben. Das Ganze scheint wohl während der Ruhigstellung im Gilchrist passiert zu sein. Hab mich beim Anschnallen im Auto mit der Schulter verdreht und zack hat es ordentlich gekracht und geschmerzt im Gelenk. Seitdem immer häufiger. Mittlerweile auch wenn ich einfach nur den Arm innenrotiere dann springt sogar die Bizepssehne und das schmerzt ebenfalls. Normale Alltagsbewegungen sind von starken Schmerzen begleitet und jedes Mal wenn es knackt hab ich Angst. 

Bisher ist meine rechte Schulter nicht herausgesprungen aber mein Orthopäde meint es würde bei meinem Status nichts bringen das Ganze zu trainieren, da es links auch nichts gebracht hat und nun meine Schmerzen viel höher sind. Ich soll mich auch an der Schulter operieren lassen, da ich noch so jung bin und mich in der Ausbildung befinde. 

Ich weigere mich aber gegen die OP, da ich das Ganze gerade erst mit der linken Schulter durchgemacht hab und es noch lange nicht überstanden habe. Ich merke, wie es jeden Tag schlimmer wird aber solange mir die Schulter nicht herausspringt werde ich nichts machen. Hab Angst, dass dieses Knacken bereits ein Herausspringen ist oder dass es zu schlimmen Folgen kommen kann. Will meine Ausbildung eigentlich erst durchziehen, da mir das wichtiger ist. Kann jetzt nicht wieder lange Zeit ausfallen und mir gehts wegen der Schulter nun auch wieder schlechter.. merke das auch an meinen Gedanken und Ängsten. 

Ich frage mich jeden Tag, wie es zum Labrumabriss gekommen ist ohne „Unfall“ oder ähnliches und die Gedanken machen mich verrückt. Kann an nichts anderes mehr denken und ich leide darunter, weil ich nicht wieder operiert werden will. Der Orthopäde meinte dann auch noch, dass ich wahrscheinlich mein Leben lang damit Probleme bekommen werde. 

Könnt ihr mir empfehlen was ich tun soll? Soll ich versuchen zu trainieren oder soll ich mich doch lieber direkt operieren lassen oder kann das auch noch etwas länger warten? Ich freue mich über jede Antwort und hoffe ihr könnt mir irgendwie helfen. 


Geschrieben

OH NEIN!!!
Nicht schon wieder Laura. Du bist ja ein echter Pechvogel ? was soll man dazu sagen???
Es gibt in deinem Fall nur 2 Möglichkeiten:
Zum einen die arthroskopische Refixation der Läsion. Hierbei wird mit sog. Fadenankern (selbstauflösende Knochendübel, die einen oder zwei Fäden enthalten) die Knorpellippe an der oberen Schulterpfanne fixiert. Es schließt sich eine relativ langwierige Nachbehandlung an (3-4 Monate). Das ist die Methode, die bei dir jetzt links angewandt wurde.

Die andere Alternative besteht in der arthroskopischen Durchtrennung der langen Bizepssehne. Hierdurch wird der ständige Zug auf den SLAP-Komplex verhindert, sodass dieser keine Beschwerden mehr macht. Die Läsion selbst wird nicht fixiert und das ganze heilt relativ schnell (6-8 Wochen) Das Verfahren nennt man Bizepstenodese.
Wobei ich denke, dass die Alternative in deinem Fall keinen Sinn machen würde, da das Problem der laxen Kapsel weiter bestünde und es langfristig gesehen zu weiteren Problemen mit deinem Schultergelenk führen würde.

Was aber sicher ist, du kannst das nicht so lassen! Ich würde mit der OP auch nicht zu lange warten, da sich die Bizepssehne zurückziehen oder weiter abreisen und mehr Schaden anrichten kann.

Als Ursachen werden neben Unfälle und Übekopfsportarten (Kraulen, Wurfsportarten oder Kampfsport) auch Medikamente, Autoimmunkrankheiten und genetische Veranlagungen beschrieben. Wobei ich aber vermute, dass es von deiner genetisch-bedingten Instabilität kommt.
Denn: Patienten mit einer Hyperlaxität der Schulter (Überbeweglichkeit) haben manchmal ohne jegliches Trauma Schäden am oberen Bizepssehnen-Labrum-Komplex.

Es tut mir Leid, dass ich keine besseren Nachrichten für dich habe Laura. Ich sag´s als Physio auch ungerne aber es ist in deinem Fall tatsächlich so, dass dir eine konservative Therapie keinen dauerhaften Erfolg bringen würde. Es geht auf jeden Fall schneller mit OP!

  • Like 1
  • Danke 1
Geschrieben

Ja es ist total mies gelaufen für mich Gianni. Ich hab nach der OP links gedacht, dass endlich eine Besserung in Sicht ist und ich keine Angst haben muss, dass das so schnell wieder passt und dann passiert es doch wieder und ich hab echt keine Lust drauf das Ganze nochmal durchzumachen aber dann sollte ich wohl besser auf dich hören und mich auch mit der rechten Schulter nochmal beim Schulterspezialisten im Krankenhaus vorstellen. 

Ich hoffe nur, dass ich wegen meinen instabilen Schultern dann hoffentlich eine längere Zeit Ruhe haben werde. Bei der Vorstellung wegen der linken Schulter hat mir der Schulterspezialist gesagt, dass ich aufgrund meines schwachen Bindegewebe in wenigen Jahren wohl wieder Probleme haben werde. Zumal das nicht das Einzige ist, was mir Probleme bereitet. Knie springt auch immer wieder raus seit 5 Jahren und Stabilisationstraining etc. bringen da leider auch gar nichts. Was sollte ich damit tun?

Aber vielen Dank für deine Nachricht. Ich hoffe ich hab danach keine Pechsträhne mehr.. nicht dass ich nachher noch auseinanderfalle weil alle Gelenke instabil werden *lach*

Hast du Tipps wie ich das vermeiden kann, dass die Schultern wieder instabil werden? Früher oder später sind sie das sowieso wieder aber links will ich jetzt erstmal vermeiden. Danke, mir gehts jetzt auf jeden Fall ein Stückchen besser

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb Lalelu97:

ich wohl besser auf dich hören und mich auch mit der rechten Schulter nochmal beim Schulterspezialisten im Krankenhaus vorstellen.

...auf jeden Fall. Lieber jetzt richtig und gut, als später schlecht und mit Problemen. Vorbeugen ist ja bekanntlich besser als heilen!!!

vor 2 Stunden schrieb Lalelu97:

Hast du Tipps wie ich das vermeiden kann, dass die Schultern wieder instabil werden?

Da das Schultergelenk eine nur kleine Pfanne hat, im gegensatz zur Hüfte, gibt es kaum gelenkige Stabilität.
Die Schulter wird zu 80% neben dem Kapsel-Bandapparat von Muskeln gehalten und stabilisiert.
Also wäre es sehr wichtig diese ein Lebenlang kräftig zu halten.
Hier hast du schon mal eine PDF-Datei über die Schulter und wie du sie am Besten beüben kannst:
http://sport1.uibk.ac.at/lehre/lehrbeauftragte/Huber Reinhard/Schulterzentrierung SS07.pdf

Der wichtigste Stabilisator ist die Rotatorenmanschette und es gibt hunderte von Übungen wie du sie trainieren kannst.


Bis dann, Gianni

  • 3 weeks later...
Geschrieben

@gianni Danke für die Übungen. Ich wurde Freitag operiert (Arthroskopie) und hab heute den OP Bericht in die Händen gedrückt bekommen. Dort stand drin, dass zwei meiner glenohumeralen Bänder wohl nur ansatzweise vorhanden und somit nicht mit der Gelenkpfanne verbunden sind. Diese wurden zusammen mit der Kapsel straffer genäht. Hast du eine Ahnung was das bedeutet? Ist doch nicht gerade ein Glücksgriff wenn die Kapsel auch in der rechten Schulter zu schwach ist und dann auch noch die Bänder nicht vollständig ausgeprägt sind oder? Weil diese sorgen ja auch für Stabilität.. 

Oh man ich mach mir wieder so einen Kopf. Nachdem meine Schulter immer nach hinten subluxiert ist.. hat der Schulterspezialist gesagt dass müsste operiert werden. 

Liebe Grüße Laura :)

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    • Gast Seli
      Hallo, ich habe ein Problem und hoffe mir kann vielleicht jemand hier helfen oder einen Rat geben. Morgens wenn ich aufwache habe ich Verspannungen zwischen den beiden Schulterblättern, also es fängt da an wo der Hals aufhört und geht ein Stück runter rechts und links neben der Wirbelsäule, zusätzlich kribbeln meine Arme morgens ( keine Taubheit, keine Lähmung ), also die Arme kribbeln nur ich kann sie aber normal bewegen. Ich lege mir dann auch oft mal eine Wärmflasche zwischen die Schultern das bessert die Verspannung, tagsüber ist es weniger verspannt und die Arme kribbeln da auch nicht. Allerdings habe ich dann wenn ich aufgestanden bin so ein komisches Gefühl besonders beim stehen und gehen, weis nicht wie ich es nennen soll, Benommenheit oder Schwindel, wobei es dreht sich nichts, sondern es fühlt sich eher so an als wäre ich ein bisschen unsicher beim gehen, so wie wenn ich paar Bier oder Schnaps getrunken hätte ( trinke aber gar kein Alkohol ). Das Gefühl wechselt immer mal wieder, also mal mehr mal ganz wenig. Beim nach unten schauen oder nach vorne beugen fühlt es sich schlimmer an, als sonst. Manchmal habe ich auch ein leichtes ziehen oder drücken im Kopf, als Kopfschmerz würde ich das aber nicht bezeichnen. Manchmal oben oder an den Schläfen, eher leicht. Ich habe auch schon mal gegoogelt, da steht was von HWS Syndrom könnte es sein. Ich habe auch paar so Tests gemacht, Romberg Test, Underberg Test, Einbeinstand mit offenen und geschlossenen Augen, hat alles funktioniert. Jetzt habe ich mal paar Übungen gemacht. Also bei der Übung wo man den Kopf langsam zur Schulter neigt und dann etwas nach vorne, da wirds mir komisch. Beim Schulter kreisen knackst meine linke Schulter an einer Stelle. Kann das knacksen auch provozieren bei bestimmten Bewegungen. Beim langsamen Kopf drehen von einer Seite zur anderen knirscht es manchmal leise in der unteren HWS. Habt ihr vielleicht eine Idee was das sein könnte und was man dagegen machen kann? Eine Übung die die Verspannung lösen kann oder besser macht? Das schummrige Gefühl beim nach unten schauen macht mir halt auch Probleme, weil wenn man die Treppe nach unten geht aber nicht schauen kann wo die Treppe zu Ende ist weil man geradeaus schaut, ist nicht gerade schön. Nach vorne beugen ist auch so unangenehm. Wollte eigentlich bisschen Unkraut jäten im Garten, aber ist mühselig, wenn ich versuche mit dem Rechen das Unkraut direkt in den Eimer zu kriegen dann gehts ja noch, wenn ich mich nach vorne beuge wirds mir etwas schummrig und ich habe das Gefühl ich kippe nach vorne ( ist zwar nicht passiert aber fühlt sich so an). 
    • Gast MonaR
      Hallo, Meine Tochter hat aktuell (wieder einmal) Probleme mit Mb. Schlatter. Sie spielt Fußball und trainiert 4-5 x pro Woche.    Sie ist 15, hat wohl gerade wieder einen starken Wachstumsschub (5 cm seit September 2025) und deswegen wieder die Probleme.  Was kann sie unterstützend machen, um schnellstmöglich wieder fit zu sein?   Aktuell Dehnen, Übungen für die Hamstrings, Kühlen und Radfahren.   Ist ein 'Spüren der Stelle tolerabel bzw. wie weit darf sie es ausreizen mit Druck/Schmerz?   Danke Mona  
    • annajule
      Hallo, ich frage mich gerade, was vor 6 Jahren geschehen ist. ich bin vestibuläre Physio (oder wie man das auch immer in Deutschland nennt  ) und habe etliche Klienten mit PPPD. PPPD hast du gut auf einen Nenner gebracht, aber es ist eigentlich noch viel komplexer. Die Ursachen können noch wesentlich weitläufiger sein. Bei so gut wie all meinen Klienten, liegt ein Trauma zu Grunde. Hier wird dies von einem Neurologen diagnostiziert und die Therapie ist interdisziplinär zusammen mit klinischen Psychologen und manchmal Ergo Therapeuten. Auch ist bei vielen Klienten die HWS und/ oder das TMJ durch lange Erfahrungen von Schwindel so dermaßen verspannt (Sekundär Symptome), dass wir muskuloskelettale/TMJ Physios dazu ziehen, oder die Klienten zur Massage schicken (wenn es sich rein um Verspannungen handelt).    Nur mal als Denkanstoss.  Gruss, Anna  

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