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Was könnte außer CRPS noch sein?


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Geschrieben

Hallo,

es geht leider um meine Mum, die momentan ganz arge Schmerzen hat und der ich gerne helfen würde (bin Physio-Student), sei es durch Behandlung oder Rat, was sie tun soll. Ich weiß, ist sehr lang der Text - würde mich aber dennoch freuen, wenn mir jemand helfen könnte.

Hier die Geschichte:

Sie (51) hat seit einigen Wochen leichte Schulterschmerzen bei Abduktion über 90" links, die irgendwann ohne großen Auslöser aufgetreten sind, aber mit diversen Übungen (Kräftigung Außen- und Innenrotatoren) immer wieder besser wurden. Letzte Woche hat sie bei einem einwöchigen Tennisurlaub übermäßig viel gespielt, die Schmerzen sind dann leicht größer geworden, mit den Übungen zwischendurch aber immer wieder leichter. Auf der Heimfahrt etwas gemerkt, dass die Schmerzen schlimmer werden. 4 Tage nach dem Urlaub hat die Schulter stark zu schmerzen begonnen, ausstrahlend in den ganzen Arm bis in die Finger. Nachts konnte sie deshalb nicht durchschlafen. Heute bin ich dann zu Besuch gekommen (wohne leider weit weg) und habe gemeint, ich schau mir das mal an.

Zu diesem Zeitpunkt konnte sie keine Position angeben, in dem der Arm nicht schmerzahft war. Der Arm war dorsal im Bereich der Achsel etwas wärmer, es war auch eine leichte Schwellung der Hand bzw. der Finger zu sehen. Es waren alle Bewegungen glenohumeral sehr schmerzhaft, leichte Traktion nach caudal war anfangs sehr angenehm, nach ner Minute dann nicht mehr. Habe dann Weichteilechniken im Scapulabereich gemacht, wobei mir starke Verspannungen (Infraspinatus, Teres Major, Latissimus) aufgefallen sind. Massage bzw. leichtes Triggern in diesem Bereich empfand sie als sehr angenehm, danach waren die Schmerzen kurzfristig deutlich besser, bis sie dann wieder leicht bewegt hat während dem Essen. Danach waren die Schmerzen wieder sehr schlimm, weshalb ich erneut wie oben behandelt habe. Zusätzlich habe ich auf ihren Wunsch Wärme appliziert, in Form einer Heißen Rolle zuerst im Sakralbereich, dann später über der betroffenen Scapula. Auch das hat ihr alles sehr gut getan, war total angenehm, etc. Schmerzen im liegen deutlich besser. Danach wieder aufgestanden und Zähne geputzt (betroffener Arm hing nur runter), dann fingen die großen Schmerzen an. Keine Position war erträglich, weder im Stehen noch im Liegen. Der Arm war ÜBERALL schmerzhaft, jede kleinste Berührung (zB auch am Handrücken) hat sie vor Schmerz zusammenzucken lassen, sie hatte irre Schmerzen.
Letztendlich hat sie ne Schmerztablette genommen (gegen die sie sich lange gewehrt hat), sie ist dann zum Glück auch eingeschlafen. Ich hoffe, sie kann durchschlafen.

Ich selbst denke seit dieser Erfahrung natürlich an CRPS und hoffe, dass ich falsch liege. Aber welche andere Ursache könnte es für diese Symptome, vor allem die starken Schmerzen plötzlich im ganzen Arm und die leichte Schwellung an der Hand geben?

Zu ihrer Person: Sie hat seit ca. 5 Jahren diagnostiziertes Rheuma (Psoriasis-Arthritis) und nimmt seither Cortison, ein "Krebs-Mittel" dessen Namen ich nicht kenne und Pantoloc. Die Schulter war in der Vergangenheit nie auffällig.


Würde mich sehr über Hinweise freuen, was das sein könnte, was zu tun ist, etc. Unseren Ärzten im Krankenhaus vertraue ich nicht wirklich, dort wird man meist nur mit Schmerzmittel oder Antibiotikum abgespeist, sie ist auf Medikamente leider auch nicht gut zu sprechen, da sie in den letzetn Jahren viel Negatives erlebt hat (Entzündungen, wochenlange Antibiotikakuren, Fehldiagnosen, etc.)

DANKE!!!


Geschrieben

Hi,

hast du Spannungstests auch mal gemacht?

Ich würde keine Wärme machen ,da du ja schon eine Erwärmung festgestellt hast.

Aber als aller erstes AB ZUM ARZT.

Bei solchen Reaktionen würd ich definitiv den Arzt drauf schauen lassen.

LG Athari

Geschrieben

Hallo,

die konnte ich leider nicht machen, da der Arm zu schmerzhaft war.

Ich bin leider wieder daheim (200km weit weg), so war der nächste Tag: Es wurde wie schon geschrieben am Abend des Vortages ein Parkemed genommen, die Nacht konnte sie halbwegs schlafen. Am nächsten Morgen war der Arm von den Schmerzen her deutlich besser, die Schwellung war immer noch leicht da.
Im Laufe des Tages wurde der Arm zum Glück noch besser. Therapie: Hochlagern + ab und zu Pumpbewegung mit der Hand (waren aber bald unangenehm), Ruhigstellung, ab und zu leichte Traktion (anfangs angenehm, dann unangenehm).

Die Reaktion mit dem Vegetativum hatte sie schon einmal bei einer Augenentzündung (rheumatische Ursache), bei der das Cortison über einen gewissen Zeitraum erhöht wurde.

Naja, mal den Verlauf anschauen...zum Arzt will sie selbst nicht, weil jegliche Ärzte sie immer nur mit Medikamenten "vollpumpen" wollten und das Vetrauen dadurch gesunken ist. Ich selbst wüsste ehrlich gesagt auch nicht, was ein Arzt in dieser Situation ohne Medikamente helfen sollte. Sie möchte jedenfalls abwarten, mit Ruhigstellung/Lagerung den Verlauf beobachten, bevor sie zum Arzt geht. Zusätzlich habe ich ihr zu Ruhe und Entspannung und den Parasymphatikus aktivierende Mitteln geraten.

Danke jedenfalls für deine Antwort, leider muss ich den Thread jetzt beenden, da ich nicht mehr bei ihr sein kann. Sollte etwas Besonderes vorfallen, kann ich euch ja auf dem Laufenden halten.

LG

Geschrieben

Hallo,

schwer was genaueres zu sagen, was heisst "ohne grossem Auslöser"? man müsste die Alltagssituation besser kennen - Beruf, Haushalt etc.

CRPS ???? kann ich auf die Ferne auch nichts konstruktives dazu sagen aber warum nicht an das nächstliegende denken!?!?

Wenn eine Psoriasisathritis diagnostiziert ist kann es durchaus ein Rheuma-Schub sein.
Das muss ärztlich abgeklärt werden, ab zum Facharzt. Wann wurden die Medikamente zuletzt eingestellt???


Tip noch von mir: Bei dieser akuten Symptomatik Finger weg, auch wenns lieb gemeint ist - aber das reizt oft mehr als dass es was bringt!
Allerhöchstens wärmeentziehende Massnahmen mit milden Reizen.

mfg.

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Gast
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  • Beiträge

    • Gast gasthws
      Guten Tag,    ich bin vor gut 7 Jahren eines morgens mit einer extremen HWS-Blockade aufgewacht. Bewegungseinschränkung nach links so stark, dass allein ein paar Grad drehen in die Richtung nicht möglich waren. Da ich dachte es wäre ein steifer Nacken natürlich erwartet, dass es weggeht. Ging es nicht.  Röntgen und MRT damals unaufällig (C6C7 Bandscheibenwölbung ohne Auswirkungen auf Nerv o. Ä.). Steilstellung der HWS, die ich vermute akut war, da bei einem späteren Röntgen diese nicht mehr aufgetreten ist.    Bis heute habe ich tägliche Verspannungen auf der linken Nackenseite und das Gefühl, dass mein ganzer Körper nach rechts rotiert ist. Im oberen Rücken ist direkt neben dem rechten Schulterblatt zwischen Schulterblatt und Wirbelsäule eine dauerhaftes Steifigkeitsgefühl.   Ich mache seit Jahren Kraftsport, bin nicht übergewichtig, laufe regelmäßig.  Sobald ich den Kopf nach vorne über beuge ist das gesamte Verspannungsgefühl im Nacken weg. Der Kopf fühlt sich oft schwer an, wobei Instabilitäten ausgeschlossen wurden. Mein Nacken ist muskulär sehr stark. Direkte Nackenübungen erzeugen stärkere Verspannungen bis hin zu brennenden Schmerzen.    Kurz vor der Verspannung hatte ich mich im rechten ISG verletzt beim Kniebeugen (Überlastung und zu weiter vorgelehnt). Das rechte ISG fühlt sich bis heute komprimiert an.  Im Liegen keine Beschwerden. Abstützen der Arme auf dem Schreibtisch lindert auch die Beschwerden. Vorgebeugt sitzen oder Planks auch für den Moment.   Rückenschmerzen regelmäßig, aber diffus, kompletter rechter Erector Spinae trotz guter Kraftwerte im Rücken. Es ist zum verzweifeln, da ich erst Ende 20 bin und täglich damit kämpfe sobald ich das Bett verlasse.    Ich würde mich über jeden Input freuen.    -CMD Diagnose negativ -Instabilität negativ -MRT/Röntgen unauffällig -sportlich -jung -HWS kräftig   Letzte Vermutung eines Orthopäden war ISG und globales Problem.  Bin für jeden Input dankbar!
    • MathiasBerlin
      Hallo Matze, wenn du bei der Dehnung die Fußspitze nach innen drehst, spannst du vor allem den äußeren Hamstring-Anteil (Biceps femoris) stärker an. Deshalb fühlt sich die Dehnung dann deutlich intensiver an. Ja, verkürzte Hamstrings können auch andere Probleme begünstigen: Spannung im Hüftbeuger oder den Adduktoren Zug auf das Becken, dadurch evtl. Schmerzen im unteren Rücken / oberhalb des Beckenkamms Wichtig: lieber sanft und länger dehnen, nicht maximal „reinziehen“, sonst reagiert der Muskel eher mit noch mehr Spannung. Viele Grüße 🙂
    • Gast Sandra
      Hallo, in meiner Praxis haben wir uns vor 2 Jahren für die Geräte der Firma FREI entschieden. Es gibt verschiedene Modelle. Die computergesteuerten Factum-Geräte sind wirklich empfehlenswert. Sie arbeiten konzentrisch-konzentrisch, d.h. es werden immer Agonist und Antagonist gleichzeitig trainiert. Dies spart nicht nur an der Geräteanzahl im Raum, sondern auch Trainingzeit der Patienten bzw. Kunden. Infos unter www.frei-ag.de Fröhliche Grüße Sandra 

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