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Komplexer proximaler Humerusbruch: Probleme mit Physio

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Gast Miko

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Hallo Leute,

48w, sportlich, normale Knochendichte aber immer wieder Probleme mit niedrigem Vitamin D, Magnesium und Phosphat. Ehlers-Danlos und vermutete neuromuskulaere Erkrankung (ersten Termin in Muskelambulanz musste ich verschieben wegen Unfall)

 

Anfang Dezember habe ich mir bei einem High-Impact Unfall den proximalen Humerus gebrochen, 4-way, head split. Wurde am 10.12. mit einer Philosplate und einer zusaetzlichen Schraube opperiert. Physio und Lymphdrainage. Bin relativ schnell wieder ziemlich mobil geworden abgesehen von Auswaertsrotationen und Bewegungen hinterm Ruecken. Passieve Bewegungen gehen also ueberwiegend, aber Muskeln streiken noch immer total. Ok, ich habe keine Wunder erwartet. Das bloede ist: jedes Mal wenn ich vorsichtige Uebungen mache, egal ob leichte unterstuetzen Kraftuebungen oder einfach nur Bewegungen bis knapp an die Bewegungsgrenze faengt der Bruch wieder an zu schmerzen. Auch mein Unterarm und Daumen schmerzen wieder. Ich vermute, dass da wieder neue Schwellungen aufgetreten sind. Oft stelle ich nachts im Schlaf was an, was dann zu demselben Problem fuehrt. Wegen EDS rotiere ich im Schlaf um Druck von den Gelenken zu nehmen, und das geht halt im Moment nicht. Ich glaube aber, dass ich mich im Schlaf viel mehr unvorsichtig bewege als ich sollte. Ich vermute, dass diese Schmerzen vor allem mit Rotationsbeweungen zusammenhaengen, bin aber nicht sicher.

Da auch Schmerztabletten nur unzureichend wirken mache ich also viel weniger Physio als ich sollte. Das einzige, was tatsaechlich wirkt ist ein eher leichtes Opiat auf Normalrezept. Alles andere, einschliesslich starken nicht-Opiaten und Schmerzpumpe wirkte nicht. Paracetamol und Ibuprofen zusammen wirken halbwegs, aber noch nicht gut genug. 
 

Also mehrere Probleme:
Bewegung kann wieder (vermutlich) Schwellung und staerkere Schmerzen ausloesen. Dabei sollte ich mehrmals am Tag Uebungen machen. Im Moment mache ich eigentlich nur alle 2 Tage wenn die Schmerzen wieder halbwegs verschwunden sind. Quetschball und Bewegungen vom Unterarm/Biceps mache ich trotzdem. Gehe recht viel.

Tja.. und bloede Naechte dazu wo ich mich scheinbar noch zusaetzlich verletzte

Unzureichende Schmerztherapie. Ich finde es bloede, dass ich jetzt immer noch Opiate brauche, und ich weiss nicht, ob der Hausarzt irgendwann streikt, eben auch wegen der kurzen Wirkungsdauer und haeufigen Einname.

Und da ist natuerlich auch die Sorge um eine Gelenknekrose. Nur deswegen sollte ich vermutlich viel mehr Physio machen. Nur wie?

Habt ihr irgendwelche Tipps fuer mich? Ist das fuer eine Heilung eines komplexen Bruches normal?

 

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Hallo Miko
wir dürfen nicht vergessen, dass die OP noch keinen Monat her ist!!
Da erwarte ich auch noch keine großen Rotationsbewegungen.
Hast du denn ein Nachbehandlungsschema?

Hast du noch Kontrolluntersuchungen bei dem Chirurgen?
Solltest du einen Gilchchristverband tragen? Wenn ja, trägst du ihn auch und auch nachts?
Das mit dem Schmerz ist schon nervig - kannst du den Schmerz beschreiben? Ist er eher hell und spitz oder drückt es eher? Pulsiert es? Ist es doll überwärmt?
Liebe Grüße

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vor einer Stunde schrieb JanPT:

Hallo Miko
wir dürfen nicht vergessen, dass die OP noch keinen Monat her ist!!
Da erwarte ich auch noch keine großen Rotationsbewegungen.
Hast du denn ein Nachbehandlungsschema?

Hast du noch Kontrolluntersuchungen bei dem Chirurgen?
Solltest du einen Gilchchristverband tragen? Wenn ja, trägst du ihn auch und auch nachts?
Das mit dem Schmerz ist schon nervig - kannst du den Schmerz beschreiben? Ist er eher hell und spitz oder drückt es eher? Pulsiert es? Ist es doll überwärmt?
Liebe Grüße

Hallo Jan,

danke fuer deine Antwort. Eigentlich haette ich ein mysterioeses Bewegungsdingens fuer 2 Wochen nach der OP kriegen sollen, aber es wurde nie geliefert und im Krankenhaus konnte mir niemand sagen, wo dieses Ding bestellt wurde. Und somit bekam ich es nie und machte vorsichtige kleine Pendelbewegungen mit vorgebeugtem Oberkoerper.

So einen aehnlichen Verband mit Gurt um Brust und unterem Teil vom Oberarm hatte ich gleich in der Notaufname bekommen - und mir immerhalb 5 Minuten den Ellenbogen subluxiert und das verletzte Schultergelenk blockiert. Wenn ich nicht meine Gelenke (eher unbewusst) alle paar Minuten etwas bewege kommt es halt dazu. Ausserdem habe ich es immer noch geschafft den oberen Teil vom Oberarm unpraktisch zu bewegen. Macht ja Sinn da nur der untere Teil festgehalten wird. Ich habe das dann als eine Art Schulterschlinge getragen um zumindest den Unterarm zu stuetzen und im Bett auf der Seite geschlafen mit Unterarm auf Knie und anderen Arm gestuetzt, und Oberarm neutral. Im Moment wickle ich nur zeitweise ein altes Kopftuch um Schulter und Oberarm um mich dadran zu erinnern dass ich spontane Bewegungen meiden sollte. Eine andere Loesung konnte man mir nicht bieten. Und ja, ein subluxiertes Gelenk wieder einrenken ist auch nicht gut fuer einen Bruch.  

 

Der Schmerz fuehlt sich an wie der Bruch. Nur milder. Ich bin mir relativ sicher, dass die letzte Verletzung in der Nacht die Stelle des Headsplits erwischt hat, und die davor den Bruch wo ich mir so ziemlich den ganzen Gelenkkopf abgebrochen habe. Bin aber nicht sicher. Keine Hitze, aber die Stelle im Unterarm auf der ich diesen aufstuetze (tagsueber auf dem Sofa mit Beinen zur verletzten Seite und Unterarm auf Huefte, mit Laptop auf dem Oberschenkel) schmerzt wieder mehr (wie dicker blauer Fleck), ebenso wie mein Daumen (aehnlich wie Nervenschmerz). Ein Haematom habe ich am Unterarm sowieso noch, kann also nicht sehen ob dieses wieder schlimmer geworden ist.

Ich hatte, als dieses zum erstem Mal passiert ist neue Roentgenfotos im Krankenhaus machen lassen. Die waren laut Chirurg total in Ordnung. Da dauerten die akuten Schmerzen noch 5 Tage. Seitdem keine Fotos mehr, und die Schmerzen bestehen nur noch 1-2 Tage. Bin jetzt bei einem niedergelassenen Chirurgen und neue Roetgenfotos sind eigentlich erst fuer Ende Januar geplant. Ein echtes Nachbehandungsschema habe ich nicht. Hey, bis zu den zusaetzlichen Roentgenfotos wurde mir nichtmal gesagt, dass der Bruch viel schlimmer war als gedacht, und niemand hatte mir nach der OP im Krankenhaus gesagt, dass der geplante Marknagel durch Platte und Extraschraube ersetzt wurde. Das sah ich erst bei der Entlassung auf einem Roentgenfoto, war aber zu benebelt und ausgehungert (durch die Muskelerkrankung muss ich eigentlich 6x/Tag essen und kann nicht fasten) um echt nachzudenken. Den Rest habe ich mir dann vom Bericht zusammengereimt. Ich versuche auch noch rauszufinden wie und was. Scheinbar wird erwartet, dass ich das alles weiss.

 

 

 

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Hallo Miko,
Das ist so eine Motomedmaschine - die den Arm eig. in einem soften Rhythmus seitlich hoch und runter bewegt, damit das Gelenk beweglich bleibt. Schade, dass du sie nicht bekommen hast - aber immerhin scheinst du damit ja nun auch keine größeren Probleme zu haben.
Das kannst du auch ruhig weiter machen - soweit wie es geht den Arm nach vorn/oben und seitlich/oben heben und versuchen die Schulter dabei unten zu lassen.
Rotation wird durch die ganzen Platten und Wundheilung eh noch nicht frei sein, daher versuche diese bitte nicht eigenständig zu mobilisieren.
Das ED wird dir wohl den Unterarm subluxiert haben - das macht das ganze natürlich nicht viel einfacher.
Passiert dir das auch in anderen Gelenken? Dafür machst du ja eigentlich Sport, damit dies nicht passiert.

Also eigentlich sollte da nichts gebrochen sein, wenn du da Platten drin hast - dafür bedarf es schon ordentlich Kraft.
Aber trotzdem würde ich versuchen, die Schulter nachts so ruhig wie möglich zu halten, ich weiß - leicht gesagt aber das ist dann nunmal die Challenge, soweit ich es verstanden habe, geht das gut am Tag?
Ich finds aber auch wunderlich, dass du kein Nachbehandlungsschema hast - damit entscheidet der Chirurg wann, was, wie belastet und bewegt werden darf.

Das mit dem Daumen wird auch noch ein Nervenschmerz von der Schulter sein - da wird sich gerade alles drum herum fest machen um die Schulter irgendwie zu stabilisieren - es wäre wichtig, dass das die Physio auch mit freimacht.
Du könntest mal gucken wie dir Wärme auf der Schulter tut - so können die Muskeln drum herum wenigstens auch mal entspannen.

Dadurch dass die zweiten Röntgenfotos gut aussahen wirst du erstmal intuitiv alles richtig machen.
Was sagt deine Physio denn dazu? Hast du da Hausaufgaben/Übungen mitbekommen?
Das pumpen mit dem Ball ist super und kannst du so weiter machen.

Es gibt einen kleinen Brustmuskel den man sich mal angucken könnte, der gerne Probleme macht - der sitzt so drei Fingerbreit diagonal von deiner Schulter - Richtung andere Hüftseite und zieht von der Schulterecke zur 3-5 Rippe und engt gerne die Nerven für die Hand ein - da könntest du mal vorsichtig mit den Fingern sanft massieren, es kann dabei auch in den Arm ziehen, das wäre aber kein großes Problem.

Es ist jetzt wie es ist, versuche cool zu bleiben und das beste aus der Situation zu machen.
Du kannst den Bericht hier auch gerne, zensiert hochladen oder mir privat schicken, wenn dir das lieber ist und man könnte da drauf gucken ob man etwas klüger wird.

LG

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Nochmal danke fuer deine Antwort, Jan.

Ist halt mein erster Bruch, und beim ersten ist wohl alles etwas unheimlich. Meine Angst ist, dass diese falschen Bewegungen im Schlaf, und teilweise bei Krankengymnastik irgendwie fuer zuviel Spannung auf den heilenden Knochen sorgen, und dadurch das neue Knochengewebe wieder kaputt geht. Keine Ahnung wie real diese Angst ist. Ich werde morgen beim Fysiotermin nochmal nachfragen. Habe irgendwie die Neigung Schmerzen zu vergessen wenn diese nicht vorhanden sind.

Bei der Fysio wird auch massiert. Die Stelle die du beschrieben hast macht nur eine Frau. Ich werde die maennlichen Therapeuten bitten dieses auch zu tun. Und ja, die Schulterblaetter und alles andere was total verspannt ist wird auch mitbehandelt, ebenso wie der Unterarm.

Aus dem Krankenhaus habe ich echt nur einen fast schon hingerotzten Bericht bekommen, wo Befund steht "Proximal humerus, 4-way mit Head Split", in einem Satz was gemacht wurde, Faeden ziehen nach 14 Tagen und bis zu 6 Wochen Fysio mit ggf. Lympfdrainage. Gut, die sind zur Zeit total unterbesetzt, aber trotzdem... ich werde, sobald ich wieder Rad fahren kann nochmal dorthin muessen um Roentgenbilder zum Vergleich abzuholen, und den Narkose- und Schmerztherapiebericht. Ob nach x Monaten nochmal Roentgen oder MRT-Aufnamen gemacht werden muessen um zu schauen wie es mit einer Nekrose aussieht? Keine Ahnung. Beschweren bringt da eh nichts. Wenn zuviele Leute krank sind gibt es halt keinen 5-Sterne Service.*

Ich mache Uebungen zuhause, ueberwiegend zur Mobilitaet (keine Rotationen), und hier habe ich riesige Fortschritte gemacht auch wenn ich nicht jeden Tag was tue wegen Schmerzen. Bei der letzten Fysio haben wir mal vorsichtig geschaut was geht: nach vorne schaffe ich schmerzfrei passiv fast 180 Grad und zur Seite etwas ueber 90. Wenn noetig kann ich die Haende in die Taille stuetzen und jemanden boese angucken 🤣 und das sieht auf beiden Seiten gleich aus. Ebenso koennte ich bend over rows machen wenn ich ein Gewicht nutzen duerfte, und auch da sehen beide Seiten gleich aus. Ich mache aber nur ganz minimaler Kraftaufbau und nichts Verruecktes, auch wenn die Verlockung gross ist. Also schauen wie hoch ich in kleinen Schritten an der Wand oder einem aufgehaengtem Seil komme, und dann ebenso langsam wieder runter. Es wird wohl noch eine ganze Weile dauern bis das wieder geht. Immerhin kann ich zur Zeit nicht ins Buero fahren und mache 100% Home Office 😆

Und ja, ich bin hypermobil. Habe im Allgemeinen eigentlich keine Probleme mit Subluxationen, ausser ich kann diese unbewussten kleinen Bewegungen nicht machen, oder ich dehne und massiere mich zuviel. Bei einigen aelteren Leuten mit EDS uebernehmen die Muskeln irgendwann die Funktion der nutzlosen Sehnen und Baender, und solange diese verspannt sind geht nicht mehr soviel schief. 😬

* ich habe mich aber beschwert, dass meine potentielle Muskelerkrankung nicht als Risiko aufgenommen wurde. Selbst wenn ich im Schritttempo jogge bin ich nach dem Aufwaermen an oder ueber dem aeroben/anaeroben Uebergang. Und ich jogge seit 8 Jahren. Wenn ich ab 30 Minuten massenweise Glucose esse kann ich einen Halbmarathon laufen, ansonsten ist nach maximal 60 Minuten ganz langsam Laufen Schluss. Beim Radfahren gerade so ueber Alltagstempo nutzt mein Koerper auch nur Glucose als Energiequelle. Wie das vor einer OP, mit eh schon niedrigen Glycogenvorrat weil Einkaufen und Kochen nicht moeglich, Schlafmangel, frieren und Schmerzen aussieht weiss ich nicht, aber die haetten mir am OP-Tag Glucose i.v. in der langen Wartezeit von 6:00-12:00 geben und mich nach der OP besser mit Essen versorgen muessen. Aber ja, ich habe noch keine Diagnose und jeder Mensch kann man ein paar Stunden lang fasten. Seuftz.

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Hallo
dafür, dass die OP noch keine 4 Wochen her ist - ist das ein super Erfolg.
Mach aber erstmal nicht mehr und bleibe dran, dich assistiv in dem Rahmen bewegen zu können.
Also mit Unterstützung.
Wegen der kleinen Bewegungen in der Nacht sollte da nichts brechen oder kaputt gehen.
Das eher wenn du zuviel in zu kurzer Zeit willst.
Bei Knochen hast du die magische 6 Wochen Grenze - solange braucht es durchschnittlich bis ein Knochen wieder verheilt ist.
Danach können wir über Aktivität reden - nur nicht zu früh, zu schnell steigern.

HomeOffice ist für solche Geschichten wunderbar.
Fahrrad fahren draußen wird noch dauern, dann lieber Freunde fragen.
Wobei diese Bilder erstmal garnicht so relevant sind.
Wichtig wäre ein NBS - wenn es keines gibt, wäre die Devise - alles was möglichst schmerzarm möglich ist.
Wenn du die Schmerzen auch mal vergisst ist das sehr gut, muss sich ja nicht rund um die Uhr um Schmerzen gehen, das macht einen ja wahnsinnig!

Joggen würde ich jetzt sowieso erstmal unterlassen - lieber Spaziergänge und Entspannungssachen - evtl mal meditieren, Mittagsschlaf, ausreichend trinken, genug schlafen, Calciumreiche Ernährung und man könnte an eine supplementierung von Vitamin D denken - da dies dem Calcium hilft aufgenommen zu werden und im Winter gibt es davon eh zu wenig.
Alles andere würde ich angehen wenn die Schulter heil ist.
Mit der Ernährung komme ich da noch nicht ganz hinterher - aber immer erstmal Fokus auf eine Sache.
Dann das nächste.

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Hallo Jan,

Juhu, den Massagepunkt, den du mir gestern genannt hast habe ich auf einem Triggerpoint Poster gefunden, zusammen mit einigen anderen interessanten mit denen ich mal etwas experimentieren werde. Dieser eine Punkt tut tatsaechlich sehr gut!

Und ja, die Massage/Lympfdrainage heute hat total geholfen. Dann gehe ich tatsaechlich mal davon aus, dass mein Problem vor allem verkrampfte Muskeln und leicht eingeengte Nerven sind. Und die Bizepssehne scheint ziemlich genau in der Naehe des Head Splits zu liegen. Damit duerfte dann auch der Schmerz erklaert sein, und ich werde in der naechsten Zeit doch wieder etwas mehr den Arm beim Gehen abstuetzen um der Sehne etwas mehr Ruhe zu goennen. Puh, danke nochmals. *verwuenscht ihr Hirn fuer diese bloeden Panikgedanken*

 

So, mal schauen wie die Heilung weitergeht.

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Ok, nach dem ganzen Ausheulen (darf ja auch mal sein, oder?) habe ich ein paar spezifische Fragen. Ja, Fragen kommen immer spaeter. Ich bin einfach totmuede und kann nicht richtig nachdenken.

Wie saehe denn ein typischer Behandungsplan aus bei einer proximalen Humerusfraktur rechts, 4-way, headsplit anterior mit ahnaengigem Tuberculum minus? Ich habe gestern und heute versucht eine Antwort vom Krankenhaus zu bekommen. Die Antwort war: "tja... keine Ahnung. Das machen wir glaube ich nie". Abgesehen vom vorlaeufigen, sehr knappen Arztbrief mit mehreren Rechtschreibfehlern habe ich nichts. Der 'echte' Arztbrief ist auch noch nicht fertig. Die OP war am 9.12. Argh.

 

Desweiteren steht dort noch: krankengymastische Beuebung funktionelle und schmerzadaptiert ohne Belastung des Armes fuer insgesamt 6 Wochen" Ich kann mir das ohne Belastung nicht so ganz vorstellen. Wenn ich die Schulterblaetter zusammenziehe um das GEnlenk weiter zu oeffnen kann ich mich auf dem Bauch auf den Boden legen, verletzter Arm nach vorne und am Ellenbogen abgewinkelt. Das ist so ziemlich das am wenigsten belastete und passieve was ich zuhause hinkriege. Ausser meine Vorstellung von "Belastung" ist falsch. Kraft habe ich jedenfalls absolut nicht. Arm abgewinkelt hochheben ist absolut nicht drin. Ich glaube, mir fehlt einfach die richtige Vorstellung was man an diesem Punkt koennen sollte.

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Hallo Miko,
klar - einmal aufregen hat jeder frei - wenn es hilft und man danach motiviert weiter an sich arbeitet :)

 

Es ist kein großes Nachbehandlungsschema aber man muss damit arbeiten was man hat.
Wenn da steht Beübung ohne Belastung für 6 Wochen heißt es genau das - 6 Wochen lang sollst du den Arm nicht benutzen.
Dafür bekommt man i.d.R. auch eine Gilchchristschiene die den Arm fixiert.
Manchmal bekommst du auch eine Motorschiene dazu, die den Arm in einem festgelegten Radius durchbewegt.
Das macht dann auch dein Physiotherapeut. Der Arm wird beweglich gehalten, die Muskeln drum herum entspannt und je nachdem ein paar Lymphabflussgriffe wenn noch ein großes Hämatom ist.
Zuerst bewegt man den Arm seitlich und nach vorn bis 90° - ab der 4-5. Woche wird darüber hinaus bewegt - Rotationsbewegungen fangen auch erst spät an, 6 Woche ca.
Irgendwann wird der Arm dann mithilfe deiner Kraft bewegt und der Therpeut führt ihn.
Nach 6 Wochen sollte der Arm sich langsam wieder von allein bewegen lassen und ab da an, wird schmerzadaptiert funktionell geübt.
Und dann hast du viel Zeit zum üben - dann sollte es Schritt für Schritt besser werden.
 

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Danke Jan,

die Motorschine bekam ich halt nicht. und die Gilchristschiene verursachte starke Gelenkschmerzen. Aber gut.

 

Ich bin jetzt bei Woche 5 nach der OP und werde steifer und steifer und fast alle Bewegungen kommen aus der Schulter. Und das bereitet mir halt sorgen. Mir fehlt irgendwie die dritte Hand um einerseits selber eine Bewegung halbwegs passiv auszufuehren, aber andererseits die Schulter ruhig zu halten. Mein Koerpergefuehl ist halt einfach nicht sehr gut. Kraft absolut nicht vorhanden, und wird auch nicht besser. Aber das ist vielleicht noch zu frueh.

 

Dazu kommt, dass ich jetzt nur noch 1x/Woche Physio habe und irgendwie scheint das meinem Gefuehl nach nicht zu reichen. Wie oft sollte Physio gemacht werden? Ich wohne zwar in einer gerade so Grossstadt, aber alle Physios die ohne Auto oder Fahrrad erreichbar sind sind total ueberlaufen und mehr Termine sind nicht drin.

 

Dazu habe ich immer noch viel zu starke Schmerzen. Ich hatte erst 2 Wochen nach der OP , vor Weihnachten ueberhaupt eine Schmerztherapie (alles was probiert wurde wirkte nicht), und erst seit gestern eine womit ich auch mal mehr als 3.5 Stunden in Ruhe schmerzfrei bin. Alle Uebungen sind so unglaublich schmerzhaft, und ich fuerchte, dass meine Nachbarn irgendwann genug von mir haben. Dazu immer noch unglaubliche Muskelschmerzen und eingeklemmte Nerven (so fuehlt sich das an). Hier hilft zwar Magnesium, aber auch nur maximal 4 Stunden lang.

Ich habe mir fuer die naechste Physiorunde morgen ein paar Fragen aufgeschrieben, zu mehr Physio, Uebungsaufbau, Rotationen erst ab Woche 6, wie und was mit Kraft, usw.

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Also etwas Schmerzen sind ja in Ordnung.
Wenn das jetzt aber ein dauerhafter Ruheschmerz ist, ist vielleicht auch was eingeengt und kann nicht richtig arbeiten.
Kann die Physiotherapie ja mal durchprüfen - wenn denen was komisch vorkommt, wirklich nochmal zum Chirurgen und KontrollMRT machen.
Ja, 2x / W wäre wirklich hilfreich.
Dass dir die dritte Hand fehlt glaube ich vollkommen.
Das geht vielen in der Zeit so.

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Danke nochmals. Ich werde den Schmerz heute nochmal ansprechen. Vielleicht habe ich beim Sturz doch mehr kaputt gemacht als ich dachte. Der Schmerz sitzt leicht am Unterarm und zieht staerker in den Daumen entlang der Handinnenseite, und war schon in der Notaufname anwesend. Am Schulterblatt, nicht wirbelsaeulennah sondern ein paar Finger breit unterhalb der Schulterblattgraete, unter dem BH-Schultertraeger habe ich furchtbare Muskelschmerzen. Vielleicht kommt das irgendwie davon, auch weil Magnesium zu helfen scheint. Ich frage auch mal ob es moeglich ist eine richtige, lange Massagesession zu kriegen, oder falls es das in Deutschland echt nicht gibt (hier im Ort nur Thai Massagen), vielleicht Ostheopathie?

und juhu! Ich glaube die Beweglichkeit funzt doch, ohne die Bewegung aus der Schulter zu machen.

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Wenn du auch Probleme in der Wirbelsäule hast, sollte die sich auf jedenfall auch angeguckt werden.
Der Physio kann das testen, der Arzt könnte ein MRT machen.
Denn ja, da könnte auch ein Nerv eingeklemmt sein oder da ist was anderes dem Nerv im Weg.
Möglicherweise auch eine HWS Problematik.
Wenn ich Schulterpatienten bekomme, teste ich immer zuerst den Hals.
Sich medizinisch durchkneten zu lassen sehe ich nicht als Lösung an, wir haben hier einen Kollegen der schwört auf Tiefenmassage.
Es gibt auch die möglichkeit eine KMT (klassische Massagetherapie) sich verschreiben zu lassen, das machen aber meist die Kollegen die frisch ausgelernt haben und sich ausprobieren können.
Wir bieten sowas z.B. garnicht erst an.

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  • 2 weeks later...

Danke,

ich bin inzwischen ueberzeugt, dass das Problem eine Sehne oder Muskel ist. Manchmal wenn ich dehne fuehle ich einen scharfen, oberflaechlichen Schmerz in der Schulter nahe dem Schluesselbein. Wenn ich nicht sofort stoppe gibt es ein Gefuehl, welches sich anfuehlt als ob ein Gummiband losgeschossen wird, meine Nachbarn hoeren dass ich zuhause bin denn das schmerzt dann echt ziemlich, und dann ist der Schmerz nahe dem Ellenbogen und in den Fingern verschwunden. Und je beweglicher ich werde, desto schwieriger wird es dieses zu tun. Bis jetzt noch keine Loesung hierfuer gefunden ausser: tja, das muss einfach alles erstmal abheilen und die Beweglichkeit wieder hergestellt werden. Nur dumm, dass dieses die Effektivitaet vieler Uebungen in Frage stellt weil erst der Ellenbogen schmerzt bevor ich dieses, z.B. um die Rotation die man zum BH oeffnen braucht auch in der Schulter fuehle.

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    • Hallo Chandra. Was hast du denn für eine Muskelerkrankung wenn Ich fragen darf? Falls der N.radialis irgendwo komprimiert wird sollte dieser auch entlastet werden. Muskelauftrainieren um den Nerv zu entlasten gibt keinen Sinn, da der Nerv ja oft auch von Muskeln komprimiert wird und diese eher entspannt werden sollten. Das ist aus dem Stehgreif etwas schwierig da wir nicht wissen  was die Nervenirritation verursacht. Im Bereich zwischen HWS und Nacken gibt es aber Engstellen die evtl. den Nerv radialis komprimieren. Da würde Ich ehrlich gesagt einfach mal Wärme draufpacken. Ansonsten wirst du dich bis zur Physio etwas gedulden müssen.
    • Das sehe Ich genauso wie der Gianni. Die Segmente unten drunter könnten eine Instabilität entwickelt haben oder /und Blockaden der WIrbelkörper C5-C7. Beides könnte zu Taubheitsgefühlen im Arm führen. Die Praxis zeigt aber daß es sich oft um ein Multifaktorelles Geschehen handelt. D.h. das mehrer Ursachen für die Beschwerden zusammen kommen. Ich könnte mir z.b. auch ein TOS (Thoracid Outlet Syndrom) vorstellen. Das ist ein Engpaßsyndrom wo Nerven durch mehrer Strukturen zwischen HWS und Schulter komprimiert werden. Vorallem die seitliche Halsmuskulatur (Mm.scaleni) und die 1.Rippe kämen dafür in Frage. Das interessante ist daß diese beide an der HWS dranhängen. Somit könnte man wieder auf einen Zusammenhang mit der HWS versteifung schließen. Das Ausstrahlen in den Armen und Schulterpartien könnte auch von Triggerpunkten kommen. Das sind Schmerzpunkte in den Muskeln die ausstrahlende Schmerzen verursachen. Da wäre eine Rezept am besten mit einer Manuellen Therapie das beste. Ein Physiotherapeut sollte das ganze mal untersuchen um dann der Ursache auf den Zahn zu fühlen
    • Guten Abend Nik! Also Ich bin da aufjedenfall bei deinem Osteopathen daß Ich keinen Muskelaufbau im Nackenbereich machen würde wenn keine Instabilität besteht. Das würde deine  Muskeln am Hinterhaupt/Halsbereich noch weiter verspannen. Dein Osteopath hat ja hier schon eine Verspannung festgestellt. Eine Benommenheit kommt meiner Meinung nach schon von einer Irritation der Arterie Vertebralis, und kann durchaus von eine Verschiebung des Atlas kommen. Dabei muss der Atlas nicht nur seitlich verschoben sein sondern kann z.b.  auch nach vorne verschoben sein. Daß du bei einer Atlasverschiebung querschnittsgelähmt sein kannst. die Aussage von deinem Orthopäden kann Ich ehrlich gesagt nicht nachvollziehen und finde Ich etwas übertrieben. Außer es gibt da eine Instabilität in der HWS durch z.b. ein Schleudertrauma wo eine Quetschung des Rückenmarks droht, eine sog. Myolopathie. Das dürfte bei dir aber nicht der Fall sein. Übrigens hat ein Rezept für Krankengymastik nicht immer etwas mit Gymnastik zu tun. Hier kann der Therapeut im Prinzip alles machen  was er laut seinem Erstbefund zur Linderung deiner Symptome führt. Das können auch passive Maßnahmen sein, z.b. Weichteilttechniken an der Muskulatur oder Mobilisationen von Wirbelkörper wie der Atlas (1.Halswirbelkörper). Da kommt es immer drauf an wie der Atlas verschoben ist um ihn zu korigieren. So kann er verdreht sein, zu einer seite verschoben oder nach vorne oder hinten verschoben sein. Das muss man durch spezielle HWS tests herausfinden. Ob der Atlas zur Seite verschoben ist kannst du sogar selbst herausfinden und dich ggf. damit behandeln. Das sieht so aus. Kuck dir vorher bitte ein Bild aus Googel Bilder an wo der Atlas abgebildet ist.   Seine Querfortsätze (QF) befinden sind zwischen Kiefergelenke und einem Knochenvorsprung am Schädel dem processus mastoideus(PM) Du sitzt auf einem Stuhl und stützt die Ellenbogen auf einem Tisch ab. Die Zeigefinger (ZF) ertasten nun gleichzeit links und rechts an deinem Kopf die QF. D.h. die ZF gehen hinter das Ohr in dem Raum zwischen Kiefergelenk und dem PM (Bitte Bilder anschauen zur Orientierung). Nun trifft die Fingerspitze direkt auf dem QF. Bei einer Verschiebung spürst du daß du an einer Seite tiefer in den Raum kommst wie auf der anderen Seite. Kommst du z.b. mit dem Linken ZF tiefer rein wie rechts ist der Atlas nach rechts verschoben. Nun könntest du z.b. mit dem linken ZF druch auf dem QF nach rechts geben. Verstärken sich die Symptome wie Benommenheitsgefühl >>BINGO. Du schiebst quasi den Wirbel weiter in die Fehlstellung also müssten die Symptome provoziert werden. Umgekehrt müssten sich deine Beschwerden verbessern wenn du in dem Beispiel mit deinem rechten ZF nach links auf dem QF drückst.   Also, Ich hab mich da mal schlau gemacht. Es gibt da z.b. die Therapie Atlantomed mit einem Vibrationsgerät um den Atlas zu korregieren. Die Kosten stehen in keinerlei Relation, auch wenn es mit 75 Minuten angegeben wird. Die 1.Sitzung wären 180 euro alle weiteren kosten jeweils 120 euro. Ich find das ist ein Batzen Geld. Außerdem über eine Stunde den Atlas zu behandeln ist einfach zu lang.  Normalerweise besteht eine Behandlung aus einer kombinierten Anwendung von Weichteitltechniken für die umliegende Halsmuskulatur und Techniken um den Atlas zu korrigeren. Ein Osteopath z.b. würde sich auch immer ankucken warum der Atlas verschoben ist. Das wiederum kann verschieden andere Gründe haben wie zb. Eine Blockade am ISG gelenk oder länger zurückliegende Op, altes Sprunggelenkstrauma ect.  Ein Atlastherapeut würde sich solche Zusammenhänge nicht anschauen da er nur für den Atlas geschult ist. Das Problem ist daß du als Laie nicht weißt ob der Atlas wirklich deine Beschwerden verursacht oder etwas anderes. Trotzdem musst du aber für diese Behandlung zahlen. Ein ganzheitlicherer Ansatz wäre aufjedenfall ein Osteopath oder Physio mit MT-Zusatzausbildung, die einen globaleren Blick dafür haben. Das ist einfach zu viel Geld daß einem aus der Tasche gezogen wird da selbst ein Osteopath für eine Stunde nicht mehr wie 80 euro verlangt. So ist es zumindest in unserem Umkreis. Da werden hilflose Patienten gekötert mit einer anscheinend einzigartigen Therapie. Dabei kann oder sollte  auch ein Physiotherapeut mit einer Zusatzausbildung in der Manuellen Therapie. eine Fehlstellung feststellen könne und Ihn korrigeren können.  Das ist Bestandteil jeder MT Ausbildung. Aufbauend dazu gibt es auch Physios die sich auf das Kiefergelenk und Behandlung des Atlas spezialisiert haben.    

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