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Helfen diese Übungen bei Schulterenge?

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Geschrieben

Hallo,

 

z. B.

 

- aktives Hängen, um den Platz zwischen Schulterdach und Oberarmkopf zu vergrößern

- passives Aushängen, um den Platz zwischen Schulterdach und Oberarmkopf zu vergrößern

- Farmer's Walk, um den Oberarmknochen nach unten zu ziehen, damit mehr Platz zwischen dem und dem Schulterdach entsteht

- Schulterheben/Shrugs, um den oberen Trapez zu trainieren, damit dieser das Schulterdach anhebt und damit mehr Platz zwischen diesem und dem Oberarmknochen/-kopf entsteht

 

Was sagt Ihr Profis dazu?

 

Evtl. andere und bessere Übungen?

 

Danke.

 

 

 

 

 

 

Geschrieben

Guten Abend Anni! Warum möchtest du denn den Raum unter dem Schulterdach und Oberarm vergrößern? Hast du Beschwerden? Es ist so, den Raum unter dem Schulterdach vergrößern macht man wenn ein sog. Impingmentsyndrom vorhanden ist. Hier wird die sog.Supraspinatussehne quasi ab 90 Grad Schulterbewegung zwischen Oberarmkopf und Schulterdach eingezwickt. Auch eine Schleimbeutelentzündung kann zu einem Impingmentsyndrom führen. Auch hier ist die Ursache häufig weil zu wenig platz ist. Wenn du aktuell dieses Impingmentsyndrom hast dann sind die ersten beiden Übungen nicht förderlich. Das Aushängen wäre ja genau die Position die den Schmerz provoziert. Es gibt zwar den sog. schmerzhaften Bogen wo sich bis 90 grad schmerzen verstärken und ab 90 grad die schmerzen wieder erträglicher werden. Aber man  muss  ja an dieser Stelle erst vorbei so daß es immer wieder zu Reizzuständen der Supraspinatussehne kommt. Außerdem wäre dies nur eine Symptomatische Herangehensweise und hat keinen Dauerhaften Effekt. Das Aushängen verursacht zwar ein Traktion wo der Raum kurzfristig erweitert wird. Aber wenn dann ist eine Traktion unter 90 grad zur Entlastung bei Schmerzen sinnvoller. Hat man nun keine Beschwerden oder kein Impingmentsyndrom dann braucht man den Raum unter dem Schulterdach eigentlich auch nicht erweitern. Der Farmerswalk ist natürlich genau das selbe wie oben nur daß nicht dein Körpergewicht an der Schulter zieht sondern die Gewichte den Schulterkopf nach unten. Hier gilt ebenfalls. Möchte man den Raum zwischen Schulterkopf und Schulterdach erweitern weil man ein aktuelles (muss nicht akut sein) Impingmentsyndrom hat, sind diese Übungen nicht zu empfehlen. Oft ist es dann auch so daß die Supraspinatussehne ja auch verletzt ist. Kommt nun noch ein starker Zug drauf, der den Arm und Schulterkopf nach unten zieht dann kommt auch Zug auf die Supraspinatussehne die ja am Schulterkopf befestigt ist. Man kann sich vorstellen daß dies einfach nicht gut ist bei einer vorgeschädigten Struktur. Auserdem bei so großen Gewichten womit der Farmers walk ja durchgeführt wird ist die Gefahr einer Instabilitätsentwicklung der Schulter ein hohes Risiko da ein starker zug  auf die Bandstrukturen und Gelenkskapsel kommt.

 

Auch den oberen Trapezius zu trainieren muss Ich leider wiedersprechen und ist ebenfalls nicht sinnvoll. Der Trapezius, (oberer Teil) zieht nur den Schultergürtel nach oben aber nicht das Schultergelenk. Im gegenteil sollte dieser eher entspannt werden. Bei einem Impingmentsyndrom ziehen die Pat. oft ihr Schulter (Schultergürtel) nach oben, weil die reine Schulterbewegung ja schmerzt und sie ihren Arm nicht hochbringen. Schulterheben, also wo man mit Gewichten den Schultern richtung Ohr zieht würde Ich ehrlich gesagt überhaupt nicht machen. Auser man möchte einen Stirnacken wie Hulk bekommen 😄.  Für Bodybuilder ist dies natürlich sinnvoll aber geht es vermehrt um den Fitnessaspekt würde Ich diese Übung aus meinem Trainingsprogramm streichen.

 

So, jetzt fragst du dich was du eigentlich dann tun kannst wenn all diese Übungen nicht sinnvoll sind.

Nun, um den Raum zwischen Schulterdach und Oberarmkopf zu erweitern ist es am Besten bestimmte Schultermuskeln auch zu trainieren die den Schulterkopf nach unten ziehen und zentrieren.

 

Das wären v.a. die Außenrotatoren des Schultergelenkes. Ist das Impingmentsyndrom nicht mehr akut oder man möchte vorbeugend was tun kann man natürlich auch über 90 grad arbeiten.  z.b. am Seilzug oder mit kurzhandeln und den Arm diagonal von der hüfte zur gegenüberliegenden Schulter mit gestreckten ellenbogen. Am schluss muss der Daumen nach hinten zeigen für die aktiviereung der Ausenrotatoren. Training des Latissimus. Wobei es hier mittlerweile wiedersprüchliche Meinungen gibt. Manche meinen daß ein Anteil  dieses Muskels das Schulterblatt wieder nach Ausen rotiert wobei der Raum wieder enger wird. Ob das wirklich so ist müsste man mal recherchieren und sich mal genauer damit beschäftigen. So sind es nur Mutmaßungen. Übungen für die Ausenrotatoren findest du zahlreiche auf youtube.😉

 

 

 

Geschrieben

Lieben Dank.

 

Ja, es ist so, dass ich zzt. eine Schulterenge bzw. Impingement habe.

 

Da habe ich anatomische Pfeife mit den Übungen wohl voll daneben gelegen!? ;-)

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    • Hallo Japanworm, Ich kann mir vorstellen daß das ziemlich belastend für Dich ist. Gerade als Sportler was ja deine Leidenschaft ist. Hyaloron ist völliger quatsch da die Problematik ja nicht das Kniegelenk ist sondern die Kniescheibe. Bei Chondropathia patella können mehrere Sachen mit reinspielen. Ganz wichtig daß sich deine Beinachse angeschaut wird. X-oder O beine wirken sich negativ auf die Mechanik deiner Patella aus. Dann solltte deine Kniescheibe und Patella auf Instabilitäten untersucht werden. Häufig kommt es nämlich vor  daß die Patella zu beweglich ist und diese schneller verschleißt oder gerade deshalb auch Schmerzen verursacht. Dein Quatriceps kann verkürzt sein und erhöht somit den Anpressdruck auf das Knie. Da wäre Dehnungen sinnvoll. Wo Ich sehr gute Erfahrungen gemacht habe ist eine Kinesiotape anlage der Kniescheibe. HIer hat man sofort eine gute Entlastung. DAs ist zwar nur eine Symptombehandlung aber primär geht es ja auch um Schmerzlinderung. Du siehst also das ganze kann ziemlich komplex sein. Deshalb ist ein Rezept für Physiotherapie um das von den Kollgen anschauen zu lassen. 
    • Hallo,   ich bin Mitte 40, schlank (fast untergewichtig), sehr sportlich. Meine Hauptsportarten seit Jahren: Tanzen und Wandern Nebenbei noch mein täglicher Spaziergang - das ist mein Mindestmaß an Sport, selbst wenn ich krank bin.   Ich ernähre mich extrem gesund, verzichte weitestehend auf Zucker, rauche nicht, trinke nur zu besonderen Anlässen Alkohol. Also eigentlich alles wie im Bilderbuch.....   Aber ich habe immer mal wieder leichte Knieprobleme und die häufen sich in letzter Zeit. Vor 20 Jahren war ich wegen knirschenden Knien beim Orthopäden. Der hat das abgewunken. Vor 10 Jahren war ich wegen Knieschmerzen beim Orthopäden, MRT hat Chondropathie Grad 1-2 angezeigt. Aber er hat nichts dazu gesagt ....   Jetzt habe ich in BEIDEN Knien Grad 3-4. Was mich am meisten schockt, im linken Knie hat ein MRT vor 1,5 Jahren noch Grad 1-2 gezeigt, also es schreitet auch noch viel schneller voran als gedacht.   Letzte Befunde zusammengefasst: Patella alta retropatellare Chondropathie Grad 1–2 (früher) später Grad 3–4 lateral/kaudal Plica Hoffaitis sonst normale Stellung der gelenkbildenden Strukturen   Mein Orthopäde meinte, meine Knie seien viel älter als ich.... Er faselte was von Hyaloronspritzen und ggf. minimalinvasivem chirurgischen Eingriff.   Ich sehe aber momentan nicht, wie das helfen soll. Ich bin zum Glück die meiste Zeit immer noch schmerzfrei und hab vollen Bewgungsumfang. Vor allem mein linkes Knie zickt immer mal wieder rum, gerne mit Hoffaitis und leichten Schmerzen, aber das ist meistens nur kurzfristig.   Da das bei mir ja ganz offensichtlich ein mechanisches Problem ist, würden OP oder Spritzen nicht viel helfen, denn die Mechanik würde ja nach kürzester Zeit wieder alles zerstören oder sehe ich das falsch?   Ich habe zum Glück eine Überweisung zur Physio bekommen. Jetzt muss ich nur schauen, dass ich die richtige Auswahl treffe. Ich brauche jemanden, der die Problematik versteht, meine Beinachse genau anschaut, meine Hüfte, ich kann mir gut vorstellen, dass mein Knick-Senk-Plattfuß da auch noch mit reinspielt und dann mir hoffentlich entsprechende Übungen zeigt, die ich machen kann und darf, die die Problematik nicht weiter verschlimmern, sondern die Mechanik verbessern und die Muskulatur aufbauen. Ich brauche nur wirklich professionelle Anleitung, weil ich Angst habe, v.a. bei Muskelaufbau, dass ich die falschen Übungen mache oder falsch ausführe und so das bißchen Restknorpel sich dann auch gleich noch verabschiedet.   Ich denke, bei einem Unfall machen operative Eingriffe mehr Sinn, weil ja nicht davon auszugehen ist, dass sich der Knorpel dann wieder verabschiedet. Aber wenn die Mechanik nicht stimmt .....   Für mich ist Bewegung alles. Ich habe und hatte noch nie Hobbies, die nichts mit Bewegung zu tun haben, wäre also ein Alptraum, wenn ich das nicht mehr ausüben könnte. Zum Glück hab ich keine Leidenschaft für Skifahren, Fußball, Volleyball usw. ... aber Wandern und Tanzen muss weiterhin drin sein. Kniebandagen habe ich bereits und setze sie ein, wenn ich das Gefühl habe, meine Knie brauchen Unterstützung, v.a. auch bei bergab wandern, aber da kommen auch noch zusätzlich Stöcke zum Einsatz. Beim Wandern hab ich (bis jetzt) eigentlich nie Probleme gehabt.   Was ist eure Einschätzung und könnt ihr mir irgendwas mit auf den Weg geben?  
    • hallo, ich habe meine Laufschuhe gewechselt. davor hatte ich Sneaker von Adidas, jetzt Joggingschuhe mit besserer Dämpfung von Asics. Am Dienstag ging ich joggen, und nach 25 Minuten hatte ich ein leichtes Problem in der Wade, bin dennoch joggend zurückgekehrt (25 Min.), mäßiges Tempo. Heute ging ich wieder joggen. Da ich kein Problem spürte, dachte ich mir nichts dabei. Aber bereits nach 10 Minuten war wieder ein leichter Schmerz da. Das Problem besteht ca. 30 cm oberhalb der Sohle, mittig im Unterschenkel. Was ist das vermutlich, und was kann ich tun? Kühlen oder eine Salbe, und welche Salbe? Welche Bewegungen kann ich machen, um das heilen zu lassen? Die Joggingschuhe habe ich gebraucht gekauft, in einem guten Zustand. Ich habe mich keineswegs unwohl mit den Schuhen gefühlt. Die Sohlen sind ganz normal geformt.

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