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Dehnen bei Sehnenentzündungen!? Hilfreich oder kontraproduktiv?

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Geschrieben

Guten Morgen,

 

wenn man z. B. eine Entzündung der langen Bizepssehne hat, soll man diese dehnen. 

 

Aber inwiefern ist das hilfreich?

 

Ist das nicht eher kontraproduktiv und kann sogar zu einem Riss führen?

 

Liebsten Dank.

 

LG

Geschrieben

Guten Morgen Amelie,
da kann ich dich beruhigen. Sehnen reißen im Allgemeinen nicht so schnell, wenn du nicht gerade über 70 bist oder sie angerissen ist!
Zunächst sollte man wissen warum es zu dieser Entzündung gekommen ist. Die Ursachen dafür sind häufig Überlastung durch Sport, in Folge eingelernten Fehlbewegungen oder eines Traumas. Auch anatomisch bedingte Engstellen können dafür verantwortlich sein.
Mit Dehnungen würde ich allerdings vorsichtig sein. Das bringt meiner Meinung nach nicht viel und kann sogar kontraproduktiv sein.
Eine Entzündung bringt man am ehesten mit entzündungshemmende Medikamente (Tabletten, Salben) und/oder durch Mehrdurchblutung des Gewebes (Hyperämie). Ich habe dir mal ein Infofilm rausgesucht:
https://www.youtube.com/watch?v=8rpQLz3gpIQ

 

Geschrieben

Hallo Gianni, danke für die Infos. 3 Nachfragen zu dem Infofilm:

1 Wie oft darf man das mit dem Ball machen? Nicht, dass man eine Sehne "abfriktioniert"!

2 Bei dieser Therabandübung bleibt die Schulter stabil hinten?

3 Da wird ja auch eine Dehnübung gezeigt. Was ist an der anders im Vergleich zu der typischen Dehnübung im oder am Türrahmen?

Und: wenn jetzt Ibu und Diclo an Tabletten nichts gebracht haben, weil man ständig Belastung an der Sehne hat, bringt dann die Salbe überhaupt was? Kann die Salbe so tief ins Gewebe bis zur und in die Sehne eindringen? Ich muss zzt. wieder öfter unser Baby tragen, habe also ständig Belastung auf denselben Sehnen. 

Geschrieben
vor 4 Stunden schrieb Gast Amelie:

Da wird ja auch eine Dehnübung gezeigt. Was ist an der anders im Vergleich zu der typischen Dehnübung im oder am Türrahmen?

...ich konnte leider den Abschnitt mit den Dehnungen nicht rausschneiden 🙄. Es ging mir hauptsächlich um die Friktionen bzw. Triggerpunkt- und den Eisbehandlungen um eine Mehrdurchblutung zu erzeugen.

vor 4 Stunden schrieb Gast Amelie:

wenn jetzt Ibu und Diclo an Tabletten nichts gebracht haben

...das hatte ich vergessen zu erwähnen. Man darf nicht zu wenig auftragen. Am besten machst du dir einen Salbenverband. D.h. dick auftragen, nicht einreiben, nur leicht verteilen und dann entweder mit einer Frischhaltefolie oder einem nichtsaugenden Vlies einbinden. Ich würde aber dir eher die "PROFF-Salbe" empfehlen, die ist nicht so aggresiv auf der Haut. Mach das aber über Nacht, wenn der Arm Ruhe hat!

Geschrieben

Zu 1. Mach das ruhig 2x mal täglich.
Zu 2. Die Schultern müssen unten bleiben, das ist wichtig, um Ausweichbewegungen zu vermeiden. Ich würde das entweder mit dem Rücken zur Wand oder in Rückenlage machen, da kannst du auch vom Rücken weniger ausweichen.

Du musst dir bei allen Maßnahmen vor Augen halten, dass eine Entzündung sehr langwierig und hartnäckig sein kann. Das ist selten in einer Woche vorbei. Das kann schon mal 4-6 Wochen dauern.
Also durchhalten und diszipliniert sein. Warst du schon beim Arzt?

Geschrieben

...damit geht´s natürlich schneller. Allerdings sollte man das höchstens 3x in Jahr spritzen, sonst wird die Sehne spröde und neigt eher zu reißen! Du kannst das machen lassen wenn die Entzündung sehr hartnäckig ist. Ansonsten würde ich dir die etwas milderen Methoden, wie besprochen empfehlen.

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Gast
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  • Beiträge

    • Gast Louis
      Hallo,   es wurde per MRT diagnostiziert, dass ich in einer Schulter diverse chronische Tendinopathien habe (Bizepssehne, Infraspinatussehne und Supraspinatussehne). Befund und Bilder sind auf digitalem Wege vom Radiologen an den Orthopäden geschickt worden und habe ich selbst nicht.   Ich solle isometrische Übungen machen, dann mehr oder weniger dieselben Übungen nur schwer und leicht (Heavy slow resistance training) und dann solle ich übergehen ins Plyometrische, Explosive. Da ich mich ja mit Training auskennen würde, schickte er mich wieder nach Hause und ich könne das alles ja googeln. Ich war so vorn Kopf geschlagen, dass ich erst zu Hause realisierte, dass er mir ruhig ein Rezept auf Physiotherapie hätte ausstellen können.   Nun kenne ich mich zwar grundsätzlich mit Training aus, bin aber nur ein "Pumper" und mit "Sehnentraining" und so kenne ich mich nun auch aus.   Jetzt habe ich mich schon dumm und dämlich gegoogelt und irgendwie nichts Brauchbares gefunden.   Welche isometrischen Übungen bieten sich denn bitte an?   Wie lange und wie oft sollte ein solches isometrisches Training gemacht werden? Wie lange muss eine Übung bzw. eine Position einer Übung gehalten werden, dass es effektiv ist?   Nach wie vielen Tagen oder Wochen kann ich zu diesem Heavy slow resistance training übergehen?   Und wann darf, sollte ich explosive Übungen machen?   Ist während der jeweiligen Phasen nichts anderes erlaubt, also z. B. während der isometrischen Phase keine normalen Klimmzüge oder Liegestütze?   Wobei z.  B. Klimmzüge oder Latzug und Liegestütze sich ja auch als isometrische Übungen eignen, oder?! Nur, in welchen Positionen dann jeweils halten? In der untersten, mittlersten und obersten Position?   Ist diese Halo-Übung beidhändig mit einer Kettlebell oder mit einer Kurzhantel einhändig je um den Kopf herum eine gute Übung für alle beteiligten Sehnen der Rotatorenmanschette und eignet sich besonders als schwere und langsame Übung?   Danke Euch.   LG PS: Wäre super, wenn Ihr mir alle meine Fragen entsprechend beantworten würdet. Bin da zzt. ein wenig verloren. :-/ Danke!
    • Hallo zusammen, erstmal Danke für den Tipp mit Staffelstein und die Recherche über die Powerinsole. Ich habe letzten Freitag am 09.01. die Schmerztherapie im Klinikum Bamberg begonnen und um dort meine Schmerzen wirklich detailliert beschreiben zu können, bin ich extra Ende Dezember (2 Tage) und Anfang Januar (4 Tage) ohne Rücksicht auf Verluste wandern gegangen. Sprich wirklich stundenlang, weite Strecken, steile Berge hinauf, durch Schnee, über Fels usw. Verlieren konnte ich ja nichts dadurch. Schuhwerk waren immer dieselben Adidas Terrex. Und bin zu einer (neuen) Erkenntnis gekommen. Ich hatte grundlegend kaum bis gar keine Schmerzen dabei, was vor exakt 1 Jahr noch katastrophal dabei war. ABER: nur solange ich in steilem oder holprigem Gelände gelaufen bin. Sobald ich vor oder nach einer Wanderung zb in einem Supermarkt auf ebenem Boden stand, fingen die Schmerzen nach wenigen Minuten stehen an. Also im absoluten Ruhezustand wenn ich einfach nur da steh, auch zuhause, hab ich die meisten Schmerzen. Da zusätzlich die Übungen Wadenheben auf der Treppe, Wadendehnen an der Wand, Rollen über eine Eisenstange und 3 min auf den Füßen knien, die Schmerzen akut kurzfristig deutlich lindern, hab ich langsam das Gefühl dass das alles was mit einem Mix aus Durchblutung und der Bodenbeschaffenheit zu tun hat. Oder die Powerinsole hat vill wirklich irgendeinen Effekt, auch wenns nur Placebo ist. Bin gespannt auf eure Meinung als Profis dazu!  Zur Therapie: Ich muss ehrlich sagen dass schon stark auf Leute mit großen psych. Problemen und körperlichen Problemen zugeschnitten, die sich mit ihren Schmerzen längst abgefunden haben und dort nur noch lernen damit umzugehen. Eine Musiktherapie (liegen in einem Raum während ein Buch vorgelesen wird+Musik läuft), Psychotherapie, Gruppentherapie bringt mich mit meinen Füßen denke ich kaum weiter. Physiotherapie ist dort wenn überhaupt nur 1x täglich als Einzelbehandlung, aber mit Abstand das sinnvollste im Programm.  VG Freddy
    • ...na bitte, da steht doch alles drin was man braucht. Du hast quasi ein beginnender Knorpelschaden hinter der Kniescheibe, vermutlich durch eine Fehlstellung der Kniescheibe, die etwas zu weit nach außen steht. Hier wäre eine Kräftigung der Muskeln vorteilhaft, die die Kniescheibe mittig halten. Hier hast du ein Beispiel für Übungen... https://www.youtube.com/watch?v=eFsoX3GHxOU  

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