Frohe Weihnachten

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Gesundheit 24.12.2009
Frohe Weihnachten

Liebe Kollegen,

fast schon eine kleine Tradition ist es, dass ich mich zu Weihnachten hinsetze und etwas das vergangene Jahr revue passieren lasse. Übel oder? Ein ganzes Jahr schon wieder vergangen. Ich hör meine Großmütter im Chor sagen: "Die Zeit vergeht immer schneller" und bin zunehmend deren Meinung.

Was haben wir nicht alles erlebt in diesem Jahr. Bäumchen wechsel dich in der Politik allerorten, ein schwarzer US Präsident kommt ins Amt und ein Arbeitsminister muss wegen einem Bomenangriff zurücktreten – kurios. Wenn man genau hinschaut gibt es aber eigentlich nur 2 große Themen die das gesamte Jahr überschatteten: Wirtschaftskrise und Schweinegrippe (manchmal liegt das auch sehr nahe bei einander). Meine persönliche Meinung ist, dass es nie leichter war schlechte Zahlen zu verkünden, hätte ja alles noch viel schlimmer kommen können. Aber mal ehrlich, für mich hatte das außer dem Dauerthema in den Schlagzeilen wenig Bedeutung. Einiges ist billiger geworden, in ein paar Monaten zahlen sich die Manager ihre Boni einfach heimlich und was gutes für die Umwelt hats auch, wenn paar alte Autos weg kommen, wenn die Politik sich ja sonst schon nicht einig wird und Kopenhagen dazu nutzt mal 'ne Woche Ferien zu machen.

Ich habe übers Jahr mal einen Comedian gehört, der meinte, dass man bei den Finanzen schonmal genau hinschauen muss, denn so ne Bankenpleite und anschließende Verstaatlichung ist schließlich nicht so ne Lapalie wie ein Ski-Unfall. Ein Schelm, wer den Satz unkritisch hin nimmt.

Eine direkte Folge gab es in meinen Augen doch: wenn man von den Medien so oft aufgefordert wird über seine paar Kröten nachzudenken, dann gibt man sie auch bedachter aus. Leider hat das zur Folge, dass dies einige Unternehmen den Kopf gekostet hat, die vergessen haben sich nach den Bedürfnissen der Kunden zu orientieren.

Sprichwörtlich auf der Strecke geblieben ist Hannovers Torwart, bei dessen Trauerfeier erschreckend klar wurde, wie sehr die Medien, die daran sicher nicht unschuldig waren, viele Menschen zum Trauern anregten und doch sofort wieder zum Alltag übergingen ohne auch nur die kleinste Kleinigkeit der guten Vorsätze zu übernehmen. Oder hat euch der Name Robert Enke vorher etwas gesagt?

Jetzt stehen wir an der Schwelle zum nächsten Jahr und ich persönlich habe mir vorgenommen, mir da so wenig Gedanken darüber zu machen wie möglich. Es ist immer wieder unfassbar, wie wundersam die eigenen Füße auf Wege geführt werden, die man vorher nicht kannte oder nie beachtet hat.

Ich wünsche uns allen eine gesegnete Weihnachtszeit und einen guten Start in ein gesundes Jahr 2010.

Stephan Schmied



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