Gesundheit
Ursachen für Depression bei Jugendlichen
"Welt Online" berichtet über depressive Jugendliche in Europa. Laut einer Studie des Dresdner Psychologie-Professors Hans - Ulrich Wittchen und dessen führenden Forschern auf dem Gebiet der physischen Gesundheit sollen 38,2 Prozent der Europäischen Bürger unter Depressionen leiden. Das sind rund 165 Millionen Menschen.
Ganze 14 Prozent der gesamten Bevölkerung leiden unter Angststörungen, welches den häufigsten Grund für das physische Leiden bildet. Des Weiteren kristallisiert sich heraus, dass die Häufigkeiten der psychischen Leiden in allen EU - Staaten ähnlich sind. Laut dem "Deutschen Depressionsportal" sind allein in Deutschland 20 Prozent der Bevölkerung betroffen. Besonderes Augenmerk sollte dabei den Jugendlichen zukommen, da die Anzahl an Depressionen bei unter 18-Jährigen stark angestiegen ist. Laut Wittchen sogar fünfmal häufiger als früher!
Kritiker jedoch sehen dieser Studie skeptisch entgegen. "Das könnte der Pharma-Lobby so passen [...] Ich möchte mal wissen wer das Geld für diese 'Studie' gegeben hat", so ein Kommentar unter dem Beitrag der "Welt Online". Verständlich ist die Kritik an der Glaubwürdigkeit der Zahlen, da eine Depression, so Joachim Czischos auf dem Online Portal der "Wissenschaft Aktuell", bei einigen Patienten schwierig nachzuweisen sei. In wie fern diese Erkenntnis nun die Haltbarkeit der in der Studie genannten Zahlen angreifbar macht ist ungewiss und sollte jedem selbst überlassen bleiben.
Obwohl die Anzahl an Jugendlichen mit Depressionen drastisch zunahm, kann keine Verbindung mit dem Zuwachs an Gewaltbereitschaft hergestellt werden. "Bei depressiven Menschen besteht im Normalfall kein erhöhtes Risiko, dass sie Gewalt gegenüber anderen anwenden", so Psychologe Kai von Klitzling gegenüber "Focus.de". Auf die Frage ob Teenager häufiger unter Depressionen leiden, antwortete von Klitzling mit "Ja" und begründete dies, durch die hormonellen Prozesse sowie die körperliche und seelische Veränderungen, welche in der Zeit als Jugendlicher durchgemacht werden.
Trotz dieser Erkenntnisse ist es Problematisch depressiven Jugendlichen zu helfen. Das Problem sei, so von Klitzing, dass Depressionen schwer zu erkennen sind, da die betroffenen Jugendlichen keine Störfaktoren sind, und deshalb auch keine Aufmerksamkeit auf sich ziehen.
Doch was dies für Folgen haben kann ist den Meisten unbewusst. In einem Artikel zu Depressionen der "Webizin" wird erklärt, dass depressive Menschen nicht nur hypochondrische Wahnvorstellungen haben, sondern auch an Suizide denken und im schlimmsten Fall sogar Selbstmord begehen.
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