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diskussion physiotherapie/ostepath


bbgphysio

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Geschrieben

hallo kolleginnen/en, ich habe auf einer Seite einen Interessanten Eintrag gelesen, den man diskutieren sollte. Wie denkt ihr darüber.
Das ganze wurde vom physioblogger verfasst.

Liebe Leser,

Ich habe das Glück mit 2 Osteopathen zusammenarbeiten zu dürfen. Ich persönlich bin kein Osteopath. Und das bleibt auch so denn:

Die beiden Osteopathen stellen sich in meiner Praxis gegenüber den Patienten als besonders wertvoll da. Die machen zwar immer aus meiner Sicht immer mordsmäßig rum, also hier Leber, dann son Inguinalbändchen, Milz, Niere…das klaschische halt. Wennn man Patienten frägt was denn der liebe Kollege Osteopath gemacht hat, dann bekommt man immer die selbe Antwort: Er hat meinen Bauch gemacht, Osteopathie halt. Ich arbeite jetzt schon ein Vierteljahr mit denen zusammen und immer behandeln die den Bauch. Da kann schon etwas nicht stimmen.

Und genau da liegt der Fehler: Entweder ich habe 2 scheiß Osteopathen erwischt, oder die können und machen schon aus Prinzip die klassischen Techniken nicht mehr. Also z.b die Muskulatur weich machen mittels Massage, ohhhh nein…da steht dann in der Kartei:

Myofasziales arbeiten.

Ja mein Gott fast alles was wir machen ist myofasziales arbeiten. Massage halt. Fertig. Und bitte kommt mir jetzt nicht mit besonderen Faszientechniken für jeden einzelnen Muskel und das ihr die Faszien spürt….ich bin nicht nur PT von Beruf meine lieben Osteopathen sondern auch Masseur. ICH verstehe noch etwas von Muskeln und deren Funktion!

Wobei wir schon beim nächsten Thema wären was mich tierisch auf die Palme bringt:

Neulich kam der Osteopath auf einen Kollegen zu und meinte: Du ich habe die Frau XY jetzt schon behandelt, Sie ist aber im Schulterbereich so verspannt, könntest du sie noch massieren??

HALLO?? Können Osteopathen nicht massieren?? Ja ich weiß..wenn man nur PT ist dann hat man es nicht so mit Massage…..BULLSHIT sage ich euch…ganz schlecht…..

Daraufhin klärte ich die Situation und bat den Osteopathen zu mir zu einem 4 Augen Gespräch.

Mein Osteopath kann die Milz behandeln, nicht aber meine Schulter massieren?? No Way..liebe Kollegen…

Immer wenn wir bei uns in der Praxis schwierige Patienten für einen neuen Anlauf zu einem anderen Kollegen schicken (jeder hat bei uns seine Fachrichtung!) dannn reißen die Osteopathen auch jetzt nicht das ganz große Ding. Also die Behauptung das ein Osteopath viel mehr Patienten schmerzfrei macht kann ich mir einem ganz klaren nein bestätigen!

Ich unterhielt ich mich mit dem Osteopath über eine LWS Blockierung bei einem Patienten, und dem Problem das genau diese Blockierung ihr immer wieder Schmerzen bereitet, diese Blockierung aber leider immer wieder kommt. Warum? Keine Ahnung….

Er meinte dann naja das könnnte von dem oder jenigen Band/Faszie kommen welches den Wirbel immer in die Position zwängt.

Nach 2 Monaten Behandlung bei dem Osteopathen, kam der Patient zu mir und ich fragte ihn nach seinem Befinden:

„Leider rutscht der Wirbbel immer wieder in die komische Position die mir immer so weh tut“

Also auch nicht besser wie Mannuelle Therapie.

Nur um eines klarzustellen: Ich habe nichts im Prinzip gegen Osteopathen, können und machen echt viel..ich habe einen heiden Respekt vor dieser Fortbildung. Nur bitte ich euch ein kleines bisschen auf dem Boden zu bleiben. Ihr seid weder schlechter noch besser wie die normalen PT´s. Ihr therapiert halt mit einer anderen Philosophie.

Ganz einfach:

Der Masseur sagt zu LWS Schmerzen: Oh die Muskeln sind verhärtet.

Der PT sagt dazu: ich glaube du hast zu wenig Rückenmuskulatur, die muss man kräftigen.

Der Manualtherapeut sagt: Ich glaube deine LWS ist blockkiert.

Der Osteopath sagt: Das liegt am Nierenbecken.

Der Craniosakraltherapeut sagt: Ich glaube die Dynamic der Fontanellen ist schuld.

Der Heikpraktiker sagt: Dein Ying/Yang ist im Ungleichgewicht.

Der Arzt sagt: Ganz klar zu sehen: BS Prolaps. Ich gebe Ihnen eine Spritze!

usw.

Wisst ihr was ich meine? Keiner hat Recht oder Unrecht. Aber nur auf seiner Schiene zu fahren finde ich persönlich ziemlich unqualifiziert. Schon gleich für einen Osteopathen.

physioblogger


Geschrieben

Hallo,
super Thema.
Bin eigentlich auch im Großen und Ganzen derselben Meinung wie der Artikel. Ich denke auch das ein Osteopath durchaus massieren kann. Man lernt natürlich wahnsinnig viele super Techniken, von denen ich jetzt schon behaupten würde, ein Masseur lernt sie nicht, aber deswegen muss man nicht immer nur kompliziert denken, sondern kann durchaus auch mal auf dem Boden bleiben.
Genau hier würde ich aber mit dem Verallgemeinern schon wieder aufhören. Es gibt wie überall gute, schlechte, Respekt gegenüber Anderem, anderen und Neuem, Selbstdarstellen und Normale. Und natürlich wird man in der Ausbildung etwas darauf getrimmt etwas Besseres zu sein, aber wo hat man das nicht?
Zu dem letzten Teil der Alleinmacht und immer zu haben: genau hier finde ich das ein Osteopath sagen muss: WER HEILT HAT RECHT
Das ist meine Meinung. Außerdem stecke ich persönlich eh in der Preduille weil ich mehreren der oben genannten Berufsgruppen angehöre und mir selbst ins Knie schiessen würde, wüdre ich sagen nur Osteopathen haben Recht :-)
lg
Tobermann

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Gast
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  • Beiträge

    • gianni
      ...ich denke du bist der richtige Kandidat für Osteopathen. So wie ich das sehe, kann man bei dir muskulär (Kräftigung/Dehnungen/Mobilisationen) nichts ausrichten. Da müsste man über das Fasziensystem und der Gelenkkette, angefangen bei den Füßen bis zur Problematik, mal alles durcharbeiten!
    • Gast gasthws
      Guten Tag,    ich bin vor gut 7 Jahren eines morgens mit einer extremen HWS-Blockade aufgewacht. Bewegungseinschränkung nach links so stark, dass allein ein paar Grad drehen in die Richtung nicht möglich waren. Da ich dachte es wäre ein steifer Nacken natürlich erwartet, dass es weggeht. Ging es nicht.  Röntgen und MRT damals unaufällig (C6C7 Bandscheibenwölbung ohne Auswirkungen auf Nerv o. Ä.). Steilstellung der HWS, die ich vermute akut war, da bei einem späteren Röntgen diese nicht mehr aufgetreten ist.    Bis heute habe ich tägliche Verspannungen auf der linken Nackenseite und das Gefühl, dass mein ganzer Körper nach rechts rotiert ist. Im oberen Rücken ist direkt neben dem rechten Schulterblatt zwischen Schulterblatt und Wirbelsäule eine dauerhaftes Steifigkeitsgefühl.   Ich mache seit Jahren Kraftsport, bin nicht übergewichtig, laufe regelmäßig.  Sobald ich den Kopf nach vorne über beuge ist das gesamte Verspannungsgefühl im Nacken weg. Der Kopf fühlt sich oft schwer an, wobei Instabilitäten ausgeschlossen wurden. Mein Nacken ist muskulär sehr stark. Direkte Nackenübungen erzeugen stärkere Verspannungen bis hin zu brennenden Schmerzen.    Kurz vor der Verspannung hatte ich mich im rechten ISG verletzt beim Kniebeugen (Überlastung und zu weiter vorgelehnt). Das rechte ISG fühlt sich bis heute komprimiert an.  Im Liegen keine Beschwerden. Abstützen der Arme auf dem Schreibtisch lindert auch die Beschwerden. Vorgebeugt sitzen oder Planks auch für den Moment.   Rückenschmerzen regelmäßig, aber diffus, kompletter rechter Erector Spinae trotz guter Kraftwerte im Rücken. Es ist zum verzweifeln, da ich erst Ende 20 bin und täglich damit kämpfe sobald ich das Bett verlasse.    Ich würde mich über jeden Input freuen.    -CMD Diagnose negativ -Instabilität negativ -MRT/Röntgen unauffällig -sportlich -jung -HWS kräftig   Letzte Vermutung eines Orthopäden war ISG und globales Problem.  Bin für jeden Input dankbar!
    • MathiasBerlin
      Hallo Matze, wenn du bei der Dehnung die Fußspitze nach innen drehst, spannst du vor allem den äußeren Hamstring-Anteil (Biceps femoris) stärker an. Deshalb fühlt sich die Dehnung dann deutlich intensiver an. Ja, verkürzte Hamstrings können auch andere Probleme begünstigen: Spannung im Hüftbeuger oder den Adduktoren Zug auf das Becken, dadurch evtl. Schmerzen im unteren Rücken / oberhalb des Beckenkamms Wichtig: lieber sanft und länger dehnen, nicht maximal „reinziehen“, sonst reagiert der Muskel eher mit noch mehr Spannung. Viele Grüße 🙂

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