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    CMD - Beeinflussung von Mb. Crohn durch Kiefergelenksbehandlung

    Immer häufiger habe ich in den letzten Jahren bei CMD- Patienten mit der Nebendiagnose Mb. Crohn einen direkten Zusammenhang beider Erkrankungen feststellen können. Oft reagierte schon nach der 1. Kiefergelenksbehandlung der Darm bei diesen Patienten mit einem klassischen entzündlichen Schub. Zunächst lag ein Zufall nahe.

    CMD - Diagnostik und Therapie

    Im Rahmen meiner Weiterqualifikationen wurde mir der Zusammenhang zunehmen bewusst und die Unausweichlichkeit einer ganzheitliche Therapie bei CMD-Patienten. Von entscheidender Relevanz ist, ob das Kiefergelenk wirklich ursächlich für die Beschwerden ist. Dies sollte vorher im Rahmen der Anamnese, Befunderhebung und Eingangsuntersuchung ermittelt werden. Feststellbar ist dies, wenn eine N. trigeminus- Irritation vorhanden ist. Über Detonisierung der Kiefergelenksmuskulatur und Manualtherapie des Art. temporomandibularis konnte ich auf Dauer nicht nur klassische CMD- Symptome lindern, sondern auch eine beruhigende Wirkung auf den Darm erzielen. Craniosacrale Techniken trugen enorm zu Behandlungserfolgen bei.

    Anatomie Kiefergelenk - Grundlagen

    Anatomisch lässt sich dies über die Verbindung zum N. vagus erklären. Er tritt gemeinsam mit dem N. glossopharingeus, (N. accessorius), V. u. (A.) jugularis interna durch das Foramen jugulare hindurch. Welches durch die knöchernen Strukturen des Os temporale und Os occipitale gebildet wird.

    Wirkungsweise der CMD-Therapie

    Über MT, craniosacrale Therapie und entspannende Techniken des M. temporales (Ansatzsehne) lässt sich der Druck auf den X. Hirnnerv verringern und somit entsteht oft auch ein entkrampfender Effekt auf den Darm. Bei einem Hypertonus des Zungenbeins (Os hyoideums) kann man ebenso über Entspannungstechniken des Hyoids den N. laryngeus recurrenz positiv beeinflussen, der anatomisch betrachtet ein paariger Ast des N. vagus ist. (Dies lässt sich auf sämtliche parasympathisch gesteuerte Organe übertragen.) Fazit: Sicherlich wird ein/e an Mb. Crohn erkrankte Person nicht komplett durch diese Art von Therapie geheilt werden können. Meist ist derjenige schon sehr lang auf Cortison eingestellt. Jedoch habe ich schon erlebt, wie in einigen Fällen eine Cortisonreduktion erreicht werden konnte und manch ein sehr stark betroffener Patient wieder arbeitsfähig wurde. Häufig sind Patienten extrem dankbar, wenn Schübe schwächer und in größeren Abständen auftreten.

    Interdisziplin - Physiotheapeut und Zahnarzt Hand in Hand

    Natürlich kann ein Therapeut dies nur in guter Zusammenarbeit mit einem auf Funktionsdiagnostik spezialisierten Zahnarzt, einem Internisten (Gastoenterologe) und ggf. einem Psychotherapeuten erreichen. Auch dafür sollten wir Therapeuten unsere Patienten über Aufklärung öffnen und mögliche Wege ebenen. Schließlich geht nichts über eine interdisziplinäre Zusammenarbeit, besonders im CMD Bereich!




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