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    PhysioWissen

    Eingeklemmter Nerv - wenn der Schmerz in den Arm einschießt

    Einer der häufigsten Gründe warum Patienten uns Physiotherapeuten aufsuchen, ist ein eingeklemmter Nerv im Nackenbereich. Dies wird durch eine oder mehrere Bandscheiben verursacht, die aufgrund vorgeschädigte Strukturen mehr Flüssigkeit einlagern und dadurch anschwellen. Somit wird Druck auf den, den Arm versorgenden Nerv ausgeübt. Vorschädigungen können zum Beispiel durch Einrisse, Bandscheibenvorwölbungen oder einem Bandscheibenvorfall ausgelöst werden. Häufiger sind alltägliche Bewegungen und daraus resultierende Abnutzungserscheinungen. Aus diesem Grund erscheint es oftmals so, als treten Bandscheibenprobleme ohne offensichtliche Ursache auf oder in Verbindung mit Tätigkeiten, bei der die Wirbelsäule für längere Zeit eine unnatürliche Position einnimmt wie beispielsweise beim Streichen einer Decke. Der Schmerz ist gewöhnlich diffus und wird häufig als vom Nacken in den Unterarm ziehend beschrieben. Oftmals tritt auch Beschwerden wie ein Taubheitsgefühl oder Kribbeln in der Hand und den Fingern auf. Der nervenaufreibende Teil dieses Zustandes besteht darin, dass der Schmerz nicht immer gleichbleibend stark sein mag, aber doch konstant zu spüren ist. Dies bringt Probleme bei Entspannung und Schlaf mit sich.

    Behandlung bei eingeklemmtem Nerv

    Generell sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen, wenn andere Symptome wie Brustschmerzen oder Atemnot, Sprachstörungen oder Lähmungserscheinungen hinzukommen, wie es z.b. typisch für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall sein kann. Bei einer orthopädischen Diagnose wird häufig Physiotherapie vom Arzt verordnet. Eine dieser physiotherapeutischen Behandlungsmöglichkeiten ist der mechanische Zug (in der medizinischen Fachsprache Traktion genannt), welcher bei den meisten Patienten eine deutliche Entlastung darstellt. Diese Therapie hilft dabei, den Druck der Bandscheibe auf den Nerv zu verringern. Der Zeitraum der Schmerzerleichterung variiert und dauert mindestens solange, wie die Behandlung und bis zu 24 Stunden danach an. Bei wiederholter Behandlung ist zu erwarten, dass die Dauer des schmerzfreien Zeitraums steigt.

    Selbsthilfemaßnahmen

    In der Zwischenzeit sind die Betroffenen oft auf der Suche nach schmerzlindernden Maßnahmen, die zwischen den einzelnen Behandlungssitzungen Erleichterung verschaffen. Dieser Zustand ist durch Eigenmaßnahmen nur schwer zu verbessern. Dennoch beschreibt die untenstehende Liste die besten Maßnahmen zur regelmässigen, kurzfristigen Schmerzlinderung:

    1. Versuchen volle Beweglichkeit des Nackenbereichs zu unterstützen. Falls die Bewegungsfreiheit in einer oder mehreren Richtungen eingeschränkt sein sollte, so üben Sie Bewegungen aus, die die Schmerzgrenze nicht überschreiten.
    2. Finden Sie Positionen, die keine Schmerzen bereiten und nutzen Sie diese als Ruhepositionen. Eine typisch erleichternde Position ist es, auf dem Rücken mit angestellten Beinen auf dem Boden zu liegen und die Arme über dem Kopf abzulegen.
    3. Unterstützen Sie das Gewicht des Arms im Sitz mit einem Kissen oder nutzen Sie die Armlehne. Dies reduziert die Belastung des Nackens und des Nervs.
    4. Strecken Sie sich um Spannungen der Muskeln und Nerven im Rücken zu entlasten.
    5. Unterstützen Sie die muskuläre Entspannung mit Wärme, z.B. mit einem Wärmekörnerkissen, Heizdecke, warme Dusche/ Badewanne.

    Vorsicht: Falls die Wärme die Beschwerden nicht lindert oder gar unangenehm ist, eher über kalte Kompressen/ Umschläge leicht kühlen! Da dann der Nerv leicht entzündet sein kann. Auch hier wieder der unbedingte Verweis einen Arzt aufzusuchen. Gute Besserung wünscht Ihr Physiowissenteam!



    Rückmeldungen von Benutzern

    Recommended Comments

    Wer sagt, dass die fünf Maßnahmen aus der Liste die "Besten" sind? Gibt es da eine Quelle?
    Geht der Beitrag davon aus, dass mechanosensitive Störungen nur durch discogene Beschwerden ausgelöst werden?

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