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      Heilmittelerbringer erwirtschaften mit der Behandlung privat Versicherter einen rechnerischen Mehrumsatz von 13.300 Euro pro Jahr. Das ergab die aktuelle Studie des Wissenschaftlichen Instituts der privaten Krankenversicherer (WIP) aus Köln. Die Berechnung des Umsatzes bezieht sich auf die theoretische Zahl von insgesamt 70.360 Heilmittelerbringer in Deutschland. Davon sollen über 45.000 als Physiotherapeuten tätig sein.
      10% der Deutschen sind privat versichert
      Die Daten der Erhebung stammen aus dem Jahr 2013. Laut Studienleiterin Verena Finkenstädt gab die GKV in jenem Jahr rund 5,6 Milliarden Euro für Heilmittel aus. Dem gegenüber stehen die Ausgaben der Privaten Krankenversicherer (PKV) in Höhe von knapp 1,6 Milliarden Euro. Etwa zehn Prozent der Deutschen sind privat versichert.
      Im Fokus der Studie stand der rechnerische Vergleich von PKV und GKV in puncto Heilmittelausgaben. Der kalkulierte Mehrumsatz stellt die jährlichen Gesamtausgaben der Privaten Versicherer einer fiktiven Summe gegenüber: Jene ist der Betrag, die die PKV für Heilmittel ausgäbe, wenn sie mit dem Budget der gesetzlichen Krankenkassen agierte.
      Private kassen geben 60% mehr für Physiotherapie aus
      Autorin Finkenstädt beziffert die Heilmittelauslagen der PKV im Jahr 2013 auf 1.554 Millionen Euro. Der hypothetische Betrag, der nach GKV-Richtlinien entstanden wäre, beläuft sich auf 618 Millionen Euro. Daraus ergibt sich für die Heilmittelerbringer ein rechnerischer Mehrumsatz in Höhe von 936 Millionen Euro. Sind die Zahlen korrekt, gaben die Privaten Versicherer mehr als doppelt so viel für Heilmittel aus wie die gesetzlichen Kassen.
      Aus dem Studienergebnis das durchschnittliche Umsatzplus für Physiotherapie-Praxen abzuleiten, ist nur eingeschränkt möglich. Es mangele an offiziellen Daten über die Gesamtanzahl der Heilmittelerbringer in Deutschland, so Finkenstädt. Die Autorin verweist auf die Erhebungen des Statistischen Bundesamts; jenes erfasst nur die Gesamtanzahl der zugelassenen Physiotherapeuten und schließt auch Therapeuten mit ein, die im stationären Sektor tätig sind.
      GKV Kürzungen vergrößern den Spalt
      Die verlässlichsten Zahlen liefern Statistiken, die auf das sogenannte Institutionskennzeichen (IK) Bezug nehmen. Ein IK erhält jeder Heilmittelerbringer für die Abrechnung mit der jeweiligen Krankenkasse. Die Studie beziffert daraus folgend die Anzahl der ambulant tätigen Physiotherapeuten im Jahr 2013 auf 45.190. Die Zahl der zugelassenen Heilmittelerbringer in Deutschland wird mit 70.360 angegeben. Der Vergleich schließt mit der Nennung des Umsatzplus von 13.300 Euro, den Heilmittel-Praxen durch die Behandlung privat Versicherter rein rechnerisch erwirtschaften. Dieses Ergebnis stellt den Effekt der Etatkürzungen bei der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) deutlich heraus.
      Die Daten über die Ausgaben der gesetzlichen Kassen entstammen der amtlichen Statistik des Bundesgesundheitsministeriums. Diese umfasst die finalen Rechnungsergebnisse der GKV. Die Höhe der PKV-Auslagen bezieht die Studie aus den Veröffentlichungen des Verbands der Privaten Krankenversicherung e.V. Die zitierten Ausgabenwerte für gesetzliche Kassen und private Krankenversicherer schließen Zuzahlungen beziehungsweise Selbstbehalte mit ein.
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    • Ich gebe zu ich habe etwas überlegt, ob ich dieses Buch für Physiotherapeuten vorstellen möchte, sieht man doch leider die in meinen Augen falsche Tendenz nach immer mehr "einknacken", was nicht nur außerhalb physiotherapeutischen Tätigkeisbereiches liegt, sondern oftmals auch zu heftig, zu früh und zu häufig eingesetzt wird.
      Nutzen für Physiotherapeuten
      Bei näherer Betrachtung hat das Buch einen sehr hohen Wissensgehalt für das Verständnis von Osteomechanik, Gelenkstellungen und Mobilisationstechniken, die ich selten so kompakt in einem Buch zusammengetragen gesehen habe. Chiropraktik und Manipulationen werden wohl immer heiß diskutiert, jedoch heißt dies ja nicht, dass man nicht nahezu alle Techniken auch mobilisierend einsetzen kann. Vielmehr geht es um das Grundverständnis, wie Gelenke funktionieren und in welchen Achsen, Winkeln und Richtungen eine Mobilisation überhaupt nur funktionieren kann.
      „Bewegung ist Leben und Leben ist Bewegung“, zitiert Autor Henrik Simon in seinem Vorwort des aktuell herausgegebenen Werkes „ Lehrbuch Chiropraktik“ den berühmten Universalgelehrten Leonardo da Vinci. Als Mediziner und erfahrender Chiropraktiker hat es sich der Autor zur Aufgabe gemacht, über 100 Techniken der manuellen Medizin präzise zu erläutern und mit insgesamt 380 Abbildungen anzureichern. Dabei setzt er auf Heilung durch die sanften Methoden der Chiropraktik, die sich vor allem – in Anlehnung an die Osteopathie – auf antiblockierende Bewegungstechniken stützt.
      Qintessenz der amerikanischen Chiropraktik
      Henrik Simon erlernte spezifische Techniken dieser schonenden und sanften Behandlung während seines Studiums bei dem amerikanischen Chiropraktikers Dr. L. Dean Kirchner. Der international bekannte Doktor der Chiropraktik und Vorstand der Chiropraktischen Gesellschaft in Kansas gilt als Verfechter der einfachsten und ungefährlichsten chiropraktischen Techniken. Sie wirken gezielt auf spezifische Verschleißerscheinungen ein oder versuchen, diese prophylaktisch verhindern. Während der amerikanische Chiropraktiker sich jetzt aus Altersgründen vom aktiven Berufsleben zurückzieht, bleiben seine Lehren in dem Werk von Simon erhalten. Dabei stellt der Autor in seinem Lehrbuch nicht nur die allgemein physiologische Mechanismen dar, die zum Verständnis der amerikanischen Chiropraktik wichtig sind. Sondern er führt ebenso die Wirkungsmechanismen auf und und erklärt, auf welche Körperteile sich chiropraktische Techniken im Einzelnen auswirken.

      Chiropraktische Techniken nach Körperregionen
      Das Lehrbuch von Henrik Simon verfolgt eine klare Systematik und eignet sich deshalb gut zum „Querlesen“. Ein Sachwortregister am Ende des Buches hilft, gezielt nach entsprechenden Themengebieten zu suchen, um diese selektiv zu lesen. Mit Ausführungen zur Geschichte und der Philosophie der Chiropraktik in Deutschland sowie einer Übersicht über die Verbände und Ausbildungsmöglichkeiten startet der theoretische Teil des Lehrbuchs. Hier werden zudem die Grundlagen der chiropraktischen Funktionsmechanismen ausführlich erläutert, die Indikationen und Kontraindikationen sowie die Aspekte der Diagnostik und allgemeines Basiswissen zu chiropraktischen Behandlungen erklärt.

      Der praktische Teil ordnet die Anwendung chiropraktischer Techniken den Körperteilen zu. Hier verdeutlicht der Autor das manuelle Prozedere nach einem festgelegten Schema. Wo genau liegt der Palpationsgegenstand, welche Position sollten Patient und Behandler einnehmen, welche Impuls kann ausgelöst werden und wo lässt sich stabilisieren, welche Kontaktpunkte und Impulsrichtungen entstehen und wie lässt sich die Behandlung am entsprechenden Körperteil durchführen? Abbildungen mit entsprechender Ausführung und Illustrationen zu den einzelnen Körperteilen tragen zum Verständnis bei und helfen beim Lernen der Fachbegriffe. Im Abkürzungs- und Sachverzeichnis am Ende des Lehrbuchs können Leser grundlegendes Fachvokabular nachschlagen und sich über weiterführende Literatur informieren.
      Beispiel: Mobilisation des ISG

      Fazit
      Angehenden Chiropraktikern kann dieses Werk ausdrücklich empfohlen werden. Als umfassendes Nachschlagewerk gehört es nicht zu den Büchern, die man nur einmal liest. Das mit zahlreichen praktischen Tipps und präzisen Anleitungen angefüllte Lehrbuch kann als eloquenter Begleiter sicherlich so manchem Chiropraktiker als wertvolle Alltagsunterstützung dienen.
      Für Physiotherapeuten stellt das Buch einen sehr großen Wissensspeicher dar, wenngleich es nicht die "Lizenz zum einrenken" sein soll. Genaues Verständnis für Biomechanik ist jedoch garantiert.
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    • Unter der leicht irritierenden Überschrift "Mäuse und Löwen" (Mäuse - klar, aber welches sind hier die Löwen?) berichtete der Spiegel in seiner Ausgabe 3/2015 über die miserable bis existenzgefährdende Vergütung von Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten.
      Simone Edlinger, seit 26 Jahren selbstständige Physiotherapeutin, hatte der Reporterin Michaela Schießl Einblicke in den Arbeitsalltag in ihrem Traumberuf verschafft. Bei 15 bis 16 € Vergütung für eine 25-minütige Behandlung musste Edlinger zum Schluss zehn Stunden pro Tag in der Praxis verbringen, um über die Runden zu kommen. Darunter litt ihre eigene Gesundheit. Als letzte Konsequenz gab sie ihre Kassenzulassung zurück und behandelt jetzt nur noch Selbstzahler und Privatpatienten.
      10h pro Tag in der Praxis
      Gut 30 € pro Stunden mögen manchem uninformiertem Arbeitnehmer zunächst angemessen erscheinen. Berücksichtigt man dazu aber nicht direkt honorierte Tätigkeiten, wie die Praxisorganisation, den gestiegenen bürokratischen Aufwand bei der Dokumentation der Behandlung und die von den Kassen eingeforderte Überprüfung der Arztrezepte, ergibt sich ein anderes Bild. Dazu kommen Abrechnungen und andere Tätigkeiten in der Buchhaltung und die Steuererklärung, die entweder selbst erledigt oder teuer in Auftrag gegeben werden müssen. Nicht zuletzt sind die Aufwendungen für Weiterbildung, Miete, Ausstattung der Praxis, Versicherungen und Altersrückstellungen erhebliche Kostenfaktoren, die bei allen Selbstständigen in der Gesundheitsbranche einkommensmindernd zu Buche schlagen.
      Weiterbildung und Nebenkosten fressen den Gewinn auf
      Die anspruchsvolle, selbst finanzierte dreijährige Ausbildung zum Physiotherapeuten wird damit oft nur mit einem Einkommen honoriert, das in den vergangenen zehn Jahren inflationsbereinigt gesunken ist, für Selbstständige aufgrund der gestiegenen Nebenkosten noch stärker als für Angestellte. Das wird sich möglicherweise in naher Zukunft in einem Versorgungsmangel der älter werdenden Bevölkerung niederschlagen. Physiotherapeut Wim Jansen, der seit 29 Jahren seine Praxis führt, berichtet in einem Video-Interview (Spiegel.de Video), er könne seine Mitarbeiter nicht angemessen entlohnen. Das führe dazu, dass er, obwohl er Arbeit für zwei bis drei zusätzliche Therapeuten hätte, einfach keine weiteren qualifizierten Mitarbeiter finde.
      Beruf des Physiotherapeuten muss attraktiver werden
      Vor diesem Hintergrund, auch nach Zahlen des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) vom Juni 2014 scheinen die Nachwuchszahlen zurückzugehen, fordert der Deutsche Verband für Physiotherapie (ZVK), den Beruf attraktiver zu gestalten und die Vergütungen deutlich anzuheben. Mithilfe der Kampagne „38,7 % mehr wert.“ soll die bisherige ungerechte Praxis öffentlich kommuniziert und eine angemessene Bezahlung für die wichtigen Leistungen der Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten durchgesetzt werden. Auch die Landesgruppen des VPT (Verband physikalische Therapie) und der VDB-Physiotherapieverband weisen in der Öffentlichkeit schon länger auf die drängenden Probleme hin. Der VD fordert einen Satz von mindestens einem Euro pro Therapieminute, damit nach der Zahlung aller Nebenkosten ein angemessenes Gehalt für die Therapeuten übrig bleibt. Das Einstiegsgehalt nach der teuren selbst finanzierten Ausbildung liegt für junge Physiotherapeuten in einigen Ländern derzeit nur geringfügig über dem gesetzlichen Mindestlohn (http://www.gehaltsvergleich.com/gehalt/Physiotherapeut-Physiotherapeutin).
      Der neu gegründete „Bund vereinter Therapeuten e.V.“ bläst zum Angriff. In einem Aufruf zur Demo und Kundgebung in Leipzig am Samstag, 21. März 2015, dem sich bereits mehrere andere Verbände angeschlossen haben, fordert er die Politik dazu auf, die Zukunft für „Heilmittelerbringer und Patienten“ zu sichern.
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    • Guido Bruscia gilt als einer der bekanntesten Trainer für funktionelles- und Kettlebelltraining in Italien, sowie auch in diversen anderen Ländern. Er unterrichtet an Bildungseinrichtungen für Therapie, Fitness und Bodybuildung, arbeitet als technischer Leiter der Functional Training School, Personal Trainer und Fitness Coach. Vor diesem Buch verfasste Guido Bruscia bereits mehrere erfolgreiche Bücher in diesem Bereich.

      Functional Training
      In dem 512 Seiten langen Buch nähert sich Guido Bruscia dem Thema funktionelles Training wissenschaftlich fundiert an, trotzdem ist es leicht verständlich geschrieben. Das Buch spaltet sich in drei Teile auf. Zunächst wird Functional Training mit seinen Vorzügen erklärt. Im Allgemeinen integrieren funktionelle Bewegungsformen mehrere Muskeln und Muskelgruppen gleichzeitig, wodurch sich hierbei ein Gegensatz zum traditionellen Krafttraining bildet, bei welchem die Muskulatur hauptsächlich isoliert trainiert und beansprucht.
      Es wundert also nicht, dass das funktionelle Training in der Vergangenheit in der Fitnessbranche an großer Bedeutung gewonnen hat und mittlerweile auch im Breiten- und Freizeitsport weit verbreitet ist.
      Training der Fußballnationalmannschaft
      Besondere Aufmerksamkeit bekam das funktionelle Training im Jahr 2006 als die deutsche Fussballnationalmannschaft unter Kooperation mit einem amerikanischen Fitnesstrainer sich mit Hilfe dieser Methode für die Weltmeisterschaft vorbereitete. Wer erinnert sich nicht an die Bilder in den Medien der Nationalspieler, wie sie mit Medizinbällen, Schlingen und Co. trainierten.
      Das Prinzip des funktionellen Trainings ergibt sich aus der Beobachtung, dass kaum Bewegungen im Alltag eines Menschen auf lediglich ein Gelenk beschränkt sind, somit sei es auch zweckmäßiger den Körper getreu der alltäglichen Belastung zu trainieren.

      Sehr breite Trainingszielgruppe
      Fakt ist, es können unter korrekter Anwendung Personen aller Altersklassen und Leistungsniveaus vom funktionellen Training profitieren. Gerade aus diesen Gründen verwundert es nicht, dass die Ursprünge dieses Prinzips in der Rehabilitation von Verletzungen und Erkrankungen zu finden sind.
      Diesem theoretischen Teil folgt ein praktischer Teil mit vielen entweder durch Geräte gestützten Übungen oder Übungen mit dem eigenen Körpergewicht. Somit lassen sich durch das Einbauen von Trainingsutensilien wie beispielsweise Kettlebells, Medizinbällen, Sandsäcken, Schlingentrainer die sportlichen Komponenten der Kraft, Balance, Stabilität, Ausdauer, Schnellkraft und Flexibilität verbessern. Infolgedessen, lassen sich solche Übungen sehr gut in verschiedene Rehabilitations-Programme einbauen. Gleichzeitig kann das funktionelle Training einen großen Beitrag zur Verletzungsprävention leisten.

      Komplette Trainingsprogramme
      Der abschließende Teil stellt verschiedene Trainingsprogramme vor. Ob Gewichtsreduktion oder Kraftsteigerung, hält man sich strikt an den Plan so lassen sich mit Sicherheit beeindruckende Resultate erzielen. Zudem kann man sich sehr gut an diesen Plänen orientieren, sofern man sich individuell einen Plan zusammenstellen möchte.
      Fazit
      Das Buch "Handbuch Functional Training" stellt eine gute Möglichkeit als Einstieg in die Materie des funktionellen Trainings dar. Die in dem Buch vorgestellte Trainingsmethode eignet sich für die verschiedensten Altersgruppen, von Hochleistungssportler bis unerfahrener Einsteiger, die sich fit für den Alltag halten möchten. Für erfahrene Sportler oder auch Betreuer in den verschiedensten Bereichen des Sportes ist es eine tolle Option seinen eigenen Wissensstand zu erweitern, und dadurch oftmals nötige neue Reize im Training zu setzen.
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    • das Jahr 2015 neigt sich dem Ende zu. Deshalb möchte ich heute die Chance ergreifen und mich herzlich bei Ihnen für das Vertrauen bedanken, das ihr in den vergangenen Monaten in uns gesetzt haben! Wir hoffen, dass wir alle Erwartungen, Wünsche und Anliegen so erfüllen konnten, wie Sie dies selbst für Ihre Patienten ermöglichen.
      Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien ein gesegnetes und besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Start in ein erfolgreiches neues Jahr!
      Frohe Weihnachten,
      Stephan Schmied
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    • Sehr häufig sehen wir Senioren im Alter 65+ in unseren Praxen, wobei wir mit den verschiedensten Krankheitsbildern konfrontiert werden. Eine sehr merkliche Gruppe sind traumatische Verletzungen, die durch Sturz entstehen.
      Sturzprophylaxe
      Physiotherapie zur Sturzprophylaxe ist mittlerweile eine anerkannte Therapieform und wird sowohl in Einzel- als auch in Gruppenbehandlungen erfolgreich eingesetzt. Schwer abzuschätzen, wie vielen älteren Menschen wir damit zum Teil heftige Verletzungen ersparen können.
      Betroffene Altersgruppen
      Eine britische Studie zeigt eindrucksvoll, dass bereits die Patientengruppe ab 60 Lebensjahren ein erhöhtes Risiko zeigt, ab 65 Jahren steigt das Risiko nochmals deutlich an. Grund genug, schon in diesen Altersgruppen mit konsequtenter Sturzprophylaxe zu beginnen. Die Studie sagt nichts über die Verteilung von Stürzen mit schweren Verletzungen zum Lebensalter aus, aber das war auch nicht das Ziel.
      Wirtschaftliche Folgen
      Vielmehr sollten die Kosten untersucht werden, die hieraus entstehen. Was anfang herzlos klingt, schenkt man dem Leid der Betroffenen damit keine Beachtung, ist aus wirtschaftlicher Sicht gravierend. So kam man zum Ergebnis, dass leichte und mittlere Stürze quasi keine Behandlungskosten verursachen, ein schwerer Sturz schlägt dafür mit ca 5000 Pfund (ca 6300 Euro) Behandlungskosten zu Buche. Auf deutsche Maßstäbe umgerechnet kommt das ca 400 Einheiten Krankengymnastik gleich.
      Die Zahl ist natürlich etwas hypothetisch, zeigt aber sehr deutlich, dass Physiotherapie als effektive Variante auch wirtschaftlich gesehen sinnvoll ist.
       
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    • Der Bund Vereinter Therapeuten hat die Aktion: “Gemeinsam handeln – gemeinsam aktiv!” ins Leben gerufen, um auf die Probleme aufmerksam zu machen, denen die Heilmittelerbringer ausgesetzt sind. Es wird darauf aufmerksam gemacht, dass die Ausbildung zum Physiotherapeuten, aber auch zum Ergotherapeuten, Logopäden, Masseur oder Podologen aufwendig selbst finanziert werden muss, und im Vergleich zu anderen Berufsgruppen die Löhne ein sinkendes Niveau aufweisen.
      Diese Situation gefährde die flächendeckende Versorgung von Patienten mit Therapien: Die Wartezeiten seien teilweise unerträglich lang, es bestehe kaum noch Möglichkeiten für Hausbesuche, und erstmals sei der Nachwuchs in den entsprechenden Fachberufen durch sinkende Ausbildungszahlen rückläufig. Zudem werde in den Medien ein verzerrtes Bild der Berufsstände dargestellt, welches das Vertrauen der Patienten unterminiere. (mit Verweis auf die Sendung von Report München am 2.12.2014). Die Initiatoren der Aktion machen deutlich, dass sich an den beschriebenen Missständen dringend etwas ändern müsse. Darum haben sie eine Briefaktion ins Leben gerufen und fordern alle Kollegen und auch Patienten dazu auf, ihren Bundestagabgeordneten ihre missliche Lage ausführlich und persönlich darzulegen, um Änderungen anstoßen zu können. Das Motto diese Aktion lautet: Nur gemeinsam können wir etwas erreichen!
      Was sind die Forderungen des Bundes Vereinigter Therapeuten?
      Durch den demografischen Wandel seien wir alle Veränderungen ausgesetzt, die sich besonders im Gesundheitsbereich negativ auswirken. Einem steigenden Therapiebedarf stünden zu wenige, schlecht entlohnte Heilmittelerbringer gegenüber. Diese Schieflage können die Therapeuten nicht mehr länger ausgleichen und äußern in Anbetracht der kommenden Entwicklungen starke Besorgnis. Die flächendeckende Versorgung der Patienten mit den nötigen Therapien müsse gewährleistet sein, um deren Gesundheit und Wohlbefinden erhalten zu können.
      Dazu zählt auch, dass die Heilmittelerbringer in den Bereichen Ergotherapie, Logopädie, Massage, Physiotherapie und Podologie für ihre verantwortungsvollen Aufgaben fair entlohnt werden. Durch die Bindung an die Grundlohnrate sind jedoch 200.000 Heilmittelerbringer in Deutschland von einer Senkung der Reallöhne betroffen - ein Umstand, den der Bund nicht länger hinnehmen möchte.
      Wie sollen diese Forderungen durchgesetzt werden?
      In einer groß angelegten Briefaktion sollen die jeweilig zuständigen Bundestagsabgeordneten aufgefordert werden, die Rahmenbedingungen für die Berufsstände der Heilmittelerbringer zu verbessern. Der Bund beruft sich hierbei auf den Koalitionsvertrag der Bundesregierung, in dem es unter Punkt 2.4 heißt: "Der
      Einsatz von qualifizierten nicht-ärztlichen Gesundheitsberufen, die delegierte ärztliche Leistungen erbringen, soll flächendeckend ermöglicht und leistungsgerecht vergütet werden." Diesen Worten haben Taten zu folgen.
      Links
      Download: Musterbrief an die Bundestagsabgeordnete
      Bundestagsabgeordnete/n Ihres Wahlkreises suchen
       
      Jeder Betroffene ist aufgefordert, einen Brief zu schreiben, der persönlich formuliert sein soll um die Bundestagsabgeordneten aufzurütteln. Die Probleme der Patienten und die eigene missliche Lage sollen geschildert werden um zu verdeutlichen, dass diese Situation geändert werden muss.
      Auf der extra eingerichteten Aktionsseite findet jeder entsprechende Vordrucke und Formulierungshilfen. Eine individuelle Formulierung sei jedoch ausschlaggebend, um abwiegelnde Standard-Antworten auf Standard-Briefe von vornherein auszuschließen.
      Auch Patienten sollen aufgefordert werden, sich zu äußern und sich an der Aktion zu beteiligen. Erst wenn das breite Interesse der Öffentlichkeit geweckt sei, könne sich etwas ändern. “Gemeinsam handeln – gemeinsam aktiv!”
      Update 11.12.2014

      Glücklicherweise gehört unsere Geschäftsadresse zu 2 verschiedenen Wahlkreisen, sodass wir insgesamt 5 Bundestagsabgeordnete in unserem Wahlkreis erreichen können. Wir sind gespannt, da es sich hier um Abgeordnete verschiedener Fraktionen, namentlich der SPD, CDU/CSU und der Bündnis90/Die Grünen handelt. 
       

    • Das wohl umfassendste Buch um Anatomie, Diagnostik und Pathologie der Muskeln - Stephan Zierz: "Muskelerkrankungen" - ist eben in der 4. Auflage erschienen. Alle Kapitel der früheren Ausgaben wurden vollständig neu bearbeitet und klar gegliedert. Der Leser wird sowohl durch historische als auch aktuelle, auf neuester Grundlagenforschung basierende Aspekte des Fachgebiets geleitet.
      Umfassend geht der Autor auf die komplexen Ursachen der einzelnen Erkrankungen unseres muskulären Stützapparates ein: Muskeldystrophien, kongenitale Myopathien, muskuläre Ionenkanalerkrankungen, entzündliche Muskelerkrankungen, metabolische Myopathien, mitochondriale Myopathien sowie endokrine und toxische Myopathien. Auch den Erkrankungen der neuromuskulären Übertragung und der verschiedenen Motoneuronenerkrankungen wird gebührend Platz eingeräumt.
      Anatomie, Symptome und Diagnostik
      Die 4. Auflage beginnt mit einer Beschreibung der normalen Anatomie der Muskelfaser und einem detaillierten Abschnitt zu manuellen Muskeltests. Es folgt eine Übersicht über die pathologischen Reaktionen der Skelettmuskulatur und die allgemeinen Symptome von Muskelerkrankungen.
      Besondere Aufmerksamkeit wird auch den speziellen Diagnosetechniken wie bildgebender Verfahren mittels MRT und Ultraschall, Elektrodiagnostik und Muskelbiopsien gewidmet.
      Auch klinische Beschreibungen fehlen nicht.
      Die aktuellen und ausführlichen Informationen von Stephan Zierz zu Therapie und Prognose werden vortrefflich durch die klinischen Beschreibungen des leider mittlerweile verstorbenen Professor Felix Jerusalems ergänzt und erweitert und tragen so wesentlich zur Wissensvertiefung bei.
      Gründlich wird das Thema der Prognose beleuchtet. Jeder Patient, der sich vertrauensvoll in die Hände des Physiotherapeuten/der Physiotherapeutin begibt, möchte von ihm/von ihr ebenso fundierte Prognosen hören wie vom überweisenden Arzt. Das Werkzeug dazu findet sich zwischen den mit viel Sachverstand verfassten Seiten von Stephan Zierz.

      Visuelle Anreize erleichtern das Verständnis...
      Neu in der vierten Auflage sind auch die zahlreichen vierfarbigen Abbildungen, die zum Verständnis der Themen der einzelnen Kapitel wesentlich beitragen. Die vielen Illustrationen in allen Kapiteln liefern gut durchdachte und didaktisch ausgereifte Schemata und verdeutlichen zusammen mit Patientenfotografien die Besonderheiten der verschiedenen Erkrankungen.
      Umfangreiche Literaturangaben, die auf dem neuesten Stand sind, leisten weitere Hilfestellung für Ärzte in der Facharztausbildung, Neurologen, Internisten und selbstverständlich auch für den Physiotherapeuten, der sein Wissensspektrum erweitern möchte.
      Gliederung
      Normale Anatomie der Skelettmuskulatur Pathologie der Skelettmuskulatur Allgemeine klinische Symptomatik Spezielle Diagnostik Muskeldystrophien Kongenitale Myopathien mit charakteristischen Strukturveränderungen Myotonien und muskuläre Ionenkanalerkrankungen Entzündliche Muskelerkrankungen Metabolische Myopathien Mitochondropathien Muskelerkrankungen bei Endokrinopathien Exogen-toxische Myopathien Myastehnia gravis und myasthene Symptome Spinae Muskelatrophien ALS und andere Motoneuronenerkrankungen Miszellanea
      Merkboxen, Tabellen und Diagramme
      Zahlreiche Tabellen fassen das Wichtigste jeden Abschnitts kurz zusammen. Ob beim einfachen Nachschlagen oder beim gründlichen Studium erfreut die Übersichtlichkeit dieses Buches.
      Copyright: Georg Thieme Verlag KG

    • Smartphones, E-Reader und Laptops sollten unser Leben erleichtern und für Freude sorgen. Immer häufiger verursachen die Geräte jedoch körperliche Beschwerden, die zu erheblichen Schmerzen führen können.
      Insbesondere die Geräte mit einem Touchscreen sorgen bei übermäßigem Gebrauch für Belastungen der Hände, des Halses und des Rückens. Der Grund dafür ist die gebeugte Körperhaltung der Nutzer. Diese ungünstige Haltung wird verstärkt beim Versenden von SMS oder beim Spielen eingenommen. Vor allem die Kinder und die Jugendlichen sind immer öfter von den gesundheitlichen Problemen betroffen. Wir haben Ärzte aus Berlinnach Patientenbeispielen gefragt, deren Symptome sich in den letzten Jahren häufen:
      Sehnenscheidenentzündung – Laurin (16)
      Symptome: Daumenschmerzen
      Laurin, die als Schülerin gerade ihre Abschlussprüfung ablegte, spürte plötzlich einen stechenden Schmerz in dem Daumen. Der Schmerz war so stark, dass sie ihren Stift nicht mehr lange genug halten konnte, um die Prüfung beenden zu können. Ein Arzt diagnostizierte bei ihr eine Entzündung der Sehnen im Daumen. Die Entzündung breitete sich bereits auf das Handgelenk aus. Der Grund für die Erkrankung war die übermäßige Nutzung des Mobiltelefons zum Versenden von SMS und zum Surfen. Durchschnittlich verbrachte Laurin 3 bis 4 Stunden an dem mobilen Gerät. Zur Behandlung verordnete der Arzt entzündungshemmende Medikamente, kalte Kompressen und einen vollständigen Verzicht auf das Surfen am Mobiltelefon.
      Epilepsie – Mike (12)
      Symptome: Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Agressivität
      Der 12-jährige Mike war ein aktives und vom Sport begeistertes Kind. Er spielte Fußball, Basketball und trainierte am Schießstand. Er hat immer wieder gewonnen. Leider spielten sich all diese sportlichen Aktivitäten nur in der virtuellen Welt ab. Er spielte stundenlang an seinem 7-Zoll-Tablet und hatte keine Freunde in der Realität. Mit der Zeit wurde er aggressiv und gereizt. Seine schulische Leistung verschlechterte sich. Er klagte zunehmend über Kopf- und Rückenschmerzen.
      Ein Arzt stellte bei Mike Epilepsie fest. Der Grund für das neurologische Problem ist die übermäßige Nutzung des Tabletts. Das stundenlange Spielen fordert extreme Konzentration und überlastet auf Dauer das Gehirn. Die starre Körperhaltung führt außerdem zu Muskelschmerzen im Nacken- und Rückenbereich. Der Arzt untersagte dem Kind daraufhin die weitere Nutzung des Tabletts.
      Nackensteife – Paul (17)
      Symptome: Hypertonus Halsmuskulatur, Nackensteife
      Paul besuchte die 11. Klasse einer Privatschule. Sein einziger Laster waren Bücher, die er an seinem E-Book-Reader gelesen hatte. Damit verbrachte er seine gesamte Freizeit. Zum Lesen legte er seinen Kopf auf einen Kissenstapel oder platzierte ein großes Kissen auf seinem Schoß, um seine Ellbogen darauf abzustützen. Beide Positionen beanspruchen den Hals und die Wirbelsäule extrem stark, was schließlich zu einer Verkrampfung der Halsmuskeln führte. Nach einer Weile konnte Paul seinen Hals nicht mehr bewegen. Der behandelnde Arzt riet dringend dazu, größere Vorsicht bei den Lese- und Schlafhaltungen walten zu lassen. Insbesondere bei Kindern und Jugendlichen sind die Haltungsschäden sehr gefährlich, da der Knochenbau noch im Wachstum ist. In besonders schweren Fällen kann es dazu kommen, dass nicht einmal mehr eine Physiotherapie eine Linderung der Beschwerden verschaffen kann. Bleibende Haltungsschäden und chronische Schmerzen sind dann die Folge.
      Nacken- und Kopfschmerzen – Julia (15)
      Die 15-jährige Julia konnte sich ein Leben ohne ihr Smartphone nicht mehr vorstellen. Sie bekam das Gerät, als sie noch klein war. Sie spielte mit verschiedenen Social-Media-Plattformen und wurde schließlich SMS-süchtig. Eines Tages traten bei ihr starke Kopfschmerzen auf, die von Ohr-und Nackenschmerzen begleitet wurden. Zuerst konnten die Ärzte keine Ursachen für die Beschwerden finden. Erst als die Lebensgewohnheiten der Jugendlichen zur Sprache kamen, wurde klar, dass ihr Smartphone die Ursache war. Die gebeugte Körperhaltung bei der Nutzung des Smartphones sorgt für einen starken Druck auf den Hals und die Wirbelsäule. Die Verspannung der Muskeln ist dann die Folge.
      Physiotherapie-Fazit
      Die physiotherapeutische Behnandlung basiert auf einem gründlichen Befund, jedoch nehmen viele Therapeuten die Befundformulare nur all zu wörtlich, arbeiten Punkt für Punkt ab. Hier steckt einer der häufigsten Fehler unseres Berufes: die Gewohnheiten der Patient sind häufig die maßgeblichsten Quellen für Beschwerden. Fragt bei Nackenschmerzen mal nach der Dauer der Handynutzung oder ob der Patient allabendlich auf dem Sofa einschläft. Unser Vorteil ist der direkte Kontakt zum Patienten und das Ziel muss immer eine Vertrauensbasis sein, in dem auch der Alltag des Patienten den Weg in die Bahndlung findet. 
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    • Am 11.10.2014 fand in Frankfurt am Main eine Kundgebung des Bundes vereinter Therapeuten für Ärzte, Heilmittelerbringer sowie Patienten statt. Ab 10 Uhr trafen sich Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden, Studenten und Schüler, Ärzte und Patienten zusammen auf dem Römer, um gemeinsam zu demonstrieren. Insgesamt waren 350 aktive Demonstranten an der Veranstaltung beteiligt.
      Ziele der Demonstration
      Die zentralen Ziele bzw. Kernthemen des Bund vereinter Therapeuten sowie der Bewegung selbst waren zum einen eine angemessene Vergütung aller Therapeuten bundesweit, der Unterlass von Strafzahlungen für alle Ärzte sowie die Aufhebung der bürokratischen Verkomplizierungen des deutschen Rezeptformats. Die Demonstranten forderten jedoch auch die Ärztebudgets für Heilmittel abzuschaffen. Auch der Fachkräftemangel stellte ein Kernproblem der Demonstration dar.
      Der Demonstrationszug
      Die 350 versammelten Demonstranten zogen vom Römer über den Römerberg an der Paulskirche vorbei. Von hier ging der Zug über die Hauptwache bis hin zum Roßmarkt, auf dem von 11 Uhr bis 12:30 Uhr eine Kundgebung stattfand. Die Demonstranten fielen vor allem durch Pfeifen, Ratschen und Schlachtrufe wie „Auf geht’s Therapeuten, lasst Euch nicht ausbeuten!“ oder „Volksgesundheit schafft ihr nie, ohne unsre Therapie!“ auf. Auch mitgebrachte Banner wurden auf dem gesamten Zug in die Höhe gehalten und sorgten für viel Aufmerksamkeit.
      Die Kundgebung der Demonstration
      Auf der Kundgebung, die nach dem Demonstrationszug stattfand, wurden sämtliche Kernthemen des BvT behandelt. Einige wichtige Menschen der Demonstration, wie David Lopez, 1. Vorsitzender des Bund vereinter Therapeuten e.V., kamen zu Wort. Er betonte, dass man an einem Punkt angelangt sei, an dem alle Heilmittelerbringer sowie deren Vertreter zusammenhalten sollten. Er erklärte, dass es wichtig sei, Patienten, aber auch Ärzte zu informieren und die breite Masse über die derzeitige Situation aufzuklären, damit sich endlich etwas in Bewegung setzt. Lopez berichtete über die reale Lohnentwicklung in den letzten 10 Jahren, die bei den Therapeuten bei über minus 6% liegt, dabei werden diese Berufe in der Ausbildung nicht vergütet. Dieser Fakt wurde mit lautem Pfeifen der Menge kommentiert. Der 1. Vorsitzende führte den Demonstranten vor Augen, dass der Aufwand für den Administrationszweig der Krankenkassen fast zweifach so hoch sei wie die Ausgaben für alle Heilmittelerbringer insgesamt. Forderungen nach einer angemessenen Vergütung waren ebenfalls Teil der Kundgebung.
      Auch Dr. Roy Kühne, ein Mitglied im deutschen Bundestag und selbständiger Physiotherapeut, wurde bei der Kundgebung angehört. Er bestärkte die Anwesenden, zusammenzuhalten und gemeinsam vorzugehen, damit man für alle Heilmiitelerbringer etwas durchgesetzt werden kann". Dr. Kühne erzählte zum Thema "Entbürokratisierung/Retaxierung" von einer aktuellen Gesetzesvorlage , bei der geplant wird, dass die Software in Arztpraxen eine Rezeptausstellung nur noch nach den aktuellen Heilmittelverordungen garantieren soll.
      Weiteres Programm
      Eine musikalische Umrahmung der Veranstaltung bot die Band "Niteshift" mit der Frontfrau Natascha Grin, die mit der treffenden Auswahl der Lieder für eine tolle Stimmung sorgten. 
      Ein Kamerateam um Thorsten Breitbach der UNSMEDIA aus Köln, hat die Demonstration sowie die Kundgebung den ganzen Tag über begleitet und arbeitet aktuell daran, einen Film über die Veranstaltung zusammenstellen, der nach Fertigstellung auf der Homepage des BvT zu finden sein wird.
      Physiowissen Kommentar
      Wir freuen uns, dass es den BvT gibt, der sich für uns Physiotherapeuten einsetzt. Fakt ist aber auch, dass 350 noch viel zu wenige sind um in der Politik Aufsehen für uns zu erzeugen. 
      Wir halten euch auf dem Laufenden, wenn wir Reaktionen aus Berlin zur Demonstration vermelden können.
      Copyright: BvT - Bund-vereinter-Therapeuten.de