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Schmerzhafte Verspannungen: wie faszienrollen?


Gast Raisa

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Geschrieben

Hallo liebes Physiowissen-Team,

 

ich habe eine eher technisch-physische Frage. Hier kurz die Ausgangslage: Ich (56, weiblich, sitzende Tätigkeit, hypermobil) habe seit Jahren ziemlich schmerzhafte Verspannungen überall am Körper. Beeinträchtigend ist es vor allem an der Intercostalmuskulatur (und Atemhilfsmuskulatur allgemein) sowie an den Oberschenkeln vorne und seitlich außen. Beides ist immer wieder von Physiotherapeuten gelockert worden, jedoch scheint es in meinem Körper eine Art "Unwucht" im Gebälk zu geben, die dafür sorgt, dass sowohl die Bemühungen der Physiotherapeuten als auch von diversen Osteopathen binnen weniger Wochen oder auch nur Tagen alles wieder beim alten ist. Empfohlen wurde mir immer wieder, die Muskulatur mit Faszienrollen und -bällen auszurollen, um das ganze Gewebe dauerhaft geschmeidig(er) zu halten.

 

Da ich eine "Allergie" gegen Fitnessstudiosport habe, möchte ich meinen Körper jetzt mit einer Mischung aus Heimsport (Theraband und leichte Gewichte), Faszienrollen, Dehnen und Faszientraining, flotten Spaziergängen/(Nordic) Walking sowie den (bereits seit Jahren) täglichen 2 x 7 Kilometer Radfahren irgendwie fit bekommen. (Yoga bzw. Pilates soll auch noch dazukommen, jedoch passen bei den angebotenen Kursen hier auf dem Land die Zeiten für mich gerade nicht.)

 

Meine Frage bezieht sich nun auf das Faszienrollen: Habt ihr Tipps und Ideen, wie und/oder mit welchen Hilfsmitteln (Tennisball, Blackroll kleine Rolle und Kugel oder noch ganz andere Materialien) ich die Verspannungen in den Oberschenkeln wirksam und nachhaltig angehen kann? Da das normale Rollen wie gesagt höllisch weh tut und zudem meine LWS sowie die Hand- und Schultergelenke auch "herumzicken", sprich nach wenigen Augenblicken weh tun, ist das (bäuchlings/seitlich mit dem Oberschenkel über die große Rolle) unmöglich, da sofort der ganze Körper vor Schmerz anspannt. Gleiches gilt für die Po- und hintere Beinmuskultur, da ich mich nicht lange auf den Händen/Handgelenken aufstützen kann. Bringt es z. B. etwas. die Oberschenkel im Stehen (mit Rolle zwischen Bein und Wand) zu bearbeiten? Das ist möglich, aber es tut so wenig weh, dass ich vermute, dass der Druck viel zu gering ist.

 

Und wie kann ich die Intercostalmuskulatur bearbeiten? Rollen bringt vermutlich selbst mit der kleinen Kugel nichts, oder? Dehnübungen haben bislang nie Linderung gebracht...

Zu den Ursachen meines Zustandes habe ich diverse Arztbesuche bei diversen Fachrichtungen (Orthopädie, Neurologie, Endokrinologie, Nephrologie, ...) hinter mir. Niemand findet eine Ursache, da sehr diffuses Beschwerdebild. Meine Frage ziehlt daher hier expizit nicht auf die möglichen Ursachen ab, sondern wirklich nur auf Techniken und Hilfsmittel, die mir ein schmerzfrei(eres) Lösen meiner verbackenen Faszien und Triggerpunkte ermöglichen.

Falls ihr Ideen (oder auch Links zu Rolltechniken) habt, wie ich das angehen kann, wäre das super! Vielen Dank schon mal im Voraus!

 

Herzliche Grüße
Raisa

 

 

 

 

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  • Beiträge

    • Gast Matze
      Kleine Korrektur: mit Fuß nach außen rotiert, meine ich Fußpitzen nach innen und Ferse nach außen rotiert.
    • bbgphysio
      Die Gefahr bei der Mobilisation der Kniescheibe ist daß die Nähte auf der Innenseiten und außenseiten wieder aufreißen. Absolut kontraindiziert ist aufjedenfall eine Mobilisation nach außen und innen. Sanftes Mobilisieren nach oben könnte möglich sein. Als Therapeut bin Ich da aber lieber etwas vorsichtig und würde 4-6 Wochen abwarten bis die Heilung fortgeschritten ist, da die Kniescheibe ja verbindung mit dem inneren und außen Band und Kapselapparat  hat. Eine Schwellung kann immer ein Hinweis sein daß etwas zu viel war. Also aus meiner Sicht wirklich vorsichtig in deinem Fall. Patellamobi sind eine wunderbare Technike aus der Manuellen Therapie für die Verbesserung der Kniegelenksbeugung, aber hier ist ja ein direkter eingriff gemacht. Am besten nochmal genau nachschauen was auf den OP bericht, Nachbehandlungsschema steht. Bei Unsicherheit lieber den Arzt anrufen. 
    • bbgphysio
      Guten Morgen, also nachdem beim Facharzt nicht auffälliges festgestellt wurde tippe Ich auf den N.genitfemorale und n.ilioinguinale. Typisch dafür sind Hodenschmerzen und Leistenschmerzen, da dieser hier entlangläuft. Der schmerzehafte punkt in der Leiste neben den Hoden ist eine Nervenaustrittsstelle. Das Problem lässt sich aber physio-osteopathisch behandeln. Wichtig ist ein Therapeut, eine Therapeutin der eine Ausbildung zur Manuellen Therapie hat und sich zusätzlich auch mit den Nerven auskennt. Die Nervenengstelle in der Leistengegend muss gelöst werden. Oder du gehst zu einem Osteopathen der sich aufjedenfall damit auskennt. Hast du auch brennen in den Hoden in der Leiste? Brennende Schmerzen im Gesäß scheinen auch von einem NErv zu kommen der vom sog. periformismuskel irritiert wird.    Gruß THomas    

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