Jump to content

Was (nicht) tun bei einer chronischen Bizepssehnenentzündung?


Gast Daniel

Recommended Posts

Geschrieben

Hallo 

ich habe jetzt seit bestimmt 1,75 Jahren immer wieder eine Bizepssehnenentzündung der langen Bizepssehne.

Welche Übungen sind hilfreich und welche kontraproduktiv?

Danke.

Gruß


Geschrieben

Servus Daniel,
ich kann dir nicht einfach raten mach dieses oder jenes. Man müsste halt wissen, was zu den Entzündungen führt. Weißt du was ich meine? Hattest du einen Unfall (Sehnenriss) oder berufliche Ursache oder machst du Sportarten (Handball/Wurfsport), das zur Überbelastung der Sehne führt? Erzähl doch mal etwas mehr darüber, vor allem wo und bei welchen Bewegungen du den Schmerz mehr empfindest (Ellenbeuge, Muskelbauch oder an der Schulter)

Geschrieben

Hallo,

wird wohl von zu vielen Überkopfübungen (Klimmzüge, Military Press) und zu vielen explosiven Übungen (Swings) aufgrund des Schulterdach-Typs 3 nach Biliagni kommen.

Schmerzen mittlerweile fast die ganze Zeit, also auch in Ruhe, beim seitlichen Liegen, besonders beim Abstützen. Hauptsächlich in der Schulter vorne bis runter in den Bizeps.

Es schmerzt auch ganz gut bei Dehnübungen, die eigentlich gut sein sollen. Z. B. im Langsitz mit nach hinten auf den Boden ausgestreckten Armen oder beim Schürzengriff.

Geschrieben

....ich denke eher, dass du dir entweder eine so genannte "Slap- oder eine Pulley-Läsion" der Schulter zugezogen hast. Beide Läsionen betreffen nicht direkt das Gelenk, sondern die Gelenkslippe bzw. den Kanal, an dem die Sehne dran hängt. Das wird bei Untersuchungen ganz gerne übersehen!
Ich würde auf jeden Fall zunächst deine Dehnerei sein lassen, dass führt auf Dauer zu größeren Schäden. Lass mal, von einem Schulterspezialisten, mittels MRT oder Ultraschall meine Vermutung bestätigen.

Geschrieben

Eine Slap-Läsion hatte ich schon, die vor drei Jahren operiert wurde.

Nochmal eine!? Das wäre ... richtig ... O_O

Hier mal die MRT-Bilder:

https://www.dropbox.com/sh/ijbymoebm9zgvpa/AAAE0XRUWfU_fILPsTdDRQOya?dl=0

Geschrieben

...das kann schon passieren, wenn du die Schulter dermaßen überlastest. Unser Körper ist seit Urzeiten auf ein bestimmtes Maß an körperlicher Aktivität ausgelegt. Wird das überschritten, bekommen wir promt die Rechnung. Du musst für dich selber herausfinden, wie weit du gehen kannst. Wo deine Grenzen sind. Auf jeden Fall war das, was du bisher gemacht hast anscheinend zuviel des Guten!

Die Bilder sind aber nicht aktuell oder? Das sind wohl die vor der OP?

Geschrieben

Ich meine, die sind von letzter Woche.

Inwiefern Gemetzel?

Neue MRT-Bilder sind ja leider nicht so ohne Weiteres so schnell möglich. 

Geschrieben

Ich hab endlich den Befund:

 

AC-Typ III und leichte subakromiale Enge. Tendinopathie der Supraspinatussehne ohne Anzeichen einer Rotatorenmanschettenruptur. Tendovaginitis der langen Bizepssehne. Postoperative Veränderungen im superioren Labrum glenoidale, dort leichte Signalerhöhung. Keine neuen aufgetretenen Pathologien. Keine Bankart-Läsion. Keine Fettgewebsimbibierung im Rotatorenintervall oder Bandruptur. Keine Bursitis. Septierte signalerhöhte Struktur im superioren Glenoid, am ehesten OP-Defekt.

 

So, und was bedeutet das jetzt bitte? 😞

Geschrieben
Am 15.2.2021 um 14:23 schrieb Gast Daniel:

am ehesten OP-Defekt. Veränderungen im superioren Labrum glenoidale, dort leichte Signalerhöhung.

...das meinte ich mit Gemetzel. Da haben sich durch den Eingriff anscheinend Vernarbungen gebildet. Das muss man jetzt nicht direkt der Operateur in die Schuhe schieben aber diese "Wucherung" kann sich sehr störenden auf die Schulterbewegung auswirken.

...außerdem hat dein Schulterdach auch ein Problem (Acromion Typ 3). Diese hakenförmige Veränderung kann auf dauer den Schleimbeutel und die Supraspinatussehne reizen. Puhhh, da musst du nochmal mit deinem Orthopäden drüber reden.
Ich würde aber eine weitere OP vermeiden so lange es geht, und lieber mit "Manueller Therapie" versuchen die Schulter schmerzfrei zu bekommen (Verklebungen lösen, Kapsel frei machen, Gelenk mobilisieren usw...)

Am 15.2.2021 um 14:23 schrieb Gast Daniel:

Tendovaginitis der langen Bizepssehne.

...achja, die hatte ich vergessen. Hierfür solltest du was gegen die Entzündung nehmen. Das sollte dir aber dein Arzt verschreiben!

Geschrieben

Danke Dir nochmal fürs Update.

 

Diese Vernarbungen/Wucherungen kann man therapeutisch wegbekommen oder so hinbekommen, dass die nicht mehr stören?

 

 

Geschrieben

Du kennst das ja selber von den Hautvernarbungen/Wucherungen, die bleiben. Man kann sie nur weg operieren. Aber durch Therapie könnte man sie geschmeidiger bekommen, das funktioniert ja bei der Haut auch - ist zwar langwierig und schmerzhaft, aber es könnte funktionieren!

Kommentare

You are posting as a guest. Wenn du bereits einen Account hast kannst du dich hier anmelden.
Note: Your post will require moderator approval before it will be visible.

Gast
Auf dieses Thema antworten...

×   Du hast formatierten Text eingefügt.   Restore formatting

  Only 75 emoji are allowed.

×   Dein Link wurde automatisch eingebettet.   Einbetten rückgängig machen und als Link darstellen

×   Your previous content has been restored.   Clear editor

×   You cannot paste images directly. Upload or insert images from URL.



  • Beiträge

    • gianni
      Hallo Marilu, zunächst muss ich dir ein Kompliment machen, deine Art zu schreiben liest sich wie ein spannender Roman. So wie du uns deine Leidensgeschichte schilderst, gehe ich auch stark davon aus, dass der Übeltäter im hochzervikalen Bereich zu suchen ist. Die Symptomatik, wie Schwindel, Blutdruckschwankungen, Übelkeit, usw. spricht für sogenannte  vegetative Entgleisungen, das vom "Nervus Vagus" ausgelöst wird. Dieser Vagusnerv muss in irgendeiner Weise provoziert werden um diese Symptome auszulösen. Da du immer wieder berichtet hast, dass die Beschwerden meist in der Nacht oder am Morgen auftreten oder sich verstärken, wäre meine Vermutung, dass eine Bandinstabilität der Wirbel C1-C3 als Ursache möglich wäre. Lass das mal abklären. Am einfachsten von deiner Physio mit "Safetytest" (Sicherheitstests/Provokationstests zur Identifikation struktureller Instabilitäten der oberen HWS) oder über Funktionsaufnahmen im MRT oder Röntgen.    
    • oleroenne
      Liebe Kolleginnen und Kollegen, Ich forsche aktuell im Rahmen meiner Bachelorarbeit an der HSD Hochschule Döpfer in Köln zum Thema Telerehabilitation in der Physiotherapie. Dazu suche ich noch Teilnehmende an einer kurzen Umfrage (ca. 10-15min.). Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie die Umfrage ausfüllen könnten, und wenn möglich an andere Physiotherapeut*innen weiterleiten würden. Vielen Dank, Ole Rönne     Link: https://www.soscisurvey.de/telereha/
    • Gast Marilu
      Ich muss noch einmal ergänzen, dass ich ein weiteres Kopf MRT bereits hatte und dies auch unauffällig war und dass meine Sehstörungen von Anfang an begleitend präsent waren. Das geht aus meiner Schilderung nicht hervor. Morgen habe ich meinen 1. Termin bei einem Orthopäden und nächste Woche einen 24h Blutdruck. Am Freitag wieder Physiotherapie. Leider nicht bei der Osteopathin. Das versuche ich aktuell noch umzuändern. Leider ist ihr Terminplan sehr voll.    Ich habe Sorge, dass meine die Muskulatur die ungünstigen Positionen wieder herstellt und alles von vorne beginnt. 

×
×
  • Neu erstellen...

Cookie Hinweis

Diese Website verwendet Cookies, um eine bestmögliche Erfahrung bieten zu können | anpassen oder mit okay bestätigen.
Forenregeln | Datenschutzerklärung