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4 von 5 Rückenoperationen sind unnötig!

1439 x betrachtet - 25.01.2010 16:45

4 von 5 Rückenoperationen sind unnötig!

Etwa 230.000 Menschen werden in Deutschland jedes Jahr am Rücken operiert, viele dieser Eingriffe sollen angeblich unnötig sein. Das behauptet zumindest die Techniker Krankenkasse, denn laut deren Angabe könnte man vier von fünf Operationen umgehen. In den meisten Fälle solle es möglich sein, den Patienten mit adäquater Physiotherapie zu helfen und die Beschwerden zu lindern.

Es hat sich nämlich gezeigt, dass viele Betroffene selbst nach einem operativen Eingriff nicht beschwerdefrei sind, so dass Sinn und Zweck der Operation eigentlich nicht erfüllt ist. Statt dessen folgen langwierige Rehabilitationsmaßnahmen, und trotz aller Bemühungen lassen sich die Beschwerden häufig nicht in einem befriedigenden Maß lindern.

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    Zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie und der Managementgesellschaft Integrative Managed Care hat die Techniker Krankenkasse nun ein besonderes Angebot erstellt, um betroffenen Patienten besser helfen zu können. Insgesamt 30 Schmerzzentren in ganz Deutschland beteiligen sich an diesem neuartigen Programm, um eine optimale Versorgung der Patienten zu gewährleisten und unnötige Operationen zu vermeiden.

    Versicherte der Techniker Krankenkasse können in jeder Zweigstelle das nächstgelegene Schmerzzentrum erfragen und sich dort einen Termin geben lassen. Es ist möglich, innerhalb von nur zwei Werktagen einen Termin zu bekommen, so dass auch dringende Fragen kurzfristig geklärt werden können. Bei diesem Angebot der Techniker Krankenkasse geht es darum, eine zweite Meinung einzuholen, bevor man sich für eine Operation entscheidet. Auch wenn der behandelnde Arzt eine Operation vorschlägt, sollte man überprüfen, ob eine operative Maßnahme nicht doch umgangen werden kann.

    In den teilnehmenden Schmerzzentren kümmern sich ein Physiotherapeut, ein Schmerztherapeut und sogar ein Psychotherapeut um den Patienten und erarbeiten nach der eingehenden Untersuchungen einen Behandlungsplan, der als Alternative zur Operation gewählt werden könnte. Natürlich können auch Patienten, die nicht Mitglied bei der Techniker Krankenkasse sind, jederzeit eine zweite Meinung von einem anderen Mediziner einholen. Das macht auf jeden Fall immer Sinn, denn es gilt so viele Rückenoperationen wir möglich zu vermeiden.

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    Kommentar: 1
    von: herbi
    04.02.2010 14:30

    Ich habs schon immer gewusst :D - Obwohl die OP Zahlen ja schon drastisch gesunken sind in den letzten Jahren. Wenn ich da so an die 90er denke - "Was? Bandscheibe? Operiere ich Ihnen" .. und 5 Jahre später kamen die Probleme zurück durch Verklebungen ... übel.

    Lasst doch mal uns Physios richtig dran arbeiten - wir können sowas nämlich auch ohne Messer? :D
    Herbi was here
    Kommentar: 2
    von: athari
    15.02.2010 21:03

    Also ich habe noch ned so viel Berufserfahrung aber ich habe die Erfahrung gemacht das Bandscheiben OP´s eher schlecht abgeschnitten haben.Ich kenne viele die es bereut haben.

    LG Cathi
    Kommentar: 3
    von: stephan
    17.02.2010 10:45

    In 90er Jahren wurde sehr viel operiert - viele hatten schon nen Schlitz im Rücken, als man feststellte, dass das nach 5 Jahren schlechter war als wenn man es konservativ behandelt hätte. Besonders Vernarbungen sind hier ein Problem.

    Aber mal echt - dass man heute noch immer von 80% überflüssigen OPs spricht find ich schon arg viel; dacht das wäre mittlerweile besser geworden und dabei sind es schon so viel weniger als früher.
    Nicht muss für immer so sein, nur weil es immer so gewesen ist.
     
    Douglas - macht das Leben schöner