Seit einigen Jahren steht Medizinern in Deutschland ein festes Budget für die Versorgung ihrer Patienten zur Verfügung, damit die Kosten für die Krankenkassen eingedämmt werden können. Ärzten ist es somit nur möglich, ihre Patienten in einem festgesetzten Rahmen zu versorgen, oder die Mehrkosten aus eigener Tasche zu finanzieren.
Patienten mussten Einschränkungen sowohl bei der Verordnung von Medikamenten als auch bei der Genehmigung von speziellen Untersuchungen in Kauf nehmen. Immer wieder kam es deshalb zu Streiks und Demonstrationen, viele kleine Arztpraxen konnten sich langfristig nicht über Wasser halten und mussten geschlossen werden. Bei vielen Fachärzten war es in der Vergangenheit schwer, kurzfristig einen Termin zu bekommen, in vielen Praxen wurden Privatpatienten eindeutig vorgezogen. Kritiker sehen seit langem eine Zwei-Klassen-Gesellschaft, viele Patienten haben inzwischen auch auf eine private Krankenversicherung umgeschwenkt.
Wolfgang Zöller, der neue Patientenbeauftragte, hat nun offiziell eine Abschaffung der Ärzte-Budgetierung gefordert, damit die Mediziner wieder eine adäquate Behandlung aller Patienten gewährleisten können und eine leistungsgerechte Bezahlung stattfindet. Experten sehen diese Forderung jedoch sehr kritisch, da sie befürchten, dass die Kosten in diesem Fall explodieren könnten.
Wolfganz Zöller sieht jedoch in der Aufhebung der Budgetierung einen weiteren großen Vorteil, denn es könnte einen Anreiz für den Ärzte-Nachwuchs sein, nachdem es in Deutschland inzwischen fast schon einen Mangel an jungen Medizinern gibt. Die Bundesregierung wird noch im Januar eine Sitzung anberaumen, um ausführliches über dieses Thema zu sprechen. Es soll eine Lösung gefunden werden, mit der sowohl die Krankenkassen als auch die Mediziner leben können.
Extrem viele Menschen leiden heutzutage unter Gelenkschmerzen. Dabei sind es nicht immer ausschließlich nur ältere Personen, unter diesen gesundheitlichen Diskrepanzen leiden müssen. Gelenkschmerzen sind weit verbreitet und das auch bei relativ jungen Leuten, die hinsichtlich ihrer Mobilität und Beweglichkeit noch keine Probleme haben sollten. Es gibt viele Therapieansätze in der Bekämpfung von Gelenkbeschwerden. Dabei bleiben etliche Therapien jedoch erfolglos und lindern die Schmerzen der Patienten nur minimal.
Arzneimittel werden zu Haufen produziert. Rund 633 Millionen Verpackungen wurden im letzten Jahr 2012 von Ärzten über die gesetzlichen Krankenkasse verschrieben. Damit haben knapp 70 Millionen Versicherte ein Rezept bekommen. Doch es kommt noch besser, unter den zugelassenden Arzneimitteln sind allein schon 37,9 Millionen für Tagesdosen an den Erkankten oder Arzneimittelkonsument gegangen - rund 1,5 Arzneimittel am Tag!
Immer mehr Bundesbürger nutzen die Angebote aus dem zweiten Gesundheitsmarkt, wie frei verkäufliche Medikamente, freiwillige Leistungen beim Arzt, alternative Medizin sowie Wellness- und Fitnessangebote. So belaufen sich die Ausgaben für privat finanzierte gesundheitsfördernde Produkte und Dienstleistungen mittlerweile auf 60 Milliarden Euro. Diese zunehmende Nachfrage sorgt dafür, dass verstärkt Arbeitskräfte benötigt werden, die sich professionell um die Organisation und das Management dieser Dienstleistungen kümmern.
15.02.2010 08:11
Ich denke dass die Ärzte nicht das Problem sind, sondern meiner Meinung nach eher die Pharmaindustrie und die Krankenkassen selbst.
Warum? ersteres dürfte klar sein - die wollen so viel als mgl Gewinn machen, was ja auch legitim ist, aber nicht um jeden Preis. Ist schon komisch das seit der Budgetierung der Ärzte die Kosten im Gesundheitswesen trotzdem weiter gestiegen sind. Wo geht das ganze leibe Geld denn hin? Zweiten ist ein bissl schwieriger, aber wozu brauchen wir so um die 350 Krankenkassen???? Jede hat eine eigene Verwaltung und Kosten die bezahlt werden wollen und wer zahlt diese, na klar die Beitragszahler. Warum reichen denn nicht 20 Krankenkassen, da ist doch genug Kongruenz um das Geschäft zu beleben.
Ich find es nicht immer Richtig was die Ärzte fordern oder machen. Aber einem das Geld zu kürzen und zu sagen du musst trotzdem behandeln auch wenn du dabei pleite gehst, sonst kommst du in den Knast, ist nicht der richtige Weg. Von daher schon WEG MIT DER BUDGETIERUNG. Das kommt uns Physio's ja auch entgegen - es wird ja dann auch mehr verschrieben.
Aber wer den Pharmafirmen auf die Finger hauen will braucht einen langen Atem, weil diese mittlerweile viel zu stark geworden sind.
Also mein Vorschlag wäre nicht die Symtome zu bekämpfen, sonder die Ursache.
in diesem Sinne
Maxe