Nach dem täglichen Stress am Abend eine Massage ist wohltuend für Körper und Seele. Fehlhaltungen beim langen Sitzen und zu wenig Bewegung fördern die Verspannungen einzelner Muskelpartien, Schmerzen im Nacken oder Rückenbereich sind die Folge. Instinktiv reiben wir schmerzende Stellen unseres Körpers und versuchen, den Schmerz an der betreffenden Stelle zu lindern. Viele Menschen leiden an chronischen Entzündungen, die eine langfristige Einnahme von Schmerzmitteln erforderlich machen. Diesen Patienten könnte mit den neuesten Erkenntnissen über Massagen jetzt besser geholfen werden.
Das Forschungsteam ließ Probanden kurzzeitig und mit Anstrengung auf einem Fahrradergometer fahren. Danach massierte man diesen Testpersonen nach der sportlicher Aktivität nur eines der Beine. Die Forscher nahmen dann jeweils Zellproben aus den Oberschenkeln beider Beine und verglichen die Ergebnisse.
Die Überraschung war groß, denn die Auswertung zeigte deutlich, daß bei dem massierten Bein zwei verschiedene Gene aktiviert wurden, die für die Produktion entzündungshemmender Botenstoffe in den Muskeln verantwortlich sind. Deweiteren fand man in dem massierten Beinen der Probanden vermehrt Mitochondrien. Mitochondrien sind Bestandteile von Zellen, die die Heilung verletzter Muskelfasern fördern und somit den Heilungsprozess positiv beeinflussen und beschleunigen können. Ausserdem liefern sie Energie an die Muskeln.
Bisher wurde angenommen, daß Massagen helfen, Milchsäure und weitere Abbauprodukte im Muskelstoffwechsel zu verringern. Die Untersuchungen der Gewebe sagten aber, daß es keinerlei Veränderungen im Muskelgewebe diesbezüglich gegeben hat. Das Forschungsteam geht davon aus, daß dem Muskelkater kleine Verletzungen im Gewebe vorausgehen und den typischen Schmerz auslösen.
Wir dürfen also gespannt sein, wie Wissenschaft und Schulmedizin auf die neuesten Erkenntnisse reagieren und neue Schmerztherapien entwickeln. Für viele Patienten, die dauerhaft auf Schmerzmittel angewiesen sind, könnten gezielte Massagen zur Schmerzlinderung eine Wohltat sein.
Den elektronischen Heilberufsausweis soll es künftig auch für Angehörige anderer Berufsgruppen des Gesundheitswesens geben. Das Deutsche Ärzteblatt berichtete kürzlich über ein Pilotprojekt in Bezug auf den elektronischen Heilberufsausweis (eHBA), an dem 1000 Mitglieder des Bundesverbandes selbständiger Physiotherapeuten (IFK) teilnehmen. Der eHBA ist das Gegenstück zur elektronischen Gesundheitskarte (eGK), den bisher Heilberufsgruppen wie Ärzte, Apotheker und Zahnärzte nutzten und die von der Landesärzte- bzw. Landesapothekerkammer ausgegeben wird.
Momentan ist der Skandal um mit Dioxin verseuchte Lebensmittel in aller Munde, und viele Bürger stellen sich natürlich die Frage, ob man mit Langzeitfolgen rechnen muss. Schließlich kann keiner mehr zurückverfolgen, welche Produkte er in den vergangenen Wochen und Monaten verzehrt hat, die eventuell mit Dioxin belastet waren.
Schon seit langem wird in Deutschland diskutiert, wie viel Wissenschaft in der Physiotherapie notwendig ist, denn durch Veränderungen im Gesundheitswesen wird von Therapeuten immer mehr Kompetenz erwartet. Nun wird die Forderung immer lauter, dass Therapeuten künftig auf Hochschul-Niveau ausgebildet werden sollen.
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